Monthly Archives: Juni 2026

CfP: Gender and Nation (Publication); by: 09.04.2027

Hypatia: A Journal of Feminist Philosophy (Web)

Proposals by: 09.04.2027

Across the globe, nationalist projects are being renewed and intensified, mobilizing “gender” as a central site of social and political struggle. From anti-gender movements and border regimes to racialized citizenship policies and digital surveillance, contemporary nationalisms draw on gender and related intersectional structures to organize political belonging, govern populations, and delineate whose lives are recognized as part of “the nation.” These developments lend a particular urgency to examining thephilosophical stakes of the relationship between “gender” and “nation” today.
This special issue of Hypatia: A Journal of Feminist Philosophy invites philosophicalengagements of the topic of “Gender and Nation.” We seek contributions that interrogate how nations are imagined, experienced, constituted, and governed through genderedlogics that shape various forms of exclusion, political subjectivity, citizenship, and national belonging. While broadly soliciting contributions that (re)consider “the nation” alongside “gender,” we also wish to mark the 30th anniversary of Nira Yuval-Davis’ influential book, Gender and Nation. Yuval-Davis’ work has been foundational for studies on gender and nationalisms, and has inspired countless feminist analyses of the idea and lived experience of “the nation.” In the 30 years since the book’s publication, the world has changed in unimaginable ways, with the last decade, in particular, witnessing a resurgence in nationalist fervour that forms part of a global shift to the right. An assessment of and reengagement with “gender and nation” is therefore not only apt, but arguably more pressing than ever, given that such nationalist resurgence has deployed gendered dynamics that are deeply troubling from a feminist perspective.
Questioning whether the idea and attendant realisation of “the nation” can ever be straightforwardly adopted by feminists, this special issue also provides an opportunity to highlight past and present feminist resistance to misogyny and sexist policymaking underlying patriarchal nation-building projects. Indeed, there are numerous examples of feminist activism and scholarship challenging nationalism, but also reconfiguring and claiming “the nation” and “nationalism” in progressive terms. Building on the by now large and influential feminist literature on nationalisms, of which Gender and Nation is a stalwart, we invite contributors to take stock of work on “the nation”, and to present new and promising ways of thinking about the theme of gender and nation. To this end, articles might address the following questions: Read more … (Web)

Source: GenderCampus (Web)

CfP: Protest (Publikation); bis: 31.08.2026 [REMINDERIN]

L’Homme. Europäische Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft (1/2028); Christa Hämmerle und Ingrid Bauer (Web) 

Einreichfrist: 31.08.2026

Die „No-Kings-Proteste“ und andere öffentliche Demonstrationen gegen die Trump-Regierung in den USA, die Proteste in Belarus, der Türkei, Serbien und – gegenwärtig eskalierend – im Iran, wo Frauen in den letzten Jahren immer wieder auch gegen eine ihnen vom Mullah-Regime auferlegte Kopftuchpflicht aufgetreten sind, oder die seit 2012 aktive „One Billion Rising“-Bewegung gegen Gewalt an Frauen und Mädchen, die landesweiten Frauenstreiks in der Schweiz 2019 und 2023 … das sind nur einige Beispiele der jüngsten Zeit, die zeigen, wie aktuell das Thema Protest ist. In einer Welt, in der autoritäre Regime und rechtspopulistische oder rechtsextreme Bewegungen sowie kriegerische Gewalteskalation zur Durchsetzung politischer und nationaler Interessen vielerorts die Oberhand gewinnen, wehren sich gleichzeitig immer mehr Menschen gegen diese Entwicklungen. Sie treten millionenfach gegen Entdemokratisierung und die Ausgrenzung und Verfolgung von Minderheiten, das Zurückschrauben erkämpfter Rechte, liberaler oder geschlechteregalitärer Positionen auf – oft unter Einsatz ihres Lebens.
Die gewählten Protestformen sind dabei vielfältig und facettenreich. Sie knüpfen einerseits an tradierte Formen des Protests gegen Obrigkeiten, Unterdrückung und soziale Missstände an und gestalten sich andererseits erfinderisch, kreativ, treten lautstark an die Öffentlichkeit oder werden im Geheimen, im Untergrund praktiziert … was je nach divergierenden nationalen, politischen, sozialen, ethnischen, altersspezifischen, religiösen Kontexten unterschiedlich ausgestaltet wird und dabei immer auch ‚vergeschlechtlicht‘ verläuft – ganz abgesehen davon, dass Frauen oder Mitglieder der LGBTQIA+-Community nicht nur an vielen Protestbewegungen partizipieren, sondern auch ihre eigenen Formen des Protests entwickeln.
Vor diesem aktuellen Hintergrund wird sich die Ausgabe von L’Homme. Z.F.G. 1/2028 dem Thema Protest widmen. Einzureichende Vorschläge dafür könnten an ältere, vor allem in den 1970er und 1980er Jahren veröffentlichte frauen- und geschlechtergeschichtliche Arbeiten zu historischen Protestformen seit dem Mittelalter anknüpfen und diese – methodisch-theoretisch neu fundiert – weiterentwickeln (z.B. in Bezug auf Bauernkriege, Ketzerbewegungen, „Weiberkriege“ und „Hungerkrawalle“, städtische Aufstände und Unruhen, Revolutionen, Streiks und ArbeiterInnenbewegungen, StudentInnenbewegungen, Proteste in den diversen Frauenbewegungen, in der Antikriegsbewegung, der Umweltbewegung, antikoloniale Protestformen …). Dabei sollen auch Continue reading

CfP: Frauen und Reformation: Religiöse Lebensformen, Kommunikation und Materialität (08/2027, Wolfenbüttel); bis: 31.07.2026

Henrike Lähnemann (Oxford) Marjorie Elizabeth Plummer (Tucson) und Eva Schlotheuber (Düsseldorf)

Zeit: 25.-28.08.2027
Ort: Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
Einreichfrist: 31.07.2026

Ziel der Tagung ist es, die Rolle sowohl katholischer als auch protestantischer Frauen an der Schnittstelle von Mittelalter und Reformationszeit neu zu bewerten. Im Fokus stehen insbesondere die Perspektiven und intellektuellen Beiträge der Frauen, nicht zuletzt aus religiösen Gemeinschaften, die die sich neu ausformenden religiösen, sozialen und ökonomischen Handlungsspielräume aktiv mitgestalteten. Im Zentrum der Tagung stehen Selbstzeugnisse, Briefwechsel, liturgische Praxis, archivalische Quellen für Rechts- und Finanzgeschichte sowie die materiellen Hinterlassenschaften religiöser Frauengemeinschaften als Quellen für die Umbrüche des 16. Jhds.
Die Forschung zur Reformation und den Frauen der Frühen Neuzeit hat sich bislang vor allem auf herausragende protestantische Einzelgestalten konzentriert, etwa auf Argula von Grumbach, Elisabeth Cruciger oder protestantische Landesfürstinnen wie Elisabeth von Calenberg. Deutlich weniger Aufmerksamkeit wurde dagegen den Frauen gewidmet, die an der traditionellen religiösen Lebensform festhielten oder innerhalb der Klöster eigenständige Antworten auf die reformatorischen Herausforderungen entwickelten. Dies hängt nicht zuletzt mit der nachhaltigen Wirkung protestantischer Deutungsmuster zusammen, insbesondere mit Martin Luthers Darstellung der Frauenklöster als überholte Einrichtungen, aus denen die Nonnen „befreit“ werden müssten. Tatsächlich zeigen Briefe, Chroniken, liturgische Handschriften, Rechtsgutachten, Rechnungen, Visitationsberichte, politische Fallstudien und materielle Spuren jedoch, dass religiöse Frauen ihre Lebensform selbstbewusst verteidigten, reformulierten und aktiv mitgestalteten. Sie argumentierten theologisch, wirtschaftlich und politisch und nahmen auf Augenhöhe an den konfessionellen Debatten ihrer Zeit teil.
Die Tagung möchte daher den Blick von einzelnen Ausnahmefiguren auf Frauengemeinschaften, religiöse Praxis und die Verflechtung von Alltag, Materialität und Theologie erweitern. Durch interdisziplinäre und internationale Perspektiven soll zugleich ein Beitrag zu den weiterhin intensiv diskutierten Fragen nach Bildung, Schriftlichkeit und Continue reading

Ausstellung: Alles Arbeit. Frauen zwischen Erwerbs- und Sorgetätigkeit, Fotoarchiv Blaschka 1950-1966, bis 10.01.2027, Wien

Haus der Geschichte Österreichs (hdgö) (Web)

Ort: hdgö, 1010 Wien, Alma Rosé-Plateau
Laufzeit der Ausstellung: bis 10.01.2027

Ein Job mit Gehalt? Verpflichtungen im Haushalt? Eine Aufgabe, die gemacht werden muss? Zu tun gibt’s immer etwas. Manche Tätigkeiten bringen Anerkennung und Lohn. Andere fallen einfach an – unbezahlt, unsichtbar und meist von Frauen erledigt. Aber: Ist das nicht alles Arbeit? Sorgearbeit gilt immer noch als „weibliche Ressource“, auf die sich unsere Gesellschaft ganz selbstverständlich verlässt. Begriffe wie Pflegenotstand, Gender Pay Gap und Teilzeitfalle benennen heute ein historisch gewachsenes Ungleichgewicht bei Arbeit und Bezahlung.

Die Ausstellung „Alles Arbeit. Frauen zwischen Erwerbs- und Sorgetätigkeit, Fotoarchiv Blaschka 1950-1966“ geht diesen Themen nach. Sie ist seit Jänner 2026 im Haus der Geschichte Österreich zu sehen. Ausgangspunkt ist das Archiv einer Grazer Pressefotoagentur, das die Ausstellung mit gegenwärtigen Fragen neu interpretiert.
Im Zentrum steht das Verhältnis von bezahlter, unbezahlter und prekärer Arbeit im Leben von Frauen in der Steiermark der Nachkriegszeit. Die Ausstellung fragt, welche Tätigkeiten medial sichtbar werden – und welche im Verborgenen bleiben. Darüber hinaus regt sie dazu an, über Arbeitsbegriffe, Geschlechterverhältnisse und die Rolle von Bildern bei der Konstruktion gesellschaftlicher Normen nachzudenken – und diese neu zu verhandeln.

„Alles Arbeit“ ist eine Ausstellung des Museums für Geschichte, Graz (Universalmuseum Joanneum), präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Haus der Geschichte Österreich. In Graz wurde die Ausstellung 2024/2025 gezeigt.
Kurator:innen sind Eva Tropper, Astrid Aschacher und Samuel Hofstadler.

Publikation zur Ausstellung: Eva Tropper und Bettina Habsburg-Lothringen (Hg.): Alles Arbeit. Frauen zwischen Erwerbs- und Sorgetätigkeit, Fotoarchiv Blaschka 1950-1966, Universalmuseum Joanneum GmbH 2024 (Web)

CfP: Visual Cultures of Sexuality in Postwar Europe (05/2027, Birmingham); by: 01.09.2026

Birmingham City Univ.: Research project „The Europe that Gay Porn Built, 1945–2000“; John Mercer (Birmingham City Univ., UK), João Florêncio (Linköping Univ., SE), and Isabell Dahms and Piotr Maron (Univ. of Exeter, UK) (Web) | (PDF)

Time: 19.-20.05.2027
Venue: Birmingham City Univ.
Proposals by: 01.09.2026

Images have accompanied and deeply shaped political, social, and cultural understandings and experiences of sexuality in postwar Europe. From Bernardo Bertolucci’s Last Tango in Paris (1972) to Tracey Emin’s Everyone I Have Ever Slept With 1963–1995 (1995); from Ingmar Bergman’s Summer with Monika (1953) to Party, the Spanish magazine that marked „el Destape“ („the undressing“)—the period of cultural frenzy and sexual freedom that allowed soft porn to enter the Spanish cultural mainstream immediately following the death of Franco—postwar visual cultures of sexuality have played a fundamental role in documenting and informing, not always in the most ethical or uncontroversial manner, how people across Europe lived their sexuality, as well as how Europe got to be perceived, from abroad, as a continent of sexual freedoms and/or dangers (Barr 1983; Rugoff 1999; Beattie 2016; Paasonen 2017; Labrador Méndez 2020; Florêncio & Mercer 2025). At the same time, many photographers, filmmakers, and pornographers continued fuelling a long European colonial tradition of orientalist and exploitative image-making fetishising racialised and often younger bodies, a visual corpus that affirms and at times also troubles the borders of Europe understood as a sexual-geographical imaginary (Shepard 2017; Dahms forthcoming; Florêncio & Mercer forthcoming).
Images, too, helped shape postwar European imaginaries of sexuality as it intersected with health and illness, especially as the AIDS crisis hit the continent. From Sweden’s Revolt Press’s 1985 publication of a safer-sex gay porn magazine funded by the State Bacteriological Laboratory—the precursor to the Swedish Public Health Agency—to the UK government’s infamous 1986 public health campaign „AIDS: Don’t Die of Ignorance“; from the Portuguese National Commission for the Fight Against AIDS’s 1993 campaign „SIDA: Sabe que se pode morrer de solidão“ („AIDS: Do You Know Loneliness Can Kill?“) to the articulation of sexuality, health, and post-Communist masculine body ideals in Polish gay magazines like Filo, Men and Nowy Men, visual culture helped frame sex and sexuality as contested sites overloaded with conflicting meanings hovering between pleasure and liberation on the one hand, and death and disease on the other (Florêncio 2020; Florêncio forthcoming; Maron forthcoming). Continue reading

Call for Panels for the Eighth Biennial Conference of the European Rural History Organisation (09/2027, Koper); by: 01.10.2026

The European Rural History Organisation (EURHO); Univ. of Primorska in Koper, Faculty of Humanities (Web)

Time: 07.-10.09.2027
Venue: Koper, Slovenia
Proposals by: 01.10.2026

Researchers working on any aspect of the history of the countryside are invited to submit panel proposals for the EURHO Rural History Conference:
In a relatively short time, the conference has become the central event in this field of study bringing together scholars and students from Europe and other continents. Through the years, after its inception in Brighton (2010), followed by conferences in Bern (2013), Girona (2015), Leuven (2017), Paris (2019), Uppsala (2021/2022), Cluj (2023) and Coimbra (2025), participants have built and strengthened collaborations, discussions and networks that have enabled the steady and fast development of modern rural history research, in particular by addressing the people who lived in the countryside as active actors in history. In recent years, the EURHO conferences have managed to expand the participation of researchers from all regions of Europe, as well as from other continents. The Rural History 2027 conference aims to continue these trends.
Nestled in Koper on the Northern Adriatic coast, the Univ. of Primorska well represents Slovenia’s position in Europe, bridging North and South, East and West. Panels will also take place in the premises of the Faculty of Management and of the Faculty of Mathematics, Natural Sciences and Information Technologies. All three faculties are located in the historic centre of Koper, a picturesque coastal town in Northern Istria offering a charming blend of Venetian and Slovenian heritage, historic architecture, and scenic seaside views that make it an enticing destination to explore.
The Rural History 2027 conference website provides information on deadlines, calls for panels and papers, registration, and accommodation. We encourage all participants to apply and register as early as possible. A panel should focus on a specific topic and include participants from at least two countries. Panel proposals will be assessed by the Conference Scientific Committee which will accept or refuse them, or suggest modifications. Panels may be organized in a single session or in double sessions. Continue reading

CfP: „Tempel des Heiligen Geistes“? Der menschliche Körper in freikirchlichen Perspektiven (04/2027, Reutlingen); bis: 10.08.2026

Verein für Freikirchenforschung und Theologische Hochschule Reutlingen (Web)

Zeit: 29.04.-01.05.2027
Ort: Reutlingen
Einreichfrist: 10.08.2026

Die Tagung fragt danach, welche Rolle „der Körper“ in der Wahrnehmung, der Lehre und Praxis von Freikirchen spielte und spielt. Der Körper soll dabei nicht lediglich als Gegenstand ethischer Normierung verstanden werden, sondern als ein zentrales Medium religiöser Praxis, sozialer Zugehörigkeit und theologischer Deutung. Körper werden gekleidet, geschützt, geheilt, bewegt, geschult, beschämt, diszipliniert, inszeniert und sind Teil von Ritualen. Sie sind Orte religiöser Erfahrung ebenso wie Objekte von Kontrolle, Selbstformung und gemeinschaftlicher Erwartung.
Freikirchen und freikirchlich geprägte Milieus bieten hierfür ein besonders aufschlussreiches Untersuchungsfeld. In ihnen verbinden sich Frömmigkeit, Gemeindeverständnis, Lebensführung und Praktiken religiöser Vergemeinschaftung häufig in dichter Weise. Körperliche Praktiken und Körperdiskurse können daher Aufschluss darüber geben, wie freikirchliche Gruppen Heiligkeit, Freiheit, Disziplin, Gemeinschaft, Geschlecht, Mission, Reinheit, Gesundheit oder Absonderung verstanden und praktisch gestaltet haben. Die Tagung möchte historische, systematisch-theologische, praktisch-theologische, exegetische und auslegungsgeschichtliche, religionswissenschaftliche und kulturwissenschaftliche Perspektiven miteinander ins Gespräch bringen. Willkommen sind sowohl empirische Einzelstudien als auch vergleichende, begriffsgeschichtliche oder theoretisch reflektierte Beiträge. Von besonderem Interesse sind Ansätze, die Körperlichkeit als Teil religiöser Praxis, materieller Kultur, affektiver Vergemeinschaftung, sozialer Normierung oder konfessioneller Identitätsbildung untersuchen.

Mögliche Themenfelder sind unter anderem:
– Körper und Lebenslauf: Schwangerschaft, Geburt, Kindheit, Jugend, Erziehung, Erwachsenenalter, Alter, Krankheit, Sterben und Tod
– Körper und Erscheinungsbild: Kleidung, Schmuck, Haartracht, Kopfbedeckungen, Tätowierungen und Piercings.Weiterlesen … (PDF)

Quelle: HSozKult (Web)

CfP: Governing and Navigating Everyday Life – Interdisciplinary Perspectives on Sex Work and Commercial Sex (10/2026, Helsinki); by: 19.07.2026

The first Finnish Sex Work Research Network (FSWRN) Conference (Web)

Time: 22.-23.10.2026
Venue: Univ. of Helsinki
Proposals by: 19.07.2026

The Finnish Sex Work Research Network (FSWRN) would like to invite researchers, activists, and artists to submit abstracts for the first FSWRN Conference. FSWRN is an academic network connecting scholars from various disciplines in the Finnish field of sex work research, founded in 2024. This interdisciplinary conference on sex work research has a special focus on various forms of governance and welcomes papers that engage with themes that go beyond governance. The conference aims to explore how the different forms of governance shape and affect the everyday lives of sex workers, and how sex workers navigate, negotiate, and resist these forms of governance around the world. We welcome any empirical, methodological, and theoretical contributions.
While new technologies are reshaping sex work, the old debates about (de)criminalization continue. Around the world, conservative and right-wing groups are restricting the rights of LGBTQIA+ people and limiting access to healthcare, sex education, and reproductive rights. Migration regulations and the spread of anti-migrant and racist sentiments produce hostile and dangerous environments. The multifaceted governance of sex work is created by these developments, policies, laws, practices, and actors. While these practices continue to restrict commercial sex, sex workers and their allies continue to resist control and criminalization in their everyday endeavours. This conference interrogates the complexities of contemporary sex work in online and offline environments.

The conference will have keynote speeches by Laura Graham from Northumbria Univ. and Katie Cruz from the Univ. of Bristol.

We invite submissions from researchers, activists, and artists with and without lived experience of sex work, who explore sex work from feminist, anti-racist, decolonial, and trans-inclusive perspectives. Topic areas may include, but are not limited to: Continue reading

CfP: Repräsentationen und Re-Präsentationen von Sexarbeit (Publikation); bis: 15.07.2026

Band 1 der Schriftenreihe „Studien zu Sexarbeit und Prostitution“; Arne Dreßler, Marlen Löffler, Sabrina Stranzl und Lisa Waegerle (PDF)

Einreichfrist: 15.07.2026

Sexarbeit ist ein gesellschaftspolitisch polarisierendes Feld: Öffentliche Debatten, wissenschaftliche Diskurse und politische Regulierungen sind oft von emotionalisierenden Zuschreibungen, moralischen Bewertungen und vereinfachenden Repräsentationsansprüchen geprägt, welche die vielfältigen Lebens- und Arbeitsrealitäten von Sexarbeiter:innen überlagern – ob durch feministische Kontroversen, mediale Skandalisierungen oder ästhetische Stilisierungen. Diese Repräsentationen manifestieren sich in sozialen Ordnungen und Moralvorstellungen, Regulierungen und Gesetzen sowie Diskursen, Narrativen, visuellen Figurationen und Assoziationen in Medien, Politik, Wissenschaft und künstlerischen Darstellungen.
Begleitet werden sie von versteckter Neugier, starken Gefühlen sowie von Formen der Moralpolitik. Daraus resultierende Stigmatisierungen, Kriminalisierungen, Diskriminierungen sowie stereotype – visuelle und diskursive – Vereinheitlichungen prägen bis heute die Lebensrealitäten vieler Sexarbeiter:innen. Diese Unterdrückungsverhältnisse – besonders entlang von Klasse, race, Gender, Sexualität oder Körper (Martini 2025; Künkel 2007; Probst 2022; Thiemann 2020) – werden in und durch Politik, Wissenschaft, Medien und im Alltag auch von Sexarbeiter:innen (re)produziert.

  • Wer spricht wie und mit welchen Konsequenzen für sich selbst oder für Sexarbeiter:innen? Wie und von wem werden Repräsentationshandlungen von Sexarbeitenden sichtbar und unsichtbar gemacht?
  • Wessen Stimmen werden gehört, wessen ausgeblendet und warum?
  • Wer konnte/kann wie mit welchen Konsequenzen in das bestehende Repräsentationsregime eingreifen?
  • Wie lassen sich die unterschiedlichen Perspektiven der Akteur:innen im Feld der Sexarbeit, der medialen, künstlerischen, politischen oder institutionellen Bearbeitung kombinieren, überbrücken oder wechselseitig ineinander übersetzen?
  • Wie haben sich die institutionellen Perspektiven auf und Repräsentationen von Sexarbeit entwickelt? Wie kam/ kommt es zu ihrer Veränderung?
  • Wie kann bei empirischer Forschung mit normativen Fragen und der Positionalität der Forschenden umgegangen werden? Continue reading

CfP: Spaces of Intimacy. Queer-feministische In/Exterieurs (Publikation); bis: 12.07.2026

kritische berichte. Zeitschrift für Kunst- und Kulturwissenschaften (Web), Bernadette Krejs und Rosanna Umbach (Mariann Steegmann Institut, Univ. Bremen) (Web)

Einreichfrist: 12.07.2026

Historische Diskurse und Bildwelten eines idealisierten, westlichen Wohnens skizzieren dieses zumeist als weiß, bürgerlich und kleinfamiliär. Die darin angelegte Figur des ,Zuhauses‘ erscheint als privatisierte Sphäre von Intimität und Rückzug in Opposition zur politischen Öffentlichkeit. Dabei ist das Wohnen zentraler „Schau_Platz“ (Nierhaus/Nierhaus 2014: 9) gesellschaftspolitischer Aushandlung, an dem normative Strukturen von Geschlecht, Sexualität, Verwandtschaft, Produktivität und Fürsorge organisiert, stabilisiert und standardisiert werden.
Architektur baut also ein zentrales Diskursnetzwerk, das unsere Vorstellungen von Beziehung und Begehren maßgeblich prägt. Sie war und ist dabei ein Instrument zur Herstellung und Stabilisierung von (politischer) Hegemonie, seien es die in ihren Grundrissen angelegten Beziehungsweisen, Klassenunterschiede und vergeschlechtlichten Arbeitsteilungen, oder die Privilegierung bestimmter Formen des Zusammenlebens. Architektur agiert als eine Akteurin der Normativität (Halberstam 2018) – eine, die nicht nur unsere Lebensweise prägt, sondern auch spezifische Körper(-lichkeiten) und Beziehungen konstruiert, die wiederum durch Räume und Darstellungsformen (re-)produziert und diszipliniert werden. So gründen Vorstellungen eines ,richtigen‘ Wohnens in Prinzipien der Häuslichkeit, Familie und des Eigentums, während seine Architektur gleichzeitig als materielle Voraussetzung eines räumlichen Kontrollregimes fungiert (Preciado 2013: 23).
Entlang einer Topografie der Intimität werden die Wohnung, das Schlafzimmer oder das Bett zu privatisierten Räumen, Orten und Wohn-Dingen einer (Hetero-)Sexualität stilisiert, die monogam-romantisch strukturiert und in den Dienst der (sozialen) Reproduktion gestellt wird. Das Heft möchte neben diesen Konstellationen auch die (diskursiven) Zwischenräume erkunden: das Badezimmer als lustvolles Feuchtgebiet, das Bett als Ort der Intimität und Konstruktion von Geschlecht, den closet als Figur des Coming-outs (oder Inviting-ins), den Türspalt als voyeuristische Lücke oder das glory hole als Ort der (anonymen) Berührung – also Raumkonfigurationen abseits genormter Grundrisse und eindeutiger Funktionstrennungen.
Es soll ein kritischer Blick eröffnet werden auf das Zusammenspiel von Architektur und Sexualität sowie Wohnen und Geschlecht, um in der Analyse dieser Interdependenzen (historische und räumliche) Muster zwischen Einhegung und Emanzipation herauszuarbeiten. Über feministische und queere Interventionen ins politisch gefasste Private werden Continue reading