{"id":83897,"date":"2025-12-22T02:41:02","date_gmt":"2025-12-22T01:41:02","guid":{"rendered":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=83897"},"modified":"2025-12-24T08:45:45","modified_gmt":"2025-12-24T07:45:45","slug":"cfp-bias-und-herrschaft-in-geschichte-und-geschichtswissenschaft-eine-experimentierwerkstatt-02-wien-bis-10-01-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=83897","title":{"rendered":"CfP: Bias und Herrschaft in Geschichte und Geschichtswissenschaft. Eine Experimentierwerkstatt (02\/2026, Wien); bis: 10.01.2026"},"content":{"rendered":"<p><b>Julia Gebke; Institute for Habsburg and Balkan Studies (IHB), \u00d6sterreichische Akademie der Wissenschaften (\u00d6AW)<\/b> <a href=\"https:\/\/www.oeaw.ac.at\/ihb\/personen\/gebke-julia\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Web)<\/a><\/p>\n<p>Zeit: 12.-13.02.2026<br \/>\nOrt: Univ. Wien<br \/>\nEinreichfrist: 10.01.2026<\/p>\n<p>Mit dem Begriff &#8222;Bias&#8220; lassen sich implizite Vorannahmen \u00fcber die Welt fassen, die gr\u00f6\u00dftenteils unbewusst und durch Sozialisation erworben werden. Die Wirkm\u00e4chtigkeit von sozialer Ungleichheit und struktureller Diskriminierung l\u00e4sst sich nicht ohne ein Verst\u00e4ndnis von Bias erkl\u00e4ren. Bias und Herrschaft sind untrennbar miteinander verkn\u00fcpft. Die Experimentierwerkstatt will ergebnisoffen ausloten, welches Potential im Konzept Bias f\u00fcr die Geschichtswissenschaften und f\u00fcr die Geschichte steckt. Dabei begeben wir uns im k\u00f6rperfreundlichen Rahmenprogramm in kreativen Schreibsessions in Kombination mit K\u00f6rperarbeit auch auf die Suche von eigenen impliziten Vorannahmen.<br \/>\nDie Aufkl\u00e4rung sagte den Vorurteilen den Kampf an; ihre Waffe, die Vernunft. Sapere aude war nicht der einzige, aber ein zentraler Schlachtruf. Der Traum, Vorurteilen mit Logik den Garaus zu machen, liegt gr\u00f6\u00dftenteils begraben. Ursache daf\u00fcr ist u.a. unser erweitertes Verst\u00e4ndnis davon, wie implizite Vorannahmen \u00fcber die Welt und damit auch der Stoff, aus dem Vorurteile gemacht sind, durch Sozialisation unausweichlich in den verschiedenen Ebenen unseres Bewusstseins und unserer Kognition eingewoben sind. Dieser Prozess l\u00e4sst sich mit dem Schlagwort Bias greifen. Die Wirkm\u00e4chtigkeit von sozialer Ungleichheit und struktureller Diskriminierung l\u00e4sst sich nicht ohne ein Verst\u00e4ndnis von Bias erkl\u00e4ren. Bias und Herrschaft sind untrennbar miteinander verkn\u00fcpft. Der Begriff Bias wird heute in verschiedensten Disziplinen verwendet und hat sich zu einem universell einsetzbaren Schlagwort mit verschiedenen Bedeutungsebenen gewandelt. Dadurch wird er paradoxerweise vage und spezifisch zugleich. Die Plattform Anti-Bias weist darauf hin, dass Wissenschaftler:innen mehr als 170 verschiedene Bias-Typen ausformuliert haben und diskutieren. Manche sind in der Gesellschaft gel\u00e4ufiger (racial bias, gender bias, data bias), andere weniger bekannt (judicial bias, mood-congruent memory bias). \u00dcberwiegend weisen heutige Bias-Definitionen auf kognitive Verzerrungseffekte und ihre Auswirkungen als Hindernisse f\u00fcr Inklusion und Diversit\u00e4t hin. Bias wird verst\u00e4rkt als etwas Negatives wahrgenommen, das es zu \u00fcberwinden gilt. <a href=\"https:\/\/www.hsozkult.de\/event\/id\/event-159529\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weiterlesen und Quelle &#8230; (Web)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Julia Gebke; Institute for Habsburg and Balkan Studies (IHB), \u00d6sterreichische Akademie der Wissenschaften (\u00d6AW) (Web) Zeit: 12.-13.02.2026 Ort: Univ. 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