{"id":7871,"date":"2012-01-26T03:47:05","date_gmt":"2012-01-26T03:47:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.univie.ac.at\/Geschichte\/salon21\/?p=7871"},"modified":"2022-05-19T16:14:08","modified_gmt":"2022-05-19T16:14:08","slug":"ausstellungen-jugend-im-nationalsozialismus-30-01-29-03-2012-detmold","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=7871","title":{"rendered":"Ausstellungen: Jugend im Nationalsozialismus, 30.01.-29.03.2012, Detmold"},"content":{"rendered":"<p><strong>Landesarchiv NRW, Abteilung Ostwestfalen-Lippe<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.archive.nrw.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Web)<\/a><br \/>\nZeit: 30.01.2012 bis 29.03.2012,<br \/>\nOrt: Landesarchiv NRW, Abteilung Ostwestfalen-Lippe, Willi-Hofmann-Str. 2, 32756 Detmold<br \/>\nAm 10. M\u00e4rz 1943 wurden die jugendlichen Br\u00fcder L. von der Kriminalpolizei in das Konzentrationslager Auschwitz \u201e\u00fcberf\u00fchrt\u201c. Zur Begr\u00fcndung hei\u00dft es in den Akten: Die damals jugendlichen Br\u00fcder h\u00e4tten demnach <em>\u201eihre Arbeit aufgegeben und treiben sich umher. Sie sollen sich angeblich in Milspe-Voerde im Zigeunerlager Wuppermannshof &#8230; aufhalten\u201c<\/em> und dort <em>\u201eeine Bude gebaut haben\u201c<\/em>. Jugendliches Verhalten, das nicht den Vorstellungen der NS-Politik entsprach oder nach den Ma\u00dfst\u00e4ben der NS-Ideologie \u201easozial\u201c war, wurde brutal geahndet. Konfessionelle, politische oder andere Jugendorganisationen jenseits von Hitler-Jugend und Bund Deutscher M\u00e4del wurden verboten und verfolgt. Viele der dort Aktiven bezahlten ihr Engagement mit dem Leben.<br \/>\nDie Ausstellung \u201eJugend im Nationalsozialismus\u201c, die am 30. Januar 2012 um 19 Uhr mit Prof. Dr.in Barbara Stambolis aus Paderborn im Landesarchiv NRW er\u00f6ffnet wird, zeigt, wie junge Menschen der Geburtsjahrg\u00e4nge von ca. 1920 bis etwa 1940 w\u00e4hrend der Zeit des nationalsozialistischen Regimes vereinnahmt und verfolgt wurden.<!--more--><br \/>\nDie Ausstellungsmacher Dietmar Freiesleben und Stephan Druciak vom Historischen Centrum Hagen betitelten die Pr\u00e4sentation zum Thema \u201eJugend im Nationalsozialismus\u201c mit dem bekannten Zitat aus der Reichenberger Rede Hitlers zur Reichstagswahl 1938 <em>\u201e&#8230;und sie werden nicht mehr frei&#8230;\u201c. <\/em>Die Wanderausstellung zeigt, welchen Einfluss der Nationalsozialismus auf Kinder und Jugendliche nahm. Sie thematisiert die verschiedenen Lebensbereiche von Jungen und M\u00e4dchen und veranschaulicht ihren Alltag \u2013 auch in den Ghettos und Konzentrationslagern. Die Ausstellung wurde mit Exponaten aus dem Landesarchiv NRW angereichert, um besonders die unterschiedlichen jugendlichen Opfergruppen noch mehr in den Blickpunkt zu r\u00fccken. Denn das Regime des Nationalsozialismus missbrauchte den zu Beginn des 20. Jahrhunderts virulenten Jugend-Mythos in singul\u00e4rer Weise. Der Nationalsozialismus inszenierte sich als junge Bewegung und in Formen der b\u00fcndischen Jugend. Tats\u00e4chlich wurden viele M\u00e4dchen und Jungen aus rassistischen oder politischen Gr\u00fcnden ausgegrenzt, verfolgt und ermordet, oder die child survivors \u00fcberlebten v\u00f6llig verwaist. Heute wei\u00df man, dass das Trauma zwei, drei Generationen danach noch wirksam ist.<br \/>\nDie Pr\u00e4sentation, zu der es umfangreiches archivp\u00e4dagogisches Begleitmaterial gibt, soll zeigen, wo eine Gesellschaft endet, die Werten wie Vielfalt, Toleranz und Demokratie keinen Raum gibt. Die Ausstellung richtet sich sowohl an die Betroffenen-Generation und deren Kinder als auch an Schulen und historisch Interessierte. Jugendgruppen und Schulklassen werden nach Terminabsprache von der Archivp\u00e4dagogin Heike Fiedler M.A. in die Geschichte der \u201eJugend im Nationalsozialismus\u201c eingef\u00fchrt.<br \/>\nAu\u00dferdem bietet das Landesarchiv NRW am Mittwoch, den 7. Februar 2012, eine Fortbildung f\u00fcr Lehrerinnen und Lehrer an, bei der die Ausstellung und die didaktische Vermittlung der Situation von Kindern und Jugendlichen w\u00e4hrend der NS-Zeit vertieft werden (Anmeldung erbeten).<br \/>\nDie Kenntnis der Geschichte erschlie\u00dft sich nicht zuletzt aus Zeugnissen derjenigen, die \u2013 in diesem Fall \u2013 antisemitische Verfolgung als junge Menschen selbst erlebt haben. Kaum etwas ber\u00fchrt mehr als der Bericht derjenigen, die selbst oft nur mit viel Gl\u00fcck dem Holocaust entkamen, aber die Ermordung ihnen nahe stehender Menschen miterleben mussten. Die Detmolder Historikerin Gudrun Mitschke-Buchholz wird am Montag, den 12. M\u00e4rz 2012, um 19 Uhr aus Interviews mit antisemitisch Verfolgten lesen.<br \/>\nDie Ausstellung und das Rahmenprogramm reihen sich ein in die zahlreichen Veranstaltungen und Aktivit\u00e4ten zum 27. Januar, dem Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz.<br \/>\nAusstellungsort:<br \/>\nLandesarchiv NRW Abt. Ostwestfalen-Lippe<br \/>\nWilli-Hofmann-Stra\u00dfe 2, 32756 Detmold<br \/>\n\u00d6ffnungszeiten:<br \/>\nmontags 8-19 Uhr, dienstags bis donnerstags 8-16 Uhr, freitags 8-13 Uhr<br \/>\nKontakt, auch f\u00fcr Gruppenf\u00fchrungen:<br \/>\nDr.in Bettina Joergens<br \/>\nLandesarchiv NRW Abt. OWL, Willi-Hifmann-Str. 2m<br \/>\n32756 Detmold<br \/>\n05231\/766-0<br \/>\n05231\/766-114<br \/>\nowl@lav.nrw.de<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.archive.nrw.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Archivportal NRW<\/a><br \/>\nQuelle: http:\/\/hsozkult.geschichte.hu-berlin.de\/termine\/id=18272<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Landesarchiv NRW, Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Web) Zeit: 30.01.2012 bis 29.03.2012, Ort: Landesarchiv NRW, Abteilung Ostwestfalen-Lippe, Willi-Hofmann-Str. 2, 32756 Detmold Am 10. M\u00e4rz 1943 wurden die jugendlichen Br\u00fcder L. von der Kriminalpolizei in das Konzentrationslager Auschwitz \u201e\u00fcberf\u00fchrt\u201c. Zur Begr\u00fcndung hei\u00dft es in den Akten: Die damals jugendlichen Br\u00fcder h\u00e4tten demnach \u201eihre Arbeit aufgegeben und treiben sich umher. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4,19],"tags":[],"class_list":["post-7871","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-events","category-catgory_praesentationen_ausstellungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7871","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7871"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7871\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":61255,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7871\/revisions\/61255"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7871"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7871"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7871"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}