{"id":72492,"date":"2023-12-15T02:05:00","date_gmt":"2023-12-15T02:05:00","guid":{"rendered":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=72492"},"modified":"2023-12-14T08:55:06","modified_gmt":"2023-12-14T08:55:06","slug":"vortrag-denise-berghold-caldwell-sorge-und-care-als-schwarzfeministische-konzepte-des-ueber-lebens-09-01-2024-wien-und-virtueller-raum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=72492","title":{"rendered":"Vortrag: Denise Berghold-Caldwell: Sorge und Care als schwarzfeministische Konzepte des (\u00dcber-)Lebens, 09.01.2024, Wien und virtueller Raum"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-72540 size-thumbnail\" title=\"via Website\" src=\"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/csm_RVO-WiSe23-komplett_e3356eaad6-1-150x150.png\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\"><strong>Referat Genderforschung der Univ. Wien &#8211; RGF: Ringvorlesung &#8222;Kulturelle Pluralit\u00e4t in Feminismus sichtbar machen&#8220;, WiSe 2023\/24<\/strong> <a href=\"https:\/\/gender.univie.ac.at\/veranstaltungen\/ringvorlesung-gender-studies\/kulturelle-pluralitaet-in-feminismus-sichtbar-machen-wise-2023\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">(Web)<\/a><\/p>\n<p>Zeit: 09.01.2024, 18.30 Uhr<br \/>\nOrt: Universit\u00e4t Wien und virtueller Raum<\/p>\n<p>Bedingt durch die historisch nachwirkende Situation globaler Ungleichheit, haben Schwarze Theoretikerinnen schon fr\u00fch begonnen sich mit Konzepten der Sorge auseinanderzusetzen (Davis 1972, Hartman 1997). Wie Angela Davis und Saidiya Hartman, haben sie drauf verwiesen, dass Sorgeverh\u00e4ltnisse und Care gerade im \u00dcberleben in der Plantage ein wichtiger Faktor war. Sich verwandtschaftsunabh\u00e4ngig um einander zu sorgen geh\u00f6rte f\u00fcr viele Menschen dazu, um die unberechenbare Eigenwilligkeit der Besitzer physisch und psychisch zu \u00fcberleben. Nicht nur die Erfahrungen der Plantage, sondern auch der Kolonialismus als weltver\u00e4ndernde und pr\u00e4gende Zeit, beeinflussen Konzeptionen der Sorge Schwarzer, afrikanischer und afrodiasporischer Theoretikerinnen. Die Konzeptionen sind sehr h\u00e4ufig von transnationalen und verbindenden Elementen gepr\u00e4gt, wie die afrikanische Philosophie Ubuntu (Hill Collins 1992\/2005) und sie fragen nach Vermittlungsebenen des Umgangs gegen eine Dehumanisierung (Wynter 2015) und diskutieren vermehrt, wie Sorge und Liebe aussehen kann jenseits der Frage um Identit\u00e4t und intersektionalen Kategorisierungen (Nash 2013).<\/p>\n<p>Denise Bergold-Caldwell hat Erzieherin gelernt und in der (feministischen) M\u00e4dchenarbeit gearbeitet. Sie studierte Erziehungswissenschaft, Psychologie, Friedens- und Konfliktforschung an der Philipps-Univ. Marburg (Deutschland). 2011 trat sie eine Doktorand:innen Stelle am Lehrstuhl f\u00fcr Sozialp\u00e4dagogik an und promovierte mit einem Themenschwerpunkt zu Bildungs- und Subjektivierungstheoretischen Fragen am Kreuzungspunkt von Geschlecht und race. Die Dissertation erschien 2020 unter dem Titel: \u201eSchwarze Weiblich*keiten. Intersektionale Perspektiven auf Bildungs- und Subjektivierungssprozesse\u201c. Seit 2022 ist sie Universit\u00e4tsassistentin (Post-Doc) am Center Interdisziplin\u00e4re Geschlechterforschung der Univ. Innsbruck.<\/p>\n<p><strong>Semesterprogramm<\/strong><!--more--><\/p>\n<ul>\n<li>24.10.2023: Magdalena Kraus: Feministische Perspektiven aus Lateinamerika<\/li>\n<li>07.11.2023: Liselotte Abid: Islamischer Feminismus: Die Quadratur des Kreises?<\/li>\n<li>21.11.2023: Martina Kopf: Wangari Maathai und \u00f6kofeministisches Denken in Kenia<\/li>\n<li>09.01.2024: Denise Berghold-Caldwell: Sorge und Care als schwarzfeministische Konzepte des (\u00dcber-)Lebens<\/li>\n<li>23.01.2024: Oy\u00e8r\u00f3nk\u1eb9\u0301 Oy\u011bw\u00f9m\u00ed: Who is Not Afraid of Gender?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Alle Vortr\u00e4ge werden online \u00fcbertragen, zum Zusehen ist eine Anmeldung \u00fcber die Website des RGF erforderlich <a href=\"https:\/\/gender.univie.ac.at\/veranstaltungen\/ringvorlesung-gender-studies\/kulturelle-pluralitaet-in-feminismus-sichtbar-machen-wise-2023\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">(Web)<\/a><\/p>\n<p><strong>Abstracts<\/strong> <a href=\"https:\/\/gender.univie.ac.at\/veranstaltungen\/ringvorlesung-gender-studies\/kulturelle-pluralitaet-in-feminismus-sichtbar-machen-wise-2023\/abstracts-der-vortraege\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">(Web)<\/a><\/p>\n<p>Ein langj\u00e4hriger Streitpunkt zwischen Feminist*innen des sogenannten globalen S\u00fcdens und europ\u00e4ischen\/westlichen Feministinnen war die Tatsache, dass der westliche Feminismus die reiche Geschichte von Frauen in Afrika, Asien, Lateinamerika und dem Pazifik, die in die Vergangenheit zur\u00fcckreicht, ignoriert hat. In \u00e4hnlicher Weise wird die Pluralit\u00e4t von Feminismen auf der ganzen Welt kaum anerkannt. Folglich sind die kulturell und historisch reichen afrikanischen, arabischen, karibischen, lateinamerikanischen, asiatisch-pazifischen und andere Feminismen in europ\u00e4ischen Gender-Lehrpl\u00e4nen immer noch unterrepr\u00e4sentiert. Zudem haben viele dieser nicht-westlichen Feminismen starke kulturelle und sozio-politische Traditionen, die sie definieren und voneinander unterscheiden.<br \/>\nDie Ringvorlesung konzentriert sich auf die Pr\u00e4senz von Feminismen in Afrika und einigen nichteurop\u00e4ischen\/nichtwestlichen Regionen in den Gender Studies. Somit zielt sie auf ein \u201cfeminist reimagining of communality affiliations and cultural practices, articulated not in isolation but rather in relations. It does not exalt one political concern (feminism) over another (multiculturalism); rather, it highlights and reinforces the mutual embeddedness between the two. (Shohat, 2001: 1). Wie Shohat weiter postulierte, \u201cmulticultural feminism takes as its starting point the cultural consequences of worldwide movements and dislocations of people associated with the development of \u2018global\u2019 or \u2018transnational\u2019 capitalism.\u201d (Shohat 2001:1). Tats\u00e4chlich bringen diese Bewegungen auch eine neue Dynamik in die Entwicklung von Feminismen in jenen Teilen der Welt, die auf den kulturellen Traditionen der Menschen aufbauen. Zudem ist zu beachten, dass \u201clike national borders, disciplinary borders too are out of synch with such transnational movements. The relational feminist approach demands moving beyond nation-bond and discipline bond teaching, curating and organizing. (Shohat 2001:1). Die Ringvorlesung nimmt Shohats Vorschlag auf, die wechselseitige Einbettung von Feminismus und kultureller Pluralit\u00e4t als zwei gleichberechtigten Anliegen hervorzuheben und zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Alle Vortr\u00e4ge sind \u00f6ffentlich zug\u00e4ngich und werden auch online \u00fcbertragen. F\u00fcr die virtuelle Teilnahme ist eine Anmeldung \u00fcber die Website des RGF erforderlich <a href=\"https:\/\/gender.univie.ac.at\/veranstaltungen\/ringvorlesung-gender-studies\/kulturelle-pluralitaet-in-feminismus-sichtbar-machen-wise-2023\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">(Web)<\/a><\/p>\n<p>Quelle: FEMALE-L@jku.at<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Referat Genderforschung der Univ. 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