{"id":79855,"date":"2025-03-18T02:02:00","date_gmt":"2025-03-18T02:02:00","guid":{"rendered":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=79855"},"modified":"2025-03-16T09:40:28","modified_gmt":"2025-03-16T09:40:28","slug":"cfp-wenn-der-tag-zu-ende-geht-nachtarbeit-seit-dem-19-jahrhundert-11-2025-bielefeld-bis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=79855","title":{"rendered":"CfP: Wenn der Tag zu Ende geht. Nachtarbeit seit dem 19. Jahrhundert (11\/2025, Bielefeld); bis: 01.05.2025"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-76445 size-thumbnail\" title=\"Bild (Ausschnitt) via Website\" src=\"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/cropped-image009-e1501323662746-1-1-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><strong>Anna Horstmann und Martin Lutz, Univ. Bielefeld <\/strong><a href=\"https:\/\/ekvv.uni-bielefeld.de\/pers_publ\/publ\/EinrichtungDetail.jsp?orgId=10022\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Web)<\/a>;<strong> Marcel Bois, Forschungsstelle f\u00fcr Zeitgeschichte in Hamburg <\/strong><a href=\"https:\/\/zeitgeschichte-hamburg.de\/home.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Web)<\/a><strong> in Koop. mit der German Labour History Association <\/strong><a href=\"https:\/\/www.germanlabourhistory.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Web)<\/a><\/p>\n<p>Zeit: 24.-25.11.2025<br \/>\nOrt: Univ. Bielefeld<br \/>\nEinreichfrist: 01.05.2025<\/p>\n<p>Ob Pflegerin im Krankenhaus, Portier im Hotel, Stahlarbeiter am Abstich oder Ingenieurin im Kraftwerk: Sie alle vereint die Notwendigkeit, nachts arbeiten zu m\u00fcssen. Nachtarbeit gilt als eine Form atypischer Arbeitszeiten. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr diese Form des Arbeitens sind vielf\u00e4ltig und basieren auf technischen, wirtschaftlichen, sozialen oder kulturellen Anforderungen. Letztere betreffen meist Berufe, die mit dem gro\u00dfst\u00e4dtischen \u201eNachtleben\u201c verbunden sind wie Barkeeper:innen, T\u00fcrsteher:innen oder auch Sexarbeiter:innen. Technisch bedingt ist kontinuierliche Schichtarbeit dann, wenn Produktions- oder Arbeitsprozesse nicht unterbrochen werden k\u00f6nnen, wie etwa in der Chemieindustrie. Sozial notwendig ist Nachtarbeit etwa in Krankenh\u00e4usern und anderen Einrichtungen der \u00f6ffentlichen Versorgung. Wirtschaftliche Ursachen finden sich in der Gewinnmaximierung, etwa durch l\u00e4ngere Maschinenlaufzeiten.<br \/>\nNachtarbeit tritt also in den unterschiedlichsten Branchen auf, dementsprechend viele Menschen m\u00fcssen in den Abendstunden ihrem Beruf nachgehen. Betroffen sind nicht nur die Nachtarbeitenden selbst, auch das Umfeld ist gezwungen, sich dem Arbeitsrhythmus anzupassen. Gleichzeitig ist unser Zusammenleben auf diese Nacharbeit angewiesen. Trotzdem ist sie nach wie vor ein wenig erforschtes Feld der Labour History. Ob und in welcher Weise die Arbeit \u201egegen die Uhr\u201c thematisiert wird, h\u00e4ngt stark von Faktoren wie Branche, gewerkschaftlicher Repr\u00e4sentation, politischem System und sozio\u00f6konomischen Status der Betroffenen ab. So war es etwa in der Bundesrepublik gesellschaftlich akzeptiert, dass Kellnerinnen bis sp\u00e4t in die Nacht arbeiteten. Industriearbeiterinnen war genau dieses hingegen bis 1992 verboten. In der DDR war zeitgleich die Nacharbeit von Frauen politisch wie wirtschaftlich erw\u00fcnscht.<\/p>\n<p>Die Veranstalter:innen laden dazu ein, Beitragsvorschl\u00e4ge zu sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Aspekten der Nachtarbeit einzusenden. Es bieten sich eine ganze Reihe von Komplexen an, die auf der Tagung behandelt werden k\u00f6nnen:<br \/>\n&#8211; Fallbeispiele f\u00fcr unterschiedliche Formen von Nachtarbeit<br \/>\n&#8211; Organisation und Regulierung von Nachtarbeit in unterschiedlichen Staaten und\/oder Branchen<!--more-->&#8211; ihre Verwissenschaftlichung im 19. und 20. Jahrhundert<br \/>\n&#8211; Repr\u00e4sentation und Erfahrung von Nachtarbeit<br \/>\n&#8211; ihre technische und bauliche Bedingtheit (k\u00fcnstliche Beleuchtung etc.)<br \/>\n&#8211; ihre r\u00e4umliche und regionale Dimension<\/p>\n<p>Die Veranstalter:innen freuen sich ferner \u00fcber Vortr\u00e4ge, die Geschlechter- und Klassenzugeh\u00f6rigkeiten oder Migrationserfahrungen in den Mittelpunkt stellen. Auch ist es denkbar, dass Beitragende den Wert von Arbeit sowie Humanisierungsm\u00f6glichkeiten- und grenzen in ihre \u00dcberlegungen aufnehmen. Welche Rolle spielten Gesundheit und Krankheit f\u00fcr Nachtarbeitende? Wie sah ihr Verh\u00e4ltnis zu Freizeit aus?<\/p>\n<p>Beitragsvorschl\u00e4ge im Umfang von 1.500 bis 2.000 Zeichen in deutscher Sprache sowie eine Kurz-Biografie werden bis zum 1. Mai 2025 an anna.horstmann@uni-bielefeld.de erbeten. Eine Benachrichtigung \u00fcber die Auswahl erfolgt bis Mitte Juni 2025. Die Tagung wird am 24.\/25. November 2025 an der Universit\u00e4t Bielefeld stattfinden. Wir erstatten die Reisekosten und stellen eine \u00dcbernachtungsm\u00f6glichkeit.<br \/>\nTagung an der Universit\u00e4t Bielefeld in Kooperation mit der German Labour History Associati-on: Nachtarbeit tritt in den unterschiedlichsten Branchen auf, dementsprechend viele Men-schen m\u00fcssen in den Abendstunden ihrem Beruf nachgehen. Betroffen sind nicht nur die Nachtarbeitenden selbst, auch das Umfeld ist gezwungen, sich dem Arbeitsrhythmus anzu-passen. Gleichzeitig ist unser Zusammenleben auf diese Nacharbeit angewiesen. Trotzdem ist sie nach wie vor ein wenig erforschtes Feld der Labour History \u2013 das m\u00f6chte diese Tagung \u00e4ndern. Wir laden dazu ein, Beitragsvorschl\u00e4ge zu sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Aspekten der Nachtarbeit einzusenden.<\/p>\n<p>Quelle: HSozKult<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anna Horstmann und Martin Lutz, Univ. Bielefeld (Web); Marcel Bois, Forschungsstelle f\u00fcr Zeitgeschichte in Hamburg (Web) in Koop. mit der German Labour History Association (Web) Zeit: 24.-25.11.2025 Ort: Univ. Bielefeld Einreichfrist: 01.05.2025 Ob Pflegerin im Krankenhaus, Portier im Hotel, Stahlarbeiter am Abstich oder Ingenieurin im Kraftwerk: Sie alle vereint die Notwendigkeit, nachts arbeiten zu m\u00fcssen. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,14,6],"tags":[],"class_list":["post-79855","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-calls-for-papers","category-migration-2","category-topic_pflegecare"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/79855","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=79855"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/79855\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":79861,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/79855\/revisions\/79861"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=79855"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=79855"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=79855"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}