{"id":70138,"date":"2023-05-02T06:37:00","date_gmt":"2023-05-02T06:37:00","guid":{"rendered":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=70138"},"modified":"2023-05-03T05:34:31","modified_gmt":"2023-05-03T05:34:31","slug":"cfp-feministische-akteurinnen-im-kontext-von-kolonialismus-und-postkolonialismus-event-11-2023-wien-bis-18-06-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=70138","title":{"rendered":"CfP: Feministische Akteur:innen im Kontext von Kolonialismus und Postkolonialismus (Event, 11\/2023, Wien); bis: 18.06.2023"},"content":{"rendered":"<p><strong>17. Workshop des Forschungsschwerpunkts Frauen- und Geschlechtergeschichte der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakult\u00e4t der Univ. Wien <\/strong><a href=\"https:\/\/fsp-fgg.univie.ac.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Web)<\/a><\/p>\n<p>Zeit: 10.11.2023<br \/>\nOrt: Universit\u00e4t Wien, Marietta-Blau-Saal<br \/>\nEinreichfrist: 18. Juni 2023<\/p>\n<p>Konzept und Organisation: Johanna Gehmacher, Gabriella Hauch, Lisa Kirchner, Paula Lange und Michaela Neuwirth <a href=\"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/CfP_Workshop_FGG_Feministische-Akteurinnen-im-Kontext-von-Kolonialismus-und-Postkolonialismus.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(PDF)<\/a><\/p>\n<p>Der Workshop widmet sich den Schnittstellen von postcolonial studies, critical whiteness studies und der Geschichte des Feminismus. Gegen Ende des 19. Jhds. begannen Frauen sich \u00fcber staatliche Grenzen hinweg miteinander zu vernetzen und in internationalen Gruppierungen zusammenzuschlie\u00dfen. Dieser sich formierende internationale Feminismus wurde vor allem von wei\u00dfen Frauen der Mittelschichten aus Europa und Nordamerika getragen und war mit kolonialen und rassistischen Diskursen und Praktiken verkn\u00fcpft. Wie Anette Dietrich am Beispiel der deutschen Frauenbewegung konstatiert, wurden die Verstrickungen der Frauenbewegung in koloniale Macht- und Herrschaftsverh\u00e4ltnisse lange ausgeblendet. Zugleich gab es jedoch auch Akteur:innen, die feministisches Denken mit Kritik an kolonialer Herrschaft oder transnationalen Forderungen der Abschaffung von Sklaverei und der Dekolonialisierung verbanden und sich in Unabh\u00e4ngigkeits-, National- und B\u00fcrgerrechtsbewegungen engagierten.<br \/>\nF\u00fcr den mitteleurop\u00e4ischen Raum sind die Zusammenh\u00e4nge von Feminismen und Post-\/Kolonialismus in vielen Bereichen noch wenig erforscht. H\u00e4ufig wird eingewandt, dass Staaten wie etwa \u00d6sterreich oder die Schweiz keine koloniale Vergangenheit h\u00e4tten, da diese L\u00e4nder nie \u00fcber koloniale Gebiete verf\u00fcgten; auch in diesem Kontext kann der Fokus auf Feminist:innen als Akteur:innen des Kolonialismus wie auch des Postkolonialismus die Perspektive auf post-\/koloniale Ordnungsprinzipien und Herrschaftspraktiken erweitern. Der diesj\u00e4hrige Workshop des Forschungsschwerpunkts Frauen- und Geschlechtergeschichte der Universit\u00e4t Wien setzt sich mit den historischen Verflechtungen von Post-\/Kolonialismus und Feminismus auseinander. Theoretisch-konzeptionelle \u00dcberlegungen dazu sind <!--more-->ebenso erw\u00fcnscht wie konkrete Fallstudien. Folgende Fragen k\u00f6nnen dabei als Ausgangspunkte dienen:<\/p>\n<ul>\n<li>Welche Positionen vertraten wei\u00dfe Feminist:innen beziehungsweise internationale Frauenverb\u00e4nde zum Kolonialismus?<\/li>\n<li>Auf welche Weise hatten sie Teil an imperialer Expansion und kolonialer Herrschaft und profitierten davon?<\/li>\n<li>Wie wurden emanzipatorische Forderungen mit kolonialrassistischen Diskursen verkn\u00fcpft?<\/li>\n<li>Welche R\u00e4ume der Kritik und des Widerstands gegen Imperialismus und Kolonialismus bot Feminismus auch?<\/li>\n<li>Welche Rolle spielte Feminismus im Widerstand gegen koloniale Herrschaftssysteme?<\/li>\n<li>Wie wurde(n) feministische Identit\u00e4t(en) in postkolonialen Kontexten konstruiert?<\/li>\n<li>Wie gestaltete sich das Spannungsverh\u00e4ltnis zwischen diesen unterschiedlichen Feminismen?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Workshop richtet sich sowohl an etablierte Wissenschafter:innen als auch Nachwuchsforscher:innen. Beitr\u00e4ge zu unterschiedlichen geographischen und politischen R\u00e4umen sowie verschiedene historische Forschungsans\u00e4tze und interdisziplin\u00e4re Perspektiven sind ausdr\u00fccklich erw\u00fcnscht.<br \/>\nSenden Sie Ihre Abstracts (max. 300 W\u00f6rter) f\u00fcr Impulsreferate sowie einen Kurz-CV (max. 100 W\u00f6rter) bis 18. Juni 2023 an: Lisa Kirchner, Institut f\u00fcr Geschichte: lisa.kirchner@univie.ac.at und an Paula Lange, Institut f\u00fcr Zeitgeschichte: paula.lange@univie.ac.at<br \/>\nR\u00fcckmeldung erfolgen im Juli 2023.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>17. Workshop des Forschungsschwerpunkts Frauen- und Geschlechtergeschichte der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakult\u00e4t der Univ. Wien (Web) Zeit: 10.11.2023 Ort: Universit\u00e4t Wien, Marietta-Blau-Saal Einreichfrist: 18. 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