Ausstellungseröffnung: Alles Arbeit. Frauen zwischen Erwerbs- und Sorgetätigkeit, Fotoarchiv Blaschka 1950-1966, 28.01.2026, Wien

Haus der Geschichte Österreichs (hdgö) (Web)

Zeit: 28.01.2026, 18.30 Uhr
Ort: hdgö, 1010 Wien, Alma Rosé-Plateau
Laufzeit der Ausstellung: 29.01.2026-10.01.2027
Anmeldung zur Eröffung (Web)

Ein Job mit Gehalt? Verpflichtungen im Haushalt? Eine Aufgabe, die gemacht werden muss? Zu tun gibt’s immer etwas. Manche Tätigkeiten bringen Anerkennung und Lohn. Andere fallen einfach an – unbezahlt, unsichtbar und meist von Frauen erledigt. Aber: Ist das nicht alles Arbeit? Sorgearbeit gilt immer noch als „weibliche Ressource“, auf die sich unsere Gesellschaft ganz selbstverständlich verlässt. Begriffe wie Pflegenotstand, Gender Pay Gap und Teilzeitfalle benennen heute ein historisch gewachsenes Ungleichgewicht bei Arbeit und Bezahlung.

Die Ausstellung „Alles Arbeit. Frauen zwischen Erwerbs- und Sorgetätigkeit, Fotoarchiv Blaschka 1950-1966“ geht diesen Themen nach. Sie ist ab dem 29. Jänner 2026 im Haus der Geschichte Österreich auf dem Alma Rosé-Plateau zu sehen. Ausgangspunkt ist das Archiv einer Grazer Pressefotoagentur, das die Ausstellung mit gegenwärtigen Fragen neu interpretiert.
Im Zentrum steht das Verhältnis von bezahlter, unbezahlter und prekärer Arbeit im Leben von Frauen in der Steiermark der Nachkriegszeit. Die Ausstellung fragt, welche Tätigkeiten medial sichtbar werden – und welche im Verborgenen bleiben. Darüber hinaus regt sie dazu an, über Arbeitsbegriffe, Geschlechterverhältnisse und die Rolle von Bildern bei der Konstruktion gesellschaftlicher Normen nachzudenken – und diese neu zu verhandeln.

Kurator:innen: Eva Tropper, Astrid Aschacher und Samuel Hofstadler

Publikation zur Ausstellung: Eva Tropper und Bettina Habsburg-Lothringen (Hg.): Alles Arbeit. Frauen zwischen Erwerbs- und Sorgetätigkeit, Fotoarchiv Blaschka 1950-1966, Universalmuseum Joanneum GmbH 2024 (Web)

„Alles Arbeit“ ist eine Ausstellung des Museums für Geschichte, Graz (Universalmuseum Joanneum), präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Haus der Geschichte Österreich. In Graz wurde die Ausstellung 2024/2025 gezeigt.