{"id":74641,"date":"2024-02-07T02:50:00","date_gmt":"2024-02-07T02:50:00","guid":{"rendered":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=74641"},"modified":"2024-02-07T07:20:20","modified_gmt":"2024-02-07T07:20:20","slug":"cfp-koerperlichkeit-und-koerpervorstellungen-in-der-vormoderne-als-methodische-und-praktische-herausforderungen-event-07-2024-bochum-bis-08-03-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=74641","title":{"rendered":"CfP: K\u00f6rperlichkeit und K\u00f6rpervorstellungen in der Vormoderne als methodische und praktische Herausforderungen (Event, 07\/2024, Bochum); bis: 08.03.2024"},"content":{"rendered":"<p><strong>Maren Lorenz, Ruhr-Univ. Bochum<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.ruhr-uni-bochum.de\/fnzgg\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Web)<\/a><\/p>\n<p>Zeit: 18.-19.07.2024<br \/>\nOrt: Ruhr Univ. Bochum<br \/>\nEinreichfrist: 08.03.2024<\/p>\n<p>K\u00f6rper sind omnipr\u00e4sent und Kristallisationspunkt von Werten und Normen in Gegenwart wie Vergangenheit. In den Geschichtswissenschaften haben sich historische Repr\u00e4sentationen von K\u00f6rperlichkeit seit den 1990er-Jahren als Forschungsgegenstand etabliert. Die K\u00f6rpergeschichte hat sich mittlerweile zu einer beinahe ubiquit\u00e4ren Forschungsperspektive entwickelt. Dabei hat sie im R\u00fcckgriff auf ganz unterschiedliche theoretisch-methodische Ans\u00e4tze bislang eine Vielzahl von Aspekten in den Blick genommen, darunter K\u00f6rpererfahrungen, K\u00f6rperwissen, K\u00f6rperpraktiken, K\u00f6rpertechniken, rekonstruiert aber vor allem, wie in vergangenen Gesellschaften durch je spezifische K\u00f6rpervorstellungen Macht- und Herrschaft, soziale Strukturen und Institutionen legitimiert bzw. delegitimiert wurden. Durch ihre k\u00f6rperbezogenen Fragestellungen wurden bereits bekannte Quellen anders befragt, aber auch v\u00f6llig neue Quellengruppen erschlossen. Auch die Verzahnung der Kategorie K\u00f6rper mit anderen Analysekategorien wie Geschlecht, Stand, Alter und Religion\/Konfession und last but not least, Ethnisierung\/Rassifizierung, hat sich in der Praxis als produktiv erwiesen und erst sichtbar gemacht, wie gesellschaftliche Differenzierung \u00fcber K\u00f6rpernormen und Ontologisierung von K\u00f6rperlichkeit im Wortsinne \u201asubkutan\u2018 hergestellt wird, wie Hierarchisierungen, Prozesse und Strukturen von Inklusion und Exklusion legitimiert und dabei gleichzeitig dem Diskursivierbaren scheinbar entzogen werden.<br \/>\nMittlerweile besteht in der aktuellen k\u00f6rpergeschichtlichen Forschung weitgehend Konsens dar\u00fcber, dass der Kollektivbegriff K\u00f6rper nicht als anthropologische, bio-chemisch zu identifizierende Konstante betrachtet werden kann, sondern, dass selbst individuelle K\u00f6rper kontextspezifisch und immer \u00fcber medial vermittelte (auch verschiedene Sinne ansprechende non-verbale) \u201aSprache\u2018 K\u00f6rper- und damit Welterfahrung erst generieren, somit wandelbar sind und nicht transhistorisch oder transkulturell Geltung beanspruchen k\u00f6nnen. Vor diesem Grundkonsens wird im Rahmen des Workshops die unterschiedliche methodische und arbeitspraktische Herangehensweise aktueller Dissertationsprojekte an den historischen Forschungsgegenstand K\u00f6rper\/K\u00f6rperlichkeit reflektiert. <a href=\"https:\/\/www.hsozkult.de\/event\/id\/event-141836?utm_source=hskhtml&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=htmldigest\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weiterlesen und Quelle &#8230; (Web)<\/a><\/p>\n<p>Expertinnen: Julia Heinemann (Antwerpen\/Wien), Michaela Hohkamp (Hannover) und Xenia von Tippelskirch (Frankfurt\/M.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Maren Lorenz, Ruhr-Univ. Bochum (Web) Zeit: 18.-19.07.2024 Ort: Ruhr Univ. Bochum Einreichfrist: 08.03.2024 K\u00f6rper sind omnipr\u00e4sent und Kristallisationspunkt von Werten und Normen in Gegenwart wie Vergangenheit. 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