{"id":72757,"date":"2023-09-27T02:27:00","date_gmt":"2023-09-27T02:27:00","guid":{"rendered":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=72757"},"modified":"2023-09-27T06:55:23","modified_gmt":"2023-09-27T06:55:23","slug":"cfp-the-straight-past-of-a-queer-present-nicht-heterosexuelles-begehren-und-verhalten-in-kulturgeschichte-und-kulturvergleich-event","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=72757","title":{"rendered":"CfP: The straight past of a queer present? Nicht-heterosexuelles Begehren und Verhalten in Kulturgeschichte und Kulturvergleich (Event, 04\/2024, Bamberg); bis: 10.11.2023"},"content":{"rendered":"<p><strong>F\u00fcnfte Jahrestagung des Arbeitskreises Sexualit\u00e4ten in der Geschichte (AKSG)<\/strong><\/p>\n<p>Zeit: 19.-20.04.2024<br \/>\nOrt: Bamberg<br \/>\nEinreichfrist: 10.11.2023<\/p>\n<p>Gleichgeschlechtliche Bindungen und die Regulierung sexuellen Verhaltens spiel(t)en in fast allen Kulturen weltweit eine zentrale Rolle. Gegenderte Verhaltensnormen weichen dabei oft stark voneinander ab, so dass eine genderdifferenzierende Betrachtung grunds\u00e4tzlich geboten ist. In besonderer Weise gilt dies f\u00fcr gleichgeschlechtliche Beziehungen. Im Mittelpunkt der Tagung soll die Frage nach der Regulierung gleichgeschlechtlichen Begehrens und homosexuellen Verhaltens stehen. Der Blick auf unterschiedliche Kulturen von der Antike bis zur Gegenwart soll dabei vor allem auf die sich verschiebenden Grenzen des Erlaubten gerichtet werden. Auf der f\u00fcnften Jahrestagung des Arbeitskreis Sexualit\u00e4ten in der Geschichte m\u00f6chten wir den Versuch unternehmen, die Schwerpunktsetzung zu erweitern und neben modernen auch vormoderne Sexualit\u00e4ten und der Ver\u00e4nderungen in der longue dur\u00e9e in den Blick zu nehmen.<br \/>\nNoch heute von gro\u00dfer Bedeutung, aber \u00f6ffentlich dethematisiert sind homoaffektive Bindungen in westlichen Gesellschaften des Globalen Nordens, wohingegen sie in den meisten vormodernen Gesellschaften explizit das Funktionieren politischer Institutionen, des sozialen Lebens und wirtschaftlicher Beziehungen garantierten; dies ging mit der sozialen \u00dcberwachung und kleinteiligen Reglementierung des sexuellen Verhaltens einher. Die emotionale Aufladung der Ehe als einer auf Dauer gestellten Form romantischer Verliebtheit im 19. Jhd. fand ihre Entsprechung in der Entstehung der modernen Psychologie, die das sexuelle Begehren als konstitutiven Teil der menschlichen Pers\u00f6nlichkeit begriff und nicht mehr als eine von au\u00dfen an den Menschen herangetragene Versuchung, der es zu widerstehen galt. Der \u00dcbergang von einer auf Familienbetrieben beruhenden Wirtschaftsweise zu einer Gesellschaft, in der abh\u00e4ngige Besch\u00e4ftigung und die Trennung von Wohnung und Arbeitsplatz die Norm war, beg\u00fcnstigte die Ausweitung dieses zun\u00e4chst b\u00fcrgerlichen Modells. Die sexuelle Orientierung eines Menschen wurde damit zu einem fait social, und der homosexuelle Mensch, der sich nicht romantisch in eine Person des anderen Geschlechts verlieben und daher <a href=\"https:\/\/www.hsozkult.de\/event\/id\/event-138879?utm_source=hskhtml&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=htmldigest\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8230; weiterlesen und Quelle (Web).<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcnfte Jahrestagung des Arbeitskreises Sexualit\u00e4ten in der Geschichte (AKSG) Zeit: 19.-20.04.2024 Ort: Bamberg Einreichfrist: 10.11.2023 Gleichgeschlechtliche Bindungen und die Regulierung sexuellen Verhaltens spiel(t)en in fast allen Kulturen weltweit eine zentrale Rolle. Gegenderte Verhaltensnormen weichen dabei oft stark voneinander ab, so dass eine genderdifferenzierende Betrachtung grunds\u00e4tzlich geboten ist. In besonderer Weise gilt dies f\u00fcr gleichgeschlechtliche Beziehungen. 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