{"id":78858,"date":"2013-01-06T20:48:00","date_gmt":"2013-01-06T20:48:00","guid":{"rendered":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=78858"},"modified":"2025-01-06T20:56:45","modified_gmt":"2025-01-06T20:56:45","slug":"klicktipp-kirsten-heinsohn-und-claudia-kemper-geschlechtergeschichte-essay","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=78858","title":{"rendered":"Klicktipp: Kirsten Heinsohn und Claudia Kemper: Geschlechtergeschichte (Essay)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ver\u00f6ffentlicht im Themenportal Docupedia-Zeitgeschichte<\/strong> <a href=\"https:\/\/docupedia.de\/zg\/Geschlechtergeschichte\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Web)<\/a><\/p>\n<p><strong>Geschlechtergeschichte<\/strong><br \/>\nKirsten Heinsohn und Claudia Kemper<\/p>\n<p>&#8222;Geschlecht, so die These des Beitrags von Kirsten Heinsohn und Claudia Kemper im Anschluss an die Forschung, ist keine geschlossene oder gar ausdiskutierte Kategorie. Vielmehr ist das, was unter Geschlecht verstanden wird, ein fortlaufender Aushandlungsprozess, der insbesondere im Hinblick auf seine strukturgebenden und situativen Bedeutungen zu historisieren ist. Die Autorinnen skizzieren das Forschungsfeld \u201eGeschlechtergeschichte\u201c, stellen zentrale theoretische \u00dcberlegungen vor und entwickeln schlie\u00dflich Perspektiven f\u00fcr eine geschlechterhistorisch erweiterte Zeitgeschichte.<\/p>\n<p>Das Geschlecht gilt als ein grundlegendes \u201enat\u00fcrliches\u201d Identit\u00e4tsmerkmal jedes Menschen.[1] Von Geburt an \u2013 manchmal auch schon davor \u2013 werden wir einer von zwei Kategorien zugeordnet: m\u00e4nnlich oder weiblich.[2] Diese prim\u00e4re Zuordnung konstituiert dann laufend und meist unhinterfragt eine zentrale Achse gesellschaftlicher Ordnung, die sich historisch aber durchaus variabel pr\u00e4sentieren kann. Die im 19. Jahrhundert gefestigte europ\u00e4isch-b\u00fcrgerliche Ordnung der Geschlechter wird seit den 1960er-Jahren im Zuge einer kritischen \u00dcberpr\u00fcfung von Ordnungskategorien moderner Gesellschaften zur Diskussion gestellt. Etwa seit den 1980er-Jahren wenden einige Historiker\/innen die Fragestellungen und Erkenntnisse dieser Debatte auch auf historische Themen an.<br \/>\nGemessen an der Anzahl von Einf\u00fchrungs- oder \u00dcberblickstexten scheint die Geschlechtergeschichte inzwischen eine etablierte Perspektive der Geschichtswissenschaft zu sein.[3] Insbesondere in den USA entwickelte sich seit den 1960er- und 1970er-Jahren zun\u00e4chst die Frauen-, seit den 1980er-Jahren dann die Geschlechtergeschichte zu einem historischen Forschungsfeld, das eine grundlegende Perspektive jeder kritischen Gesellschaftsanalyse darstellt.[4] Dort, wie auch wenig sp\u00e4ter in Europa, konstituierte sich die Frauen- und Geschlechtergeschichte in enger Wechselwirkung mit gesellschaftlichen Aufbr\u00fcchen und Wandlungsprozessen, vor allem im Kontext einer neuen Welle der Frauenbewegung, der feministischen Diskussion und der sozialen \u00d6ffnung der Universit\u00e4ten. Jedoch institutionalisierte sich die Bewegung in den USA weitaus besser als in Europa. Schon in den 1980er-Jahren setzte sich die Frauengeschichte an den historischen Fakult\u00e4ten durch[5] und konnte sich als anerkanntes Spezialgebiet in der US-amerikanischen Geschichtswissenschaft etablieren.<br \/>\nIn der europ\u00e4ischen, insbesondere in der bundesdeutschen Forschungslandschaft sieht dies etwas anders aus.&#8220; <a href=\"https:\/\/docupedia.de\/zg\/Geschlechtergeschichte\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weiterlesen &#8230; (Web)<\/a><\/p>\n<p>Zitation: Kirsten Heinsohn, Claudia Kemper, Geschlechtergeschichte, Version: 1.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte (04.12.2012),<br \/>\nhttp:\/\/docupedia.de\/zg\/heinsohn_kemper_geschlechtergeschichte_v1_de_2012, DOI: http:\/\/dx.doi.org\/10.14765\/zzf.dok.2.254.v1<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ver\u00f6ffentlicht im Themenportal Docupedia-Zeitgeschichte (Web) Geschlechtergeschichte Kirsten Heinsohn und Claudia Kemper &#8222;Geschlecht, so die These des Beitrags von Kirsten Heinsohn und Claudia Kemper im Anschluss an die Forschung, ist keine geschlossene oder gar ausdiskutierte Kategorie. 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