{"id":85522,"date":"2026-05-18T03:14:34","date_gmt":"2026-05-18T01:14:34","guid":{"rendered":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=85522"},"modified":"2026-05-18T08:59:16","modified_gmt":"2026-05-18T06:59:16","slug":"cfp-freizeit-und-die-ambivalenzen-sozialer-ordnung-in-der-zweiten-haelfte-des-20-jahrhunderts-04-2027-hamburg-bis-20-07-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=85522","title":{"rendered":"CfP: Freizeit und die Ambivalenzen sozialer Ordnung in der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts (04\/2027, Hamburg); bis: 20.07.2026"},"content":{"rendered":"<p><b>Forschungsstelle f\u00fcr Zeitgeschichte in Hamburg (FZH); Professur \u201eGeschichte der Gegenwart\u201c, Historisches Seminars, Univ. Siegen<\/b> <a href=\"https:\/\/www.hsozkult.de\/event\/id\/event-162330?utm_source=hsozkult&amp;utm_medium=htmlnl&amp;utm_campaign=mailings-2026-5&amp;utm_content=readon\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Web)<\/a><\/p>\n<p>Zeit: 22.-23.04.2027<br \/>\nOrt: Forschungsstelle f\u00fcr Zeitgeschichte in Hamburg<br \/>\nEinreichfrist: 20.07.2026<\/p>\n<p>Freizeit ist ein umk\u00e4mpftes Terrain. Das gilt nicht erst seit den 1990er Jahren als etwa Helmut Kohl forderte, Deutschland d\u00fcrfe kein \u201ekollektiver Freizeitpark\u201c werden, oder erst seit der Rede \u00fcber \u201eLifestyle-Teilzeit\u201c. Bereits seit dem ausgehenden 19. Jhd. nahmen die Versuche zu, die nach und nach vermehrt freigesetzte Zeit zu reglementieren und zu gestalten. Darin war Freizeit zun\u00e4chst eng an ihr Komplement \u2013 Arbeit \u2013 gebunden und blieb auch stets auf dieses Verh\u00e4ltnis bezogen. Im Verlauf des 20. Jhds. stand jedoch die Reproduktion der Arbeitskraft bald nicht mehr allein im Zentrum der ihr zugeschriebenen Funktionen. Vielmehr wurde Freizeit nun verst\u00e4rkt als eigenst\u00e4ndig relevant f\u00fcr kollektive wie individuelle Lebensqualit\u00e4t und als Chance zur Pers\u00f6nlichkeitsentfaltung verstanden. Freizeit, so eine These des Workshops, wurde auf diese Weise zu einem zentralen Ort der Genese, Aushandlung und Transformation der sozialen Ordnung.<br \/>\nIn der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jhds. war Freizeit folglich ein zentraler Teil und Gegenstand so divergierender Felder wie etwa der Konsumkultur und Waren\u00e4sthetik, raum-, st\u00e4dte- und landschaftsplanerischer Prozesse, politischer und wissenschaftlicher Debatten, aber auch sich wandelnder Selbstverh\u00e4ltnisse und K\u00f6rperpraktiken. Kurzum, Freizeit durchdrang zunehmend alle Lebensbereiche \u2013 sogar die Arbeit selbst. Das gilt im Allgemeinen sowohl f\u00fcr die sozialistischen als auch liberal-kapitalistischen Staaten Europas.<br \/>\nDer Workshop nutzt Freizeit in diesem umfassenden Sinne als Sonde, um die zweite H\u00e4lfte des 20. Jhds. in der deutschen sowie europ\u00e4ischen Geschichte zu vermessen. Diese Perspektive vermag es, Ambivalenzen und Widerspr\u00fcche der in der zeithistorischen Forschung ausgemachten Z\u00e4suren der j\u00fcngsten Vergangenheit sichtbar zu machen. In den 1950er Jahren war die reale Zunahme der Freizeit sowie ihre Antizipation im Automatisierungsdiskurs sowohl begleitet von einer kulturpessimistischen Kritik als auch einer technoutopischen Hoffnung der Befreiung von Arbeit. Einen derart hohen Zuwachs, wie mitunter erwartet, erfuhr Freizeit indes seit <a href=\"https:\/\/www.hsozkult.de\/event\/id\/event-162330?utm_source=hsozkult&amp;utm_medium=htmlnl&amp;utm_campaign=mailings-2026-5&amp;utm_content=readon\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8230; weiterlesen und Quelle (Web)<\/a><\/p>\n<p>Quelle: HSozKult <a href=\"https:\/\/www.hsozkult.de\/event\/id\/event-162330?utm_source=hsozkult&amp;utm_medium=htmlnl&amp;utm_campaign=mailings-2026-5&amp;utm_content=readon\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Web)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Forschungsstelle f\u00fcr Zeitgeschichte in Hamburg (FZH); Professur \u201eGeschichte der Gegenwart\u201c, Historisches Seminars, Univ. Siegen (Web) Zeit: 22.-23.04.2027 Ort: Forschungsstelle f\u00fcr Zeitgeschichte in Hamburg Einreichfrist: 20.07.2026 Freizeit ist ein umk\u00e4mpftes Terrain. 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