{"id":77771,"date":"2024-10-10T05:42:22","date_gmt":"2024-10-10T05:42:22","guid":{"rendered":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=77771"},"modified":"2024-10-12T07:24:07","modified_gmt":"2024-10-12T07:24:07","slug":"schreibworkshop-sexualisierte-gewalt-und-ihr-beschweigen-in-der-ethnographischen-und-historisch-anthropologischen-forschung-12-2024-graz-bis-04-11-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=77771","title":{"rendered":"CfP: Sexualisierte Gewalt und ihr Beschweigen in der ethnographischen und historisch\/anthropologischen Forschung (Schreibworkshop, 12\/2024, Graz); bis: 04.11.2024"},"content":{"rendered":"<p><strong>S\u00fcdosteurop\u00e4ische Geschichte und Anthropologie (SEEHA), Univ. Graz<\/strong> <a href=\"https:\/\/online.uni-graz.at\/kfu_online\/wbforschungsportal.cbshowportal?pPersonNr=106594\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Web)<\/a><strong><strong><br \/>\n<\/strong><\/strong><\/p>\n<p>Zeit: 02.-03.12.2024<br \/>\nOrt: Univ. Graz<br \/>\nEinreichfrist: 04.11.2024<\/p>\n<p>Sexualisierte Gewalt ist allgegenw\u00e4rtig und damit auch Teil des Forschungsalltags von ethnografisch oder historisch arbeitenden Anthropolog:innen aller Geschlechter. Sie ist in Forschungsthemen pr\u00e4sent, mehr noch in Erfahrungen, die Forschungspartner:innen teilen oder die wir Forscher:innen im Feld oder aus historischen Quellen erfahren. Dennoch finden die Thematisierung und das Verschriftlichen von Gewalterfahrungen im Prozess des wissenschaftlichen Arbeitens selten ihren expliziten Platz. Es gibt kaum R\u00e4ume, um sich im Forschungsprozess \u00fcber sexualisierte Gewalt und den Umgang damit auszutauschen. Erst recht wurde \u00fcber das Schreiben \u00fcber Begegnungen mit sexualisierter Gewalt im Feld oder im Archiv bisher kaum geforscht und publiziert. Der Workshop zielt daher darauf ab, Umgangsstrategien im Schreiben \u00fcber und gegen sexualisierte Gewalt zu erarbeiten.<br \/>\nSexualisierte Gewalt ist h\u00e4ufig nicht erz\u00e4hlbar. In Interviewsituationen oder Erz\u00e4hlungen unserer Forschungspartner:innen, aber auch in Beobachtungen und in unserem Erleben als Forschende und in archivalischen Quellen wird sie ver- und beschwiegen \u2013 und ist doch pr\u00e4sent. Als wissenschaftliche Akteur:innen sind wir in historio- wie in ethnographischen Forschungen selbst in Gef\u00fcge von Ohnmacht und Handlungsmacht verstrickt, die es auch im Schreibprozess stetig auszuloten gilt. Macht-Wissen-Verstrickungen wirken sich darauf aus, wie wir sexualisierte Gewalt thematisieren, und sollten in ihrem historischen Gewachsensein ebenso wie im Blick auf aktuelle normative Wissenspraxen hinterfragt werden. Im Rahmen des Workshops m\u00f6chten wir daher auch gegen eine Kontinuit\u00e4t patriarchaler Skripte anschreiben und die Vielstimmigkeit von Erfahrungen und Umgangsstrategien mit sexualisierter Gewalt entfalten.<br \/>\nIn dem zweit\u00e4gigen Workshop tauschen die Teilnehmer:innen sich \u00fcber individuelle Bez\u00fcge zum Thema \u201aSchreiben \u00fcber das Schweigen \u00fcber sexualisierte Gewalt\u2018 aus. Sie setzen sich mit dem Umgang mit sexualisierter Gewalt in historischen Quellen auseinander und reflektieren Feldmaterial unter supervisorischer Begleitung. Ein Schreibworkshop soll uns schlie\u00dflich im Kollektiv in eigene Schreibprozesse hineinbegleiten. Der Fokus liegt damit auf den wissenschaftlichen Akteur:innen, die <a href=\"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/CALL-FOR-PARTICIPATION_Schreibworkshop_2024.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8230; weiterlesen (PDF)<\/a><\/p>\n<p>Organisatorinnen: Christina Sterni\u0161a und Heike Karge (SEEHA); Katharina Eisch-Angus und Lydia Arantes (Institut f\u00fcr Kulturanthropologie und Europ\u00e4ische Ethnologie, Univ. Graz); Almut S\u00fclzle (Supervisorin\/Ethnografin, Berlin)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>S\u00fcdosteurop\u00e4ische Geschichte und Anthropologie (SEEHA), Univ. Graz (Web) Zeit: 02.-03.12.2024 Ort: Univ. Graz Einreichfrist: 04.11.2024 Sexualisierte Gewalt ist allgegenw\u00e4rtig und damit auch Teil des Forschungsalltags von ethnografisch oder historisch arbeitenden Anthropolog:innen aller Geschlechter. 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