{"id":49123,"date":"2021-06-08T02:30:18","date_gmt":"2021-06-08T00:30:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.univie.ac.at\/Geschichte\/salon21\/?p=49123"},"modified":"2022-05-19T15:52:40","modified_gmt":"2022-05-19T15:52:40","slug":"vortrag-mariana-holms-paula-ludwig-und-die-brasilianische-exilerfahrung-relationen-zu-ihrem-dichterischen-werk-29-06-2021-virtueller-raum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=49123","title":{"rendered":"Vortrag: Mariana Holms: Paula Ludwig und die brasilianische Exilerfahrung \u2013 Relationen zu ihrem dichterischen Werk, 29.06.2021, virtueller Raum"},"content":{"rendered":"<p><strong>Frauenarbeitsgemeinschaft der \u00f6sterreichischen Gesellschaft f\u00fcr Exilforschung<\/strong> <a href=\"https:\/\/exilforschung.ac.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Web)<\/a><br \/>\nZeit: Di., 29.06.2021, 18.30 Uhr<br \/>\nOrt: virtueller Raum <a href=\"https:\/\/zoom.us\/j\/95148813871?pwd=a1RaZnU0RUVmWFBrYVpyYVE2MzA2QT09\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Link)<\/a>, via Wien<br \/>\nDie \u00f6sterreichische Dichterin Paula Ludwig (1900-1974) war eng verbunden mit verschiedenen Kreisen expressionistischer K\u00fcnstlerInnen, zuerst in M\u00fcnchen (1917-1923), sp\u00e4ter auch in Berlin (1923-1933). Im Bereich der bildenden K\u00fcnste war sie in jungen Jahren Malermodell f\u00fcr prominente K\u00fcnstler, v.a. aber war sie selbst als Malerin t\u00e4tig. Auch zur Welt des Theaters gab es enge Verbindungen: Zuerst arbeitete sie als Souffleurin, dann als Kleindarstellerin, z.B. an den M\u00fcnchner Kammerspielen, 1920 sogar beim ersten \u201eJedermann\u201c in Salzburg. In erster Linie aber war Paula Ludwig Schriftstellerin. Sie ver\u00f6ffentlichte mehrere B\u00e4nde mit Lyrik, Traumprotokolle und autobiographische Texte.<br \/>\nIhre Lebensumst\u00e4nde brachten es jedoch mit sich, dass sie in all diesen Szenerien gewisserma\u00dfen eine Randexistenz f\u00fchrte. In den Jahren des Exils in Brasilien (1940-1953) fand sie keine M\u00f6glichkeit, eine eigene Existenz als K\u00fcnstlerin aufzubauen. Heute gilt Paula Ludwig, folgt man den wenigen neueren Aufs\u00e4tzen \u00fcber die Autorin, meist als \u201evergessene\u201c Schriftstellerin, oft auch als Lyrikerin, die ihre eigene poetische Stimme \u201everloren\u201c hat. Es stimmt: Nach der R\u00fcckkehr nach Europa ver\u00f6ffentlichte sie nur noch wenige Texte, im Nachlass gibt es aber mehrere unver\u00f6ffentlichte Manuskripte, darunter einige, die in Brasilien entstanden sind bzw. die Brasilien zum Thema haben.<br \/>\nDer Vortrag konzentriert sich auf die Erfahrungen der Dichterin im brasilianischen Exil und stellt dazu Fragen: Wie hat Paula Ludwig Brasilien erlebt? Welches Bild von Brasilien wird in ihren Texten entworfen? Und wie erinnert sie sich, nach ihrer R\u00fcckkehr, an das Exilland? Und nicht zuletzt: Gibt es Zusammenh\u00e4nge zwischen dem Brasilien-Erlebnis und ihren fr\u00fchen Texten, den Erfahrungen in den avantgardistischen Kreisen Deutschlands? Diese Fragestellung wird eine wichtige Perspektive f\u00fcr die weitere Arbeit an der Dissertation sein.<\/p>\n<ul>\n<li>Moderation: Ursula Stern<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mariana Holmsist Doktorandin der Universit\u00e4t von S\u00e3o Paulo und Stipendiatin des OeADs (Ernst-Mach weltweit). Zurzeit arbeitet sie in Wien an ihrer Dissertation, die in \u00d6sterreich von Daniela Strigl betreut wird. Ihre Magisterarbeit schrieb sie 2018 in S\u00e3o Paulo \u00fcber Stefan Zweigs \u201eDie Welt von Gestern\u201c. Dazu dienten ein Forschungsaufenthalt in \u00d6sterreich und ein Stipendium des Stefan Zweig Zentrums Salzburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frauenarbeitsgemeinschaft der \u00f6sterreichischen Gesellschaft f\u00fcr Exilforschung (Web) Zeit: Di., 29.06.2021, 18.30 Uhr Ort: virtueller Raum (Link), via Wien Die \u00f6sterreichische Dichterin Paula Ludwig (1900-1974) war eng verbunden mit verschiedenen Kreisen expressionistischer K\u00fcnstlerInnen, zuerst in M\u00fcnchen (1917-1923), sp\u00e4ter auch in Berlin (1923-1933). 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