{"id":6327,"date":"2011-06-30T06:22:43","date_gmt":"2011-06-30T06:22:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.univie.ac.at\/Geschichte\/salon21\/?p=6327"},"modified":"2022-05-19T16:15:29","modified_gmt":"2022-05-19T16:15:29","slug":"konferenz-frau-und-herrschaft-furstliche-witwen-in-der-hofischen-reprasentation-der-fruhen-neuzeit-072011-trier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=6327","title":{"rendered":"Konferenz: Frau und Herrschaft: F\u00fcrstliche Witwen in der h\u00f6fischen Repr\u00e4sentation der Fr\u00fchen Neuzeit, 07\/2011, Trier"},"content":{"rendered":"<p><strong>PD Dr. Ulrike Ilg, FB III &#8211; Kunstgeschichte, Universit\u00e4t Trier<\/strong><br \/>\nZeit: 1.-2. Juli 2011<br \/>\nOrt: Stadtbibliothek im Palais Walderdorff, Vortragssaal 5 (EG), Domfreihof 1b, 54290 Trier<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.hkfz.uni-trier.de\/?dl=yes&amp;file_id=801&amp;ctrlhash=085ec3ec159c116ba23a08a844051ccd\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Programm <\/a>(pdf)<br \/>\nIm Laufe des 19. Jahrhunderts etablierte sich in der positivistischen Geschichtswissenschaft die Sichtweise, Frauen sei ganz generell und seit jeher der Zugang zur dynastischen Macht verschlossen gewesen. Wie jedoch die j\u00fcngere historische Forschung gezeigt hat, ist diese Ansicht zum einen das Resultat von S\u00e4kularisation und Mediatisierung nach 1803, durch die zahlreiche, auch von Frauen versehene weltliche und geistliche Herrschaften verschwanden; zum anderen wurzelt diese Sichtweise in der ab 1800 immer klareren Scheidung von \u201e\u00f6ffentlicher\u201c und \u201eprivater\u201c, vornehmlich der Frau zugewiesener Sph\u00e4re.<br \/>\nIm Unterschied hierzu ist die Fr\u00fche Neuzeit charakterisiert durch eine oft informelle aber keineswegs marginale Teilhabe v.a. von Frauen des h\u00f6heren Adels am politischen und kulturellen Leben bei Hof. Dies gilt im verst\u00e4rkten Ma\u00df f\u00fcr f\u00fcrstliche Witwen, die vielfach als Regentinnen ihre minderj\u00e4hrigen S\u00f6hne vertraten und damit einen noch gr\u00f6\u00dferen Handlungsspielraum besa\u00dfen, der sich auch in ihrer herausragenden Bedeutung als k\u00fcnstlerische M\u00e4zenatinnen \u00e4u\u00dfert. Diesem weiblichen M\u00e4zenatentum in den Bildk\u00fcnsten und der Architektur sind die Beitr\u00e4ge der Tagung \u201eFrau und Herrschaft: F\u00fcrstliche Witwen in der h\u00f6fischen Repr\u00e4sentation der Fr\u00fchen Neuzeit\u201c vornehmlich gewidmet. <!--more--><br \/>\nAuf der Tagung pr\u00e4sentieren Architektur- und Kunsthistoriker, aber auch Fachkollegen anderer historischer Disziplinen wie z.B. der Rechts- und Politikgeschichte Ergebnisse aktueller Forschungen. Ziel dabei ist es, die Lebensbedingungen und m\u00f6glichen Lebensentw\u00fcrfe f\u00fcrstlicher Witwen in der Fr\u00fchen Neuzeit n\u00e4her zu bestimmen und ihre Bedeutung als Sch\u00f6pferinnen von Monumenten der dynastischen Memoria und als \u201eProduzentinnen\u201c von Kultur aufzuzeigen. Nicht zuletzt soll herausgearbeitet werden, wie diese Frauen die f\u00fcr sie entstandenen Bauten und Kunstwerke, aber auch den sozialen Raum des Hofes dazu nutzten, ein Bild ihrer spezifischen Identit\u00e4t zu entwerfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>PD Dr. Ulrike Ilg, FB III &#8211; Kunstgeschichte, Universit\u00e4t Trier Zeit: 1.-2. Juli 2011 Ort: Stadtbibliothek im Palais Walderdorff, Vortragssaal 5 (EG), Domfreihof 1b, 54290 Trier Programm (pdf) Im Laufe des 19. Jahrhunderts etablierte sich in der positivistischen Geschichtswissenschaft die Sichtweise, Frauen sei ganz generell und seit jeher der Zugang zur dynastischen Macht verschlossen gewesen. 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