Monthly Archives: Dezember 2025

Season’s Greetings

Liebe Leser:innen! Viele Wünsche für den Jahreswechsel 2025/26!
Dear readers, Best wishes for the new year 2026!

Li Gerhalter
Administratorin des Salon 21 | Administrator of Salon 21

Neue Einträge werden gepostet ab 5. Jänner 2026.
You will find new posts here again from 5 January 2026.

Interview anlässlich „(Fast) zehn Jahre Salon 21“ im Weblog von fernetzt (April 2016) zur Gründungsidee, der inhaltlichen Entwicklungen und der Arbeit für den Salon 21: Link zum Interview

Präsentation des Weblogs Alltags|Ökonomien, hg. von Sebastian Felten, Li Gerhalter und Verena Halsmayer, 23.01.2026, Wien

24. „Tea Hour“ der Sammlung Frauennachlässe am Institut für Geschichte der Univ. Wien (Web)

Zeit: 23.01.2026, 15.00-17.00 Uhr
Ort: Univ, Wien, Hörsaal 1 (linker Gebäudetrakt, Erdgeschoss=“TP“, via Hof 1), Universitätsring 1, 1010 Wien

Programm (PDF)

  • Vorstellung des Weblogs durch die Herausgeber:innen
  • Vorstellung der Beiträge von Matthias Donabaum, Sophie Gerber, Sophie Hopfner und Anton Tantner

Der neue Blog Alltags|Ökonomien erscheint im Jänner 2026 auf hypotheses.org. Er hat das Ziel, Haushaltsbücher als Material und Quellen einer breiteren Forschungscommunity bekannt zu machen und sie als Schnittstellen zwischen Disziplinen aufzuschlüsseln.
Zunächst werden Beiträge veröffentlicht, die aus einem Workshop an der Sammlung Frauennachlässe (SFN) entstanden sind (Web). Die SFN verwahrt aktuell ca. 400 Bände von Haushaltsbüchern, d.h. Aufzeichnungen über private Haushaltsführung in sehr heterogenem Format. In Quellen dieser Art kreuzen sich Forschungsdiskussionen verschiedener Disziplinen wie z.B. Wirtschaftswissenschaft, Auto/Biographieforschung, Wirtschaftsanthropologie, Wissenschafts-, Technik- und Geschlechtergeschichte, sie stehen aber nirgendwo im Zentrum des Interesses.
Alltags|Ökonomien führt Forschungen zu Haushaltsbüchern und ähnlichem Material aus den Beständen der SFN sowie internationalen Archivbeständen zusammen, um eine interdisziplinäre Diskussion über Methode und Erkenntnisinteresse anzustoßen. Grundlegend und explorativ wird gefragt, wie sie unterschiedliche Verhältnisse von Alltag und Ökonomie sichtbar machen: Auf welche Weise werden Haushaltsbücher als Quellen wovon gelesen? Welche Annahmen und Kategorisierungen über „den Haushalt“ bringen sie mit sich und wie verhalten sie sich zu Problematisierungen in verschiedenen Forschungsfeldern?

  • Beiträge von Peter-Paul Bänziger (Zürich), Matthias Donabaum (Wien), Sophie Gerber (Wien), Martin Herrnstadt (Bremen), Sophie Hopfner (Wien), Harro Maas und Gabrielle Soudan (Lausanne), Matthias Ruoss (Fribourg), Andreas Streinzer (Wien), Anton Tantner (Wien) und Matthias Van Laer De Gezelle (Antwerpen)
  • Herausgeber:innen: Sebastian Felten, Li Gerhalter und Verena Halsmayer | Redaktion: Dolores Šurlina Continue reading

Klicktipp: Margareth Lanzinger und Waltraud Schütz: Die übersehenen Berufstätigen des 19. Jahrhunderts (Diskussion, online zum Nachhören)

Ö1-Podcast „Science Arena“ | Neue Reihe des Radiokulturhauses „1848, die Frauen und weiter“ (Web)

Im Wirtschaftsleben hatten Frauen im 19. Jahrhundert annähernd dieselben Rechte wie Männer – beispielsweise ein Gewerbe zu führen. Gleichzeitig waren sie rechtlich dem Mann als Familienoberhaupt unterstellt, was dazu führte, dass oft nur ledige, geschiedene und verwitwete Frauen von diesen Rechten Gebrauch machen konnten – zumindest in bürgerlichen Kreisen. Im Handwerk und in der Arbeiter:innenschaft war die berufstätige Frau die Norm.
Wie die Situation der Frauen de jure und de facto in den unterschiedlichen Gesellschaftsschichten aussah, diskutierten die Historikerinnen Margareth Lanzinger (Univ. Wien) und Waltraud Schütz (ÖAW) bei den ORF-Journalistinnen Irene Suchy und Katharina Gruber am 2. Juni 2025 im RadioCafe im Rahmen der Reihe „1848, die Frauen und weiter“.

Online verfügbare Aufnahmen zum Nachhören:

  • Folge des Podcasts „Science Arena“ (52:40 Minuten) (Web)
  • Bericht von Katharina Gruber auf orf.at inklusive Videoaufnahme der Diskussion (26.12.2025) (Web)

Weitere Folge der Reihe:

  • Gabriella Hauch und Veronika Helfert: Der Kampf um Frauenrechte im 19. Jahrhundert (27.05.2025) (Web)

Reihe in Kooperation mit ORF Topos und Ö1.

Ausstellungseröffnung: Alles Arbeit. Frauen zwischen Erwerbs- und Sorgetätigkeit, Fotoarchiv Blaschka 1950-1966, 28.01.2026, Wien

Haus der Geschichte Österreichs (hdgö) (Web)

Zeit: 28.01.2026, 18.30 Uhr
Ort: hdgö, 1010 Wien, Alma Rosé-Plateau
Laufzeit der Ausstellung: 29.01.2026-10.01.2027
Anmeldung zur Eröffung (Web)

Ein Job mit Gehalt? Verpflichtungen im Haushalt? Eine Aufgabe, die gemacht werden muss? Zu tun gibt’s immer etwas. Manche Tätigkeiten bringen Anerkennung und Lohn. Andere fallen einfach an – unbezahlt, unsichtbar und meist von Frauen erledigt. Aber: Ist das nicht alles Arbeit? Sorgearbeit gilt immer noch als „weibliche Ressource“, auf die sich unsere Gesellschaft ganz selbstverständlich verlässt. Begriffe wie Pflegenotstand, Gender Pay Gap und Teilzeitfalle benennen heute ein historisch gewachsenes Ungleichgewicht bei Arbeit und Bezahlung.

Die Ausstellung „Alles Arbeit. Frauen zwischen Erwerbs- und Sorgetätigkeit, Fotoarchiv Blaschka 1950-1966“ geht diesen Themen nach. Sie ist ab dem 29. Jänner 2026 im Haus der Geschichte Österreich auf dem Alma Rosé-Plateau zu sehen. Ausgangspunkt ist das Archiv einer Grazer Pressefotoagentur, das die Ausstellung mit gegenwärtigen Fragen neu interpretiert.
Im Zentrum steht das Verhältnis von bezahlter, unbezahlter und prekärer Arbeit im Leben von Frauen in der Steiermark der Nachkriegszeit. Die Ausstellung fragt, welche Tätigkeiten medial sichtbar werden – und welche im Verborgenen bleiben. Darüber hinaus regt sie dazu an, über Arbeitsbegriffe, Geschlechterverhältnisse und die Rolle von Bildern bei der Konstruktion gesellschaftlicher Normen nachzudenken – und diese neu zu verhandeln.

Kurator:innen: Eva Tropper, Astrid Aschacher und Samuel Hofstadler

„Alles Arbeit“ ist eine Ausstellung des Museums für Geschichte, Graz (Universalmuseum Joanneum), präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Haus der Geschichte Österreich. In Graz wurde die Ausstellung 2024/2025 gezeigt.

CfP: Marginalisierte Ländlichkeiten – Queeres Leben jenseits der Metropole neu denken (02/2026, Fulda); bis: 10.01.2026

Transdisziplinäres Forschungsprojekt Akzeptanz und Vielfalt in Fulda und Region, Univ. of Applied Sciences Fulda; Carola Bauschke-Urban und Jana-Christina Zentgraf (Web)(PDF)

Zeit: 12.-13.02.2026
Ort: Univ. of Applied Sciences Fulda
Einreichfrist: 10.01.2026

Öffentlichen Debatten um Queerness liegt häufig die Annahme zu Grunde, dass queeres Leben in ländlichen oder peripheren Regionen schwieriger zu leben sei als in urbanen Zentren. In wissenschaftlichen Kontexten hat sich für die Beschreibung des Urban Bias in der Auseinandersetzung mit Queerness und Gender in ländlichen Räumen das Konzept der „Metronormativität (Metronormativity)“ (Halberstam, 2005) durchgesetzt. Metronormativität beschreibt Queerness als inhärent städtisch und suggeriert, dass die „Flucht in die Stadt“ (Eribon, 2019) Voraussetzung für queere Subjektwerdung sei. Diese Erzählung marginalisiert „queere Ländlichkeiten“ und verdeckt die Vielfalt, Widerständigkeit und Komplexität queerer Erfahrungen jenseits der Metropole. Die internationale und interdisziplinäre Konferenz hinterfragt urbane Selbstverständlichkeiten und möchte die Lebensrealitäten, Herausforderungen und Ressourcen queerer Menschen und Communities in ländlichen und klein- bis mittelstädtischen Kontexten sichtbar machen. Dabei geht es uns nicht allein um queere Lebensrealitäten, sondern ebenso um weitere intersektional verschränkte Marginalisierungslinien wie Armut, Alter, Gender, Ethnizität oder (Dis)Ability in ländlichen Räumen. Eingeladen sind Wissenschafter*innen, Aktivistis, Kunst- und Kulturschaffende und praktisch tätige Personen aus unterschiedlichen Disziplinen und Kontexten, die sich mit marginalisierten Ländlichkeiten befassen. Nachwuchswissenschafter*innen sind herzlich willkommen.

Mögliche Themenfelder (u. a.):
– Theoretische und empirische Perspektiven auf Queere Ländlichkeiten
– Intersektionen von Queerness mit Klasse, Alter, Geschlecht, Ethnizität und (Dis)Ability im ländlichen Raum
– Narrative und Repräsentationen queeren Lebens jenseits der Metropole
– Strategien zur Förderung von Akzeptanz und Vielfalt in ländlichen Regionen
– Politische, infrastrukturelle und gemeinschaftliche Ansätze für LGBTQI*-Inklusion außerhalb der Stadt
– Historische und zeitgenössische Fallstudien Continue reading

CfP: Bias und Herrschaft in Geschichte und Geschichtswissenschaft. Eine Experimentierwerkstatt (02/2026, Wien); bis: 10.01.2026

Julia Gebke; Institute for Habsburg and Balkan Studies (IHB), Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) (Web)

Zeit: 12.-13.02.2026
Ort: Univ. Wien
Einreichfrist: 10.01.2026

Mit dem Begriff „Bias“ lassen sich implizite Vorannahmen über die Welt fassen, die größtenteils unbewusst und durch Sozialisation erworben werden. Die Wirkmächtigkeit von sozialer Ungleichheit und struktureller Diskriminierung lässt sich nicht ohne ein Verständnis von Bias erklären. Bias und Herrschaft sind untrennbar miteinander verknüpft. Die Experimentierwerkstatt will ergebnisoffen ausloten, welches Potential im Konzept Bias für die Geschichtswissenschaften und für die Geschichte steckt. Dabei begeben wir uns im körperfreundlichen Rahmenprogramm in kreativen Schreibsessions in Kombination mit Körperarbeit auch auf die Suche von eigenen impliziten Vorannahmen.
Die Aufklärung sagte den Vorurteilen den Kampf an; ihre Waffe, die Vernunft. Sapere aude war nicht der einzige, aber ein zentraler Schlachtruf. Der Traum, Vorurteilen mit Logik den Garaus zu machen, liegt größtenteils begraben. Ursache dafür ist u.a. unser erweitertes Verständnis davon, wie implizite Vorannahmen über die Welt und damit auch der Stoff, aus dem Vorurteile gemacht sind, durch Sozialisation unausweichlich in den verschiedenen Ebenen unseres Bewusstseins und unserer Kognition eingewoben sind. Dieser Prozess lässt sich mit dem Schlagwort Bias greifen. Die Wirkmächtigkeit von sozialer Ungleichheit und struktureller Diskriminierung lässt sich nicht ohne ein Verständnis von Bias erklären. Bias und Herrschaft sind untrennbar miteinander verknüpft. Der Begriff Bias wird heute in verschiedensten Disziplinen verwendet und hat sich zu einem universell einsetzbaren Schlagwort mit verschiedenen Bedeutungsebenen gewandelt. Dadurch wird er paradoxerweise vage und spezifisch zugleich. Die Plattform Anti-Bias weist darauf hin, dass Wissenschaftler:innen mehr als 170 verschiedene Bias-Typen ausformuliert haben und diskutieren. Manche sind in der Gesellschaft geläufiger (racial bias, gender bias, data bias), andere weniger bekannt (judicial bias, mood-congruent memory bias). Überwiegend weisen heutige Bias-Definitionen auf kognitive Verzerrungseffekte und ihre Auswirkungen als Hindernisse für Inklusion und Diversität hin. Bias wird verstärkt als etwas Negatives wahrgenommen, das es zu überwinden gilt. Weiterlesen und Quelle … (Web)

Heftpräsentationen: vor Gericht / Macht(ver)Handeln um 1500 / Migration: Ergebnisse feministischer Geschichtswissenschaft in L’HOMME. Z. F. G., 29.01.2026, Wien

L’HOMME. Europäische Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft (Z. F. G.) (Web)

Zeit: Do., 29.01.2026, 18 Uhr s.t.
Ort: Erika-Weinzierl-Saal, Hauptgebäude der Univ. Wien, Universitätsring 1 (Stiege 1, 1. Stock), 1010 Wien

Programm (PDF)

– Begrüßung und Moderation: Christa Hämmerle und Claudia Kraft (beide Wien)

– Vorstellung der folgenden Hefte

  • vor Gericht: hg. von Maria Fritsche und Ulrike Krampl; präsentiert von Maria Fritsche (Trondheim und Wien)
  • Macht(ver)Handeln um 1500: hg. von Christina Lutter und Julia Burkhardt; präsentiert von Christina Lutter (Wien)
  • Migration: hg. von Ulrike Krampl, Kristina Schulz und Xenia von Tippelskirch; präsentiert von Katharina Stornig (Wien)

– Im Anschluss an die Präsentation laden wir zu Brot und Wein

Anmeldungen unter: lhomme.geschichte@univie.ac.at

vor Gericht, hg. von Maria Fritsche und Ulrike Krampl
L’Homme. Z. F. G., 35. Jg., Heft 2 (2024)

Dieses Themenheft befasst sich mit der Frage, wie Geschlecht vor Gericht hergestellt und verhandelt, aber auch strategisch eingesetzt wurde. Im Fokus steht dabei der Gerichtsraum, der als physischer und gleichzeitig als durch Interaktionen geformter sozialer Raum zu verstehen ist. Wie prägten die durch diesen Raum verkörperten gesellschaftlichen Normen und Machtasymmetrien die Darstellungen und Strategien jener Personen, die Continue reading

Workshop: Aktivierte Wissensspeicher. Gendergerechte Zugänge in Archiven, 15.01.2026, Linz

VALIE EXPORT Center Linz (Web) und Netzwerk Archive und Gender (NAG) (Web)

Zeit: 15.01.2026, 13:00-18:00 Uhr
Ort: VALIE EXPORT Center Linz

Kunst- und Kulturarchive sind weit mehr als bloße Speicherorte: Sie prägen das kollektive Gedächtnis und gegenwärtige Selbstverständnisse einer Gesellschaft. Sammlungsbestände und Sammlungsstrategien nehmen entscheidenden Einfluss darauf, welche Geschichten erzählt und erinnert werden, welche Wissensformen überliefert werden, wer Eingang in den Kanon findet und welche Aufzeichnungen und Daten in der Zukunft zugänglich sein werden. Spätestens seit dem „archival turn“ werden Archive zunehmend als Akteur:innen verstanden, die durch Auswahl- und Ausschlussmechanismen gesellschaftliche Machtverhältnisse widerspiegeln und mitgestalten. Wer oder was Eingang ins Archiv findet, ist kein neutraler Prozess, sondern Ausdruck kultureller, politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Aushandlungen. Das Bild der Gesellschaft, das in Kulturarchiven und durch Kulturarchive überliefert wird, ist somit weder objektiv noch vollständig oder vielfältig.
Die Lebensspuren, kulturellen Praktiken, Texte und Selbstbeschreibungen bestimmter Gruppen – wie Frauen*, queere Personen oder Migrant:innen wurden und werden marginalisiert. Dieser strukturelle Ausschluss spiegelt sich in den Archivbeständen, in den Sammlungsstrategien, in den Prioritäten der Erschließung und Erforschung und in der öffentlichen Wahrnehmung wider. Obwohl zahlreiche theoretische Arbeiten die machtvollen Ein- und Ausschlussmechanismen in Archiven analysieren, wird der Kategorie Gender in der praktischen Archivarbeit nach wie vor zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.
Das VALIE EXPORT Center Linz (Web) und das Netzwerk Archive und Gender (NAG) (Web) laden zu diesem Workshop ein, um den Austausch über gendergerechte und intersektional-feministische Arbeitsweisen zu fördern und die Vernetzung von Interessierten zu ermöglichen. Ziel ist es, bestehende Machtstrukturen in Kulturarchiven kritisch zu beleuchten, die Rolle von Kulturarchiven als Akteur:innen zu hinterfragen und insbesondere die Bedeutung der Kategorie Gender in der Archivpraxis sichtbar zu machen. Im Zentrum stehen Fragen nach Repräsentation und Teilhabe sowie die Verantwortung von Archiven und Archivmitarbeitenden für eine gendergerechte Archivarbeit.

Ablauf Continue reading

CfP: Reimagining Care: Narratives of Gender and Healthcare (Publication): by: 15.01.2026

Laura de la Parra Fernández (UCM) (Web) and David Yagüe González (MIT) (Web)

Proposals by: 15.01.2026

Healthcare and care provision have long been influenced by gendered dynamics. Whether in access to treatment, diagnosis, or the dominant narratives about body normativity, access to care remains unevenly distributed. The inclusion of women in health trials was not consistently considered until the NHS Revitalization Act of 1993; however, to this day, other structural factors, such as race, ethnicity, or class, remain underrepresented in clinical studies (Kwiatkowski et al., 2013). In patient-centered care, which emphasizes patients’ autonomy and overall well-being (Reynolds 2009), it is essential to consider both structural and individual factors. Similarly, care provision remains highly underpaid, undervalued, and gendered in a neoliberal society (Gerstel 467). The “crisis of care” articulated by Nancy Fraser (2016) illustrates this paradox: capitalism demands higher productivity and lower spending, while care work becomes invisible and conflicts with neoliberal time regimes. At the same time, the idea that care and nurturing are inherently tied to femininity continues to essentialize and devalue a fundamental aspect of society (Gerstel 468).
In turn, narrative has reflected, contested, and reimagined these dynamics, providing insight into how gender influences experiences of well-being, illness, and healing. As Louise Hide and Joanna Burke explain, care produces “subjective experiences in relation to notions of, for example, ‘vulnerability’, ‘trust’, ‘need’, ‘dependency’, and ‘interdependency’, ‘consent’ and ‘harm’” (684). Narrative offers a privileged perspective from which to examine such experiences of care, enabling us to explore their effects, recognize silenced voices, and foster change toward achieving a “care democracy” (Tronto 2013). Recent studies on the medical humanities highlight the diverse applications and potential of narrative in clinical settings. Following Ronald Schleifer and Jerry Vannatta, “training and practice in grasping the local and global meanings in a literary narrative is excellent practice for listening to and comprehending patients’ histories of present illness” (xxxiv).
This volume seeks to interrogate how illness narratives expose the entanglement of care with systemic harm, and how these texts imagine possibilities for healing and care otherwise. We invite chapter proposals for an edited volume that explores the intersections of gender, healthcare, and narrative across various contexts, periods, genres, and media Continue reading

CfP: Taming War and Postwar Violence (Publication); by: 31.01.2026

Acta Universitatis Carolinae – Studia Territorialia; Ota Konrád (Web)

Proposals by: 31.01.2026

Violence and the experiences of violence associated with war are among the central concerns of modern social science and historical research. Since the First World War—with its new forms of mass industrialized violence and the blurring of the boundaries between front lines and home fronts—and the emergence of modern societies marked by conscription and the militarization of everyday life, war-related violence has become a shared experience for a broad spectrum of social groups, and not merely professional soldiers. It has decisively shaped individual lives, social structures, and the collective memories of war in postwar societies, with long-term consequences that have essentially shaped the political development and political culture of those societies.
As numerous studies demonstrate, widespread violence in wartime cannot be regarded as merely an aberration or excess. Instead, it has often been an integral part of military tactics, a tool for enforcing political objectives, and a kind of behavior that is acceptable to—or at least tolerated by—political and military elites, as well as large segments of the civilian population. Violence is internalized and normalized by otherwise “ordinary” men and soldiers. Scholarship on sexual violence as a weapon of war, on genocides occurring in wartime contexts, on occupation regimes, on the treatment of prisoners of war, on the specific dynamics of radicalization of the perpetrators of war crimes, and on postwar conflicts that often surpass the brutality of the preceding war illustrates how embedded indiscriminate violence has become in modern warfare.
At the same time, the qualitative and quantitative transformations of wartime violence have been accompanied by attempts to control and regulate the violence of war, or even eliminate it altogether, which have met with varying degrees of success. These efforts range from distinguishing “legitimate” forms of wartime violence from war crimes, through the establishment of legal norms to govern the treatment of prisoners of war and the conduct of occupying powers, to broader international initiatives aimed at delegitimizing war as a means of state interaction entirely. Regulation of wartime violence also encompasses strategies adopted by groups and individuals confronted with violence at the regional or local level, whether motivated by ethical principles or by pragmatic considerations. Equally important are strategies for coping with the consequences of violence that address or ignore the traces it leaves in bodies, minds, and communities. Continue reading