{"id":72983,"date":"2023-10-13T02:04:00","date_gmt":"2023-10-13T02:04:00","guid":{"rendered":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=72983"},"modified":"2023-10-12T07:09:57","modified_gmt":"2023-10-12T07:09:57","slug":"cfp-religion-und-politisches-engagement-von-frauen-event-10-2024-berlin-bis-15-01-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=72983","title":{"rendered":"CfP: Religion und politisches Engagement von Frauen (Event, 10\/2024, Berlin); bis: 15.01.2024"},"content":{"rendered":"<p><strong>Stiftung Bundespr\u00e4sident-Theodor-Heuss-Haus; Gudrun Kruip<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.stiftung-heuss-haus.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">(Web)<\/a><\/p>\n<p>Zeit: 24.10.2024<br \/>\nOrt: Berlin<br \/>\nEinreichfrist: 15.01.2024<\/p>\n<p>Religion dient h\u00e4ufig \u2013 nicht immer \u2013 der Stabilisierung von Ordnung: Sie bietet Trost und Erkl\u00e4rungen f\u00fcr die Ungerechtigkeiten der Welt und macht die bestehenden Strukturen damit ertr\u00e4glicher. So scheint Religion auf den ersten Blick eher im Konservatismus als in liberalen oder progressiven Bewegungen verortet. Insbesondere orthodoxe Formen der Religion verfolgen in aller Regel ein repressives dichotomisches Geschlechterschema, das Frauen von der \u00d6ffentlichkeit und von der Macht ausschlie\u00dft und sie explizit dem reproduktiven Bereich zuordnet. Das mag ein Grund sein, warum religi\u00f6se Motive und religi\u00f6se Aktivit\u00e4ten von Frauen selten in den Blick geraten, wenn es um die Geschichte der Politisierung von Frauen und um ihr politisches Engagement geht. Doch trug Religion keineswegs nur zum Ausschluss der Frauen aus der Politik bei. Seit langem etwa verweist die Forschung auf die \u201eFeminisierung der Kirchen\u201c (Barbara Welter) im 19. Jhd., womit sie Frauen einen Raum f\u00fcr politisches Engagement boten.<br \/>\nDie Tagung will daher der Frage nachgehen, inwiefern Religion Frauen zum politischen Engagement motivierte \u2013 und zwar in der Zeit von der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jhds. bis heute. So k\u00f6nnen neben christlichen und j\u00fcdischen Perspektiven auch andere wie etwa muslimische Religiosit\u00e4t Ber\u00fccksichtigung finden oder auch die besonderen religi\u00f6sen Konstellationen, die sich aus der friedlichen Revolution in der DDR und der Wiedervereinigung ergab. Der Schwerpunkt liegt auf Deutschland, doch soll der Blick durchaus international und transnational geweitet werden. Politik wird dabei als die aktive Teilnahme an dem Bem\u00fchen verstanden, das Gemeinwesen zu gestalten und gesellschaftliche Ver\u00e4nderungen herbeizuf\u00fchren. Im Spannungsfeld zwischen Zivilgesellschaft, Parteien und Staat soll dabei ausdr\u00fccklich auf den diskursiv als \u00f6ffentlich markierten Raum geschaut werden, der in der b\u00fcrgerlichen Geschlechterordnung prinzipiell den M\u00e4nnern zugeschrieben wurde. Das ist umso interessanter, als feministische Theorien die Konstruktion dieser Dichotomisierung als eine Grundlage weiblicher Unterdr\u00fcckung sehen und ihre \u00dcberwindung zum erkl\u00e4rten Ziel feministischer Politik machten, denn gerade in der Lebenswelt von Frauen lassen sich Privates und \u00d6ffentliches keineswegs klar trennen. Ma\u00dfgeblich \u00fcber Frauen wurde Religion zu einem Spezifikum der <a href=\"https:\/\/www.hsozkult.de\/event\/id\/event-139212?utm_source=hskhtml&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=htmldigest\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">&#8230; weiterlesen und Quelle (Web)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stiftung Bundespr\u00e4sident-Theodor-Heuss-Haus; Gudrun Kruip (Web) Zeit: 24.10.2024 Ort: Berlin Einreichfrist: 15.01.2024 Religion dient h\u00e4ufig \u2013 nicht immer \u2013 der Stabilisierung von Ordnung: Sie bietet Trost und Erkl\u00e4rungen f\u00fcr die Ungerechtigkeiten der Welt und macht die bestehenden Strukturen damit ertr\u00e4glicher. So scheint Religion auf den ersten Blick eher im Konservatismus als in liberalen oder progressiven Bewegungen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,16,7],"tags":[],"class_list":["post-72983","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-calls-for-papers","category-topic_1968","category-history-of-european-womens-movements"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/72983","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=72983"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/72983\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":72987,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/72983\/revisions\/72987"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=72983"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=72983"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=72983"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}