{"id":67167,"date":"2022-11-18T02:04:00","date_gmt":"2022-11-18T02:04:00","guid":{"rendered":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=67167"},"modified":"2022-11-18T08:44:16","modified_gmt":"2022-11-18T08:44:16","slug":"ausstellungseroeffnung-wiener-salondame-ein-albtraum-lotte-tobisch-charme-engagement-courage-29-11-2022-wien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=67167","title":{"rendered":"Ausstellungser\u00f6ffnung: \u00bbWiener Salondame? Ein Albtraum!\u00ab Lotte Tobisch \u2013 Charme, Engagement, Courage, 29.11.2022, Wien"},"content":{"rendered":"<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-67171 size-thumbnail\" title=\"Ausschnitt aus dem Programmfolder\" src=\"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Publikation1-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Publikation1-150x150.jpg 150w, https:\/\/salon21.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Publikation1-300x300.jpg 300w, https:\/\/salon21.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Publikation1-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/salon21.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Publikation1-768x768.jpg 768w, https:\/\/salon21.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Publikation1-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/salon21.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Publikation1-2048x2048.jpg 2048w, https:\/\/salon21.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Publikation1-624x624.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>Wienbibliothek im Rathaus; Kuratorinnen: <span id=\"page267R_mcid3\" class=\"markedContent\"><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Tanja Gausterer und Kyra Waldner<\/span><\/span><\/strong> <a href=\"https:\/\/www.wienbibliothek.at\/ueber-uns\/presse\/presseaussendungen\/teile-nachlasses-lotte-tobisch-wienbibliothek-im-rathaus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Web)<\/a><\/p>\n<p>Zeit: 29.11.2022, 19.00 Uhr<br \/>\nOrt: Festsaal der Wienbibliothek im Rathaus<\/p>\n<p><strong>Begleit-Programm<\/strong> <a href=\"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Ausstellungsfolder_Tobisch_Web.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(PDF)<\/a><\/p>\n<p>Lotte Tobisch-Labot\u00fdn (1926\u20132019) z\u00e4hlte \u00fcber Jahrzehnte hinweg zu den pr\u00e4genden Pers\u00f6nlichkeiten des Wiener Gesellschafts- und Kulturlebens.<br \/>\nAuf ihren eigenen Wunsch hin gelangte 2019 ein Teil ihres schriftlichen Nachlasses als Schenkung an die Wienbibliothek im Rathaus, der nun erg\u00e4nzt um Korrespondenzen, Lebensdokumente und Fotografien aus Privatbesitz im Rahmen der Ausstellung Licht auf bekannte und weniger bekannte Aspekte ihres Lebens wirft. Mit knapp 300 oft erstmals gezeigten Exponaten sowie Audio- und Filmaufnahmen entsteht ein facettenreiches Portr\u00e4t, das Tobischs vielf\u00e4ltigen Lebensweg von der Kindheit \u00fcber ihre Schauspielkarriere, ihr privates und berufliches Netzwerk, ihre erfolgreiche Patronanz des Wiener Opernballs wie ihr langj\u00e4hriges karitatives Engagement etwa als Pr\u00e4sidentin des Vereins \u00bbK\u00fcnstler helfen K\u00fcnstlern\u00ab nachzeichnet.<br \/>\n\u00bbDer Widerspruch zwischen meinem Temperament und meinem \u00c4u\u00dferen muss frappant gewesen sein, denn ausgesehen habe ich wie ein Engerl\u00ab, res\u00fcmierte Tobisch \u00fcber ihre kindliche Aufs\u00e4ssigkeit, mit der sie schlie\u00dflich als Jugendliche ihren Berufswunsch, Schauspielerin zu werden, gegen den Willen der Eltern durchsetzte und jahrzehntelang am Theater, in Film und Fernsehen wirkte. Die gro\u00dfe Begeisterung f\u00fcr Literatur und Theater brachte sie fr\u00fch in Verbindung mit dem Burgtheaterstar Raoul Aslan und dem Dramaturgen und Schriftsteller Erhard Buschbeck (1889\u20121960). In ihm fand Tobisch ihren Lebensmenschen, der als Unterst\u00fctzer moderner Kunst und Literatur sowie als Weggef\u00e4hrte von Georg Trakl auch wegweisend f\u00fcr das intellektuell-k\u00fcnstlerische Milieu war, in das die Schauspielerin eintauchte. Einer ihrer Korrespondenzpartner war Theodor W. Adrono.<!--more-->Beleuchtet wird in der Ausstellung zudem Tobischs weitreichendes Netzwerk. Ihre gro\u00dfe Offenheit und Neugierde f\u00fchrten nicht nur zu einem intensiven Austausch mit dem deutschen Philosophen Theodor W. Adorno, sondern auch zu Kontakten etwa zu Ludwig von Ficker, Fritz Hochw\u00e4lder, Elias Canetti, Bruno Kreisky, Christine Lavant oder Gershom Scholem. \u00bbWiener Salondame? Ein Albtraum! Das ist eine Rollenfachbezeichnung [\u2026].<br \/>\nUnd \u00fcberhaupt, was ist eine Dame?\u00ab fragte Lotte Tobisch mit der ihr eigenen Nonchalance, obwohl sie diese Dame \u2013 durchaus auch als Lebensrolle \u2013 schlicht und nat\u00fcrlich zu verk\u00f6rpern verstand.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wienbibliothek im Rathaus; Kuratorinnen: Tanja Gausterer und Kyra Waldner (Web) Zeit: 29.11.2022, 19.00 Uhr Ort: Festsaal der Wienbibliothek im Rathaus Begleit-Programm (PDF) Lotte Tobisch-Labot\u00fdn (1926\u20132019) z\u00e4hlte \u00fcber Jahrzehnte hinweg zu den pr\u00e4genden Pers\u00f6nlichkeiten des Wiener Gesellschafts- und Kulturlebens. 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