{"id":303,"date":"2007-07-23T11:08:49","date_gmt":"2007-07-23T09:08:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.univie.ac.at\/Geschichte\/salon21\/?p=303"},"modified":"2022-05-19T16:23:46","modified_gmt":"2022-05-19T16:23:46","slug":"tagung-mannlichkeit-und-emotion-in-der-moderne-27-29092007-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=303","title":{"rendered":"Tagung: M\u00e4nnlichkeit und Emotion in der Moderne, 27.-29.09.2007, Berlin"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: Arial\" \/><\/p>\n<p>Konzeption und Leitung: Manuel Borutta \/ Nina Verheyen<br \/>\nVeranstalter: <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.geschichteundtheorie.de\/Aktuelles\/aktuelles.html\" rel=\"noopener\">Arbeitskreis Geschichte + Theorie<\/a> (AG+T)<br \/>\nDie Geschichte m\u00e4nnlicher Gef\u00fchle ist f\u00fcr die Moderne bislang meist negativ erz\u00e4hlt worden: als Disziplinierung, Unterdr\u00fcckung oder verh\u00e4ngnisvolle Entfesselung maskuliner Leidenschaften. Die Tagung soll dieses gleicherma\u00dfen widerspr\u00fcchliche wie einseitige Bild einer defizit\u00e4ren oder pathologischen m\u00e4nnlichen Emotionalit\u00e4t erweitern und ver\u00e4ndern, indem sie Emotionen als historisch wandelbaren, jedoch st\u00e4ndig anwesenden Bestandteil von M\u00e4nnlichkeit fasst. Ausgehend von der deutschen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts wird die Beziehung von M\u00e4nnlichkeit und Emotion in der Moderne auf drei Ebenen untersucht:<!--more--><br \/>\nErstens wird nach der diskursiven Beziehung von M\u00e4nnlichkeit und Emotion gefragt: Welche Gef\u00fchle wurden der m\u00e4nnlichen \u201aNatur\u2019 zugeschrieben oder abgesprochen? Welche Rolle spielten Vorstellungen von M\u00e4nnlichkeit f\u00fcr Deutungen und Theorien des Emotionalen? In welcher Beziehung stand beispielsweise die \u201aPolarisierung der Geschlechtscharaktere\u2019, die sich seit dem 18. Jahrhundert vollzog, zur Dichotomisierung von Rationalit\u00e4t und Emotionalit\u00e4t?<br \/>\nZweitens geht es &#8211; in historisch-anthropologischer Perspektive &#8211; um Emotionen von M\u00e4nnern: Welche Gef\u00fchle waren f\u00fcr M\u00e4nner sag- und zeigbar? Inwiefern beeinflussten diese Regeln den Ausdruck und die Erfahrung m\u00e4nnlicher Emotionen? Wie schrieb sich der Umgang mit Gef\u00fchlen in m\u00e4nnliche K\u00f6rpersprachen und Habitus ein? Welche Praktiken der Kontrolle und Kultivierung von Gef\u00fchlen gab es? Wann wurden Emotionen zum Problem m\u00e4nnlicher Identit\u00e4t, dem durch gezielte Arbeit am Selbst zu begegnen war?<br \/>\nDrittens sollen Emotionen als Kategorie der Analyse m\u00e4nnlichen Handelns erprobt werden, und zwar auch in Forschungsfeldern, in denen sie bislang kaum thematisiert worden sind, wie in der Politik- und Wirtschaftsgeschichte: Inwiefern tr\u00e4gt die Analyse der Beziehung von Emotion zum M\u00e4nnlichkeit etwa zum besseren Verst\u00e4ndnis eines Streiks, eines Feldzugs, einer Revolution oder der B\u00f6rse bei? Sind die Entscheidungen \u201akleiner\u2019 und \u201agro\u00dfer\u2019 M\u00e4nner besser zu erkl\u00e4ren, wenn man deren Emotionen ber\u00fccksichtigt? Wie lassen sich diese erfassen und beschreiben?<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.geschichteundtheorie.de\/Aktuelles\/aktuelles.html\" rel=\"noopener\"> <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Konzeption und Leitung: Manuel Borutta \/ Nina Verheyen Veranstalter: Arbeitskreis Geschichte + Theorie (AG+T) Die Geschichte m\u00e4nnlicher Gef\u00fchle ist f\u00fcr die Moderne bislang meist negativ erz\u00e4hlt worden: als Disziplinierung, Unterdr\u00fcckung oder verh\u00e4ngnisvolle Entfesselung maskuliner Leidenschaften. 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