Buchpräsentation: Bettina Balàka und Katharina Prager: „Anständige Frauen“. Roman von Emilie Mataja, 06.05.2026, Wien

Wienbibliothek in Rathaus (WBR) (Web)

Zeit: Mi., 06.05.2026, 18:30 Uhr
Ort: Lesesaal der WBR, Rathaus, Eingang Lichtenfelsg. 2, Stiege 6, 1010 Wien
Anmeldung (Web)

Unter dem Pseudonym „Emil Marriot“ schrieb Emilie Mataja (1855-1938) um 1900 einen Page-Turner nach dem anderen. Ihr vor 120 Jahren erschienener Roman „Anständige Frauen“ (Web) ist nicht nur ein hitziges Beziehungsdrama, sondern auch eine clevere Auseinandersetzung mit Klasse und Geschlecht. Es geht darin um Frauen, die sich nicht schuldig fühlen für das, was sie wollen:
1900, ein Herrensitz: Schloss Borryán ist verwaist. Und was geschieht auf einem Herrensitz, wenn der Graf anderwärts weilt? Die Dienerschaft ist sich selbst überlassen. Die neunzehnjährige Tochter des Herrschaftskutschers – Christine – plagt die Langeweile. Sie soll sich eine Arbeit als Kammerjungfer oder Kindergärtnerin suchen, während ihr doch eigentlich ein Dasein als Prinzessin gebühren müsste. Oder zumindest als Gräfin. Als Graf Murány kurzerhand seine Zelte in der französischen Hauptstadt abbricht und nach Borryán zurückkehrt, ergreift Christine ihre Chance. Die beiden geben sich einer Liebesbeziehung hin, deren Intensität nur die unangekündigte Ankunft der Gräfin Einhalt gebieten kann. Es folgt ein intrikates Spiel um Titel und Prunk, um die Gunst des Grafen und das Ansehen im Schloss.

Programm
– Im Gespräch: Herausgeberinnen Bettina Balàka (Freie Schriftstellerin) und Katharina Prager (Zeithistorikerin und Biografieforscherin, WBR)
– Lesung: Julia Jelinek (Schauspielerin)

Bettina Balàka, selbst Autorin und Herausgeberin der Haymon Her Story-Reihe, spricht mit Mataja-Biographin Katharina Prager über den zeitlosen Roman, die darin auftretenden Frauen – die klug, mutig, unbeugsam, skandalös und in keiner Weise anständig sind – über das heute noch zu besichtigende Schloss Brodzany und nicht zuletzt Emilie Mataja selbst. An der Wienbibliothek im Rathaus liegen ihre Tagebücher, die Continue reading

Vortrag: Heidrun Zettelbauer: Das Selbst ausstellen. Performative Verflechtungen von Geschlecht, Nation und Auto/Biografie | 25. Tea Hour der Sammlung Frauennachlässe, 24.04.2026, Wien [REMINDERIN]

25. „Tea Hour“ der Sammlung Frauennachlässe am Institut für Geschichte der Univ. Wien (Web) | (PDF)

Zeit: 24.04.2026, 15.15-17.00 Uhr
Ort: Univ. Wien, Hörsaal 1 (linker Gebäudetrakt, Erdgeschoss=“TP“, via Hof 1), Universitätsring 1, 1010 Wien

Im Stadtarchiv von Radkersburg werden zwei Kartons mit dem Titel „Sonderakten Museum“ aufbewahrt. Einer der beiden besteht aus einer akribischen fotographischen Dokumentation des Begräbnisses der als Museumsgründerin angesehenen und langjährig als Kustodin des Bad Radkersburger „Heimatmuseums“ wirkenden Notburga Huiber (1883–1962). Huibers Leichnam wurde im Museum selbst aufgebahrt, der anschließende Begräbniszug wurde inszeniert wie ein „Staatsbegräbnis“. Dies verweist nicht nur auf die politisch-kulturelle Aufladung des Museums, sondern auch auf die der Toten offenkundig zugeschriebene Funktion einer „Hüterin“ der Stadtgeschichte“, ja auf Huiber als „personifiziertes Gedächtnis“ der Stadt. Ausgehend von diesem Bild befasst sich mein Beitrag mit den performativen Verflechtungen von Geschlecht, Nation und Auto/Biographie und rückt dabei besonders Formen und Praktiken vergeschlechtlichter musealer Erinnerungskultur ins Zentrum. Sichtbar wird eine komplexe und vielschichtige Gemengelage von spezifischen Überschreibungen und Ambivalenzen kultureller Gedächtniskonstruktionen im Sinne eines „Palimpsests“ (H. Uhl), die Verwobenheit von Lebensverläufen und biographischen Erzählungen mit offenen oder verdeckten (politischen) Gruppenzugehörigkeiten sowie performative Praktiken im Feld (vergeschlechtlichter) Erinnerungspolitik der österreichischen Nachkriegszeit.

Veranstaltung der Sammlung Frauennachlässe im Rahmen des 3. Treffens ihres wissenschaftlichen Beirats, dem Heidrun Zettelbauer angehört (Web). Mit finanzieller Unterstützung des Instituts für Geschichte und der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Univ. Wien.

Heidrun Zettelbauer ist Professorin für Kultur- und Geschlechtergeschichte an der Univ. Graz. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Kultur- und Geschlechtergeschichte der Moderne und Zeitgeschichte mit einem Fokus auf Österreich und Zentraleuropa, Auto/Biographie, Körper, Frauenbewegungen, Krieg und Nationalismus (Web).

Tagung: Frühe Neuzeit erzählen, 24.-26.09.2026, Frankfurt

16. Arbeitstagung der Arbeitsgemeinschaft „Frühe Neuzeit“ im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD), Birgit Emich, Michael Leemann und Xenia von Tippelskirch (Web)

Zeit: 24.-26.09.2026
Ort: Goethe-Univ. Frankfurt
Anmeldung bis: 06.09.2026

Ging es dem ersten Frühneuzeittag im Jahr 1995 um eine vorsichtige Öffnung der Geschichtswissenschaften für kulturwissenschaftliche Fragen, stellt sich die Lage 30 Jahre später nahezu umgekehrt dar: Die kulturalistische Wende ist seit Langem vollzogen, kulturwissenschaftliche Ansätze sind auch und gerade in der Frühneuzeitforschung voll integriert, wenn nicht dominant. Immer schwieriger wurde es indes, historischen Wandel zu erfassen und Geschichte als Prozess zu beschreiben. So erschwert es die kulturwissenschaftliche Fragmentierung, übergreifende Transformationen zu benennen, größere Linien zu ziehen oder gar Aussagen über die Frühe Neuzeit als Ganze zu treffen. Die vielen Geschichten aus der Frühen Neuzeit, so scheint es, lassen sich kaum mehr zu einer Geschichte der Frühen Neuzeit zusammenfügen.
Wie aber können wir unter diesen Voraussetzungen die Geschichte der Frühen Neuzeit erforschen und darstellen? Was hält die Frühe Neuzeit – und damit unser Fach – zusammen? Und wie können und wollen wir diese Frühe Neuzeit erzählen? Dieser Selbstverständigung des Faches will der Frühneuzeittag 2026 ein Forum geben. Der Titel „Frühe Neuzeit erzählen“ zielt dabei auf beides: auf die Praxis des Erzählens und auf den Gegenstand dieser Erzählung(en). Die Tagung gliedert sich dabei in die drei Blöcke „Grenzen“, „Signaturen“ und „Erzählen“.

Programm (Web)

Sektionen
– Signaturen: Gewalt erzählen | Signaturen der Frühen Neuzeit | Neue Formen der Evidenz als Epochensignatur? | Was war die Frühe Neuzeit? | Vielfalt in Einheit?
– Grenzen: Frühe Neuzeit jenseits Europas? | Narrating Colonial Entanglements | Objects of Conversion | Haus und/oder Familie?
– Erzählen: Alterität? | Das Große im Kleinen | Sichtbarkeit erzeugen | Praxeologische Überlegungen zum Verhältnis von Raum und Zeit

Abendvortrag: Cécile Vidal: Revisiter l’histoire moderne depuis la perspective atlantique

Quelle: HSozKult (Web)

Konferenz: Interdisziplinäre Männlichkeitenforschung. Bestandsaufnahme und aktuelle Herausforderungen (25 Jahre AIM GENDER), 18.-20.06.2026, Stuttgart-Hohenheim

Arbeitskreis für interdisziplinäre Männer- und Geschlechterforschung (AIM Gender); Fachbereich Geschichte, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart (Web)

Zeit: 18.-20.06.2026
Ort: Stuttgart-Hohenheim
Anmeldung bis: 04.06.2026

2026 kann AIM GENDER, der Arbeitskreis für interdisziplinäre Männer- und Geschlechterforschung, auf 25 Jahre regelmäßige Treffen zurückblicken, die dazu beitrugen, die interdisziplinäre kritische Männlichkeitenforschung sichtbar zu etablieren. Selten lag der Forschungsgegenstand in dieser Zeit so klar in seiner gesellschaftlichen Relevanz vor Augen wie gegenwärtig. Ob wir eine „masculine energy“ beschwören wollen, wie Mark Zuckerberg dies tut, oder am permanenten Ringen um Männlichkeit des Schriftstellers Karl Ove Knausgård in seinen literarischen Texten teilhaben, ob in den Feuilletons über eine „toxische Männlichkeit“ diskutiert wird oder ob wir dem Kampf um die Vorherrschaft in der augenblicklichen „Broligarchie“ in den USA zusehen: Männlichkeit ist längst aus der Unsichtbarkeit des Selbstverständlichen herausgetreten. Zentrale Begriffe und Kategorien wurden in über zwei Dekaden kritischer Männlichkeitenforschung entwickelt und sind in die öffentlichen Debatten eingeflossen, andere drängen gerade aus dem politischen in das wissenschaftliche Feld ein. Der für den akademischen Blick so wichtige Plural findet inzwischen auch in den Lebenswelten Beachtung und Anerkennung, zugleich entzünden sich an ihm nach wie vor immer neue Kontroversen.
Wir nehmen das 25. Jubiläum des Arbeitskreises zum Anlass, um die Verhandlung von Männlichkeiten in der Forschung und in der öffentlichen Wahrnehmung zu diskutieren. Wir wollen (selbst)kritisch auf die Entwicklung des akademischen Felds zurückblicken, einen Raum zur Diskussion gegenwärtiger Debatten und Trends eröffnen und Ausblicke auf mögliche Aufgaben und Fragen ermöglichen. Weiterlesen … (Web)

Der Arbeitskreis für interdisziplinäre Männer- und Geschlechterforschung (AIM Gender)
Ziel des Arbeitskreises ist die fächerübergreifende gegenseitige Wahrnehmung und Kooperation von Forscher:innen aus Geschichts-, Literatur-, Kultur- und Politikwissenschaften sowie der Soziologie, die zum Thema Männlichkeiten und deren Auswirkungen auf Kultur und Gesellschaft in Vergangenheit und Gegenwart arbeiten. Wissenschaftler:innen anderer Fachrichtungen und Interessierte sind willkommen.

Quelle: HSozKult (Web)

CfP: The Politics of Ableism: Gender, Sexuality, and Disability in Literature and Media (Publication); by: 01.06.2026

Habib Tekin, Marmara-Univ. in Istanbul & Nizara Hazarika, Sonapur College (Autonomous)

Proposals by: 01.06.2026

Critical essays are invited for a book on Disability and Gender that explores the intersections of disability, gender, and sexuality across literary texts, cultural practices, and media representations. It particularly focuses on the representation, construction, and negotiation of gendered experiences and sexuality in the lives of the people with disabilities. Across literary texts, cinema, television, digital media, and other cultural forms, disabled bodies are frequently framed through restrictive gendered and sexualized discourses. Disabled characters are often depicted as asexual, hypersexual, morally suspect, infantilised, or as symbolic figures onto which broader anxieties about normativity, reproduction, and social order are projected. Such representations intersect with constructions of masculinity, femininity, queerness, race, class, age, and migration, raising urgent questions about power, agency, and cultural imagination. Rooted in the interdisciplinary frameworks of Disability Studies, Gender Studies, and Cultural Theory, the proposed book aims to bring together critical voices that challenge normative constructions of the body, identity, and subjectivity.
This book seeks to examine how sexuality and gendered identities are negotiated within disability narratives and visual cultures. It aims to move beyond reductive tropes and explore the complexity of embodied experience, intimacy, desire, consent, reproduction, care, vulnerability, and relationality. Contributions may address historical or contemporary materials and are welcome from a broad range of theoretical perspectives, including but not limited to Disability Studies, Gender Studies, Crip Queer Studies, Feminist Crip theory, Critical Race Theory, Intersectionality, Medical Humanities, Media Studies, and Cultural Studies.
The proposed book seeks to examine the literary and media representation of disability with a gendered perspective that include but are not limited to the following areas

– Compulsory able-bodiedness and its cultural manifestations
– Constructions of sexuality in disability narratives
– Gendered moral coding of disabled bodies and minds
– Disabled and queer bodies in literature and media Continue reading

Vortrag: Anna Petutschnig: „So geen wir groß swannger“. Vaterschaft als Aspekt hochadeliger Männlichkeit im Spätmittelalter, 06.05.2026, Wien

Vortrag der Reihe Geschichte am Mittwoch des Instituts für Geschichte der Univ. Wien (Web) in Koop. mit fernetzt. Junges Forschungsnetzwerk Frauen- und Geschlechtergeschichte (Web)

Zeit: 06.05.2026, 18.30-20.00 Uhr
Ort: Univ. Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien, Hörsaal 30

Mitte Februar 1476 informiert Albrecht „Achilles“ von Brandenburg (1414-1486) seinen Freund Graf Ulrich von Württemberg in einem Brief über die Schwangerschaft seiner zweiten Ehefrau Anna von Sachsen (1437-1512) mit dem gemeinsamen zwölften Kind. Auffallend ist dabei die Formulierung, die er dafür wählt: Sie vermittelt nicht nur den Anschein von Prahlerei – immerhin war der Kurfürst im Begriff, bereits zum 18. Mal Vater zu werden – somit war der Fortbestand seiner Dynastie ausreichend gesichert -, sondern sie lässt auch erahnen, dass Albrecht sich wohl als aktiv in die Schwangerschaft involviert empfand. Im Vortrag wird beleuchtet, was Albrecht hinsichtlich seiner eigenen Vaterschaft und den damit in Verbindung stehenden Handlungen in Briefen kommuniziert und inwiefern er in weiterer Folge Vaterschaft zur Untermauerung seiner Männlichkeit genutzt hat. Die vorgestellten Ergebnisse sind Teil des laufenden Dissertationsprojekts der Vortragenden, das mittels der Auswertung von Briefen des Hohenzoller’schen Fürsten und seines Umfelds zur Erforschung von historischer Vaterschaft beiträgt.

Kommentare: Julia Lenart und Carina Siegl

Moderation: Nadjeschda Stoffers

Anna Petutschnig ist wiss. Mitarbeiterin (Praedoc) an der Univ. Münster. Zuvor absolvierte sie das Studium der Geschichte und das Lehramtstudium Latein/GSP in Graz und hielt Lehrveranstaltungen in Klagenfurt und Salzburg ab. In ihrer Dissertation beschäftigt sie sich mit spätmittelalterlicher Vaterschaft im europäischen Hochadel. Ein weiteres Forschungsinteresse gilt historischen Graffiti des Mittelalters und der (Frühen) Neuzeit.

Julia Lenart ist wiss. Mitarbeiterin (Praedoc) am Inst. für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung der Univ. für Musik und darstellende Kunst Wien.

Carina Siegl ist wiss. Mitarbeiterin (Praedoc) am Inst. für Österreichische Geschichtsforschung an der Univ. Wien.

Lecture: Jonathan Spangler: Unattached Royal Women at the Court of Versailles. The roles played in aspects of ceremony, etiquette and dynastic health of the Bourbons between Louis XIV and Louis XVI, 13.04.2026, Vienna [REMINDERIN]

Institut für die Erforschung der Habsburgermonarchie und des Balkanraumes, Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) (Web)

Time: 13.04.2026, 6 pm
Venue: ÖAW, PSK-Building, Georg-Coch-Platz 2, 3rd floor, 1010 Vienna

As historians of European court cultures begin to look more closely at the extended members of ruling dynasties, it is useful to examine some of the most often overlooked members in any royal family: a monarch’s unmarried sisters or cousins. In this talk, Jonathan Spangler will present a survey of single royal women at the French court, from ‘La Grande Mademoiselle’ in the reign of Louis XIV to ‘Madame Elisabeth’ in the reign of Louis XVI, but also including Louis XV’s ‘spinster’ cousins Mlle de Clermont and Mlle de Charolais, who both played a rather significant, if mostly forgotten, role in the social and ceremonial aspects of Versailles in the middle of the eighteenth century. Other ‘unattached’ women in this period include various dowagers: the famous Liselotte von der Pfalz as a widow, a confusion of three widowed princesses of Conti, and a ‘rejected’ dowager queen of Spain (Louise-Elisabeth d’Orléans), whose exalted rank presented a complicated etiquette issue at court. For comparison, this talk will also examine some of
the unmarried women of the Habsburg court in Vienna in this period: Charles VI’s sisters Maria Elisabeth and Maria Magdalena, and Francis Stephen’s sister, Anne-Charlotte of Lorraine.

Jonathan Spangler is a specialist in the courts and ruling dynasties of Early Modern Europe, and teaches history at Manchester Metropolitan University in the UK. His research focus is on the courts of France and Lorraine and the changing dynamic of ‘dynastic extensions’ (brothers, sisters, cousins) in both the Bourbon and Lorraine families. Recent publications include a monograph about France’s second sons (Monsieur, 2021), and articles about Liselotte, the restored ducal court of Lorraine, and the uses of published genealogies by some of France’s princely houses. His latest book, The Bourbons: The Sons of Saint-Louis, will appear later in 2026.

CfP: Embodiment (Publication); by: 01.06.2026

On_Culture: The Open Journal for the Study of Culture; Alexandra Stuhlmann and Siyu Li (Web)

Proposals by: 01.06.2026

Since the so-called “corporeal turn” of the 1980s and 1990s, bodies have become a central concern across the social sciences and humanities (e.g., Csordas 1999, Shilling 2003, Sheets-Johnstone 2009, Tambornino 2002). As a result, embodiment has emerged as a key analytical lens across a number of disciplines. Csordas (1994:6) famously conceptualizes it as “the existential ground of culture and self,” thereby foregrounding the body as the starting point for analyzing how culture and self take shape. Within embodiment research, scholars have approached the body in multiple ways, including as a central medium through which social life is constituted (Shilling 2005), and as the site of perception, lived experience, and embodied engagement with the world (Csordas 1994). Embodiment itself has been understood as a performative phenomenon that shifts attention from having a body to being and doing bodies (Ellingson 2017). Together, these perspectives highlight that bodies are not fixed entities but emerge through ongoing social, experiential, and practical dynamics. Here, body points to the situated, material, and sensed entity, while embodiment draws attention to the processes through which such entities are continuously constituted in relations and practices, shifting analytical focus from what the body is to how bodies come to be and to matter.
Despite the crucial role this scholarship has played in redirecting attention to the body, embodiment is often addressed in separate theoretical and disciplinary conversations across cultural studies, the social sciences, and the life sciences. In this 21st issue of On_Culture, we explore how bodies come into being through intersecting cultural, social, and biological dynamics. Approaching embodiment as a plural phenomenon, we examine how these processes interact to form bodies that, in turn, generate cultural meanings and practices. Read more … (Web)

On_Culture: The Open Journal for the Study of Culture
On_Culture is a biannual, Open Access peer-reviewed scholar-led journal edited by doctoral researchers, postdocs, and professors working at the International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) at Justus Liebig Univ. Giessen. It provides a forum for reflecting on the study of culture. It investigates, problematizes, and develops key concepts and methods in the field by means of a collaborative and collective process. Read more … (Web)

Source: HSozKult (Web)

Buchpräsentation: Caroline Arni: Wir, nicht wir. Frühsozialistischer Feminismus, 23.04.2026, Wien [REMINDERIN]

Institut für historische Sozialforschung (IHSF) (Web)

Zeit: 23.04.2026, 18:30 Uhr
Ort: FAKTory. Literatur, Wissen und Beratung für Studierende, Universitätsstr. 9, 1010 Wien
Anmeldung erforderlich (Web)

1832 gründeten in Paris eine Handvoll junger Arbeiterinnen im Kontext der frühsozialistischen Bewegung eine Zeitschrift namens «La Femme libre». Sie ergriffen das Wort, das niemand ihnen erteilt hatte, sie schrieben über die materielle Unfreiheit der Frauen und stritten über die Liebe, die neu werden musste. In ihrem Buch erzählt Caroline Arni die Geschichte dieser Frauen, ihres Schreibens und ihrer Ideen und legt die Radikalität eines Denkens frei, das die mütterliche Abstammung zum Ausgangspunkt einer Theorie der Gleichheit machte.

  • Caroline Arni: Wir, nicht wir. Frühsozialistischer Feminismus, Berlin (Verlag Klaus Wagenbach) 2026 (Web)

Caroline Arni ist Historikerin und Autorin. Sie lehrt an der Univ. Basel und beschäftigt sich mit der Geschichte der feministischen Kritik, der Geschichte sozialer Beziehungen und der Wissenschaftsgeschichte.

Vortrag und Diskussion finden auf Deutsch statt. Die Veranstaltung ist kostenlos.

Discussion: Opportunities and Challenges in Researching Transnational Feminist Networks, 11.05.2026, virtual space

KvinnSam – Nationellt bibliotek för genusforskning (Göteborg) and FFBIZ – Das feministische Archiv (Berlin) (Web)

Time: 11.05.2026 (Day of Feminist Archives!), 13:00-15:00
Venue: Virtual space – via Göteborg
Registration (Web)

Programme (PDF)

2-hour online session with archival insights, researcher input, and a moderated group discussion. 15 min presentations by:

  • Alina Müller, doctoral researcher in history at the Univ. of Basel, researcher in FemMag – Feminist Magazines in Western Europe (Web) together with
  • Kassandra Hammel, doctoral researcher in history at the Univ. of Tübingen, coordinator of FemMag
  • Rachel Pierce, research coordinator at KvinnSam (Web)
  • Lisa Schug, archivist at FFBIZ – the feminist archive (Web)
  • Hannah Kaarina Yoken, postdoctoral researcher in history at Univ. of Jyväskylä, responsible for the network Gender and Peace in the Nordics

European feminist movements have long been connected across borders, exchanging ideas, practices and inspirations. The annual women’s camp on the island of Femø, for example, drew participants from many countries and became an important space for exchange within feminist movements. Similarly, the occupation of a women’s house in Copenhagen inspired women in Berlin to start their own women’s centre. Meanwhile, women’s citizen’s schools in Norway and Sweden were founded together and provided inspiration for one another as they grew.
Tracing these transnational connections, however, can be challenging. While some countries, such as Sweden, have more centralized memory institutions like KvinnSam, others like Germany, have more than 30 feminist and lesbian-feminist archives and libraries, including the FFBIZ, that are spread across the country. This diversity holds great potential, but it also makes research more complex. Other difficulties are language and Continue reading