{"id":49521,"date":"2021-06-25T02:00:14","date_gmt":"2021-06-25T00:00:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.univie.ac.at\/Geschichte\/salon21\/?p=49521"},"modified":"2022-05-19T15:52:38","modified_gmt":"2022-05-19T15:52:38","slug":"klicktipp-frauengeschichten-quellen-zur-schweizer-frauengeschichte-website","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=49521","title":{"rendered":"Klicktipp: Frauen*geschichte(n) &#8211; Quellen zur Schweizer Frau*engeschichte (Website)"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/Logo-Empress-piru.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-49522 size-thumbnail\" title=\"Via Website - Rubrik Queer-feministische Subkultur\" src=\"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/Logo-Empress-piru-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Frauen*geschichte(n) &#8211; Quellen zur Schweizer Frau*engeschichte<\/strong> <a href=\"https:\/\/frau-engeschichte-n.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Web)<\/a><\/p>\n<p>Die Webseite ist begleitend erschienen zu dem Buch \u00abFrauengeschichte(n)\u00bb, das soeben in seiner f\u00fcnften Neuauflage ver\u00f6ffentlicht wurde <a href=\"https:\/\/frau-engeschichte-n.ch\/buchkapitel\/\">(Web)<\/a>.<\/p>\n<p>Hinter der Webseite steht der Verein Frauen*geschichte(n) <a href=\"https:\/\/frau-engeschichte-n.ch\/verein\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Web)<\/a>. Dessen Ziel ist es, in Kooperation mit Archiven und K\u00f6rperschaften eine kuratierte Quellensammlung zu feministischen und frauen*geschichtlichen Aspekten zu unterhalten. Der Fokus liegt dabei auf Quellen der neusten Zeitgeschichte in der Schweiz.<\/p>\n<p>Die Webseite versteht sich als \u00abT\u00fcr\u00f6ffnerin\u00bb: Sie pr\u00e4sentiert eine Auswahl historischer Quellen, wodurch interessierte Nutzer*innen unkompliziert einen ersten Zugang zu Quellen und Hinweise auf Archive finden k\u00f6nnen, die die Geschichte(n) von Frauen* bzw. feministische Geschichte dokumentieren. Dieser erste Eindruck soll ggf. zu weiterf\u00fchrenden Recherchen anregen <a href=\"https:\/\/frau-engeschichte-n.ch\/category\/quellen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Web)<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Zur Geschichte der \u00abFrauen*geschichte(n)\u00bb<\/strong><\/p>\n<p>Den Anfang machten die unabh\u00e4ngigen Historikerinnen Elisabeth Joris und Heidi Witzig: 1980 starteten sie mit der Entwicklung eines Konzepts, durchst\u00f6berten dann \u00fcber Jahre grosse und kleine Archive, erstellten Fotokopien, schnitten die interessanten Textstellen heraus, klebten sie auf Bl\u00e4tter, ordneten sie ein und gaben jeder Quelle einen Titel. Entscheidende Hilfe bekamen sie nach der ersten Historikerinnentagung von 1983 von anderen Historikerinnen, die sie mit Quellen versorgten, sowie vom Frauentutorat der Universit\u00e4t Z\u00fcrich, das einen bedeutenden Teil der Dokumente und Texte zum Abschnitt &#8222;Weiblichkeit als Norm&#8220; beisteuerte.<\/p>\n<p>1986 gaben sie nach dieser mehrj\u00e4hriger Arbeit im Limmat Verlag die \u00fcber 550 Seiten starke Quellenedition \u00abFrauengeschichte(n) &#8211; Dokumente aus zwei Jahrhunderten zur Situation der Frauen in der Schweiz\u00bb heraus. Die Gestaltung des Buches \u00fcbernahm Helen Pinkus Ryman. Bis ins Jahr 2001 wurde das Buch schlie\u00dflich vier Mal &#8211; jeweils erg\u00e4nzt &#8211; neu aufgelegt.<\/p>\n<p><strong>Die neuste Ausgabe &#8211; und der Schritt in die digitale Welt<\/strong><\/p>\n<p>Im Jahr 2021, dem Jahr, in dem sich die Einf\u00fchrung des Frauenstimmrechts in der Schweiz zum 50. Mal j\u00e4hrt, sollte das Buch in einer letzten erweiterten Auflage erscheinen. Elisabeth Joris und jetzt Anja Suter durchforsteten wieder Quellenmaterial und schrieben ein neues, erg\u00e4nzendes Kapitel f\u00fcr die Jahre 1985 bis 2021. Um das Projekt einer solchen Quellensammlung in eine neue Form zu bringen, wurde <!--more-->der Verein Frauen*geschichte(n) gegr\u00fcndet: Er lancierte diese Webseite, die die Neuauflage von 2021 mit der digitalen Welt verbindet. Der Aufbau der Webseite orientiert sich thematisch an den acht Unterkapiteln des Nachtrags dieser Neuauflage, weshalb er auch online zur Ansicht<a href=\"https:\/\/frau-engeschichte-n.ch\/buchkapitel\/\"> (Web)<\/a> zur Verf\u00fcgung steht.<\/p>\n<p><strong>Nicht nur die Technologie, auch die Sprache entwickelt sich<\/strong><\/p>\n<p>Sowohl im Buch als auch in der digitalen Quellensammlung wollten wir den Fokus nicht nur auf die wesentlichen Ver\u00e4nderungen der gesellschaftlichen Stellung der Frauen* richten. Ebenso wichtig war den Herausgeberinnen, die seither gef\u00fchrten Debatten unter Feministinnen* so gut wie m\u00f6glich nachzuzeichnen. So wirkt sich beispielsweise die seit den 1990er Jahren in akademischen Zusammenh\u00e4ngen wie in feministischen Bewegungen vorgenommene Infragestellung klar abgegrenzter bin\u00e4rer Geschlechterkonstruktionen \u2013 Frauen\/M\u00e4nner \u2013 bis heute auf feministische Diskussionen und Theoriebildung aus. Um dies zum Ausdruck zu bringen, haben sich die Herausgeberinnen f\u00fcr eine kontextabh\u00e4ngige Verwendung des Gendersterns (*) entschieden. Einfach gestaltete sich dies nat\u00fcrlich nicht, definierte doch die Frauenbewegung noch weit \u00fcber die 1980er-Jahre hinaus auch ihre Kritik des Patriarchats \u00fcber die Abgrenzung gegen M\u00e4nner und als m\u00e4nnlich definierte Werte. Die Herausgeberinnen haben sich f\u00fcr diesen Weg entschieden, obwohl die gew\u00e4hlte L\u00f6sung nie ganz stringent ist, nie stringent sein kann &#8211; nicht zuletzt auch deshalb, weil es sich bei der Bezeichnung sowohl des feministischen Subjekts als auch der unterschiedlichen Geschlechter um Debatten handelt, die offen bleiben und immer aufs Neue gef\u00fchrt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Dennoch ist es wichtig, Akteur*innen jeweils so genau wie m\u00f6glich zu bezeichnen, sprich Menschen mit einer Geschlechtsidentit\u00e4t jenseits der Zweigeschlechtlichkeit, die wichtiger Teil der feministischen Bewegung sind, nicht sprachlich unsichtbar zu machen. So verwenden die Herausgeberinnen sowohl den Genderstern als auch Bezeichnungen wie FLINT (Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nonbin\u00e4re und transidente Menschen) oder FINTA (Frauen, intergeschlechtliche, nonbin\u00e4re, transidente und agender Personen) und wollen sich der sprachlichen Entwicklung in der Bezeichnung von Geschlechts- und sexuellen Identit\u00e4ten nicht verschliessen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frauen*geschichte(n) &#8211; Quellen zur Schweizer Frau*engeschichte (Web) Die Webseite ist begleitend erschienen zu dem Buch \u00abFrauengeschichte(n)\u00bb, das soeben in seiner f\u00fcnften Neuauflage ver\u00f6ffentlicht wurde (Web). Hinter der Webseite steht der Verein Frauen*geschichte(n) (Web). Dessen Ziel ist es, in Kooperation mit Archiven und K\u00f6rperschaften eine kuratierte Quellensammlung zu feministischen und frauen*geschichtlichen Aspekten zu unterhalten. 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