{"id":69450,"date":"2023-03-21T02:39:00","date_gmt":"2023-03-21T02:39:00","guid":{"rendered":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=69450"},"modified":"2024-01-28T18:19:34","modified_gmt":"2024-01-28T18:19:34","slug":"cfp-geschlechterzuschreibungen-der-un-versoehnlichkeit-event-02-2024-bonn-bis-30-04-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=69450","title":{"rendered":"CfP: Geschlechterzuschreibungen der (Un-)Vers\u00f6hnlichkeit (Event, 02\/2024, Bonn); bis: 30.04.2023"},"content":{"rendered":"<p><strong>Lehrstuhl f\u00fcr Neuere und Neueste Geschichte der Univ. Bonn; Christine Kr\u00fcger<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.igw.uni-bonn.de\/de\/institut\/neuzeit\/krueger\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Web)<\/a><\/p>\n<p>Zeit: 22.-23.02.2024<br \/>\nOrte: Univ. Bonn \u2013 und virtueller Raum<br \/>\nEinreichfrist: 30.04.2023<\/p>\n<p>Offensiv bekennt sich die deutsche Au\u00dfenministerin Annalena Baerbock seit Beginn ihrer Amtszeit zu einer \u201efeministischen Au\u00dfenpolitik\u201c, die f\u00fcr sie auch Waffenlieferungen an die Ukraine rechtfertigen kann. Demgegen\u00fcber positioniert sich Alice Schwarzer, eine der prominentesten deutschen Feministinnen in einem offenen Brief in der Frauenzeitschrift Emma im April 2022 ebenso wie in einem Manifest f\u00fcr den Frieden zu Anfang dieses Jahres mit dem Credo, dass eine Einmischung in den Krieg von dritter Seite nur in Form von Verhandlungsforderungen erfolgen d\u00fcrfe. So kontr\u00e4r diese Positionen auch erscheinen, liegt doch beiden die \u00dcberzeugung zugrunde, dass Feminismus eine spezifische Perspektive auf die au\u00dfenpolitischen Konflikte hervorbringe, eine wichtige Rolle bei der Konfliktl\u00f6sung spielen und zu einer nachhaltigen Stabilisierung der Friedensordnung beitragen k\u00f6nne.<br \/>\nWenn Politiker:innen &#8211; nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen westlichen L\u00e4ndern &#8211; \u201efeministische Au\u00dfenpolitik\u201c zum Programm erkl\u00e4ren, schwingt dabei in der Regel die Vorstellung mit, eine historische Wende werde vollzogen. Der Gedanke, dass es geschlechterspezifische Wege der Konfliktl\u00f6sung und Vers\u00f6hnung gebe, hat jedoch eine lange Tradition. Schon in den Anf\u00e4ngen der Frauenbewegung f\u00fchrten deren Aktivistinnen ihn als Argument ins Feld, um die Forderung zu untermauern, dass Frauen politisch eine Stimme erhalten sollten. Seit dem ausgehenden 19. Jhd. bem\u00fchten sich Feministinnen dann in der internationale Frauenfriedensbewegung gezielt aus einer geschlechterspezifischen Position heraus auf die internationalen Beziehungen Einfluss zu nehmen. Sie waren \u00fcberzeugt, dass sie damit einen wichtigen Beitrag zu einem nachhaltigen Frieden liefern k\u00f6nnten. Eine wichtige Rolle spielte dabei die biologistische Argumentation, dass Frauen dazu bestimmt seien, Leben zu geben, und daher dem Krieg, der Leben vernichte, entgegenwirken m\u00fcssten. Auch im sozialen Bereich definierten Frauen ihre besondere geschlechtsspezifische Aufgabe oft darin, eine ausgleichende, vers\u00f6hnende Funktion zu erf\u00fcllen, und begr\u00fcndeten dies ebenfalls mit dem Verweis auf die \u201eM\u00fctterlichkeit\u201c. <a href=\"https:\/\/www.hsozkult.de\/event\/id\/event-134747?utm_source=hskhtml&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=htmldigest\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weiterlesen und Quelle &#8230; (Web)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lehrstuhl f\u00fcr Neuere und Neueste Geschichte der Univ. Bonn; Christine Kr\u00fcger (Web) Zeit: 22.-23.02.2024 Orte: Univ. Bonn \u2013 und virtueller Raum Einreichfrist: 30.04.2023 Offensiv bekennt sich die deutsche Au\u00dfenministerin Annalena Baerbock seit Beginn ihrer Amtszeit zu einer \u201efeministischen Au\u00dfenpolitik\u201c, die f\u00fcr sie auch Waffenlieferungen an die Ukraine rechtfertigen kann. Demgegen\u00fcber positioniert sich Alice Schwarzer, eine [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,18,7,6],"tags":[],"class_list":["post-69450","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-calls-for-papers","category-1-weltkrieg","category-history-of-european-womens-movements","category-topic_pflegecare"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/69450","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=69450"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/69450\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":74508,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/69450\/revisions\/74508"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=69450"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=69450"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=69450"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}