{"id":30420,"date":"2017-06-25T08:55:17","date_gmt":"2017-06-25T08:55:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.univie.ac.at\/Geschichte\/salon21\/?p=30420"},"modified":"2022-05-19T16:01:24","modified_gmt":"2022-05-19T16:01:24","slug":"lesung-von-inga-fischer-und-film-mit-gerda-eisler-eine-jugend-in-graz-und-tel-aviv-27-06-2017-graz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=30420","title":{"rendered":"Lesung von Inga Fischer und Film mit Gerda Eisler: Eine Jugend in Graz und Tel Aviv, 27.06.2017, Graz"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/19399838_10154717695858181_4808664052243935380_n.jpg\" rel=\"attachment wp-att-30421\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-30421 size-thumbnail\" title=\"via Facebook-Ank\u00fcndigung der Veranstaltung\" src=\"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/19399838_10154717695858181_4808664052243935380_n-150x150.jpg\" alt=\"19399838_10154717695858181_4808664052243935380_n\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Clio Graz <\/strong><a href=\"http:\/\/www.clio-graz.net\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Web)<\/a><br \/>\nZeit: Mo., 26.06.2017, 19.00 Uhr<br \/>\nOrt: GrazMuseum, Sackstra\u00dfe 18, 8010 Graz<br \/>\n\u201ePal\u00e4stina ist herrlich, so sch\u00f6n und warm und so viel Sonne. Kommt schnell nach.\u201c Diese Zeilen schreibt Gerda Eislers Vater, Heinrich Engel, kurz nach seiner Ankunft in Tel Aviv an seine Familie in Graz. Also brechen die Mutter Rosa Engel und die Kinder Gerda und Alfred 1933 ebenfalls nach Tel Aviv auf, wo sich die Familie nach finanziellen Schwierigkeiten ein neues Leben aufbauen will. Schneller als ihre Eltern findet sich Gerda in dem fremden Land zurecht, besucht die Schule und lernt Hebr\u00e4isch.<br \/>\nAls 1936 der arabische Aufstand beginnt, f\u00fcrchtet die Familie um ihre Sicherheit und kehrt kurz vor der Macht\u00fcbernahme der Nazis nach Graz zur\u00fcck. Von den Nationalsozialisten zur Ausreise gezwungen, flieht die Familie 1939 erneut nach Pal\u00e4stina. Andere Teile der Familie retten sich in die USA, nach Schweden oder Gro\u00dfbritannien. Einige Familienmitglieder jedoch wollen oder k\u00f6nnen Graz nicht verlassen und werden in die Vernichtungslager deportiert.<br \/>\nIn Pal\u00e4stina<!--more--> heiratet Gerda einen Grazer, versieht Kriegsdienst im Unabh\u00e4ngigkeitskrieg und beginnt ein neues Leben, ehe sie mit ihrem Mann 1969 nach Deutschland zieht. Immer wieder kehrt sie in den folgenden Jahren nach Graz und Tel Aviv zur\u00fcck, zwei Orte, die ganz wesentlich ihr Leben bestimmt haben.<br \/>\nNun hat sie ihre Erinnerungen unter dem Titel \u201eAlles, woran ich glaube, ist der Zufall.\u201c Eine Jugend in Graz und Tel Aviv\u201c niedergeschrieben. Neben der autobiografischen Geschichte von Gerda Eisler werden im Buch auch die Geschichten der j\u00fcdischen Familien Engel, Silber und Eisler in Graz vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zur Verfolgung, \u201eArisierung\u201c, Vertreibung und Ermordung einzelner Familienangeh\u00f6riger nachgezeichnet.<br \/>\nGerda Eisler: \u201eAlles, woran ich glaube, ist der Zufall.\u201c Eine Jugend in Graz und Tel Aviv. Hg. von Inga Fischer und mit einem Beitrag von Heimo Halbrainer. Geb. 156 Seiten mit zahlr. Abb., ISBN 978-3-902542-51-9, CLIO: Graz 2017, Euro 18,00, Bestellung unter: verlag@clio-graz.net<br \/>\nStolpersteinverlegung<br \/>\nAm Dienstag, 27. Juni 2017, findet um 12:30 Uhr die Verlegung von Stolpersteinen f\u00fcr 27 der Schule verwiesene j\u00fcdische Sch\u00fcler \u2013 unter ihnen auch f\u00fcr Kurt, den Mann von Gerda Eisler \u2013 des Oeverseegymnasiums (Oeverseegasse 28, 8020 Graz) statt. N\u00e4hre Informationen siehe:<a href=\"http:\/\/www.stolpersteine-graz.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> www.stolpersteine-graz.at<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Clio Graz (Web) Zeit: Mo., 26.06.2017, 19.00 Uhr Ort: GrazMuseum, Sackstra\u00dfe 18, 8010 Graz \u201ePal\u00e4stina ist herrlich, so sch\u00f6n und warm und so viel Sonne. Kommt schnell nach.\u201c Diese Zeilen schreibt Gerda Eislers Vater, Heinrich Engel, kurz nach seiner Ankunft in Tel Aviv an seine Familie in Graz. 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