{"id":47637,"date":"2021-02-26T02:35:46","date_gmt":"2021-02-26T01:35:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.univie.ac.at\/Geschichte\/salon21\/?p=47637"},"modified":"2022-05-19T15:53:22","modified_gmt":"2022-05-19T15:53:22","slug":"gender-pay-gap-vom-wert-und-unwert-von-arbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=47637","title":{"rendered":"Konferenz: Gender Pay Gap \u2013 vom Wert und Unwert von Arbeit, 22.-23.04.2021, virtueller Raum"},"content":{"rendered":"<p><strong>Friedrich-Ebert-Stiftung. Archiv der sozialen Demokratie<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.fes.de\/archiv-der-sozialen-demokratie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Web)<\/a><br \/>\nZeit: 22.-23.04.2021<br \/>\nOrt: virtueller Raum, via Bonn<br \/>\n<strong>Anmeldung bis<\/strong>: 15.04.2021<br \/>\nIn der Bundesrepublik Deutschland verdienten im Jahr 2018 Frauen pro Arbeitsstunde ca. 20% weniger als M\u00e4nner. Dieser Abstand in der Entlohnung ist seit den 1980er-Jahren nahezu konstant geblieben. Im europ\u00e4ischen Durchschnitt geh\u00f6rt die Bundesrepublik diesbez\u00fcglich zu den unr\u00fchmlichen Spitzenreitern, Existenz und Dauerhaftigkeit des Ph\u00e4nomens sind allerdings l\u00e4nder\u00fcbergreifend. Die Tagung fokussiert auf die Frage nach Auspr\u00e4gungen und Ursachen des Gender Pay Gaps im Sinn einer ungleichen Entlohnung von Arbeit. Der historische Blick auf den Gender Pay Gap erm\u00f6glicht es, seine vielf\u00e4ltigen Verflechtungen mit Entwicklungen von Ungleichheitsstrukturen auf Arbeitsm\u00e4rkten und in der gesellschaftlichen Arbeitsorganisation im Allgemeinen zu diskutieren.<br \/>\nDie Tagung fragt nach den Politiken nationaler und internationaler Gewerkschaftsorganisationen hinsichtlich der Bewertung von Arbeit; sie fragt auf Grundlage eines weiten Verst\u00e4ndnisses von &#8222;Wert&#8220; danach, wie Arbeit bewertet und vergeschlechtlicht wurde und welche Vorstellungen von Geschlecht und Geschlechterrollen dieser Wertung zugrunde liegen. Aufgeworfen werden Fragen nach der Anerkennung und (Selbst)bewertung von Arbeit jenseits von Entlohnung und nach der Institutionalisierung von Ungleichheit in und mittels gesetzlicher Regelungen.<br \/>\n<strong>Programm<\/strong><br \/>\n<strong>Do., 22.04.2021<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>09:50 Uhr Ankommen und Technikcheck, 10:00 Uhr Begr\u00fc\u00dfung und Einf\u00fchrung<\/li>\n<li>10:10 Uhr Keynote: Susan Zimmermann (Central European Univ., Wien): Gewerkschaften und gleicher Lohn im 20. Jhd.: Klischee und Geschichte<\/li>\n<\/ul>\n<p>11:15 Uhr Gewerkschaften und Gender Pay Gap international (1)<\/p>\n<ul>\n<li>Johanna Wolf (Max-Planck-Institut f\u00fcr Rechtsgeschichte und -theorie, Frankfurt\/Main): Women as Workers. Die Auseinandersetzung um gleiche und gleichwertige Arbeit in der internationalen Gewerkschaftsbewegung der 1940er- und 1950er-Jahre<\/li>\n<li>Silke Neunsinger (Swedish Labour Movement\u2019s Archives and Library, Huddinge) und Ragnhei\u00f0ur Kristj\u00e1nsd\u00f3ttir (Univ. of Iceland, Reykjav\u00edk): 1975 ein Wendepunkt f\u00fcr den globalen Kampf um gleichen Lohn?<!--more--><\/li>\n<\/ul>\n<p>13:30 Uhr Gewerkschaften und Gender Pay Gap international (2)<\/p>\n<ul>\n<li>Judith Holland (Friedrich-Alexander Univ. Erlangen-N\u00fcrnberg): Gender Pay Gap in Frankreich in historischer Perspektive<\/li>\n<li>Arbia Selmi (L&#8217;\u00c9cole des hautes \u00e9tudes en sciences sociales, Paris): Between Openness and Patriarchy: Gender Pay Discrimination in Post-Revolutionary Tunisia<\/li>\n<li>Ingrid Huber-Ebner (Univ. Salzburg): Lohn und Geschlecht. Die Einkommenspolitik der \u00f6sterreichischen Gewerkschaften 1945 bis 2005<\/li>\n<\/ul>\n<p>15:45 Uhr (B\u00fcrgerliche) Leitbilder und weltanschauliche Normsetzungen<\/p>\n<ul>\n<li>Michaela Br\u00e4uninger (Christian-Albrechts-Univ. zu Kiel): Die Pfarrfrau in unserem Gebiet ist vielfach selbstverst\u00e4ndlich ehrenamtlich t\u00e4tig \u2013 Das Vollzeitehrenamt von Pfarrfrauen<\/li>\n<li>Petra Betzien (D\u00fcsseldorf): Entwicklung des Pflegeberufs und seiner &#8222;Wertigkeit&#8220; im NS<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Fr., 23.04.2021<\/strong><br \/>\n10:00 Uhr Herstellung und Best\u00e4tigung geschlechtsspezfischer Normen \u2013 Bildung und Verberuflichung<\/p>\n<ul>\n<li>Michaela Kuhnhenne (Has-B\u00f6ckler-Stiftung, D\u00fcsseldorf): Zirkelschl\u00fcsse &#8211; Von der Nichtbezahlung &#8222;nat\u00fcrlicher&#8220; Eigenschaften und deren Herstellung<\/li>\n<li>Mareike Witkowski (Carl von Ossietzky Univ. Oldenburg): Wert und Unwert eines Frauenberufs \u2018par excellence\u2019. Die Bezahlung von Hausgehilfinnen im 20. Jhd.<\/li>\n<\/ul>\n<p>11:15 Uhr Jenseits von Entlohnung? Anerkennung und Wertigkeit von Erwerbsarbeit<\/p>\n<ul>\n<li>Susanne Kreutzer (Fachhochschule M\u00fcnster): Bewertung pflegerischer Arbeit &#8211; Umbr\u00fcche in den 1950er- bis 1970er-Jahren in Westdeutschland<\/li>\n<li>Tom Heilmann (Univ. Duisburg-Essen): Zum Wert &#8222;m\u00e4nnlicher&#8220; und &#8222;weiblicher&#8220; Arbeitsinhalte: F\u00fchrt die st\u00e4rkere Techniknutzung zu einer Aufwertung der Krankenpflege?<\/li>\n<li>Anna Horstmann (Ruhr-Univ. Bochum): Gender Gaps jenseits der Entlohnung. M\u00f6glichkeiten einer qualitativen historischen Analyse der Bewertung weiblicher Erwerbsarbeit<\/li>\n<\/ul>\n<p>14:00 Uhr Institutionelle Regelungen und Politiken<\/p>\n<ul>\n<li>Leonie Kemper (Westf\u00e4lischen Wilhelms-Univ. M\u00fcnster): Staatlich verordnete Ungleichheit &#8211; der Gender-Pay-Gap im preu\u00dfischen Volksschullehreramt<\/li>\n<li>Laura Moser\/Katja Patzel-Mattern (Univ. Heidelberg): Warum Tagesmutter kein Beruf ist \u2013 eine historische Spurensuche<\/li>\n<\/ul>\n<p>15:45 Uhr Zur\u00fcck in die Gegenwart \u2013 In der Entlohnung nichts Neues?<\/p>\n<ul>\n<li>Andrea Jochmann-D\u00f6ll (GEFA, Hattingen), Christina Klenner (INES, Berlin) und Alexandra Scheele (Univ. Bielefeld): Vergeschlechtlichte Eingruppierung von Arbeitst\u00e4tigkeiten und neue Herausforderungen durch die Digitalisierung von Arbeit<\/li>\n<li>Karin Sch\u00f6npflug (Univ. Wien): Der Gender Pay Gap aus Perspektive von LGBTI Personen<\/li>\n<\/ul>\n<p>16:45 Uhr Verabschiedung<br \/>\nBitte melden Sie sich zu der Veranstaltung per E-Mail unter public.history@fes.de bis zum 15.04.2021 an, um einen Link zur Videokonferenz zu erhalten. Bei R\u00fcckfragen und Fragen zur Barrierefreiheit dieser digitalen Veranstaltung wenden Sie sich bitte an:<br \/>\nFriedrich-Ebert-Stiftung. Archiv der sozialen Demokratie<br \/>\nHeike Voos<br \/>\nTel.: +49 228 883-8014<br \/>\nE-Mail: public.history@fes.de<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.fes.de\/archiv\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.fes.de\/archiv<\/a><br \/>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hsozkult.de\/event\/id\/event-96050\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.hsozkult.de\/event\/id\/event-96050<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Friedrich-Ebert-Stiftung. Archiv der sozialen Demokratie (Web) Zeit: 22.-23.04.2021 Ort: virtueller Raum, via Bonn Anmeldung bis: 15.04.2021 In der Bundesrepublik Deutschland verdienten im Jahr 2018 Frauen pro Arbeitsstunde ca. 20% weniger als M\u00e4nner. Dieser Abstand in der Entlohnung ist seit den 1980er-Jahren nahezu konstant geblieben. 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