{"id":1720,"date":"2009-06-26T13:43:57","date_gmt":"2009-06-26T11:43:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.univie.ac.at\/Geschichte\/salon21\/?p=1720"},"modified":"2022-07-03T12:29:41","modified_gmt":"2022-07-03T12:29:41","slug":"ausstellung-fragmente-aus-vielen-leben-5-juli-bis-26-oktober-2009-hittisauvorarlberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=1720","title":{"rendered":"Ausstellung &#8222;Frauennachl\u00e4sse l Fragmente aus vielen Leben&#8220;, 5. Juli bis 26. Oktober 2009, Hittisau"},"content":{"rendered":"<p><strong>Frauenmuseum Hittisau<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.frauenmuseum.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Web)<\/a> <strong>und Sammlung Frauennach\u00e4sse am Institut f\u00fcr Geschichte der Universit\u00e4t Wien<\/strong> <a href=\"https:\/\/sfn.univie.ac.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Web)<\/a><\/p>\n<p>Zeit: 05. Juli bis 26. Oktober 2009<br \/>\nEr\u00f6ffnung: Sonntag, 05. Juli 2009, 10.30 Uhr<br \/>\nOrt: Frauenmuseum, Platz 501, 6952 Hittisau<\/p>\n<p>Eine sorgf\u00e4ltige Auswahl zeigt die enorme Vielfalt der seit den 1990er Jahren in der Sammlung Frauennachl\u00e4sse gesammelten Dokumente von Frauen, ihren Familien und ihrem Umfeld: Tageb\u00fccher, Haushaltsb\u00fccher, Korrespondenzen, amtliche Ausweise und Schulhefte bis hin zu literarischen Manuskripten, aber auch kleine Gegenst\u00e4nde wie Sportabzeichen oder Orden.<br \/>\nDie Nachl\u00e4sse einzelner Frauen und Familien werden ebenso vorgestellt wie Selbstzeugnisse verschiedener Genres. Das Tagebuch einer Achtj\u00e4hrigen ist zu sehen und Schriftst\u00fccke der internationalen Friedensbewegung, Feldpost aus den beiden Weltkriegen, Liebesbriefe, Fotografien, eine Gewichtstabelle, ein Filmverzeichnis und vieles mehr. Die ausgestellten Quellen und Objekte sind regional breit gestreut, sie verbinden L\u00e4nder und sogar Kontinente, kommen aus unterschiedlichen Zeiten und sozialen Zusammenh\u00e4ngen.<br \/>\nF\u00fcr das Frauenmuseum Hittisau wurde die Pr\u00e4sentation der Archivbest\u00e4nde um Exponate und Geschichten aus Vorarlberg erweitert. So werden etwa die Aufzeichnungen einer Bregenzerw\u00e4lder B\u00e4uerin \u00fcber den Einfluss des Mondes auf ihre allt\u00e4glichen T\u00e4tigkeiten gezeigt, oder die sich \u00fcber drei Jahrzehnte erstreckenden Geburtenb\u00fccher einer Hebamme.<\/p>\n<p>Die Gestalterinnen demonstrieren damit die vielf\u00e4ltigen M\u00f6glichkeiten der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Selbstzeugnissen und m\u00f6chten zum weiteren Forschen motivieren. Die Ausstellung &#8222;Frauennachl\u00e4sse | Fragemente aus vielen Leben&#8220; ist die neu adaptierte und erweiterte Pr\u00e4sentation der Ausstellung &#8222;In Geschichte eingeschrieben&#8220;, die vom 18. Oktober 2008 bis zum 28. Februar 2009 im Foyer der Universit\u00e4tsbibliothek Wien zu sehen war.<\/p>\n<p><strong>Kuratorinnen der Ausstellung<\/strong><br \/>\nLi Gerhalter, Christa H\u00e4mmerle und Nikola Langreiter<\/p>\n<p><strong>Kunst<\/strong><br \/>\nBegleitend zur Ausstellung greifen zwei zeitgen\u00f6ssische K\u00fcnstlerinnen in ihren Arbeiten zentrale Themen der Ausstellung wie das pers\u00f6nliche und kollektive Erinnern und Dokumentieren auf. Die in Vorarlberg aufgewachsene und in Wien t\u00e4tige K\u00fcnstlerin <strong>Veronika Dirnhofer <\/strong>zeigt in Zusammenhang mit ihrer Teilnahme am \u201eSivrettAtelier 2008\u201c entstandene Arbeiten. Hier sah sich Dirnhofer mit der Geschichte des monumentalen Bauwerks der Staumauer auf der Biehler H\u00f6he konfrontiert, bei dessen Errichtung in der NS-Zeit Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter eingesetzt worden waren. In tagebuchartig angelegten Tuschezeichnungen, die Bild und Text kombinieren geht sie den Fragen des Erinnerns und des Vergessens als grundlegende Prozesse menschlichen Lebens sowie dem Ineinandergreifen von individuellem und kollektivem Ged\u00e4chtnis nach.<br \/>\nDie in Liechtenstein wohnhafte K\u00fcnstlerin <strong>Sunhild Wollwage<\/strong> zeigt die Arbeit \u201eAb- und Zufall\u201c. Wollwage schafft Ordnungen und Strukturen, wo keine zu erwarten sind. W\u00e4hrend eines ganzen Jahres ordnet sie auf 365 Karten jeweils ein Foto ihrer t\u00e4glichen Kompostabf\u00e4lle, ihre Blutdruck- und Pulswerte sowie ein Haarring aus um den Finger gewickelten Haaren. Sie thematisiert die eigene Verg\u00e4nglichkeit, versucht durch ihre akribische Arbeit \u201eeiner ungeordneten, bedrohlichen Welt Struktur zu verleihen\u201c.<\/p>\n<p><strong>Ort<\/strong><br \/>\nFrauenmuseum, Platz 501, 6952 Hittisau<br \/>\nT +43 (0) 5513 6209-30<br \/>\nkontakt#frauenmuseum.at<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.frauenmuseum.at\">www.frauenmuseum.at<\/a><\/p>\n<p><strong>\u00d6ffnungszeiten <\/strong><br \/>\nDo 15-20 Uhr, Fr 15-17 Uhr, Sa und So 10-12 und 14-17 Uhr<br \/>\nF\u00fchrungen: +43 (0)664 88431964; vermittlung@frauenmuseum.at<br \/>\n(F\u00fchrungen au\u00dferhalb der \u00d6ffnungszeiten kurzfristig m\u00f6glich)<\/p>\n<p><strong>Eintritt<\/strong><br \/>\nEuro 3,00, Sonderf\u00fchrungen: Euro 4,00, freier Eintritt f\u00fcr Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frauenmuseum Hittisau (Web) und Sammlung Frauennach\u00e4sse am Institut f\u00fcr Geschichte der Universit\u00e4t Wien (Web) Zeit: 05. 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