{"id":77336,"date":"2024-08-28T02:37:00","date_gmt":"2024-08-28T02:37:00","guid":{"rendered":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=77336"},"modified":"2024-08-27T06:45:44","modified_gmt":"2024-08-27T06:45:44","slug":"77336","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=77336","title":{"rendered":"CfP: Arbeiter:innenkulturen: Alltag jenseits der Arbeit (Publikation); bis: 30.09.2024"},"content":{"rendered":"<p><strong>Arbeit &#8211; Bewegung &#8211; Geschichte: Zeitschrift f\u00fcr historische Studien<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.arbeit-bewegung-geschichte.de\/arbeiterinnenkulturen-alltag-jenseits-der-arbeit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Web)<\/a><\/p>\n<p>Einreichfrist: 30.09.2024<\/p>\n<p>Die kulturelle Praxis von Arbeiter:innen als historische Subjekte r\u00fcckte innerhalb der westdeutschen Historiographie der 1970er- und 1980er-Jahre verst\u00e4rkt in den Brennpunkt des Interesses. Besonders zwei Schwerpunkte in der Untersuchung von proletarischen Lebensweisen und Lebenswelten auf der Mikroebene des gesellschaftlichen Lebens sch\u00e4lten sich heraus: Zum einen die Fokussierung auf eine \u201eArbeiterkultur\u201c der Arbeiter:innenbewegung in zumeist organisierter Form, wie etwa im Arbeiter:innensport oder in Verb\u00e4nden der Arbeiter:innenjugend. Zum anderen eine Geschichte des Alltags von Arbeiter:innen und ihren lebensweltlichen Erfahrungs- und Wahrnehmungsweisen sowie eines Handelns, das in und jenseits des Betriebs mitunter nicht \u201eklassenbewusst\u201c, sondern von Eigensinn gepr\u00e4gt war. Auch in der DDR besch\u00e4ftigten sich Historiker:innen mit \u00e4hnlichen Fragestellungen. Im Zentrum der Untersuchungen standen zuvorderst Ph\u00e4nomene aus der Zeit des Kaiserreichs und der Weimarer Republik, aber auch Br\u00fcche und Transformationen infolge der NS-Herrschaft und ab 1945. Bis heute in der deutschsprachigen Historiographie pr\u00e4sent sind etwa das mit der \u201eAlltagsgeschichte\u201c entwickelte Konzept des \u201eEigen-Sinns\u201c oder methodische Ans\u00e4tze wie \u201eOral History\u201c. An letzterem wird auch der politische Anspruch einiger Historiker:innen ersichtlich, die f\u00fcr eine demokratische \u201eGeschichte von unten\u201c bis dato kaum verzeichnete Stimmen von Arbeiter:innen als Zeitzeug:innen erhoben. Ebenso f\u00e4llt die Gr\u00fcndung erster \u201eGeschichtswerkst\u00e4tten\u201c in diese Zeit, wodurch auch geschichtswissenschaftliche Autodidakt:innen der Neuen Sozialen Bewegungen zur Erforschung insbesondere lokaler Alltagskulturen beitrugen. Die erste Hochphase einer Geschichtsschreibung der \u201eArbeiterkultur\u201c ist also inzwischen auch zum Gegenstand der Zeit- oder der Wissen(schaft)sgeschichte geworden.<br \/>\nHeute hat die Alltagskultur der Arbeiter:innen ihren festen, wenn auch nicht omnipr\u00e4senten Platz in der Historiografie. Zumindest verdeutlichen Tagungen wie jene zur \u201eGesellschaftsgeschichte der Arbeiterinnen\u201c im vergangenen Jahr in Heidelberg ein weiterhin vorhandenes Interesse an einer Kulturgeschichte des Proletariats auf der Ebene des Alltags, w\u00e4hrend zugleich das Vergessen fr\u00fcherer Forschungsans\u00e4tze und -ergebnisse aus den 1980er-Jahren konstatiert wird. <a href=\"https:\/\/www.arbeit-bewegung-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/CfP-zu-Arbeiter_innenkulturen_ABG.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weiterlesen &#8230; (PDF)<\/a><\/p>\n<p>Quelle: H-Soz-Kult<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Arbeit &#8211; Bewegung &#8211; Geschichte: Zeitschrift f\u00fcr historische Studien (Web) Einreichfrist: 30.09.2024 Die kulturelle Praxis von Arbeiter:innen als historische Subjekte r\u00fcckte innerhalb der westdeutschen Historiographie der 1970er- und 1980er-Jahre verst\u00e4rkt in den Brennpunkt des Interesses. 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