{"id":25430,"date":"2016-03-22T02:05:13","date_gmt":"2016-03-22T02:05:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.univie.ac.at\/Geschichte\/salon21\/?p=25430"},"modified":"2022-05-19T16:04:05","modified_gmt":"2022-05-19T16:04:05","slug":"cfp-fluechtlingskrisen-nichts-neues-in-oesterreich-ursachen-verlaeufe-auswirkungen-event-092016-wien-dl-30-04-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=25430","title":{"rendered":"CfP: Fl\u00fcchtlingskrisen. Nichts Neues in \u00d6sterreich. Ursachen \u2013 Verl\u00e4ufe \u2013 Auswirkungen (Event, 09\/2016, Wien); DL: 30.04.2016"},"content":{"rendered":"<p><strong>Organisation: B\u00f6rries Kuzmany, Institut f\u00fcr Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung der \u00d6sterreichischen Akademie der Wissenschaften<\/strong><\/p>\n<p>Ort: Wien<br \/>\nTermin: 30. September 2016<br \/>\n<strong>Einreichfrist<\/strong>: 30. April 2016<\/p>\n<p>In den letzten dreihundert Jahren war \u00d6sterreich bzw. die Habsburgermonarchie wiederholt mit Situationen konfrontiert, in denen in sehr kurzer Zeit eine gro\u00dfe Anzahl an Fl\u00fcchtlingen in \u00d6sterreich Aufnahme suchte. Zwar haben sich im 20. Jhd. die zahlenm\u00e4\u00dfigen Dimensionen vergr\u00f6\u00dfert und die Zeitabst\u00e4nde zwischen den jeweiligen Krisen verk\u00fcrzt, viele Verhaltensmuster sind aber erstaunlich konstant.<\/p>\n<p>Die eint\u00e4gige wissenschaftliche Tagung richtet sich ausdr\u00fccklich an eine breite \u00d6ffentlichkeit. Um Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Umgang des Staats, der Gesellschaft und der \u00d6ffentlichkeit mit diesen historischen Fl\u00fcchtlingskrisen besser erkennen zu k\u00f6nnen, sollen die einzelnen Beitr\u00e4ge unbedingt auf folgende Themenkreise eingehen:<\/p>\n<ul>\n<li>Umst\u00e4nde der Notsituation, die eine Fluchtbewegung ausl\u00f6st.<\/li>\n<li>Wer flieht? (Anzahl, Verfolgte, M\u00e4nner\/Frauen, \u201eTrittbrettfahrer\/innen\u201c)<\/li>\n<p><!--more--><\/p>\n<li>Einreise nach und Aufnahme in \u00d6sterreich (Grenz\u00fcbertritt, Notunterk\u00fcnfte, \u00f6ffentliche Meinung, Hilfsorganisationen \/ Schlepper\/innen, rechtlicher und politischer Kontext\u2026)<\/li>\n<li>Bleiben oder Nichtbleiben? (Ansiedlung, Integration, Weiterreise)<\/li>\n<li>R\u00fcckkehrer\/innen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch. Reisekosten sowie eine \u00dcbernachtung k\u00f6nnen, vorbehaltlich Finanzierung, \u00fcbernommen werden. Da eine zeitnahe Publikation geplant ist, bitten wir die schriftlichen Beitr\u00e4ge bereits vor Konferenzbeginn an die Organisatoren zuzusenden, um das Begutachtungsverfahren nicht zu verz\u00f6gern. Bei Interesse mailen Sie bitte <strong>bis 30. April 2016<\/strong> ein deutsches oder englisches Abstract Ihres Vortragsvorschlags (max. 500 Worte) und einen Lebenslauf.<\/p>\n<p>Zu folgenden Fl\u00fcchtlingswellen suchen wir konkret Beitr\u00e4ge. Diese Liste ist weder abschlie\u00dfend noch zwingend, Abstracts zu anderen \u00d6sterreich betreffenden Fl\u00fcchtlingskrisen werden genauso ber\u00fccksichtigt:<\/p>\n<p><strong>Fl\u00fcchtlinge aus dem Osmanischen Reich im 17. Jhd.<\/strong>: Einer der wenigen F\u00e4lle, wo Fl\u00fcchtlinge willkommen waren, mit Privilegien in der Kroatisch-Slawonisch-Banater Milit\u00e4rgrenze und im Burgenland angesiedelt und somit in den Staat integriert wurden.<\/p>\n<p><strong>Franz\u00f6sische Revolution 1789<\/strong>: Nach Kern\u00f6sterreich kamen nicht sehr viele Fl\u00fcchtlinge, aber in die \u00f6sterreichischen Niederlande sind Royalisten durchaus gefl\u00fcchtet. Fl\u00fcchtlinge k\u00f6nnen also auch aus dem \u201eWesten\u201c kommen.<\/p>\n<p><strong>Polnische Aufst\u00e4nde 1831 und 1863<\/strong>: \u00d6sterreich war mit Galizien eines der ersten Anlaufstellen, und musste politisch lavieren zwischen \u00f6ffentlichen Sympathiebekundungen und prinzipieller Nichteinmischung in russische Innenpolitik.<\/p>\n<p><strong>J\u00fcdische Pogromfl\u00fcchtlinge aus dem Zarenreich 1881-1882<\/strong>: Die antij\u00fcdischen Ausschreitungen in S\u00fcdrussland l\u00f6sten eine kleinere Fl\u00fcchtlingswelle nach \u00d6sterreich aus, bei der es erstmals eine konzertierte internationale Hilfsaktion gab.<\/p>\n<p><strong>Erster Weltkrieg und Nachkriegszeit 1914-1920<\/strong>: Einerseits kamen Fl\u00fcchtlinge und Evakuierten von der Front w\u00e4hrend des Kriegs, andererseits gab es ein langes Tauziehen um die Einb\u00fcrgerung ehemaliger \u00f6sterreichischer Staatsb\u00fcrger, v.a. galizische Juden.<\/p>\n<p><strong>DPs und Vertriebene 1944-1950<\/strong>: Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs hielten sich \u00fcber eineinhalb Millionen Fl\u00fcchtlinge in \u00d6sterreich auf. Diese umfassten Kriegsgefangene, ehemalige KZ-H\u00e4ftlinge und volksdeutsche Vertriebene.<\/p>\n<p><strong>Kommunismusfl\u00fcchtlinge<\/strong>: Synthese zu den politisch aber auch \u00f6konomisch bedingten Fluchtbewegungen aus den sozialistischen Staaten: Ungarn 1956, CSSR 1968, Polen 1981, Boatpeople 1975, Wendejahre 1988-1990.<\/p>\n<p><strong>Bosnienfl\u00fcchtlinge der 1990er Jahre<\/strong>: Letzte gro\u00dfe Fl\u00fcchtlingswelle von der \u00d6sterreich \u00fcberdurchschnittlich betroffen war und bei der Fragen der langfristigen Integration in Schule und Arbeitsmarkt wichtig waren.<\/p>\n<p>Kontakt: B\u00f6rries Kuzmany (INZ\/\u00d6AW): boerries.kuzmany@oeaw.ac.at<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Organisation: B\u00f6rries Kuzmany, Institut f\u00fcr Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung der \u00d6sterreichischen Akademie der Wissenschaften Ort: Wien Termin: 30. September 2016 Einreichfrist: 30. 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