{"id":31571,"date":"2017-10-25T06:48:49","date_gmt":"2017-10-25T06:48:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.univie.ac.at\/Geschichte\/salon21\/?p=31571"},"modified":"2022-05-19T16:00:26","modified_gmt":"2022-05-19T16:00:26","slug":"defensio-li-gerhalter-tagebuecher-als-quellen-diaristische-aufzeichnungen-als-forschungs-und-sammlungsgegenstaende-in-den-sozialwissenschaften-bis-in-die-1930er-jahre-und-in-den-geschichtswissens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=31571","title":{"rendered":"Defensio: Li Gerhalter: Tageb\u00fccher als Quellen. Diaristische Aufzeichnungen als Forschungs- und Sammlungsgegenst\u00e4nde in den Sozialwissenschaften bis in die 1930er-Jahre und in den Geschichtswissenschaften ab den 1980er-Jahren, 03.11.2017, Wien"},"content":{"rendered":"<p><strong>440. Defensio aus der Studienrichtung Geschichte<\/strong><br \/>\nZeit: Fr., 03.11.2017, 15:00 Uhr<br \/>\nOrt: Lesesaal der FB Geschichtswissenschaften, Universit\u00e4tsring 1, 1010 Wien<br \/>\nIm ersten Teil der Dissertation stellt Li Gerhalter vor, wie, von wem und auf welche Weise diaristische Aufzeichnungen in den Sozialwissenschaften in \u00d6sterreich und Deutschland bis in die 1930er-Jahre beforscht und gesammelt wurden. Diese Frage wird exemplarisch anhand 1) von Studien zum Thema Erwerbsarbeiten von Frauen, 2) von wissenschaftsgeleiteten Elterntageb\u00fcchern sowie 3) von Forschungsschwerpunkten in der Jugendpsychologie untersucht. Dazu wird der jeweilige Kontext skizziert, in dem etwa die Forschungen von Wilhelm Preyer, Clara und William Stern, Olga und David Katz, Fritz Giese, Charlotte B\u00fchler oder Siegfried Bernfeld entstanden sind. Thematisiert werden dabei auch die Handlungsspielr\u00e4ume von Frauen als Forscherinnen zu Beginn des 20. Jhds.<br \/>\nB\u00fchler und Bernfeld haben in der Zwischenkriegszeit auch jeweils eine Sammlung von Jugendtageb\u00fcchern und anderen Selbstzeugnissen aufgebaut, die detailliert beschrieben werden. Beide Sammlungen gingen in der Zeit des NS verloren, und auch die tagebuchbasierte Forschung erfuhr einen Bruch.<br \/>\nIm zweiten Teil der Dissertation wird nachgezeichnet, wie <!--more-->diaristische Aufzeichnungen im Rahmen der damals neuen Fragestellungen seit den 1980er-Jahren als wissenschaftliche Quellen f\u00fcr die Geschichts- und Kulturwissenschaften verwendet wurden und werden. Die Vorstellung der zahlreichen Sammlungen und Archive, die seit damals in \u00d6sterreich und Deutschland entstanden sind, erfolgt anhand von drei Typisierungsvorschl\u00e4gen. Es wird weiters nach den m\u00f6glichen Motiven und Absichten gefragt, die jene Personen verfolgen, die Selbstzeugnisse an Sammeleinrichtungen \u00fcbergeben. Er\u00f6rtert werden auch die sozialen und geschlechterspezifischen Zusammensetzungen der dokumentierten Quellen. Mit dem Fokus auf Tageb\u00fccher von Frauen und M\u00e4dchen wird schlie\u00dflich der Bestand vorgestellt, der derzeit in f\u00fcnf ausgew\u00e4hlten Sammlungen und Archiven in Wien zur Verf\u00fcgung steht.<br \/>\nAbschlie\u00dfend werden kulturwissenschaftliche Lesarten der diaristischen Quellen formuliert. Am Beispiel des diaristischen Schreibens von M\u00e4dchen in der ersten H\u00e4lfte des 20. Jhds. werden dabei m\u00f6gliche Formen, Anl\u00e4sse und Funktionen untersucht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>440. 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