{"id":30,"date":"2006-12-13T12:44:34","date_gmt":"2006-12-13T10:44:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.univie.ac.at\/Geschichte\/salon21\/?p=30"},"modified":"2024-04-20T09:21:16","modified_gmt":"2024-04-20T09:21:16","slug":"call-for-papers-mannlichkeit-und-emotion-in-der-moderne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=30","title":{"rendered":"CfP: M\u00e4nnlichkeit und Emotion in der Moderne (Event, 09\/2007, Berlin), bis: 15.01.2007"},"content":{"rendered":"<p><strong>Veranstalterin: Arbeitskreis Geschichte + Theorie (AG+T); Konzeption und Leitung: Manuel Borutta und Nina Verheyen<\/strong><\/p>\n<p>Ort: Berlin<br \/>\nZeit: 27.-29. September 2007<br \/>\nEnreichfrist: 15. Januar 2007<\/p>\n<p>Die Geschichte m\u00e4nnlicher Gef\u00fchle ist f\u00fcr die Moderne bislang meist negativ erz\u00e4hlt worden: als Disziplinierung, Unterdr\u00fcckung oder verh\u00e4ngnisvolle Entfesselung maskuliner Leidenschaften. Die Tagung soll dieses gleicherma\u00dfen widerspr\u00fcchliche wie einseitige Bild einer defizit\u00e4ren oder pathologischen m\u00e4nnlichen Emotionalit\u00e4t erweitern und ver\u00e4ndern, indem sie Emotionen als historisch wandelbaren, jedoch st\u00e4ndig anwesenden Bestandteil von M\u00e4nnlichkeit fasst. Ausgehend von der deutschen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts wird die Beziehung von M\u00e4nnlichkeit und Emotion in der Moderne auf drei Ebenen untersucht:<!--more--><\/p>\n<p>Erstens wird nach der diskursiven Beziehung von M\u00e4nnlichkeit und Emotion gefragt: Welche Gef\u00fchle wurden der m\u00e4nnlichen \u201aNatur\u2019 zugeschrieben oder abgesprochen? Welche Rolle spielten Vorstellungen von M\u00e4nnlichkeit f\u00fcr Deutungen und Theorien des Emotionalen? In welcher Beziehung stand beispielsweise die \u201aPolarisierung der Geschlechtscharaktere\u2019, die sich seit dem 18. Jahrhundert vollzog, zur  Dichotomisierung von Rationalit\u00e4t und Emotionalit\u00e4t?<br \/>\nZweitens geht es \u2013 in historisch-anthropologischer Perspektive \u2013 um Emotionen von M\u00e4nnern: Welche Gef\u00fchle waren f\u00fcr M\u00e4nner sag- und zeigbar? Inwiefern beeinflussten diese Regeln den Ausdruck und die Erfahrung m\u00e4nnlicher Emotionen? Wie schrieb sich der Umgang mit Gef\u00fchlen in m\u00e4nnliche K\u00f6rpersprachen und Habitus ein? Welche Praktiken der Kontrolle und Kultivierung von Gef\u00fchlen gab es? Wann wurden Emotionen zum Problem m\u00e4nnlicher Identit\u00e4t, dem durch gezielte Arbeit am Selbst zu begegnen war?<br \/>\nDrittens sollen Emotionen als Kategorie der Analyse m\u00e4nnlichen Handelns erprobt werden, und zwar auch in Forschungsfeldern, in denen sie bislang kaum thematisiert worden sind, wie in der Politik- und Wirtschaftsgeschichte: Inwiefern tr\u00e4gt die  Analyse der Beziehung von Emotion zum M\u00e4nnlichkeit etwa zum besseren Verst\u00e4ndnis eines Streiks, eines Feldzugs, einer Revolution oder der B\u00f6rse bei? Sind die Entscheidungen \u201akleiner\u2019 und \u201agro\u00dfer\u2019 M\u00e4nner besser zu erkl\u00e4ren, wenn man deren Emotionen ber\u00fccksichtigt? Wie lassen sich diese erfassen und beschreiben?<\/p>\n<p>Der Call for Papers richtet sich nicht nur an Historiker\/innen. Beitr\u00e4ge aus anderen Disziplinen \u2013 von den Kultur- und Sozialwissenschaften \u00fcber die Psychologie bis hin zur Politik- und Wirtschaftswissenschaft \u2013 sind ausdr\u00fccklich erw\u00fcnscht. Um eine gewisse Vergleichbarkeit auf diachroner und synchroner Ebene zu gew\u00e4hrleisten, sollten die Vortr\u00e4ge vornehmlich auf die deutsche Geschichte konzentriert sein. Ausnahmen von dieser Regel sind jedoch m\u00f6glich.<br \/>\nDie Tagung wird <strong>vom 27. bis 29. September 2007 in Berlin<\/strong> stattfinden, veranstaltet vom <a href=\"http:\/\/www.geschichteundtheorie.de\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Arbeitskreis Geschichte + Theorie<\/a> (AG+T) und unter Leitung von Manuel Borutta (European University Institute Florenz) und Nina Verheyen (Wissenschaftszentrum Berlin f\u00fcr Sozialforschung). Tagungssprache ist deutsch.<br \/>\nWir w\u00fcrden uns sehr \u00fcber Bewerbungen freuen, die neben einem Lebenslauf eine kurze Zusammenfassung des geplanten Beitrags von einer Seite enthalten. <strong>Nachwuchswissenschaftler\/innen werden besonders zur Bewerbung<\/strong> <strong>aufgefordert<\/strong>. Bitte senden Sie diese bis zum 15. Januar 2007 an eine der unten aufgef\u00fchrten Kontaktadressen. F\u00fcr Referenten und Referentinnen werden die Kosten der Tagungsteilnahme (Reise, Unterkunft und Verpflegung) voraussichtlich \u00fcbernommen. Auf der Tagung werden jeweils zwei bis drei Beitr\u00e4ge gemeinsam in einer Sektion zur Diskussion gestellt. Um ihre Kommentierung zu erm\u00f6glichen, sollen die Beitr\u00e4ge zwei Wochen vor Tagungsbeginn schriftlich vorliegen.<br \/>\n<strong>Kontakt:<\/strong><br \/>\nManuel Borutta, Dr. des. <a href=\"mailto:manuel.borutta@eui.eu\">manuel.borutta@eui.eu<\/a><br \/>\nEuropean University Institute (EUI), Villa La Fonte, via delle Fontanelle 20, I-50016 San Domenico di Fiesole (FI)<br \/>\nNina Verheyen, M.A. <a href=\"mailto:verheyen@wz-berlin.de\">verheyen@wz-berlin.de<\/a><br \/>\nWissenschaftszentrum Berlin f\u00fcr Sozialforschung (WZB), Reichpietschufer 50, D-10785 Berlin<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Veranstalterin: Arbeitskreis Geschichte + Theorie (AG+T); Konzeption und Leitung: Manuel Borutta und Nina Verheyen Ort: Berlin Zeit: 27.-29. September 2007 Enreichfrist: 15. 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