{"id":29911,"date":"2017-04-21T02:50:25","date_gmt":"2017-04-21T02:50:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.univie.ac.at\/Geschichte\/salon21\/?p=29911"},"modified":"2022-05-19T16:01:32","modified_gmt":"2022-05-19T16:01:32","slug":"4-queer-history-day-qhd-mit-schwerpunkt-fachdidaktik-29-04-2017-wien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=29911","title":{"rendered":"4. Queer History Day (QHD) mit Schwerpunkt Fachdidaktik, 29.04.2017, Wien"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/Ausgesprochen-Plakatkampagne-2015-Schulen-W-Sujet-Globus_web-213x300.jpg\" rel=\"attachment wp-att-29913\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-29913 size-thumbnail\" title=\"via Facebookank\u00fcndigung der Veranstaltung\" src=\"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/Ausgesprochen-Plakatkampagne-2015-Schulen-W-Sujet-Globus_web-213x300-150x150.jpg\" alt=\"Ausgesprochen-Plakatkampagne-2015-Schulen-W-Sujet-Globus_web-213x300\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Veranstaltet vom Zentrum QWIEN in Zusammenarbeit mit der Aids Hilfe Wien und dem Institut f\u00fcr Geschichte der Universit\u00e4t Wien<\/strong><br \/>\nZeit: 29. April 2017, 11.00\u201317.00 Uhr<br \/>\nOrt: Aids Hilfe Wien, Mariahilfer G\u00fcrtel 4, 1060 Wien<br \/>\nDer 4. Queer History Day (QHD) wird wieder einen Schwerpunkt zum Thema Fachdidaktik Geschichte haben. Neben Studierenden sollen auch historisch Interessierte ohne universit\u00e4ren Hintergrund angesprochen werden. Der QHD versteht sich als ein niedrigschwelliges Angebot, sich mit der queeren Geschichte der Stadt auseinanderzusetzen. Nach dem Er\u00f6ffnungsvortrag und 20-min\u00fctigen Kurzvortr\u00e4gen zu unterschiedlichen historischen Themen und praktischen Fragen der Unterrichtspraxis werden in Workshops und Arbeitsgruppen die jeweiligen Themen anhand von Quellenmaterial weiter vertieft und diskutiert.<br \/>\n<strong>Programm<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>11.00: Begr\u00fc\u00dfung durch <strong>Wolfgang Wilhelm<\/strong>, Obmann Aids Hilfe Wien<\/li>\n<li>11.15\u201312.00: Er\u00f6ffnungsvortrag: <strong>Christoph K\u00fchberger<\/strong>: Zum sexualisierten Verh\u00e4ltnis zwischen faschistischen Massen und ihren F\u00fchrern. Geschichtswissenschaftliche Erkundungen und geschichtsdidaktische Reflexionen<\/li>\n<\/ul>\n<p><!--more--><br \/>\nEntlang einer geschlechtergeschichtlichen Analyse zur Masse im nationalsozialistischen Deutschland und im faschistischen Italien wird das Verh\u00e4ltnis der Menschen zu Hitler bzw. Mussolini dargestellt, um vor allem nach der sexuellen Komponente dieser Beziehung zu fragen. Von diesen \u00dcberlegungen ausgehend werden Fragen nach den geschichtsdidaktischen Herausforderungen f\u00fcr die schulische Praxis im Umgang mit Sexualit\u00e4t angeschlossen.<br \/>\nChristoph K\u00fchberger ist Hochschulprofessor f\u00fcr Geschichts- und Politikdidaktik an der P\u00e4dagogischen Hochschule Stefan Zweig sowie Leiter des dort angesiedelten Bundeszentrums f\u00fcr Gesellschaftliches Lernen.<br \/>\n12.00\u201312.15: Kaffeepause<br \/>\nVortr\u00e4ge und Workshops<\/p>\n<ul>\n<li>12.15\u201312.35: <strong>Markus Pusnik<\/strong> (Verein Ausgesprochen!): LGBTIQ in Schule: Diversit\u00e4t \u2013 Kultur \u2013 Inklusion<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ausgesprochen &#8211; Plakatkampagne 2015 &#8211; Schulen W &#8211; Sujet &#8211; Globus_web. Im \u00f6ffentlichen Schulsystem finden wir ein lebendiges Abbild von Gesellschaft vor. Jeglicher Aspekt von Diversit\u00e4t l\u00e4sst sich dahingehend verorten, so er denn ausgesprochen werden kann und m\u00f6chte! Aktuell ist Schule betont in der Diskussion rund um inklusive Modellierung eingebunden. M\u00f6chten wir Inklusion als Prozess verstanden wissen, so m\u00fcssen die Akteur*innen im Diversit\u00e4tsspektrum zun\u00e4chst exklusiv hervorgehoben werden, damit das gleichberechtigte Zusammenwirken dieser Kr\u00e4fte innerhalb einer vielf\u00e4ltigen und diskriminierungsfreien Idee von Schule gew\u00e4hrleistet sein kann. Ein Blick auf kulturelle Aspekte von Schule k\u00f6nnte hierin als rotierende Achse der Pole Diversit\u00e4t und Inklusion verstanden werden. Der Vortrag m\u00f6chte sich also pr\u00e4gnant den Begriffen Diversit\u00e4t, Kultur und Inklusion widmen und anschlie\u00dfend seine Verortung im schulischen System begreifen.<br \/>\nIm Workshop, gemeinsam mit Victoria Veronese, k\u00f6nnen und sollen die vorgestellten Aspekte hinterfragt, diskutiert und formuliert werden. Daraus k\u00f6nnen definierte Handlungsfelder beschrieben werden, denen konkrete Ma\u00dfnahmen folgen wollen!<\/p>\n<ul>\n<li>12.35\u201312.55: <strong>Christopher Treiblmayr<\/strong> (Univ. Wien) und <strong>Manuela Bauer<\/strong> (QWIEN): \u201eIch wei\u00df, was ein Warmer Bruder ist und dass ein solcher bestraft wird.\u201c NS-Gerichtsakten als Quelle f\u00fcr Selbst-und Fremdbilder m\u00e4nnlicher Homosexueller in \u00d6sterreich<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Vortrag pr\u00e4sentiert die Ergebnisse eines 2016 bei QWIEN durchgef\u00fchrten Forschungsprojekts, dessen Ziel die bislang umfassendste Bestandsaufnahme von Eigen- und Fremdwahrnehmungen von m\u00e4nnlichen Homosexualit\u00e4ten in \u00d6sterreich w\u00e4hrend der NS-Herrschaft war. Es zeigt sich eine von vielen Widerspr\u00fcchlichkeiten gekennzeichnete Verfolgungspraxis, die gleichwohl gravierende Auswirkungen auf das Leben der als \u201ehomosexuell\u201c Verfolgten hatte.<br \/>\n12.55\u201313.30: Mittagspause<\/p>\n<ul>\n<li>13.30\u201313.50: <strong>Virginia Hagn<\/strong> (QWIEN): Von Homoerotik zu Homophobie: Stereotype Bilder des Orients (Werkstattbericht zu einem geplanten Projekt)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Abgrenzung zum \u201eAnderen\u201c spielt eine zentrale Rolle in der Herausbildung von (kulturellen) Identit\u00e4ten und erfolgt vielfach \u00fcber sexuelle Zuschreibungen. Das geplante Projekt untersucht anhand deutschsprachiger Reiseberichte, wie das im 19. Jhd. dominierende Bild des \u201ehomoerotischen Orients\u201c sprachlich konstruiert wurde und welche gesellschaftlichen Funktionen es erf\u00fcllte. Diese historische Perspektive soll es so nicht zuletzt erm\u00f6glichen, die gegenw\u00e4rtige Gleichsetzung von Islam\/Orient und Homophobie kritisch zu hinterfragen.<\/p>\n<ul>\n<li>13.50\u201314.10: <strong>Stefan Ossmann<\/strong> (Univ. Wien): Polyamorie. Zu Fragen neuer queerer Konzepte von Partner_innenschaft<\/li>\n<\/ul>\n<p>Im Vortrag werden allgemeine Fragen zu Polyamorie (Was ist das genau; wo liegen die Unterschiede zu Aff\u00e4ren, offener Beziehung oder Swingen; wie sieht die rechtliche Situation aus, etc.) gekl\u00e4rt. Im anschlie\u00dfenden Workshop werden in Kleingruppen unterschiedliche Zeitungsartikel (aus Standard, Welt, Zeit, NZZ, FAZ, TAZ, etc.) zum Thema Polyamorie auf deren mediale Darstellung von Mehrfachbeziehungen analysiert.<\/p>\n<ul>\n<li>14.10\u201314.30: <strong>Stephan Damm<\/strong> (Meduni Graz): HIV Awareness in \u00d6sterreich; Wissen, Bewusstsein und Risikoverhalten unter Sch\u00fcler_innen und Student_innen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die noch immer hohen Zahlen von HIV-Neuinfektionen und die hohe Rate an Erstdiagnosen in Sp\u00e4tstadien weisen darauf hin, dass ein unzureichendes Bewusstsein f\u00fcr HIV als relevantes Thema in \u00d6sterreich besteht. Vor diesem Hintergrund wurden Wissen, Bewusstsein und Risikoverhalten in Hinblick auf HIV unter \u00f6sterreichischen Sch\u00fcler_innen und Student_innen untersucht. Im Vortrag sollen die gewonnenen Ergebnisse der Studie pr\u00e4sentiert und die daraus folgende Bedeutung f\u00fcr aktuelle Pr\u00e4ventionsarbeit diskutiert werden.<br \/>\n14.30\u201314.45: Kaffeepause<br \/>\n14.45\u201316.15: Workshops zu den Kurzvortr\u00e4gen<br \/>\n16.15\u201316.30: Schlussrunde und Verabschiedung<br \/>\nAnmeldung erforderlich unter: qhd@qwien.at<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Veranstaltet vom Zentrum QWIEN in Zusammenarbeit mit der Aids Hilfe Wien und dem Institut f\u00fcr Geschichte der Universit\u00e4t Wien Zeit: 29. April 2017, 11.00\u201317.00 Uhr Ort: Aids Hilfe Wien, Mariahilfer G\u00fcrtel 4, 1060 Wien Der 4. Queer History Day (QHD) wird wieder einen Schwerpunkt zum Thema Fachdidaktik Geschichte haben. 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