{"id":37458,"date":"2019-05-28T02:55:15","date_gmt":"2019-05-28T00:55:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.univie.ac.at\/Geschichte\/salon21\/?p=37458"},"modified":"2022-05-19T15:57:59","modified_gmt":"2022-05-19T15:57:59","slug":"vortrag-birgit-pack-konsumgeschichtliche-aspekte-des-vegetarismus-um-1900-12-06-2019-wien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=37458","title":{"rendered":"Vortrag: Birgit Pack: Konsumgeschichtliche Aspekte des Vegetarismus um 1900, 12.06.2019, Wien"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/cropped-Prat_Gemuese-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-37485 size-thumbnail\" title=\"via Forschungsweblog [Ausschnitt]\" src=\"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/cropped-Prat_Gemuese-1-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Vortrag im Rahmen der Reihe \u201eGeschichte am Mittwoch\u201c, Institut f\u00fcr Geschichte an der Univ. Wien <\/strong><a href=\"https:\/\/ifg.univie.ac.at\/news-events\/geschichte-am-mittwoch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">(Web)<\/a><strong><br \/>\n<\/strong><br \/>\nOrt: Univ. Wien, Universit\u00e4tsring 1, 1010 Wien, H\u00f6rsaal 30<br \/>\nZeit: 12.06.2019, 18.30 s.t.\u201320.00 Uhr<br \/>\n1877 er\u00f6ffnete in Wien das erste vegetarische Restaurant, ab 1895 konnten Wiener Lebensreformer\/innen im Reformhaus beispielsweise Kokosfett, Getreidemischungen f\u00fcr vegetarische Schnitzel oder Fruchts\u00e4fte kaufen. Kochb\u00fccher wurden zuerst im Eigenverlag engagierter Vegetarier\/innen herausgegeben, ab den 1920er Jahren erschienen sie zudem in gro\u00dfen Verlagen.<br \/>\nDie Geschichte des Vegetarismus kann daher auch anhand der klassischen Faktoren der Konsumgeschichte wie Produkt und Werbung erz\u00e4hlt werden, was einen Schwerpunkt des Vortrags darstellen wird. Dar\u00fcber hinaus bedeutete die Entscheidung, kein Fleisch zu essen, aber auch den Verzicht auf Konsum. Die Entwicklung der \u201eersten\u201c modernen Vegetarier\/innen-Bewegung in \u00d6sterreich ab den 1870er Jahren fiel nicht zuf\u00e4llig mit der Industrialisierung der Nahrungsmittelproduktion zusammen, sondern entstand auch aus der Kritik an dieser. Aspekte der Konsumverweigerung- und Kritik bilden daher den zweiten Hauptteil des Vortrags. Aufbauend auf diesen beiden Themenbl\u00f6cken wird res\u00fcmierend die Frage nach Konsum und vegetarischen Identit\u00e4ten um 1900 behandelt.<br \/>\nZur Vortragenden: Studium der Geschichte an der Univ. Wien, Diplomarbeit zum Thema \u201eTierschutz und Antisemitismus\u201c. Das derzeitige Forschungsprojekt \u201eDie vegetarische Bewegung in Wien von 1870 bis 1938\u201c ist teilfinanziert durch die Wissenschaftsabteilung der Stadt Wien. Ergebnisse werden laufend in einem Forschungsblog vorgestellt: <a href=\"http:\/\/veggie.hypotheses.org\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">(Link).<\/a><br \/>\n<strong>Weitere Vortr\u00e4ge der Reihe mit (u.a.) frauen- und geschlechterhistorischen Zug\u00e4ngen<\/strong><span id=\"more-37453\"><\/span><!--more--><\/p>\n<ul>\n<li>20. M\u00e4rz 2019: <strong>Marion Wittfeld<\/strong> (Wien): Zwischen Modetrends und Feindpropaganda: Die Rolle von Frauenzeitschriften im Zweiten Weltkrieg<\/li>\n<li>8. Mai 2019: <strong>Anna Echterh\u00f6lter<\/strong> (Wien): Pazifik und Bezirksamt. Eine Umfrage zu indigenem Recht in der Kolonie Deutsch-Neuguinea<\/li>\n<li>29. Mai 2019: <strong>Hannes Leidinger<\/strong> (Wien): Die Wiederentdeckung vergessener Fronten. Geschichtsschreibung und \u00f6ffentliches Gedenken zum Ersten Weltkrieg in \u00d6sterreich 2014\u20132018<\/li>\n<li>5. Juni 2019: <strong>Barbara Klaus<\/strong> (Wien\/Innsbruck): \u201eSometimes, it feels as if all the men I ever danced with are dead.\u201c Der britische Erinnerungsdiskurs zum Ersten Weltkrieg (1914\u20131918) in aktuellen period drama Produktionen.<\/li>\n<li>12. Juni 2019: <strong>Birgit Pack<\/strong> (Wien): Konsumgeschichtliche Aspekte des Vegetarismus um 1900<\/li>\n<li>19. Juni 2019: <strong>Dagmar Eichberger<\/strong> (Wien\/Heidelberg): Reine Frauensache? Fr\u00fche Habsburgerinnen und ihre Sammlungen<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Abstact des noch kommenden Vortrags<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>19. Juni 2019, 18.30 \u2013 20.00 Uhr<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Jour fixe des Instituts f\u00fcr die Erforschung der Fr\u00fchen Neuzeit in Kooperation mit Geschichte am Mittwoch<br \/>\n<strong>Dagmar Eichberger (Wien\/Heidelberg): Reine Frauensache? Fr\u00fche Habsburgerinnen und ihre Sammlungen<\/strong><br \/>\nDie Besch\u00e4ftigung mit Habsburgerinnen des 16. Jahrhunderts \u2013 vor allem Margarete von \u00d6sterreich und ihren drei Nichten, Maria, Eleonore und Katharina, \u2013 hat in den letzten Jahrzehnten deutlich an Gewicht gewonnen. Der Vortrag beleuchtet die Frage, inwiefern diese Themen \u00fcber das rein akademische Format hinaus in der \u00d6ffentlichkeit Niederschlag gefunden haben. Die in der Fachliteratur publizierten Ergebnisse gaben Anlass zu drei Sonderausstellungen (Mechelen, Brou, Innsbruck) und nahmen Einfluss auf die Neukonzeption von drei Dauerausstellungen. Nach der Ver\u00f6ffentlichung der Monographie zur Sammlung Margaretes von \u00d6sterreich, erlebte ihre ehemalige Residenzstadt Mechelen unter dem Thema \u201eStadt in Frauenh\u00e4nden\u201c eine Flutwelle von Aktivit\u00e4ten, inklusive der Sonderausstellung Women of Distinction. Margaret of York and Margaret of Austria. 2012 r\u00fcckte die neu ausgerichtete Kunstkammer im Kunsthistorischen Museum zum ersten Mal eine Habsburgerin ins Blickfeld. Das Museum Monast\u00e8re royal de Brou in Bourg-en-Bresse veranstaltete 2018 eine Sonderausstellung zu diesem Themenkreis und gliederte den Wohntrakt Margaretes in den Museumsbereich ein. Das neu er\u00f6ffnete belgische Museum Hof van Busleyden widmet der Generalstatthalterin ebenfalls mehrere R\u00e4ume. Zuletzt fand in Schloss Ambras in Innsbruck eine Sonderausstellung zum Thema Frauen. Kunst und Macht. Drei Frauen aus dem Hause Habsburg statt. Die beiden Gastkuratorinnen, Annemarie Jordan Gschwend und Dagmar Eichberger, betonten hierbei die Rolle der drei Frauen innerhalb des erweiterten Familiennetzwerks.<br \/>\nZur Vortragenden: Dagmar Eichberger promovierte \u00fcber Jan van Eyck und habilitierte sich mit einer Arbeit zur Sammlung und zum M\u00e4zenatentum Margaretes von \u00d6sterreich. Ihre internationale Lehrt\u00e4tigkeit konzentrierte sich auf die nordalpine Kunst des 15. bis 17. Jhds. Ihre j\u00fcngsten Publikationen umfassen Themen wie Typologie in der Fr\u00fchen Neuzeit (mit S. Perlove), Der K\u00fcnstler am Hof und in der Stadt (mit P. Lorentz), Marienverehrung und Altes Testament in der Kunst des 16. Jhds.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vortrag im Rahmen der Reihe \u201eGeschichte am Mittwoch\u201c, Institut f\u00fcr Geschichte an der Univ. Wien (Web) Ort: Univ. Wien, Universit\u00e4tsring 1, 1010 Wien, H\u00f6rsaal 30 Zeit: 12.06.2019, 18.30 s.t.\u201320.00 Uhr 1877 er\u00f6ffnete in Wien das erste vegetarische Restaurant, ab 1895 konnten Wiener Lebensreformer\/innen im Reformhaus beispielsweise Kokosfett, Getreidemischungen f\u00fcr vegetarische Schnitzel oder Fruchts\u00e4fte kaufen. 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