{"id":25820,"date":"2016-04-29T02:40:33","date_gmt":"2016-04-29T02:40:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.univie.ac.at\/Geschichte\/salon21\/?p=25820"},"modified":"2022-05-19T16:03:08","modified_gmt":"2022-05-19T16:03:08","slug":"vorankuendigung-konferenz-in-die-haeuser-schauen-aspekte-juedischen-wohnens-vom-mittelalter-bis-ins-20-jhd-06-08-07-2016-wien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=25820","title":{"rendered":"Vorank\u00fcndigung: Konferenz: In die H\u00e4user schauen: Aspekte j\u00fcdischen Wohnens vom Mittelalter bis ins 20 Jhd., 06.-08.07.2016, Wien"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/12439371_1752685831640256_8590960320336054719_n.jpg\" rel=\"attachment wp-att-26051\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-26051 size-thumbnail\" title=\"&quot;Hausliste&quot; mit Vermerken &quot;Judenrein&quot; via Facebooksite der Konferenz [Zum Vergr\u00f6\u00dfern anklicken]\" src=\"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/12439371_1752685831640256_8590960320336054719_n-150x150.jpg\" alt=\"12439371_1752685831640256_8590960320336054719_n\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>26. Internationale Sommerakademie des Instituts f\u00fcr j\u00fcdische Geschichte \u00d6sterreichs<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.injoest.ac.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Web)<\/a>\u00a0<strong>in Kooperation mit dem Institut f\u00fcr Wirtschafts- und Sozialgeschichte der WU Wien und den<\/strong> <strong>Wiener Vorlesungen<\/strong><br \/>\nZeit: 06.-08.07.2016<br \/>\nOrt: WU Campus, Welthandelsplatz 1, 1020 Vienna, Austria<br \/>\n<a href=\"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/soakfolder_2016.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Programm als PDF<\/a><br \/>\nFreiwilliges Zusammenleben in Judenvierteln und gewaltsame Ansiedlung in Ghettos, b\u00fcrgerliche Wohnr\u00e4ume und \u00fcberf\u00fcllte \u201eSammelwohnungen\u201c \u2013 zwischen diesen Extremen konnte sich j\u00fcdisches Wohnen durch die Jahrhunderte europ\u00e4ischer Geschichte gestalten. Die Tagung stellt unter einem kulturhistorischen und alltagsgeschichtlichen Blick unterschiedliche Wohn- und Lebensformen vor und diskutiert Begriffe wie \u201eJudenhaus\u201c und \u201eGhetto\u201c, und \u201eTransit\u201c \u201eRepr\u00e4sentation\u201c in ihrem historischen Bedeutungswandel vom Mittelalter bis in die Zeitgeschichte.<br \/>\nIm Gegensatz zu einer landl\u00e4ufigen Vorstellung lebten die J\u00fcdinnen und Juden \u2013 mit einer Ausnahme in Frankfurt am Main ab 1462 \u2013 nicht im Ghetto, sondern in Judenvierteln, die dem Bed\u00fcrfnis nach religi\u00f6ser Infrastruktur entgegenkamen. Die R\u00fcckf\u00fchrung eines f\u00fcr das Mittelalter anachronistischen Begriffs leitet sich vermutlich einerseits aus dem k\u00fcnftig namengebenden \u201eGhetto\u201c in Venedig ab 1516, andererseits aber aus<!--more--> der Ghettoisierung der j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung in der NS-Zeit ab. Die Vortr\u00e4ge werden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Wohnformen im Kontext des innerj\u00fcdischen Zusammenlebens und der christlichen Umgebung beleuchten. Die Beitr\u00e4ge zu den nationalsozialistischen Ghettos werden auf der Basis von schriftlichen, m\u00fcndlichen und sachkundlichen Quellen versuchen, den Alltag und seine Bew\u00e4ltigung unter diesen extremen Bedingungen zu rekonstruieren.<br \/>\nDas sogenannte \u201eJudenhaus\u201c unterlag einem \u00e4hnlichen Bedeutungswandel. Im Mittelalter noch wertfrei verwendet, bedeutet es im 18. Jhd.\u00a0an manchen Orten tats\u00e4chlich eine obrigkeitliche Zuweisung von Juden in bestimmte H\u00e4user. Die NS-Beh\u00f6rden delogierten die j\u00fcdische Bev\u00f6lkerung in allen St\u00e4dten des Deutschen Reichs und wiesen sie in rasch \u00fcberf\u00fcllte \u201eJudenh\u00e4user\u201c ein. Ein besonderer Fokus der Tagung liegt auf den \u201eSammelwohnungen\u201c in Wien, in die die j\u00fcdische Bev\u00f6lkerung aus ganz \u00d6sterreich, aber auch aus anderen Stadtbezirken zwangsweise einquartiert wurde.<br \/>\nDer Zwangsaufenthalt in Sammelwohnungen und -lagern ist ein drastisches Beispiel f\u00fcr Wohnen im \u201eTransit\u201c. Diesem Aspekt j\u00fcdischen Wohnens widmet sich ein Pannel, das f\u00fcr den Zeitraum vom Ersten Weltkrieg bis 1945 unfreiwillige, jedoch tempor\u00e4re Ansiedlungen mit Zukunftsperspektiven vorstellt. Die Tagung schlie\u00dft mit prominenten Beispielen von Repr\u00e4sentation, die sich vom Mittelalter bis in die Gegenwart nicht nur in j\u00fcdischen Wohngestaltungen ausdr\u00fcckt.<br \/>\nEintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich.<br \/>\nWeitere Informationen zum Programm in den kommenden Monaten auf der <a href=\"http:\/\/www.injoest.ac.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Website.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>26. 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