{"id":67875,"date":"2022-12-21T02:55:00","date_gmt":"2022-12-21T02:55:00","guid":{"rendered":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=67875"},"modified":"2022-12-20T08:56:52","modified_gmt":"2022-12-20T08:56:52","slug":"cfp-arbeit-alltag-ausbeutung-gesellschaftsgeschichte-der-arbeiterinnen-event-09-2023-heidelberg-bis-06-02-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=67875","title":{"rendered":"CfP: Arbeit \u2013 Alltag \u2013 Ausbeutung. Gesellschaftsgeschichte der Arbeiterinnen (Event, 09\/2023, Heidelberg); bis: 06.02.2023"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kirsten Heinsohn, Anja Kruke, Katja Patzel-Mattern, Hedwig Richter und Sebastian Voigt in Koop. mit der Reichspr\u00e4sident Friedrich Ebert-Gedenkst\u00e4tte <\/strong><a href=\"https:\/\/ebert-gedenkstaette.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Web)<\/a><strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Zeit: 28.-29.09.2023<br \/>\nOrt: Heidelberg<br \/>\nEinreichfrist: 06.02.2023<\/p>\n<p>Als Louise Rump im Jahr 1894 Friedrich Ebert heiratete, wurde sie Gastwirtin, Hausfrau und Mutter und blieb zugleich Arbeiterin und Sozialdemokratin. Wie so viele Arbeiterinnen musste auch die Ehefrau des sp\u00e4teren Reichspr\u00e4sidenten mehrere Berufe ausf\u00fcllen \u2013 ihre Arbeit endete nicht, wenn sie das Wirtshaus verlie\u00df, sondern setzte sich in ihren privaten R\u00e4umen fort. Ihr Alltag bestand aus der Arbeit im Beruf und im Haushalt. Hinzu kam die Sorge f\u00fcr die Familie und ihre Versorgung. Sie war st\u00e4ndig dieser mehrfachen Belastung ausgesetzt. Nur wurde die weibliche Arbeit im Haus nicht als solche verstanden. Sie galt (und gilt auch heute noch weitgehend) als geschlechtsspezifische Aufgabe von Frauen, die aus Liebe und aufgrund einer Veranlagung erf\u00fcllt wird. Zuhause ist die Arbeiterin eine Hausfrau und damit quasi nat\u00fcrlicherweise keine Arbeitende mehr. Dies gilt ebenso f\u00fcr unverheiratete Frauen, die sich nicht um einen Ehemann, aber um andere Familienangeh\u00f6rige k\u00fcmmern. Daran hat sich bis heute wenig ge\u00e4ndert: Noch immer ist die Familien- und Sorgearbeit vor allem die Aufgabe von Frauen.<br \/>\nDiese Beschreibung wirft einige Fragen auf: Wie thematisierten die Arbeiterinnen ihre spezifische Situation und versuchten, sie zu gestalten und \u00e4ndern? Welche Rolle spielten derartige K\u00e4mpfe in den Organisationen der klassischen Arbeiter*innenbewegung und wie beeinflussten sie Familienbeziehungen? Ist die Geschichte von Arbeiterinnen vor allem eine Geschichte ihrer au\u00dferh\u00e4uslichen Erwerbst\u00e4tigkeit und damit spezifischer Frauenberufe? Sind Hausfrauen, die in Arbeiterfamilien leben (und arbeiten) also keine Arbeiterinnen mehr? Wie muss der Begriff der Arbeit gefasst werden, um Frauen und Geschlechterverh\u00e4ltnisse besser in den Blick nehmen zu k\u00f6nnen? Wer leistet wo und unter welchen Bedingungen Reproduktionsarbeit und wie k\u00f6nnte eine Gesellschaftsgeschichte diese angemessen ber\u00fccksichtigen? Die Tagung thematisiert damit auf einer theoretischen Ebene auch wesentlich die Frage danach, warum Frauen in so vielerlei Hinsicht in der Geschichte unsichtbar blieben. <a href=\"https:\/\/www.hsozkult.de\/event\/id\/event-132635?utm_source=hskhtml&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=htmldigest\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weiterlesen und Quelle &#8230; (Web)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kirsten Heinsohn, Anja Kruke, Katja Patzel-Mattern, Hedwig Richter und Sebastian Voigt in Koop. mit der Reichspr\u00e4sident Friedrich Ebert-Gedenkst\u00e4tte (Web) Zeit: 28.-29.09.2023 Ort: Heidelberg Einreichfrist: 06.02.2023 Als Louise Rump im Jahr 1894 Friedrich Ebert heiratete, wurde sie Gastwirtin, Hausfrau und Mutter und blieb zugleich Arbeiterin und Sozialdemokratin. 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