{"id":45,"date":"2007-02-05T10:34:39","date_gmt":"2007-02-05T08:34:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.univie.ac.at\/Geschichte\/salon21\/?p=45"},"modified":"2024-04-20T09:51:40","modified_gmt":"2024-04-20T09:51:40","slug":"vortrag-li-gerhalter-liebesbriefe-tagebucher-und-feldpostzensur-salzburg-8-marz-07","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=45","title":{"rendered":"Vortrag: Li Gerhalter: Liebesbriefe, Tageb\u00fccher und Feldpostzensur, 08.03.2007, Salzburg"},"content":{"rendered":"<p><strong>gendup, Universit\u00e4t Salzburg<\/strong><\/p>\n<p>Zeit: Donnerstag, 8. M\u00e4rz 2007, 13.00 Uhr<br \/>\nOrt: Universit\u00e4t Salzburg, SR 203, 2. Stock, gendup, Kaigasse 17<\/p>\n<p>Die Sammlung Frauennachl\u00e4sse entstand zu Beginn der 1990er-Jahre aus der Erfahrung heraus, dass historische Dokumente zum Alltag von Frauen, zu ihrem Nachdenken und ihrer Identit\u00e4tsbildung, kaum zug\u00e4nglich sind. Der Kreis derjenigen Frauen, die im Laufe ihres Lebens ein Tagebuch f\u00fchrten, die umfangreiche Briefwechsel pflegten, in Haushaltsb\u00fccher einschrieben oder Fotoalben anlegten, ist weitaus gr\u00f6\u00dfer, als von Wissenschafterinnen und Wissenschaftern h\u00e4ufig angenommen. Schreiben als kulturelle Praxis charakterisierte nicht nur das Leben b\u00fcrgerlich-st\u00e4dtischer Oberschichten, was f\u00fcr Kriegs- und Krisenzeiten in besonderem Ma\u00dfe zutrifft.<br \/>\nGleichzeitig galten diese Selbstzeugnisse lange Zeit nicht als \u00fcberlieferungsw\u00fcrdig. Die Fokussierung &#8222;gro\u00dfer Ereignisse&#8220; innerhalb der Geschichtsschreibung pr\u00e4gte auch den Ma\u00dfstab daf\u00fcr, welchen Quellen historischer Wert beigemessen wurde &#8211; und wlechen eben nicht. Das, was Frauen im Allgemeinen &#8211; und auch M\u00e4nner aus den mittleren und unteren Gesellschaftsschichen &#8211; geschrieben haben, fand auf diese Weise auch kaum den Weg in ein Archiv.<br \/>\nIn der Sammlung Frauennachl\u00e4sse werden Dokumente von Frauen, aber auch ihrer Verwandten, ihrer Kinder sowie von Freundinnen und Freunden, archiviert und der wissenschaftlichen Nutzung zug\u00e4nglich gemacht. Den Schreiberinnen wird damit Geschichtlichkeit zugestanden, das Archiv wird zu einer Art &#8222;gegenl\u00e4ufiger Ged\u00e4chtnisspeicher&#8220;.<br \/>\nIm Vortrag werden verschiedene Quellenbeispiele aus den aktuell rund 90 Nachl\u00e4ssen der Sammlung Frauennachl\u00e4sse vorgestellt. Anahnd der Dokumente sollen \u00dcberlegungen zu unterschiedlichen Schreibanl\u00e4ssen und Schreibsituationen von Selbstzeugnissen sowie den damit verkn\u00fcpften jeweiligen Erinnerungspraxen angestellt und diskutiert werden.<\/p>\n<p>Im Anschluss l\u00e4d das gendup zu einem Info-Umtrunk in der gendup-Bibliothek, Kaigasse 17, 1. Stock<br \/>\nDie Vortragende, Mag.a Li Gerhalter ist Historikerin und an der Universit\u00e4t Wien, Sammlung Frauennachl\u00e4sse t\u00e4tig.<br \/>\nWebsite: <a href=\"https:\/\/www.univie.ac.at\/geschichte\/sfn\">https:\/\/www.univie.ac.at\/geschichte\/sfn<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>gendup, Universit\u00e4t Salzburg Zeit: Donnerstag, 8. M\u00e4rz 2007, 13.00 Uhr Ort: Universit\u00e4t Salzburg, SR 203, 2. 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