{"id":43843,"date":"2020-07-24T01:51:44","date_gmt":"2020-07-23T23:51:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.univie.ac.at\/Geschichte\/salon21\/?p=43843"},"modified":"2022-05-19T15:54:25","modified_gmt":"2022-05-19T15:54:25","slug":"ausstellung-plan-b-wie-frauen-wien-veraenderten-bis-05-2021-wien-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=43843","title":{"rendered":"Ausstellung: Plan B. Wie Frauen Wien ver\u00e4nderten, bis 05\/2021, Wien"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/3607_1_800-0-1.85_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-44716 size-thumbnail\" title=\"via https:\/\/hlk.co.at\/a\/plan-b-wie-frauen-wien-veraenderten\" src=\"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/3607_1_800-0-1.85_-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>BRENNPUNKT\u00b0 Museum der Heizkultur Wien<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.wien.gv.at\/kultur\/museen\/brennpunkt\/sonderausstellung\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">(Web)<\/a><\/p>\n<p>Ort: BRENNPUNKT\u00b0, Malfattig. 4, 1120 Wien<br \/>\nLaufzeit: bis 30.05.2021<\/p>\n<p>Kennen Sie Louise Kolm? Anna Boschek? Oder Tilly H\u00fcbner? Falls nicht, lernen Sie sie unbedingt kennen! Die Ausstellung &#8222;Plan B. Wie Frauen Wien ver\u00e4nderten&#8220; stellt Frauen vor, die um 1900 Pionierinnen gewesen sind.<\/p>\n<p>Dazu z\u00e4hlen eben etwa Louise Kolm, die erste \u00f6sterreichische Regisseurin oder Anna Boschek, die f\u00fcr bessere Arbeitsbedingungen f\u00fcr W\u00e4scherinnen, Dienstbotinnen und Heimarbeiterinnen k\u00e4mpfte. Tilly H\u00fcbner schaffte es ihrerseits als erste Frau, als Gasth\u00f6rerin an der Wiener Technischen Hochschule zugelassen zu werden \u2013 sofern genug Platz im H\u00f6rsaal war. Ihr Nachlass wird heute an der Sammlung Frauennach\u00e4sse am Institut f\u00fcr Geschichte der Universit\u00e4t Wien aufbewahrt <a href=\"https:\/\/www.univie.ac.at\/Geschichte\/sfn\/index.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">(Link)<\/a>.<\/p>\n<p><b><strong>Die Pionierinnen und ihr Plan B<\/strong><\/b><\/p>\n<p>Einen Besuch lohnen auch die sehenswerten, kuriosen, sch\u00f6nen und \u00fcberraschenden Exponate des Heizungsmuseums. Es sind kunstvoll gefertigte Einzel\u00f6fen, Radiatoren, Dampfheizungen, Heizkessel, historische Bad-Einrichtungen oder eine alte Schule. Anhand der Geschichte des Heizens wird deutlich, wie eng technische Erneuerungen, die Entwicklung st\u00e4dtischer Einrichtungen, und private Lebensbereiche miteinander verkn\u00fcpft sind.<\/p>\n<p><strong>Zentral f\u00fcr das Funktionieren einer Stadt<\/strong><\/p>\n<p>Die Sonderausstellung fragt, wie Entwicklung st\u00e4dtischer Einrichtungen und pers\u00f6nliche Lebensbereiche verwoben sind. Ausgangspunkt sind sieben Themenfelder, die zentral f\u00fcr den gro\u00dfst\u00e4dtischen Alltag sind. Es geht um Arbeiten, Lernen und Wohnen, um Netzwerke der Versorgung und Entsorgung oder auch um Freizeit, Kunst und Kultur. Sieben Wienerinnen der Gegenwart erz\u00e4hlen davon, was diese Bereiche ganz pers\u00f6nlich f\u00fcr sie bedeuten.<\/p>\n<p>Die Besucher\/innen erhalten so Einblicke in die Lebenswirklichkeiten von anderen heutigen Bewohnerinnen und in Kombination mit Beispielen aus der Vergangenheit wird deutlich, dass zu jedem Zeitpunkt unz\u00e4hlige &#8211; auch sehr unterschiedliche &#8211; Vorstellungen, dar\u00fcber bestanden und bestehen, was wichtig f\u00fcr ein gutes Leben in der Stadt ist.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Pionierinnen auf der Spur<\/strong><\/p>\n<p>Die sieben in der Schau pr\u00e4sentierten Initiativen zeigen, wie heute weitgehend unbekannte Frauen, die gegebene Handlungsr\u00e4ume nutzten oder erweiterten und damit ihr Umfeld ver\u00e4nderten. Sie forderten bessere Arbeitsbedingungen, setzten sich f\u00fcr einen Ausbau der st\u00e4dtischen Wasserversorgung ein oder k\u00e4mpften f\u00fcr die Zulassung zu Bildungseinrichtungen. Frauen probierten neue Wohnformen aus, engagierten sich f\u00fcr Menschen in Armut oder nutzten als Unternehmerinnen die M\u00f6glichkeiten neuer Technologien.<\/p>\n<p><strong>Gegenwart und Vergangenheit<\/strong><\/p>\n<p>Der Blick zur\u00fcck in die Geschichte macht deutlich, dass auch Menschen, die nicht w\u00e4hlen durften, sehr schlecht verdienten oder nicht studieren konnten, Wien mitgestalteten. Dies soll Mut machen, auch heute aktiv zu werden. So wie damals Frauen mit ihren ganz pers\u00f6nlichen Entscheidungen und allt\u00e4glichen Handlungen eine Stadt ver\u00e4ndert haben, werden auch wir mit unseren Aktivit\u00e4ten die Spuren hinterlassen, die Grundlage f\u00fcr zuk\u00fcnftige Ver\u00e4nderungen sind. Denn eine Stadt steht nie still. Im Gegensatz zum Masterplan A, der von M\u00e4nnern dominiert wurde, haben die bei der Sonderschau vorgestellten Pionierinnen Wien aus dem Alltag und vielfach aus der Not heraus ver\u00e4ndert und damit einen Plan B geschaffen. Die Ausstellung zeigt, wie Frauen damit ganz entscheidend und oft weitgehend unbemerkt zur Entwicklung eines lebenswerten Wien beigetragen haben.<\/p>\n<p>\u00d6ffnungszeiten: Montag bis Mittwoch: 9 bis 12 und 13 bis 16 Uhr | Sonntag: 10 bis 16 Uhr | F\u00fchrungen: jeweils 10.30 Uhr und 13.30 Uhr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BRENNPUNKT\u00b0 Museum der Heizkultur Wien (Web) Ort: BRENNPUNKT\u00b0, Malfattig. 4, 1120 Wien Laufzeit: bis 30.05.2021 Kennen Sie Louise Kolm? Anna Boschek? Oder Tilly H\u00fcbner? Falls nicht, lernen Sie sie unbedingt kennen! Die Ausstellung &#8222;Plan B. Wie Frauen Wien ver\u00e4nderten&#8220; stellt Frauen vor, die um 1900 Pionierinnen gewesen sind. 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