{"id":7065,"date":"2011-10-28T03:15:16","date_gmt":"2011-10-28T03:15:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.univie.ac.at\/Geschichte\/salon21\/?p=7065"},"modified":"2022-05-19T16:14:17","modified_gmt":"2022-05-19T16:14:17","slug":"cfp-undiszipliniert-methoden-theorien-und-positionen-der-frauen-und-geschlechtergeschichte-event-wien-022012-dl-01-12-2011","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=7065","title":{"rendered":"CfP: un\/diszipliniert? Methoden, Theorien und Positionen der Frauen- und Geschlechtergeschichte (Event: Wien, 02\/2012); DL: 01.12.2011"},"content":{"rendered":"<p>&#8212;Please find the English version below&#8212;<\/p>\n<p><strong>DissertantInnentagung, organisiert von <em>fernetzt \u2013 Junges Forschungsnetzwerk Frauen- und Geschlechtergeschichte<\/em><\/strong><a href=\"https:\/\/www.univie.ac.at\/fernetzt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> (Web)<\/a><strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Zeit: 27.\u201329.02.2012<br \/>\nOrt: Wien<br \/>\n<strong>Deadline<\/strong>: 01.12.2011<br \/>\n<a href=\"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/cfp_fernetzt_de_en.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CfP als PDF<\/a><\/p>\n<p>Frauen- und Geschlechtergeschichte hat sich seit ihren Urspr\u00fcngen in der Neuen Frauenbewegung zunehmend, vorwiegend aber in den 1980er und 1990er Jahren, zu einem festen Bestandteil der historischen Forschungslandschaft und der universit\u00e4ren Lehre der Geschichte entwickelt. Ihr Ausgangspunkt war die Kritik an dem Ausschluss von Frauen und deren Beitrag zur Gesellschaft aus den (Geschichts-)Wissenschaften. WissenschaftlerInnen der Frauen- und Geschlechtergeschichte setzten es sich zum Ziel, die Geschichtswissenschaft selber \u2013 <em>&#8222;von den R\u00e4ndern her&#8220;<\/em> (Kessel\/Signori 2000) \u2013 zu reformieren. Neben einem spezifischen thematischen Zugriff sind es vor allem die Quellen und Methoden, die erst gesucht bzw. neu untersucht werden mussten. Dabei zeigt(e) sich immer wieder die Notwendigkeit, die eigenen Methoden zu ver\u00e4ndern und neu zu definieren. Von Anfang an war Frauen- und Geschlechtergeschichte als interdisziplin\u00e4res Projekt angelegt<!--more-->, bei dem der gesellschaftskritische Anspruch im Vordergrund stand. Als Projekt zur Ver\u00e4nderung der Gesellschaft konnte sich die Analyse von Geschlecht nicht lediglich auf eine Fachrichtung beziehen. Ans\u00e4tze, die in diesem Zusammenhang entstanden, wurden schon fr\u00fch in einem transnationalen Kontext diskutiert.<\/p>\n<p>Der kritische Anspruch von Frauen- und Geschlechtergeschichte verlangt es, die eigenen Theorien und Methoden immer wieder in Frage zu stellen und sich diesbez\u00fcglich permanent zu repositionieren, sowie immer wieder neue Fragestellungen an neue (und altbekannte) Quellen anzulegen: \u00dcber diesen Anspruch und M\u00f6glichkeiten zu seiner Umsetzung zu diskutieren ist die zentrale Fragestellung f\u00fcr die DissertantInnen-Tagung.<\/p>\n<p>Ziel ist es zudem, zu einer Neupositionierung der (jungen) europ\u00e4ischen Forschung zur Frauen- und Geschlechtergeschichte beizutragen, indem WissenschaftlerInnen am Anfang ihrer Karriere eine Plattform f\u00fcr den fachlichen Austausch geboten werden soll. Dabei soll unter anderem auch der transnationale Vergleich theoretischer und methodologischer Ans\u00e4tze angeregt werden.<\/p>\n<p>Vor allem sieben zentrale Punkte werden zur Diskussion gestellt:<\/p>\n<ol>\n<li>Welche Methoden eignen sich f\u00fcr welche frauen- und geschlechtergeschichtlichen Fragestellungen?<\/li>\n<li>Wie und mit welchen Methoden werden (neue) Quellen verwendet und analysiert?<\/li>\n<li>Welche Rolle spielt Interdisziplinarit\u00e4t in der geschlechtergeschichtlichen Forschung? Inwieweit werden Methoden anderer Disziplinen verwendet und wie werden sie den Anforderungen der Frauen- und Geschlechtergeschichte angepasst? Wie ver\u00e4ndert der interdisziplin\u00e4re Zugang die hier betriebene Geschichtswissenschaft?<\/li>\n<li>Welche Verbindungen gibt es in der aktuellen Forschung zwischen den Gender bzw. Queer-Studies und der Frauen- und Geschlechtergeschichte?<\/li>\n<li>Wie beeinflussen nationale Traditionen der Geschichtsschreibung in diesem Kontext betriebene frauen- und geschlechtergeschichtliche Forschungen? Welche Konsequenzen hat dies f\u00fcr die eigene Forschung? Inwiefern k\u00f6nnen wir von anderen Forschungstraditionen lernen und wo gibt es Hindernisse im Transfer?<\/li>\n<li>Wie gehen theoretische Grundannahmen der Frauen- und Geschlechtergeschichte, wie etwa jene des Geschlechts, in historische Forschungen ein und \u2013 umgekehrt \u2013 wie ver\u00e4ndern diese Forschungen die feministischen Theoriebildungen?<\/li>\n<li>Wie binden wir die Verwobenheit von Geschlecht mit anderen Ungleichheitsverh\u00e4ltnissen und\/oder Faktoren, die Ungleichheit generieren (wie Rassismus, Klasse\/soziale Schicht sowie Alter, Religion, \u2026) in unsere Arbeiten ein?<\/li>\n<\/ol>\n<p>Der offene thematische Rahmen der Tagung, der seinen Schwerpunkt auf Methodenfragen setzt, m\u00f6chte so ForscherInnen aller Bereiche der Frauen- und Geschlechtergeschichte ansprechen. Aber auch NachwuchswissenschaftlerInnen aus verwandten Disziplinen, deren Arbeiten sich dem Bereich zuordnen lassen bzw. die sich einer fruchtbaren Diskussion im Rahmen der Tagung stellen wollen, sind eingeladen, sich zu bewerben. Angestrebt wird ein internationales Podium, das die Breite und Vielfalt der europ\u00e4ischen Frauen- und Geschlechtergeschichte zeigt und die Diskussion aus nationalgeschichtlichen Zusammenh\u00e4ngen l\u00f6sen kann. Wir hoffen, die Reise- und Aufenthaltskosten (zum Teil) refundieren zu k\u00f6nnen, eine F\u00f6rderung daf\u00fcr ist beantragt. Als Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch vorgesehen. Die Tagung wird veranstaltet von<a href=\"https:\/\/www.univie.ac.at\/fernetzt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> &#8222;fernetzt \u2013 Junges Forschungsnetzwerk Frauen- und Geschlechtergeschichte&#8220;<\/a> (fernetzt.univie.ac.at) und findet an der Universit\u00e4t Wien statt. Die Initiative <a href=\"https:\/\/www.univie.ac.at\/fernetzt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;fernetzt&#8220; <\/a>und die DissertantInnentagung entstanden im Umfeld und wird unterst\u00fctzt von der <a href=\"https:\/\/www.univie.ac.at\/Geschichte\/Neuverortung-Geschlechtergeschichte\/cms\/index.php?lang=en\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Forschungsplattform &#8222;Neuverortung der Frauen- und Geschlechtergeschichte&#8220;.<\/a><\/p>\n<p>Bitte reichen Sie Ihre Bewerbungen mit einem aussagekr\u00e4ftigen Abstract von 1 bis 2 Seiten und einer kurzen Beschreibung des wissenschaftlichen Werdeganges (CV) bis zum 01.12.2011 an info.fernetzt@univie.ac.at ein.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><strong>Conference for doctoral candidates<br \/>\n&#8222;Un\/disciplined? Research Methods, Theories and Standpoints of Women\u2019s and Gender History&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Venue: Vienna<br \/>\nTime February 27th\u201329th, 2012<br \/>\n<strong>Deadline<\/strong>: December 1st, 2011<br \/>\n<a href=\"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/cfp_fernetzt_de_en.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CfP\/PDF<\/a><\/p>\n<p>Since its initiation in the context of the New Women\u2019s Movements, but particularly during the 1980s and 1990s, Women\u2019s and Gender History has increasingly become established as an integral part of historical research and academic teaching. It was based on the criticism of women\u2019s exclusion from the (historical) sciences and the non-recognition of their contribution to society. Women\u2019s and Gender Historians aimed to reform historical science itself <em>&#8222;from the margins&#8220;<\/em> (Kessel\/Signori 2000). This goal included searching for appropriate sources as well as research methods and new ways of source analysis. From the beginning, Women\u2019s and Gender History was conceptualized as an interdisciplinary project. With changes to society as its aim, the analysis of gender could not exclusively focus on one field of study. Aspirations of societal change were accompanied by the demand to challenge theories and research methods again and again. Furthermore, this perspective led researchers to pose new questions to both new and well-known sources. Research techniques and theoretical approaches that developed in this context were soon debated on a transnational level. This conference aims to discuss such aspirations and the opportunities to put them into practice.<br \/>\nBy offering young scientists at the beginning of their academic careers a forum for scientific exchange, the conference is intended to contribute to a repositioning of (young) academic research in the area of Women\u2019s and Gender History. Furthermore, the transnational comparison of theoretical approaches and research techniques is meant to be stimulated.<\/p>\n<p>Seven central questions should especially be discussed at the workshop:<\/p>\n<ol>\n<li>What methods are applicable for research in Women\u2019s and Gender History?<\/li>\n<li>How and with what research methods are (new) sources analysed?<\/li>\n<li>What role does interdisciplinarity play in research in Gender History? To what extent are methods of other disciplines applied and how are they adapted to the demands of Women\u2019s and Gender History? How do how interdisciplinary approaches alter historical research?<\/li>\n<li>What links exist between Gender or Queer Studies and Women\u2019s and Gender History?<\/li>\n<li>How do national historiographic traditions influence research in Women\u2019s and Gender History? What consequences does this have on our own research? How can we benefit from research traditions of other countries? Where do we face obstacles in transferring them to our research contexts?<\/li>\n<li>How are theoretical concepts of Women\u2019s and Gender History \u2013 such as those about gender \u2013 integrated into historical research and how does research alter feminist theory? What instruments are there for correcting presuppositions?<\/li>\n<li>How do we integrate into our analysis the fact that gender relations intersect other social relations or factors that generate inequality (e.g. race, class, age or religion)?<\/li>\n<\/ol>\n<p>By focussing on research approaches rather than specific fields of research, doctoral candidates in all areas of Women\u2019s and Gender History are addressed. Young scientists of neighbouring disciplines whose work is related to Women\u2019s and Gender History are also invited to apply. We aim to achieve an international podium which reflects the variety of European Women\u2019s and Gender History and which can detach the debate from the constrictions of national contexts. The conference will take place at the University of Vienna, the conference languages will be German and English. We hope to be able to (partly) reimburse travel and accommodation costs; funding has been applied for.<\/p>\n<p>Applicants should send an abstract of 1-2 pages and a short description of their scientific history (CV) until December 1st, 2011 at the latest to info@fernetzt.univie.ac.at.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8212;Please find the English version below&#8212; DissertantInnentagung, organisiert von fernetzt \u2013 Junges Forschungsnetzwerk Frauen- und Geschlechtergeschichte (Web) Zeit: 27.\u201329.02.2012 Ort: Wien Deadline: 01.12.2011 CfP als PDF Frauen- und Geschlechtergeschichte hat sich seit ihren Urspr\u00fcngen in der Neuen Frauenbewegung zunehmend, vorwiegend aber in den 1980er und 1990er Jahren, zu einem festen Bestandteil der historischen Forschungslandschaft und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,13],"tags":[],"class_list":["post-7065","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-calls-for-papers","category-networks"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7065","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7065"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7065\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":61367,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7065\/revisions\/61367"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7065"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7065"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7065"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}