{"id":1635,"date":"2009-06-15T10:07:29","date_gmt":"2009-06-15T08:07:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.univie.ac.at\/Geschichte\/salon21\/?p=1635"},"modified":"2022-05-19T16:18:52","modified_gmt":"2022-05-19T16:18:52","slug":"iwk-programm-kw-25-wien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=1635","title":{"rendered":"IWK-Programm, KW 25 und KW 26, Wien"},"content":{"rendered":"<p>Ort: <a href=\"https:\/\/www.univie.ac.at\/iwk \">Institut f\u00fcr Wissenschaft und Kunst<\/a>, Berggasse 17, 1090 Wien<br \/>\nBeschreibungen der Vortr\u00e4ge siehe unten<br \/>\nMontag, 15. Juni, 18.30 Uhr<br \/>\n<strong>Monika Bargmann (Wien): Jeannie Ebner als Mentorin \u00f6sterreichischer Schriftstellerinnen nach 1945<\/strong><br \/>\nReihe: Frauennetzwerke in Wissenschaft und Kunst &#8211; Utopie und Wirklichkeit<br \/>\nDienstag, 16. Juni, 18.30 Uhr<br \/>\n<strong>Heimo Halbrainer (Graz): Steirerinnen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus<\/strong><br \/>\nReihe: \u00d6sterreichische Frauen im Widerstand gegen den NS<br \/>\nMittwoch, 17. Juni, 18.30 Uhr<br \/>\n<strong>Birgit Wagner (Wien): Fragmente einer europ\u00e4ischen Diskursgeschichte der Liebe<\/strong><br \/>\nReihe: Feministische Theorie und Gender Studies<br \/>\nDonnerstag, 18. Juni, 18.30 Uhr<br \/>\n<strong>Michi Knecht (Berlin\/Gie\u00dfen): Verwandtschaft im Feld \u201eassistierender\u201c Reproduktionstechnologien. Ethnographische Beobachtungen<\/strong><br \/>\nReihe: Biotechnologien, Kultur und Gesellschaft<br \/>\nMontag, 22. Juni 2009, 18.30 Uhr<br \/>\n<strong>Ruth M\u00fcller, Lisa Sigl (Wien): Bis an den Rand der Vorstellungskraft! Science Fiction als Experimentierraum feministischer Utopien<\/strong><br \/>\nReihe: Utopie als Werkzeug in Politik, Kultur und Religion<br \/>\nMittwoch, 24. Juni 2009, 18.30 Uhr<br \/>\n<strong>Gertrude Postl (Wien, Selden\/USA): Liebe zwischen Spiritualit\u00e4t und Politik: Zum Wandel von Irigarays Liebesbegriff<\/strong><br \/>\nReihe: Feministische Theorie und Gender Studies<br \/>\n&#8211; &#8211; &#8211;<br \/>\nMontag, 15. Juni, 18.30 Uhr<br \/>\nFrauennetzwerke in Wissenschaft und Kunst &#8211; Utopie und Wirklichkeit<br \/>\n<strong>Monika Bargmann (Wien): Jeannie Ebner als Mentorin \u00f6sterreichischer Schriftstellerinnen nach 1945<\/strong><br \/>\n<em>\u201eWas auff\u00e4llt an der Generation junger Autorinnen ist ihr <!--more-->Angewiesen-Sein auf m\u00e4nnliche Unterst\u00fctzung, auf M\u00e4nner, die auch nach 1945 in den Literaturinstitutionen die Macht haben, die Zeitschriften herausgeben, in den Verlagen, Radiostationen und Kulturinstitutionen sitzen\u201c<\/em> (Christa G\u00fcrtler). Der Briefwechsel der \u00f6sterreichischen Schriftstellerin Jeannie Ebner, der zum \u00fcberwiegenden Teil in der Wienbibliothek im Rathaus aufbewahrt wird, zeigt, wie Ebner als Funktion\u00e4rin von Literaturvereinen, als Jurymitglied bei Literaturpreisen, vor allem aber als Redakteurin der Zeitschrift \u201eLiteratur und Kritik\u201c versuchte, im literarischen \u201eOld Boys Network\u201c der Nachkriegszeit andere Schriftstellerinnen bei ihren literarischen und kulturpolitischen Aktivit\u00e4ten zu f\u00f6rdern und bei der Suche nach Publikationsm\u00f6glichkeiten zu unterst\u00fctzen. Der Schwerpunkt des Vortrags liegt dabei auf der Korrespondenz mit Hilde Spiel.<br \/>\n<strong>Monika Bargmann, Mag.a (FH)<\/strong>, ist Bibliothekarin und EDV-Referentin in der Wienbibliothek im Rathaus, studiert Germanistik und bloggt auf http:\/\/jeannie-ebner.blogspot.com\/ \u00fcber Frauenfiguren und Frauenrolle(n) bei Jeannie Ebner.<br \/>\nDienstag, 16. Juni, 18.30 Uhr<br \/>\n\u00d6sterreichische Frauen im Widerstand gegen den NS<br \/>\n<strong>Heimo Halbrainer (Graz): Steirerinnen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus<\/strong><br \/>\nDer Widerstand von Frauen in der Steiermark blieb lange Zeit unbeachtet. Dies verwundert, da in der Steiermark der Widerstand im Allgemeinen und der von Frauen im Speziellen besonders stark war. So waren Frauen im politisch organisierten Widerstand, der in der Steiermark weitgehend von der Kom\u00admunistischen Partei bzw. ihren Organisationen getragen wurde, teilweise f\u00fchrend t\u00e4tig. Allein \u00fcber 40 Steirerinnen mussten wegen ihres Widerstands gegen das NS-Regime ihr Leben lassen. Hunderte Wider\u00adstandsk\u00e4mpferinnen wurden zudem vom nationalsozialistischen Volksgerichtshof oder den Ober\u00adlandesgerichten zu zum Teil hohen Strafen verurteilt oder kamen in ein Konzentrationslager.<br \/>\n<strong>Heimo Halbrainer, Mag. Dr.<\/strong>, studierte Geschichte und Deutsche Philologie an der Universit\u00e4t Graz; Leiter von CLIO \u2013 Verein f\u00fcr Geschichts- und Bildungsarbeit in Graz; zahlreiche Publikationen zu den Forschungsschwerpunkten: J\u00fcdisches Leben in der Steiermark, Kriegsverbrecherprozesse nach 1945, Widerstand und Verfolgung. www.clio-graz.net<br \/>\nMittwoch, 17. Juni, 18.30 Uhr<br \/>\nFeministische Theorie und Gender Studies<br \/>\n<strong>Birgit Wagner (Wien): Fragmente einer europ\u00e4ischen Diskursgeschichte der Liebe<\/strong><br \/>\nIn diesem Vortrag werden zwei Hauptwerke der Liebestheorie diskutiert, n\u00e4mlich \u201eLiebe als Passion\u201c von Niklas Luhmann und \u201eFragmente einer Sprache der Liebe\u201c von Roland Barthes. Der Ausgangspunkt ist Platons Unterscheidung zwischen dem \u201eLiebhaber\u201c und dem \u201eGeliebten\u201c und die Gender-Implikationen dieser zwei Subjektpositionen. Das er\u00f6ffnet die Frage, ob Liebe ein von zwei Menschen geteiltes Gef\u00fchl sei oder nicht vielmehr das ist, was die Liebende bzw. den Liebenden radikal vereinzelt und subjektiviert.<br \/>\n<strong>Birgit Wagner<\/strong> ist Professorin f\u00fcr Romanische Literaturwissenschaft an der Universit\u00e4t Wien.<br \/>\nDonnerstag, 18. Juni, 18.30 Uhr<br \/>\nBiotechnologien, Kultur und Gesellschaft<br \/>\n<strong>Michi Knecht (Berlin\/Gie\u00dfen): Verwandtschaft im Feld \u201eassistierender\u201c Reproduktionstechnologien. Ethnographische Beobachtungen<\/strong><br \/>\nAuch wenn weit verbreitete Zeitungsgrotesken \u00fcber 72-j\u00e4hrige M\u00fctter, \u00fcber die besondere Eignung von Feuer\u00adwehrm\u00e4nnern als Samenspender oder \u00fcber die 3280 Kinder des Doktor X das suggerieren: Die kulturellen Implikationen und die sozialen Transformationen, die mit der weit verbreiteten Nutzung reproduktions\u00adtechnologischer Verfahren zusammenh\u00e4ngen, sind alles andere als offensichtlich und gekl\u00e4rt. Auf der Basis ethnographischer Forschungen im Alltag von Menschen, die Reproduktionstechnologien nutzen sowie im Berufsalltag von Reproduktionsmedizinerinnen und -medizinern, Laborangestellten und Samenbank\u00adbetreibern thematisiert der Vortrag reproduktionstechnologische Praktiken und Wissensformen, die sonst eher selten im Mittelpunkt gesellschaftlicher Selbstverst\u00e4ndigungsprozesse stehen.<br \/>\n<strong>Michi Knecht, Dr.in<\/strong>, ist Sozial- und Kulturanthropologin, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Projektleiterin und Habilitandin am Institut f\u00fcr Europ\u00e4ische Ethnologie sowie am SFB 640, \u201eRepr\u00e4sentationen sozialer Ordnung im Wandel\u201c der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin; derzeit Senior Research Fellow am International Graduate Center for the Study of Culture GCSC) an der Universit\u00e4t Gie\u00dfen.<br \/>\nDer Vortrag findet statt im Rahmen der Vortragsreihe &#8222;Biotechnologien, Kultur und Gesellschaft&#8220;, die von der Gr\u00fcnen Bildungswerkstatt unterst\u00fctzt wird.<br \/>\nMontag, 22. Juni 2009, 18.30 Uhr<br \/>\nUtopie als Werkzeug in Politik, Kultur und Religion<br \/>\n<strong>Ruth M\u00fcller, Lisa Sigl (Wien): Bis an den Rand der Vorstellungskraft! Science Fiction als Experimentierraum feministischer Utopien<\/strong><br \/>\nScience Fiction erlaubt es, sich eine Zukunft jenseits dessen, was als Grenzen k\u00f6rperlicher, politischer und wirtschaftlicher M\u00f6glichkeiten gilt, auszumalen. Der \u201eFortschritt\u201c, von dem sie erz\u00e4hlt, verkn\u00fcpft auf verschiedenste Art wissenschaftlich-technologische und gesellschaftliche Ver\u00e4nderungen. Zuk\u00fcnfte zeichnen ist insofern auch ein politischer Akt: Grenzen werden verschoben, neue Denkr\u00e4ume aufgespannt und alternative Formen des Miteinander ausprobiert. Neue Ordnungen bzw. Neuordnungen werden vorstellbar und vielleicht auch lebbar. FeministInnen bietet Science Fiction daher die M\u00f6glichkeit, auszuloten, wie Welten aussehen k\u00f6nnten, die nicht entlang von Geschlechterdifferenz im herk\u00f6mmlichen Sinne strukturiert sind. Eine Reise ins Genre der M\u00f6glichkeiten.<br \/>\n<strong>Ruth M\u00fcller<\/strong> ist Molekularbiologin, Wissenschaftsforscherin, Feministin; seit 2005 Projektmitarbeiterin am Institut f\u00fcr Wissenschaftsforschung, seit 2006 Lektorin an der Uni Wien und j\u00fcngst an der Uni Innsbruck; forscht und lehrt an der Schnittstelle von Lebenswissenschaft und Gesellschaft, aktuell im Projekt &#8222;Living Changes in the Life Sciences &#8211; Tracing the Ethical and Social within Scientific Practice and Work Culture&#8220; (https:\/\/www.univie.ac.at\/virusss\/projects\/39\/788).<br \/>\n<strong>Lisa Sigl<\/strong> ist Ern\u00e4hrungswissenschafterin, Wissenschaftsforscherin, Utopistin: seit 2005 Projektmitarbeiterin, seit 2006 Lektorin am Institut f\u00fcr Wissenschaftsforschung der Uni Wien; forscht im Rahmen ihrer Dissertation zu Arbeitkulturen in der wissenschaftlichen Forschung.<br \/>\nMittwoch, 24. Juni 2009, 18.30 Uhr<br \/>\nFeministische Theorie und Gender Studies<br \/>\n<strong>Gertrude Postl (Wien, Selden\/USA): Liebe zwischen Spiritualit\u00e4t und Politik: Zum Wandel von Irigarays Liebesbegriff<\/strong><br \/>\nDer Begriff der Liebe zieht sich wie ein Leitfaden durch Luce Irigarays gesamtes Werk. W\u00e4hrend es jedoch in ihren fr\u00fchen Texten darum ging, mit Hilfe eines spirituell angereicherten Liebesbegriffs das Verh\u00e4ltnis zwi\u00adschen den Geschlechtern neu zu bestimmen, erh\u00e4lt Liebe in den sp\u00e4teren Texten eine zus\u00e4tzlich politische Dimension und wird mit Demokratie in Verbindung gebracht. Der Vortrag wird diesen Weg der Liebe in Irigarays Werk nachzeichnen und die Frage nach den politischen Implikationen von Liebe aufwerfen.<br \/>\n<strong><br \/>\nGertrude Postl<\/strong> ist Associate Professor am Suffolk College, USA und Universit\u00e4tslektorin am Institut f\u00fcr Philosophie der Universit\u00e4t Wien<br \/>\nINSTITUT F\u00dcR WISSENSCHAFT UND KUNST<br \/>\nA-1090 Wien, Berggasse 17<br \/>\nTelefon \/ Fax ++43 (1) 317 43 42<br \/>\nIWK-Homepage: https:\/\/www.univie.ac.at\/iwk <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ort: Institut f\u00fcr Wissenschaft und Kunst, Berggasse 17, 1090 Wien Beschreibungen der Vortr\u00e4ge siehe unten Montag, 15. Juni, 18.30 Uhr Monika Bargmann (Wien): Jeannie Ebner als Mentorin \u00f6sterreichischer Schriftstellerinnen nach 1945 Reihe: Frauennetzwerke in Wissenschaft und Kunst &#8211; Utopie und Wirklichkeit Dienstag, 16. 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