{"id":49331,"date":"2021-07-12T01:27:26","date_gmt":"2021-07-11T23:27:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.univie.ac.at\/Geschichte\/salon21\/?p=49331"},"modified":"2025-02-14T08:58:12","modified_gmt":"2025-02-14T08:58:12","slug":"klicktipp-ehen-vor-gericht-3-0-eheprozesse-zwischen-dem-16-und-19-jahrhundert-datenbank","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=49331","title":{"rendered":"Klicktipp: Ehen vor Gericht 3.0. Eheprozesse zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert (Datenbank)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/Publikation1-40.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-49335 size-thumbnail alignleft\" title=\"Gerichtsprotokoll via Website\" src=\"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/Publikation1-40-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><strong>Projekte &#8222;Ehen vor Gericht&#8220;<\/strong> <a href=\"https:\/\/ehenvorgericht.univie.ac.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Web)<\/a><\/p>\n<p>Die Projekte wurden von Oktober 2011 bis September 2020 unter der Leitung von Andrea Griesebner am Institut f\u00fcr Geschichte an der Universit\u00e4t Wien durchgef\u00fchrt und vom FWF und der \u00d6sterreichischen Nationalbank gef\u00f6rdert. Im Rahmen der Projekte entstand das Webportal &#8222;Ehen vor Gericht&#8220;, welches laufend erweitert nun als Version 3.0. auf Deutsch und Englisch frei zug\u00e4nglich ist. Integriert ist zudem eine Datenbank, in der die Eckdaten zu den Eheverfahren der 2.193 erhobenen Ehepaaren abgerufen werden k\u00f6nnen.\u00a0 <a href=\"https:\/\/www.univie.ac.at\/ehenvorgericht\/?page_id=2235\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weiterlesen &#8230; (Web)<\/a><\/p>\n<p>Im Juni 2021 ist im Forschungsnewsletter der Universit\u00e4t Wien folgender Bericht von Lisa Kiesenhofer \u00fcber das Projekt erschienen:<\/p>\n<p><strong>Getrennte Betten, verwobene G\u00fcter: Ehen vor Gericht<\/strong><br \/>\n&#8222;Frauen verlangen in \u00d6sterreich \u00f6fter die Scheidung als M\u00e4nner \u2013 daran hat sich in den vergangenen Jahrhunderten nichts ge\u00e4ndert. Andrea Griesebner und ihr Team vom Institut f\u00fcr Geschichte der Uni Wien erforschen Eheprozesse vor kirchlichen und weltlichen Gerichten von Mitte des 16. bis Mitte des 19. Jhds. und schaffen damit eine umfangreichte Datenbank.<br \/>\nGerichtsverfahren, Scheidungen, G\u00fcterteilung: Diese drei Themen waren auch f\u00fcr katholische Ehepaare der Habsburger Monarchie in den vergangenen Jahrhunderten wohl relevanter, als viele vermuten w\u00fcrden. Die Forschungen von Andrea Griesebner und ihrem Team zeigen, dass katholisch getraute Ehepaare eine &#8222;schlechte&#8220; Ehe nicht immer als Schicksal akzeptierten, sondern vor allem Ehefrauen sich an die Kirchengerichte (bis 1793) bzw. an die weltlichen Gerichte (ab 1793) wandten, um eine Scheidung von Tisch und Bett zu erreichen. Die Wissenschafter*innen erforschen, wie getrennte Ehepaare die Scheidungsfolgen regelten\u00a0\u2013 von der Trennung der ehelichen G\u00fcter bis zur Obsorge der Kinder.<\/p>\n<p><strong>Online-Webportal legt wichtigen Forschungs-Grundstein<\/strong><br \/>\nBegonnen hat alles mit einem Brief aus dem 18. Jhd., den Andrea Griesebner zuf\u00e4llig w\u00e4hrend einer Archivrecherche gefunden hat: Darin schrieb eine Frau an ihren Ehemann, dass sie einverstanden sei, wenn er sich von ihr scheiden lassen wolle. &#8218;Das hat mich irritiert, weil mir nicht klar war, dass sich im katholischen Nieder\u00f6sterreich des 18. Jhds. Menschen scheiden lassen konnten&#8216;, sagt Griesebner.<a href=\"https:\/\/medienportal.univie.ac.at\/uniview\/forschung\/detailansicht\/artikel\/getrennte-betten-verwobene-gueter-ehen-vor-gericht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weiterlesen und Quelle &#8230; (Web)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Projekte &#8222;Ehen vor Gericht&#8220; (Web) Die Projekte wurden von Oktober 2011 bis September 2020 unter der Leitung von Andrea Griesebner am Institut f\u00fcr Geschichte an der Universit\u00e4t Wien durchgef\u00fchrt und vom FWF und der \u00d6sterreichischen Nationalbank gef\u00f6rdert. 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