{"id":51965,"date":"2021-11-24T02:57:27","date_gmt":"2021-11-24T01:57:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.univie.ac.at\/Geschichte\/salon21\/?p=51965"},"modified":"2025-12-28T12:04:11","modified_gmt":"2025-12-28T11:04:11","slug":"cfp-fluechtige-identitaeten-jagd-als-schauplatz-geschlechtlicher-phantasien-hunting-troubles-gender-and-its-intersections-in-the-cultural-history-of-the-hunt-publikation-bis-31-12-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=51965","title":{"rendered":"CfP: Fl\u00fcchtige Identit\u00e4ten: Jagd als Schauplatz geschlechtlicher Phantasien \/\/ Hunting Troubles: Gender and Its Intersections in the Cultural History of the Hunt (Publikation); bis: 31.12.2021"},"content":{"rendered":"<p><strong>Laura Beck and Maurice Sa\u00df (Universit\u00e4t Bremen und Alanus Hochschule) <\/strong><a href=\"https:\/\/www.uni-bremen.de\/fb-10\/fachbereich\/wissenschaftlerinnen-wissenschaftler\/wiss-mitarb\/dr-phil-laura-beck\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Web)<\/a><\/p>\n<p>Einreichfrist: 31.12.2021<\/p>\n<p>Unz\u00e4hlige antike Mythen berichten von m\u00e4nnlichen Heroen, deren politische und sexuelle Gewalt in Bildern der Jagd Ausdruck finden. Gleichzeitig aber kann die Jagd nicht bruchlos als Refugium unhinterfragter M\u00e4nnlichkeit apostrophiert werden. Denn dieselben Mythen sind auch von jagenden Frauen bev\u00f6lkert \u2013 wie beispielsweise der Jagdg\u00f6ttin Diana, ihren Nymphen Daphne, Kalisto und Echo oder aber Sterblichen wie der J\u00e4gerin Atalante, die durch ihren Geliebten Meleager Zugang zu einer zuvor rein m\u00e4nnlichen Jagdgesellschaft erh\u00e4lt und den kalydonischen Eber entscheidend verwundet.<\/p>\n<p>Aber auch in den Minneliedern des Mittelalters tauschen die Liebenden auf der Liebesjagd lustvoll die Pl\u00e4tze und standesbewusste Rollenportraits fr\u00fchneuzeitlicher F\u00fcrstinnen zeugen nicht weniger als Fremd- und Selbstinszenierungen kolonialer J\u00e4gerinnen besonders seit dem 19. Jhd. von der Vielfalt und Komplexit\u00e4t geschlechtlicher Rollenbilder der Jagd.<\/p>\n<p>Zwar diente diese als Sinnbild und Exemplifikationstechnik asymmetrischer Machstrukturen immer wieder der Naturalisierung geschlechtlicher Differenz und Binarit\u00e4t. Allerdings scheinen Jagden und deren Medialisierungen immer wieder R\u00e4ume zu er\u00f6ffnen, in denen geschlechtliche und andere Grenzen nicht nur gezogen und best\u00e4tigt, sondern auch verunsichert und verwischt werden. Denn gleich ob sich der J\u00fcngling Leukippos im antiken Mythos als Frau verkleidet, um sich Zugang zur Jagdgesellschaft der jungfr\u00e4ulichen Nymphe Daphne zu verschaffen, oder ob sich zweitausend Jahre sp\u00e4ter in Ernst J\u00fcngers Kurzgeschichte &#8218;Die Eberjagd&#8216; (1952) das titelgebende Wild im Moment der Erlegung von einem prototypisch ,m\u00e4nnlichen Tier\u2018 in ein als potentiell ,weiblich\u2018 gelesenes Wesen verwandelt: Die zumindest tempor\u00e4re Veruneindeutigung von Geschlechtergrenzen, ihr Flottieren, scheint mit der prinzipiellen Liminalit\u00e4t der Jagdsituation und ihren Inszenierungen zwar nicht zwangsl\u00e4ufig, aber doch immer wieder einherzugehen. <a href=\"https:\/\/www.hsozkult.de\/event\/id\/event-114113\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weiterlesen, Quelle &#8211; and english version &#8230; (Web)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Laura Beck and Maurice Sa\u00df (Universit\u00e4t Bremen und Alanus Hochschule) (Web) Einreichfrist: 31.12.2021 Unz\u00e4hlige antike Mythen berichten von m\u00e4nnlichen Heroen, deren politische und sexuelle Gewalt in Bildern der Jagd Ausdruck finden. Gleichzeitig aber kann die Jagd nicht bruchlos als Refugium unhinterfragter M\u00e4nnlichkeit apostrophiert werden. Denn dieselben Mythen sind auch von jagenden Frauen bev\u00f6lkert \u2013 wie [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-51965","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-calls-for-papers"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/51965","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=51965"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/51965\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":55197,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/51965\/revisions\/55197"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=51965"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=51965"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=51965"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}