{"id":4649,"date":"2010-09-29T12:55:24","date_gmt":"2010-09-29T10:55:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.univie.ac.at\/Geschichte\/salon21\/?p=4649"},"modified":"2022-05-19T16:16:58","modified_gmt":"2022-05-19T16:16:58","slug":"iwk-reihe-feministische-theorie-und-gender-studies","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=4649","title":{"rendered":"IWK-Reihe &#8222;Feministische Theorie und Gender Studies&#8220; (Wien)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Konzept und Organisation: Susanne Hochreiter, Silvia Stoller<br \/>\n<\/strong><br \/>\nZeit: jeweils Mittwochs, 18.30 Uhr; Termine: 10.11., 17.11., 1.12.2010 und 12.1.2011<br \/>\nOrt: Institut f\u00fcr Wissenschaft und Kunst (IWK), Bergasse 17, 1090 Wien<br \/>\nDie Vortragsreihe widmet sich aktuellen Themen aus dem Bereich der feministischen Theorie, der Gender Studies und der Queer Theory. Wissenschaftlerinnen aus verschiedenen Disziplinen pr\u00e4sentieren ihre Forschungsarbeiten und stellen sich der Diskussion. Die Politikwissenschaftlerin Doris Allhutter untersucht das Verh\u00e4ltnis von Pornografie und Technologie. Die Romanistin Marlen Bidwell-Steiner setzt sich mit der rhetorischen Konstruiertheit von \u201eFakten\u201c der Neurowissenschaften auseinander. Maria Mesner analysiert den Zusammenhang von Geschlechterkonzeptionen und Mutterschutzregelungen in den USA und \u00d6sterreich. Schlie\u00dflich er\u00f6rtert die Philosophin Sushila Mesquita neue gleichgeschlechtliche Lebensformen aus queer-feministischer Perspektive.<br \/>\n<strong>Detailliertes Programm<\/strong> <!--more--><br \/>\n<strong>Mittwoch, 10. November, 18.30 Uhr<br \/>\n<\/strong>Doris Allhutter (Wien):<br \/>\n&#8222;Computerunterst\u00fctzte Porno-Bastelei &#8211; Differenz als Techno-Warenfetisch&#8220;<br \/>\nComputeranwendungen wie Porno-Suchmaschinen oder 3-D-Porno-Animationen organisieren und simulieren pornografisch inszenierte K\u00f6rper und ihr Handlungsrepertoire. In ihren technologischen Herstellungs- und Aneignungspraktiken scheint die Faszination der Pornografie mit der Faszination des Technologischen zu verschmelzen, pornografische Fetische vereinigen sich mit technischem Fetischismus. Der Vortrag zeigt, wie die Inszenierung von Ideologien menschlicher Verschiedenheit dazu dient, computergenerierte Pornografie als \u201enat\u00fcrlich\u201c, \u201eecht\u201c und \u201eauthentisch\u201c wahrnehmbar zu machen.<br \/>\n<em>Doris Allhutter, Dr.in, Politikwissenschaftlerin, arbeitet im Bereich Wissenschafts- und Technikforschung. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut f\u00fcr Technikfolgen-Absch\u00e4tzung der \u00d6sterreichischen Akademie der Wissenschaften (\u00d6AW).<\/em><br \/>\n<strong>Mittwoch, 17. November, 18.30 Uhr<\/strong><br \/>\nMarlen Bidwell-Steiner (Wien):<br \/>\n&#8222;Beharrliche Leiblichkeit. Zur Vorgeschichte aktueller Embodiment-Debatten&#8220;<br \/>\nIn den Neurowissenschaften wird das Verh\u00e4ltnis von K\u00f6rper und Gehirn verhandelt. Geschlecht spielt dabei eine wesentliche Rolle. Naturwissenschaftliche Untersuchungen basieren nicht nur auf empirischen Fakten, sondern auch auf rhetorischen Konstruktionen. Es zeigt sich, wie sehr einander metaphorische Strategien im diachronen Vergleich \u00e4hneln. In der Konfrontation naturphilosophischer Texte aus der Sp\u00e4trenaissance mit Texten der Gender Studies wird herausgearbeitet, welches Potenzial der Befreiung, aber auch neuer Disziplinierungen in aktuellen K\u00f6rperdiskursen liegt.<br \/>\n<em>Marlen Bidwell Steiner, Dr.in, langj\u00e4hrige Leiterin des Referats Genderforschung an der Universit\u00e4t Wien, hat derzeit eine Elise-Richter-Habilitationsstelle (FWF) am Institut f\u00fcr Romanistik der Universit\u00e4t Wien inne.<\/em><br \/>\n<strong>Mittwoch, 1. Dezember, 18.30 Uhr<\/strong><br \/>\nMaria Mesner (Wien):<br \/>\n&#8222;Geschlecht, Reproduktion und die Entstehung des Sozialstaats: die USA und \u00d6sterreich&#8220;<br \/>\n\u00d6sterreich und die USA gingen am Ende des 19. Jahrhunderts unterschiedliche Wege hinsichtlich der Vermittlung widerspr\u00fcchlicher Anforderungen an Frauen bez\u00fcglich von Erwerbs- und Reproduktionsarbeit. Das f\u00fchrte dazu, dass in den USA noch in den 1970er Jahren Mutterschutzbestimmungen v\u00f6llig fehlten, w\u00e4hrend es in \u00d6sterreich ein gut ausgebautes System sozialstaatlicher Leistungen gab. Der Vortrag sucht nach den historischen Gr\u00fcnden f\u00fcr diese Divergenz, die bis in die Gegenwart wirkt. Erkl\u00e4rungsans\u00e4tze finden sich in den unterschiedlichen Geschlechterordnungen und in den Strukturen der politischen Kultur.<br \/>\n<em>Maria Mesner, Dr.in, Universit\u00e4tsdozentin, studierte Geschichte, deutsche Philologie und Soziologie, Leiterin des Bruno-Kreisky-Archivs.<br \/>\n<\/em><br \/>\n<strong>Dienstag, 11. J\u00e4nner, 19.00 Uhr<\/strong><br \/>\nOrt: Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien<br \/>\nBuchpr\u00e4sentation: \u201eEs ist Zeit, klassische Geschlechtertheorien im 20. Jahrhundert einer Neulekt\u00fcre zu unterziehen!\u201c<br \/>\nSilvia Stoller (Wien), Arno B\u00f6hler (Wien) und Christina Sch\u00fces (Vechta, Hamburg)<br \/>\nIm Gespr\u00e4ch mit Arno B\u00f6hler und Christina Sch\u00fces pr\u00e4sentiert Silvia Stoller ihr neues Buch\u201eExistenz \u2013 Differenz \u2013 Konstruktion. Ph\u00e4nomenologie der Geschlechtlichkeit bei Beauvoir, Irigaray und Butler\u201c (M\u00fcnchen: Wilhelm Fink 2010). Existenz, Differenz, Konstruktion fanden als Leitbegriffe des 20. Jahrhunderts auch Eingang in die Geschlechterforschung. Beauvoir (Existenz), Irigaray (Differenz) und Butler (Konstruktion) sind ihre prominenten Vertreterinnen. Wurden diese bislang als Gegens\u00e4tze rezipiert, geht diese Studie mittels der Ph\u00e4nomenologie einen ganz anderen Weg.<br \/>\n<strong>Mittwoch, 12. J\u00e4nner, 18.30 Uhr<\/strong><br \/>\nSushila Mesquita (Wien):<br \/>\n&#8222;Queering the Family!?&#8220;<br \/>\nIm Rahmen des Vortrags sollen zun\u00e4chst grundlegende Fragen in Zusammenhang mit der sp\u00e4t, aber doch auch in \u00d6sterreich erfolgten rechtlichen Anerkennung bestimmter gleichgeschlechtlicher Lebensweisen aufgeworfen werden. Mit Blick auf den gesellschaftspolitischen Kontext, auf die Bedingungen und den Preis der Anerkennung werden Grundz\u00fcge queer-feministischer Lebensformpolitiken diskutiert, in deren Zentrum die Schaffung rechtlicher Anerkennungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr m\u00f6glichst viele Familienformen stehen.<br \/>\n<em>Sushila Mesquita, Mag.a, hat in Wien und Basel Philosophie und Geschlechterforschung studiert. Sie ist verstrickt in diverse queer-feministische, anti-rassistische und popkulturelle Zusammenh\u00e4nge und Projekte.<\/em><br \/>\n<strong>Koordinatorinnen:<br \/>\n<\/strong>Susanne Hochreiter, Mag.a Dr.in, Universit\u00e4tsassistentin am Institut f\u00fcr Germanistik der Universit\u00e4t Wien.<br \/>\nSilvia Stoller, DDr.in, Universit\u00e4tsdozentin am Institut f\u00fcr Philosophie der Universit\u00e4t Wien. Schwerpunkte in Lehre und Forschung: Ph\u00e4nomenologie, feministische Philosophie, Gender Studies, philosophische Anthropologie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Konzept und Organisation: Susanne Hochreiter, Silvia Stoller Zeit: jeweils Mittwochs, 18.30 Uhr; Termine: 10.11., 17.11., 1.12.2010 und 12.1.2011 Ort: Institut f\u00fcr Wissenschaft und Kunst (IWK), Bergasse 17, 1090 Wien Die Vortragsreihe widmet sich aktuellen Themen aus dem Bereich der feministischen Theorie, der Gender Studies und der Queer Theory. 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