{"id":4460,"date":"2010-08-26T10:32:48","date_gmt":"2010-08-26T08:32:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.univie.ac.at\/Geschichte\/salon21\/?p=4460"},"modified":"2022-05-19T16:17:01","modified_gmt":"2022-05-19T16:17:01","slug":"vorbereitungstreffen-bundesweite-frauen-demonstration-zum-internationalen-frauentag-2011-19-marz-2011-22092010-wien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=4460","title":{"rendered":"Vorbereitungstreffen: Bundesweite Frauen-Demonstration zum Internationalen Frauentag 2011 (19. M\u00e4rz 2011), 22.09.2010, Wien"},"content":{"rendered":"<p><strong>100 Jahre Internationaler Frauentag 2011<\/strong><\/p>\n<p>Zeit: 22.September, 19.00 Uhr<br \/>\nOrt: LEF\u00d6, Kettenbr\u00fcckengasse 15\/4, 1050 Wien<\/p>\n<p>Vor beinahe 100 Jahren, am 19. M\u00e4rz 1911, fand in Wien die erste gro\u00dfe Demonstration f\u00fcr Frauenrechte statt. An die 20.000 Personen \u2013 mehrheitlich Frauen \u2013 marschierten vom Gartenbaupalais zum Rathaus. Ihre Anliegen waren: allgemeines Frauenwahlrecht, Arbeitsschutzgesetze, Mutter- und Kinderschutz, 8-Stunden-Tag, gleicher Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit, die Senkung der Lebensmittelpreise, die Einf\u00fchrung einer Sozialversicherung, die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs und die Verhinderung des sich am Horizont bereits abzeichnenden 1. Weltkrieges. \u00c4hnliche Demonstrationen fanden im selben Jahr in Deutschland, der Schweiz, D\u00e4nemark und den USA statt. <\/p>\n<p>Die Initiative zum Internationalen Frauentag kam aus der proletarischen sozialistischen Frauenbewegung. Clara Zetkin brachte einen Antrag f\u00fcr einen Internationalen Frauentag bei der II. Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen im Jahr 1910 ein. Seither <!--more-->wurde von sozialistischen und kommunistischen Frauen und seit den 70er Jahren auch von Autonomen Feministinnen der 8. M\u00e4rz als internationaler Frauenkampftag f\u00fcr gemeinsame Frauenorganisierung, die \u00d6ffentlichkeit von Frauenanliegen, den Kampf um Frauenrechte und die gesellschaftliche Freiheit von Frauen genutzt. <\/p>\n<p><strong>Weitere Aktionsformen und \u00d6ffentlichkeiten<\/strong><\/p>\n<p>In der Vorbereitung sollen unterschiedliche Aktionsformen, Installationen, eine Frauenkonferenz, Publikationen, wie z.B. eine Sammlung der Statements aller Beteiligten, eingesetzt und weitere Ideen und Vorschl\u00e4ge umgesetzt werden.<\/p>\n<p>Wir treffen uns in wechselnden Frauenr\u00e4umen und feministischen FrauenLesbenorten in Wien und m\u00f6chten uns ab Herbst auch mit engagierten Frauen und Feministinnen in anderen St\u00e4dten und Regionen treffen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Vorbereitung der bundesweiten Frauendemonstration braucht es Frauen unterschiedlicher Generationen, mit unterschiedlichen Hintergr\u00fcnden und politischen Herk\u00fcnften. F\u00fcr die Vorbereitung und Organisierung der Demo ist ein breites B\u00fcndnis von Frauen unabdingbar. <\/p>\n<p>Unser n\u00e4chstes Treffen findet am 22.September, 19.00 statt.<br \/>\nOrt: LEF\u00d6, Kettenbr\u00fcckengasse 15\/4, 1050 Wien.<\/p>\n<p>Der Neoliberalismus ordnet alles der Profitgier einiger Weniger unter und spielt alle gegen alle aus. Wir arbeiten immer mehr, gering bezahlt oder unbezahlt, w\u00e4hrend Wenige immer reicher werden. Viele von uns haben kaum oder nicht genug zum Leben, w\u00e4hrend reichlich Geld in R\u00fcstung und \u00dcberwachung flie\u00dft.<br \/>\nBankenrettungs- und gleichzeitig Belastungspakete werden geschn\u00fcrt. Wir werden auf ein \u201eG\u00fcrtel-engerSchnallen\u201c eingestimmt, w\u00e4hrend jene, die die Krise verursachen, weitestgehend ungeschoren bleiben sollen. <\/p>\n<p>Gro\u00dfe Einsparungen, insbesondere bei Leistungen, die Frauen erhalten oder sie entlasten sind geplant; im Bildungssystem, im Pflege- und Gesundheitsbereich, die Streichung der 13. Kinderbeihilfe, Einfrieren der Pensionen, sinkende L\u00f6hne bei gleichzeitig mehr Arbeit.<\/p>\n<p>In Medien und von rechten Gruppierungen wird Rassismus gesch\u00fcrt. Gegen Mit-Menschen anderer Herkunft werden Ausl\u00e4ndergesetze, versch\u00e4rfte Asylgesetze, Schubhaft und Deportation eingesetzt und f\u00fcr MigrantInnen gelten nicht dieselben Staatsb\u00fcrgerInnen- und Menschenrechte.<\/p>\n<p>Gleichzeitig erleben wir eine Versch\u00e4rfung patriarchaler Zust\u00e4nde, mit einem Erstarken der M\u00e4nnerrechtsbewegung und der Abtreibungsgegner. Die Frauenbewegung, erk\u00e4mpfte Frauenrechte und der Feminismus werden zum Feindbild. Durch die Pornografisierung der Gesellschaft, vor allem in den Medien, der Werbung, der Musik- und Kunstindustrie werden Frauen zu Objekten, Sexualit\u00e4t zur Ware und Gewalt gegen Frauen allt\u00e4glich. Hierarchische Geschlechterverh\u00e4ltnisse und soziale Geschlechterrollen werden mit Wissenschaften und Religionen erneut biologisch oder \u201egottgewollt\u201c begr\u00fcndet. Trotz Reden von Gleichberechtigung ist sexistische Gewalt gegen Frauen brutaler Alltag. <\/p>\n<p>Die Unf\u00e4higkeit patriarchaler kapitalistischer Herrschaft, \u00f6kologische Konsequenzen der unbegrenzten Wachstumsmanie zu beachten sind ebenso wie die globalen Ausbeutungsverh\u00e4ltnisse und aus diesen folgende nationale kriegerische Auseinandersetzungen Grund, internationale Frauensolidarit\u00e4t zu bekr\u00e4ftigen.<\/p>\n<p>Wir wollen eine gerechte Wirtschaftsordnung, egalit\u00e4re Geschlechterverh\u00e4ltnisse und ein solidarisches Zusammenleben!<\/p>\n<p>Zum Thema laden die <strong>KP\u00d6-Frauen<\/strong> zu einer <strong>Diskussionsveranstaltung<\/strong> am <strong>Volksstimmefest<\/strong> ein. Sonntag, 5. September, 13.30 im Frauendorf auf der Jesuitenwiese.<\/p>\n<p>Interessierte, Unterst\u00fctzerinnen und Mitarbeitsfreudige k\u00f6nnen uns kontaktieren \u00fcber: 100jahrefrauentag@gmail.com<\/p>\n<p>Quelle: Facebook-Gruppe: 100 Jahre Internationaler Frauentag<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>100 Jahre Internationaler Frauentag 2011 Zeit: 22.September, 19.00 Uhr Ort: LEF\u00d6, Kettenbr\u00fcckengasse 15\/4, 1050 Wien Vor beinahe 100 Jahren, am 19. M\u00e4rz 1911, fand in Wien die erste gro\u00dfe Demonstration f\u00fcr Frauenrechte statt. An die 20.000 Personen \u2013 mehrheitlich Frauen \u2013 marschierten vom Gartenbaupalais zum Rathaus. 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