{"id":1718,"date":"2009-06-26T12:45:44","date_gmt":"2009-06-26T10:45:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.univie.ac.at\/Geschichte\/salon21\/?p=1718"},"modified":"2022-05-19T16:18:50","modified_gmt":"2022-05-19T16:18:50","slug":"cfp-antike-im-film-gender-on-screen-event-berlin-122009-dl-01082009","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=1718","title":{"rendered":"CfP: Antike im Film \u2013 Gender on Screen (Event: Berlin, 12\/2009); DL: 01.08.2009"},"content":{"rendered":"<p><strong>Prof. Dr. Almut-Barbara Renger, Institut f\u00fcr Religionswissenschaft, Freie Universit\u00e4t Berlin Berlin<\/strong><\/p>\n<p>Zeit: 10.-12.12.2009<br \/>\nOrt: Freie Universit\u00e4t Berlin<br \/>\n<strong>Deadline:\t<\/strong>01.08.2009<\/p>\n<p>Die Tagung \u201eAntike im Film \u2013 Gender on Screen\u201c widmet sich der Antikenrezeption in Filmen &#8211; vom Stummfilm und dem \u00dcbergang zum Tonfilm bis hinein in die Gegenwart. Es sollen filmische Adaptionen antiker Figuren und Stoffe in ihren Aussagen \u00fcber die Gegenwart, \u00fcber Kultur und Gesellschaft mit der zentralen Frage nach der Bedeutung der Kategorie Geschlecht untersucht werden. Neben der R\u00fcckkehr der Antike im Kinoformat l\u00e4sst sich auch im Fernsehen ein verst\u00e4rktes Interesse in Form von Miniserien sowie Fantasyserien verzeichnen.<\/p>\n<p>Mit der Analysekategorie \u201egender\u201c als methodische Grundlage soll davon ausgegangen werden, dass Weiblichkeit und M\u00e4nnlichkeit keine biologisch determinierten, transhistorischen Konstanten sind. K\u00f6rper und Sexualit\u00e4t, um deren Darstellung und Repr\u00e4sentation in den Filmen es dem Projekt vornehmlich geht, werden <!--more-->als Teil von \u201egender\u201c im Sinne einer Konstruktion des Nat\u00fcrlichen als Text der Kultur verstanden.<\/p>\n<p>Aktuelle filmtheoretische und gendertheoretische Ans\u00e4tze thematisieren Performativit\u00e4ten sowie Aushandlungen von Geschlecht, aber auch Herkunft und nationalen Identit\u00e4ten mit Begriffen wie z.B. der \u201eBricolage\u201c, um deren polyvalente Aspekte in zeitgen\u00f6ssischen Filmen in den Blick zu bekommen. Im Mittelpunkt steht oft die Be- oder Entgrenzung von K\u00f6rpern, z.B. in extremer Gewaltaus\u00fcbung.<\/p>\n<p>Verfilmungen antiker Stoffe in Blockbustern der letzten Jahre werden seltener angesprochen. Umso wichtiger scheint es, den Stellenwert dieser Filme und deren sich m\u00f6glicherweise zu den bisher erfolgten Analysen disparat verhaltenden gesellschaftspolitischen Funktionen und Interpretationsans\u00e4tzen zu untersuchen.<\/p>\n<p>Von Seiten der deutschsprachigen Altertumswissenschaften erfolgte bisher eine Bearbeitung dieses Themenkomplexes vor allem in Artikeln weniger Wissenschaftlerinnen, z.B. zur historischen Figur der Kleopatra als Filmheldin und Sinnbild orientalischer Kultur und zu der mythischen Gestalt Helenas in der Filmgeschichte sowie zu dem Zusammenhang zwischen den Kategorien \u201egender\u201c einerseits und Herrschaft, Barbarentum bzw. Sklaverei andererseits. Damit r\u00fccken auch geschlechtlich codierte Repr\u00e4sentationen von staatlicher Souver\u00e4nit\u00e4t, (post-) kolonialen Machtverh\u00e4ltnissen und kultureller \u00dcberlegenheit in den Blickpunkt.<\/p>\n<p>Die Tagung m\u00f6chte Beitr\u00e4ge zusammenbringen, die aufzeigen, inwiefern sich mit dem Wandel der Filmkontexte (und der gesellschaftlichen Strukturen) auch die Darstellungen \u2013 Konstruktionen, Destruktionen und Rekonstruktionen \u2013 von Geschlecht und Geschlechterrollen \u00e4nderten.<\/p>\n<p>Beitr\u00e4ge der folgenden F\u00e4cher sind besonders erw\u00fcnscht:<br \/>\n\u2013 Alte und Neue Geschichte und Philologien<br \/>\n\u2013 der Literatur-, Kultur- und Religionswissenschaften<br \/>\n\u2013 Theater-, Film- und Medienwissenschaften<br \/>\n\u2013 Philosophie, Theologie und Politologie<\/p>\n<p>Ber\u00fccksichtigt werden sollten neben einer gendertheoretischen Orientierung:<br \/>\n\u2013 medientheoretisch orientierte Filmanalysen<br \/>\n\u2013 Aspekte wie den Production Code, eine durch Druck gesellschaftlicher und religi\u00f6ser Interessensverb\u00e4nde initiierte Selbstzensur der Filmstudios<br \/>\n\u2013 Auswirkungen des \u201eKalten Krieges\u201c und seiner Beendigung auf die filmische Inanspruchnahme der Antike<br \/>\n\u2013 Anschluss an neuere Debatten innerhalb der Gender Studies wie postkoloniale Theorien, Orientalismus- und Rassismus-Kritiken<\/p>\n<p>Es ist angedacht, f\u00fcr das Tagungsprofil repr\u00e4sentative Ergebnisse in einem Sammelband zu publizieren. Abstracts sollten 1 Seite nicht \u00fcberschreiten und bis zum <strong>01.08.2009<\/strong> mit einigen biographischen Hinweisen eingereicht werden: Email: AntikfilmGender#gmx.de<\/p>\n<p>Prof. Dr. Almut-Barbara Renger<br \/>\nFB Geschichts- und Kulturwissenschaften<br \/>\nInstitut f\u00fcr Religionswissenschaft<br \/>\nGo\u00dflerstr. 2-4, 14195 Berlin<\/p>\n<p>Wir freuen uns auf eine spannende Tagung und eine rege Teilnahme!<\/p>\n<p>URL zur Zitation dieses Beitrages: http:\/\/hsozkult.geschichte.hu-berlin.de\/termine\/id=11781<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Prof. Dr. Almut-Barbara Renger, Institut f\u00fcr Religionswissenschaft, Freie Universit\u00e4t Berlin Berlin Zeit: 10.-12.12.2009 Ort: Freie Universit\u00e4t Berlin Deadline: 01.08.2009 Die Tagung \u201eAntike im Film \u2013 Gender on Screen\u201c widmet sich der Antikenrezeption in Filmen &#8211; vom Stummfilm und dem \u00dcbergang zum Tonfilm bis hinein in die Gegenwart. 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