{"id":7456,"date":"2011-12-07T01:01:36","date_gmt":"2011-12-07T01:01:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.univie.ac.at\/Geschichte\/salon21\/?p=7456"},"modified":"2022-05-19T16:14:13","modified_gmt":"2022-05-19T16:14:13","slug":"symposium-musik-und-genderdiskurs-16-18-02-2011-freiburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=7456","title":{"rendered":"Symposium: Musik und Genderdiskurs, 16.-18.02.2011, Freiburg"},"content":{"rendered":"<p><strong>Zentrum f\u00fcr Anthropologie und Gender Studies der Universit\u00e4t Freiburg (ZAG)<\/strong><a href=\"http:\/\/www.zag.uni-freiburg.de\/fgs\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> (Web)<\/a>; <strong>Musikhochschule Freiburg; Carl-Schurz-Haus (Deutsch-Amerikanisches-Institut)<\/strong><br \/>\nZeit: 16.-18.02.2012<br \/>\nOrt: Freiburg, Carl-Schurz-Haus, Eisenbahnstra\u00dfe 58-62, 79098 Freiburg<br \/>\nM\u00e4nner und die Konstruktion von M\u00e4nnlichkeit r\u00fccken derzeit stark ins Blickfeld. Sind die Fragen, die vor gut 50 Jahren unter dem Titel ,Frau und Musik? am Anfang einer genderorientierten Musikwissenschaft standen, inzwischen beantwortet? Keinesfalls.<br \/>\nNach wie vor gilt es, den Anteil von Frauen an Musik und Musikgeschichte aufzuarbeiten und ihre Hinterlassenschaften zu sichern, heute allerdings mit einem erweiterten Forschungsansatz. So sind etwa unterschiedliche Handlungsspielr\u00e4ume von Frauen und M\u00e4nnern in den Blick ger\u00fcckt. Konstruktionen von ,Weiblichkeit? und ,M\u00e4nnlichkeit? sind ebenso hinterfragt wie deren bipolare Verengung. <!--more--><br \/>\nIn der notierten europ\u00e4ischen Musik hat das Spiel mit Geschlechterrollen eine weit zur\u00fcckreichende Tradition. Diverse Geschlechterregelungen und Musikverbote (religi\u00f6se, st\u00e4ndische, ethnische, biologisch legitimierte) haben dazu herausgefordert, sie zu hintergehen. Hohe Stimmen k\u00f6nnen au\u00dfer als ,weiblich\u2018 auch mit ,engelhaft?, ,g\u00f6ttlich? oder hochherrschaftlich ,rein? konnotiert sein, unabh\u00e4ngig davon, wer sie ausf\u00fchrt. Keusch lebende ,heilige? Frauen und M\u00e4nner wurden im monastischen Kontext lange geschlechtlich von profanen unterschieden, ebenso wie Kastraten, die bis ins 18. Jahrhundert hinein als gesondertes Geschlecht gelten. Die sichtbare und vorget\u00e4uschte Camouflage spielt von Beginn an auch im Musiktheater eine zentrale Rolle. Mit der Kolonialisierung und der Globalisierung konnten auch ganz andere Konzepte des Musizierens entdeckt werden. In elektronischer Musik, in der T\u00f6ne synthetisch erzeugt und die Ton produzierenden menschlichen K\u00f6rper durch Maschinen ersetzt werden, oder in sogenannter \u201aNetzmusik\u2019 ist indessen der Geschlechterdiskurs nicht aufgehoben, wie anf\u00e4nglich vermutet worden war. Vielmehr hat sich das Spielfeld durch die digitalen Medien und das Internet entschieden verbreitert, nicht zuletzt in Bezug auf die Selbstinszenierung von Stimme und K\u00f6rper. Es bleiben grunds\u00e4tzliche Fragen offen. Gibt es eine geschlechtsneutrale Musik? Welche Bedeutung haben erweiterte Geschlechterkonzepte in der gegenw\u00e4rtigen Musiktheorie und Musikpraxis? Wird Musik geschlechterspezifisch vermittelt?<br \/>\n<strong>Programm<\/strong><br \/>\n<strong> Donnerstag 16. Februar 20 h c.t.<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Prof. Dr. Eva Rieger (Vaduz, Liechtenstein): Von der Frauenforschung zu den Genderstudien am Beispiel Richard Wagners; Moderation und Diskussion: Prof. Dr. Janina Klassen (Freiburg), Prof. Dr. Nina Degele (Freiburg)<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Freitag, 17. Februar<\/strong><strong>: Panel &#8222;K\u00f6rper&#8220; <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>15:15 \u2013 15:30 Er\u00f6ffnung<\/li>\n<li>15:30 \u2013 16:15 PD Dr. Christa Br\u00fcstle (UDK Berlin): K\u00f6rper in der modernen Musik. Objekte, Medien, Kreaturen<\/li>\n<li>16:15 \u2013 17:00 Prof. Dr. Rolf Gro\u00dfmann (L\u00fcneburg): \u201eZeigt uns die Instrumente!\u201c K\u00f6rperlose Medien und ihre Musik<\/li>\n<li>17:30 \u2013 18:15 Julia Gerlach (Karlsruhe): K\u00f6rper \u2013 Musik \u2013 Gender. Effekte von Medialisierung und Theatralisierung auf zeitgen\u00f6ssische Musikpraxen<\/li>\n<li>18:15 \u2013 19:00 Kirsten Reese (Berlin): live und medial, abstrakt und real, virtuell und physisch \u2013 Zur Pr\u00e4senz von K\u00f6rpern und R\u00e4umen in elektronischer Musik und akustischer Kunst<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>19:00 \u2013 20:00 Er\u00f6ffnung der Ausstellung \u201eSophisticated Ladies \u2013 Women and Jazz\u201c<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>20:15 \u2013 21:45 Podiumsdiskussion der Vortragenden, Moderation und Diskussion Prof. Dr. Janina Klassen (Freiburg)<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Samstag, 18. Februar: <\/strong><strong>Panel &#8222;Stimme&#8220; <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>9:15 \u2013 10:00 Dr. des. Anke Charton (Leipzig): Was dem Manne die Bruststimme, das ist dem Weibe das Falset \u2013 Die Erfindung des Stimmgeschlechts<\/li>\n<li>10:00 \u2013 10:45 Prof. Dr. Corinna Herr (Saarbr\u00fccken): \u201cD\u2019abord il est naturel &amp; vrai-semblable que tous les hommes ayent la voix m\u00e2le.\u201d Singstimme und M\u00e4nnlichkeit in Frankreich zwischen dem 17. und dem 19. Jahrhundert<\/li>\n<li>11:15 \u2013 12:00 Sarah Lipfert (Freiburg): \u201eDie Stimmen von morgen\u201c \u2013 Singen im Klassenzimmer versus Castingshows<\/li>\n<li>12:00 \u2013 12:45 Dr. Fernand H\u00f6rner (Freiburg): \u201cAin\u2019t no particular sign I\u2019m more compatible with.\u201d Genderinszenierung durch eigene und fremde Stimmen bei Prince<\/li>\n<li>13:00 \u2013 14:30 Podiumsdiskussion der Vortragenden, Moderation und Diskussion Dr. Cornelia Bartsch (Basel)<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Ausstellung<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>\u201eSophisticated Ladies \u2013 Women and Jazz\u201c von Arne Reimer (Leipzig), Kuratorin: Friederike Schulte (Freiburg): 17. Februar 2012 \u2013 19. April 2012, Carl-Schurz-Haus<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zentrum f\u00fcr Anthropologie und Gender Studies der Universit\u00e4t Freiburg (ZAG) (Web); Musikhochschule Freiburg; Carl-Schurz-Haus (Deutsch-Amerikanisches-Institut) Zeit: 16.-18.02.2012 Ort: Freiburg, Carl-Schurz-Haus, Eisenbahnstra\u00dfe 58-62, 79098 Freiburg M\u00e4nner und die Konstruktion von M\u00e4nnlichkeit r\u00fccken derzeit stark ins Blickfeld. 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