{"id":46007,"date":"2020-11-09T02:27:58","date_gmt":"2020-11-09T00:27:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.univie.ac.at\/Geschichte\/salon21\/?p=46007"},"modified":"2022-05-19T15:53:55","modified_gmt":"2022-05-19T15:53:55","slug":"konferenz-private-blicke-in-diktatur-und-demokratie-schmalfilme-und-fotos-im-20-jhd-10-11-12-2020-virtueller-raum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=46007","title":{"rendered":"Konferenz: Private Blicke in Diktatur und Demokratie: Schmalfilme und Fotos im 20. Jhd., 10.-11.12.2020, virtueller Raum"},"content":{"rendered":"<p><strong>Frank B\u00f6sch und Sebastian Thalheim, Leibniz-Zentrum f\u00fcr Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)<\/strong> <a href=\"https:\/\/zzf-potsdam.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">(Web)<\/a><br \/>\nZeit: 10.-11.12.2020<br \/>\nOrt: virtueller Raum, via Potsdam<br \/>\nW\u00e4hrend Tageb\u00fccher und Briefe eher seltene Zeugnisse bilden, die vor allem im B\u00fcrgertum \u00fcberliefert sind, sind private Fotos und Filme aus dem 20. Jahrhundert ubiquit\u00e4r verf\u00fcgbar. Doch obgleich die meisten Familien \u00fcber Z\u00e4suren hinweg ihre Sicht auf die Welt durch private Fotos und Filme dokumentierten und erinnerten, sind sie bisher wissenschaftlich kaum erschlossen. Dabei versprechen sie eine andere Sichtweise auf das 20. Jhd. Indem die privaten Kameras unterschiedliche unbekannte Akteur\/innen, Handlungen, Ereignisse und Orte sicht- und unsichtbar machten, waren sie aktiv involviert in die Konstruktion dessen, was als \u201eRealit\u00e4t\u201c, als \u201eFamilie\u201c oder als \u201ePrivatsph\u00e4re\u201c wahrgenommen wurde und erinnert wird. Neutrale Dokumentationsinstrumente sind Fotografie und Schmalfilm nicht. Die privaten Bildpraktiken konnten sich zwar selbst in den Diktaturen weitgehend politischer Kontrolle entziehen, sind aber deutlich durch soziale Konventionen gekennzeichnet. Gerade dies macht sie zu einer wichtigen Quelle f\u00fcr eine Alltagsgeschichte des 20. Jhds.<br \/>\nDie Tagung untersucht mit einer vergleichenden Perspektive diese (Bewegt-)Bildmedien im Alltag. Denn gerade private Bildquellen mit ihren g\u00e4ngigen Motiven von H\u00e4uslichkeit, Familie, Reisen und Vergn\u00fcgen bieten Historiker\/innen Werkzeuge, um Bild- und Blickkulturen in unterschiedlichen Gesellschaften und politischen Systemen zu analysieren. Zentrale Fragen sind: Inwiefern wirkten die Bildmedien an der Konstruktion eines spezifischen Blicks auf Alltag in Diktatur und Demokratie mit? Gab es einen individuellen, privaten Blick in unterschiedlichen Gesellschaften und sozialen Gruppen? Lassen sich Darstellungs- und Wahrnehmungsmuster dokumentieren? Was sagen visuelle \u00dcberschneidungen und \u00c4hnlichkeiten \u00fcber Fotografie und Schmalfilm als transnationale Bildmedien aus? Inwiefern partizipierten diese modernen, technischen Kommunikationsmittel an sozio-kulturellen Ver\u00e4nderungsprozessen, brachten bestimmte Verhaltensweisen im Alltag erst hervor? <a href=\"https:\/\/www.hsozkult.de\/event\/id\/event-94184\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Weiterlesen und Quelle &#8230; (Web).<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frank B\u00f6sch und Sebastian Thalheim, Leibniz-Zentrum f\u00fcr Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) (Web) Zeit: 10.-11.12.2020 Ort: virtueller Raum, via Potsdam W\u00e4hrend Tageb\u00fccher und Briefe eher seltene Zeugnisse bilden, die vor allem im B\u00fcrgertum \u00fcberliefert sind, sind private Fotos und Filme aus dem 20. Jahrhundert ubiquit\u00e4r verf\u00fcgbar. 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