{"id":77213,"date":"2024-08-22T02:10:00","date_gmt":"2024-08-22T02:10:00","guid":{"rendered":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=77213"},"modified":"2024-08-18T09:06:32","modified_gmt":"2024-08-18T09:06:32","slug":"ausstellung-dinge-bewegen-gegenstaende-und-ihre-juedischen-geschichten-bis-10-11-2025-st-poelten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=77213","title":{"rendered":"Ausstellung: Dinge bewegen. Gegenst\u00e4nde und ihre j\u00fcdischen Geschichten, bis 10.11.2025, St. P\u00f6lten"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-77216 size-thumbnail\" title=\"Sammlung kleiner Dinge von Hanna Kuh c NOe Museum Betriebs GmbH Foto Klaus Pichler\" src=\"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Sammlung-kleiner-Dinge-von-Hanna-Kuh-c-NOe-Museum-Betriebs-GmbH-Foto-Klaus-Pichler-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><strong>Ehemalige Synagoge St. P\u00f6lten<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.ehemalige-synagoge.at\/de\/ausstellungen\/ausstellungen2024\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Web)<\/a><\/p>\n<p>Laufzeit bis: 10.11.2025<br \/>\nOrt: Ehemalige Synagoge St. P\u00f6lten<\/p>\n<p>Menschen sind \u2013 freiwillig oder durch Zwang \u2013 unterwegs. Sie nehmen Dinge mit oder lassen sie zur\u00fcck, sie bewegen sie von einem Ort zum anderen. Aber diese Dinge bewegen auch emotional, vor allem diejenigen, welche zur\u00fcckgelassen werden mussten oder verloren gegangen sind. Mit ihnen verbinden Fl\u00fcchtlinge und Vertriebene ihre Familie, Heimat und Kultur. So werden einfache Gebrauchsgegenst\u00e4nde Symbole f\u00fcr Verlust und materiell wertlose Dinge zu kostbaren Erinnerungsst\u00fccken.<br \/>\nDie Ausstellung zeigt diese \u00e4u\u00dferen und inneren Bewegungen anhand einiger Gegenst\u00e4nde, deren j\u00fcdische Besitzer\/innen von den Nationalsozialisten vertrieben wurden. Diese Dinge sind somit Zeugen einer Gewaltgeschichte. Wenn sie selbst einem gewaltsamen Eingriff ausgesetzt waren, ergibt sich eine weitere Bewegung: Durch die Besch\u00e4digung wurden ihre materielle Beschaffenheit und ihr Aussehen ver\u00e4ndert. Damit \u00e4nderte sich aber auch ihre Verwendung: sie wurden entsorgt, zweckentfremdet oder, wie viele Ritualobjekte, zu einem Museumsst\u00fcck.<br \/>\nSchlie\u00dflich steht das Upcycling im Fokus, das in der j\u00fcdischen Tradition bereits seit der Antike einen gro\u00dfen Stellenwert hat. Allerdings darf die Wiederverwendung nur in \u201eaufsteigender\u201c Bewegung erfolgen: ein weltlicher Gegenstand darf f\u00fcr einen heiligen Zweck gebraucht werden, wie etwa ein Brautkleid, das zu einem Toravorhang umgearbeitet wird. Die umgekehrte Richtung ist verboten. Heute hat das Upcycling eine globale Dimension: Ein aus einer Fahrradkette hergestellter Chanukka-Leuchter steht f\u00fcr Nachhaltigkeit und Verantwortung.<\/p>\n<p>Kuratorin: Martha Keil | Design: Renate Stockreiter | Koordination: Heidrun Wenzel | Projektbetreuung: Ariadni Yfanti<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ehemalige Synagoge St. P\u00f6lten (Web) Laufzeit bis: 10.11.2025 Ort: Ehemalige Synagoge St. P\u00f6lten Menschen sind \u2013 freiwillig oder durch Zwang \u2013 unterwegs. Sie nehmen Dinge mit oder lassen sie zur\u00fcck, sie bewegen sie von einem Ort zum anderen. Aber diese Dinge bewegen auch emotional, vor allem diejenigen, welche zur\u00fcckgelassen werden mussten oder verloren gegangen sind. 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