{"id":86202,"date":"2026-07-14T02:30:00","date_gmt":"2026-07-14T00:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=86202"},"modified":"2026-07-17T08:03:50","modified_gmt":"2026-07-17T06:03:50","slug":"cfp-mode-als-profession-die-etablierung-akademischer-modeausbildungen-im-deutschsprachigen-raum-von-etwa-1910-bis-in-die-1970er-jahre","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=86202","title":{"rendered":"CfP: Mode als Profession. Die Etablierung akademischer Modeausbildungen\u202fim deutschsprachigen\u202fRaum\u202fvon etwa\u202f1910\u202fbis\u202fin die\u202f1970er\u202fJahre (02\/2027, Berlin); bis: 31.08.2026"},"content":{"rendered":"<p><b>Britta Bommert (Lipperheidesche Kost\u00fcmbibliothek, Kunstbibliothek Berlin), Birgit Haase (Hochschule f\u00fcr Angewandte Wissenschaften Hamburg) und Katharina Tietze (Z\u00fcrcher Hochschule der K\u00fcnste); Kulturforum und netzwerk mode textil e.V.<\/b> <a href=\"https:\/\/www.netzwerk-mode-textil.de\/index.php?option=com_flexicontent&amp;view=category&amp;cid=37&amp;Itemid=129&amp;lang=de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Web)<\/a><\/p>\n<p>Zeit: 18.-19.02.2027<br \/>\nOrt: Kulturforum, Berlin<br \/>\nEinreichfrist: 31.08.2026<\/p>\n<p>Mode als Profession \u2013 unter diesem Titel wird die Etablierung akademischer und berufsschulischer Ausbildungen auf dem Gebiet der Kleidermode im deutschsprachigen Raum von etwa 1910 bis in die 1970er Jahre in den Fokus genommen. F\u00fcr die Geschichte der Modeausbildung(en) haben vor allem zwei grundlegende Entwicklungen seit dem ausgehenden 19. Jhd. Relevanz: Zum einen Neuerungstendenzen der sogenannten Kunstgewerbe-Bewegung mit der Gr\u00fcndung entsprechender Lehranstalten, zum anderen die mit dem Erstarken der Frauenbewegung einhergehende \u201eF\u00f6rderung der weiblichen Erwerbst\u00e4tigkeit\u201c. Beide Str\u00f6mungen \u2013 die k\u00fcnstlerisch-\u00e4sthetischen wie die praktisch-utilen \u2013 korrelierten in neuen (Aus-)Bildungsangeboten auf dem als traditionell spezifisch weiblich konnotierten Feld der Textil- und Bekleidungsgestaltung.<br \/>\nZu den Professionen der Mode, die im Verlauf des 20. Jhds. zunehmende offizielle Anerkennung und zumindest in Teilen auch eine erste akademisch-wissenschaftliche Institutionalisierung erfuhren, z\u00e4hlten verschiedene Lehrbereiche, wie beispielsweise das Entwerfen von Kleidung, Mode und Accessoires, Modezeichnung, Fertigungsprozesse und textile Schmucktechniken, Modephotographie, Modejournalismus sowie andere Fachgebiete. In allen Bereichen waren vor allem Frauen \u2013 als Lehrende und als Sch\u00fclerinnen \u2013 t\u00e4tig, deren Wirken und Viten bis heute nur teilweise bekannt bzw. generell wenig erforscht sind. Im Rahmen des Symposiums wird es um verschiedene Ans\u00e4tze zur Institutionalisierung entsprechender Lehr- und Ausbildungsg\u00e4nge im Spannungsfeld von berufsbildenden und Kunst(hoch)schulen gehen. Damit soll Ausbildungsst\u00e4tten im deutschsprachigen Raum Sichtbarkeit verliehen, sollen ihre Leistungen im Bereich der akademischen Modelehre herausgearbeitet und die teilweise institutions\u00fcbergreifenden Netzwerke ihrer Protagonist:innen aufgezeigt werden. Neben zentralen <!--more-->Fragestellungen zur Sichtung und Erg\u00e4nzung des aktuellen Forschungsstands, zur Erschlie\u00dfung der heterogenen Quellenbasis, zur Erstellung historischer \u00dcberblicke sowie zur substanziellen Begriffsarbeit sollen u.a. folgende Aspekte Ber\u00fccksichtigung finden:<\/p>\n<ul>\n<li>Institutionalisierung \u2013 Orte, Formen und Strukturen akademischer und berufsschulischer Modeausbildungen im deutschsprachigen Raum. Wo, wann, in welcher Art und vor allem mit welchen Intentionen wurde mit der hoch- bzw. berufsschulischen Lehre im Bereich Mode begonnen?<\/li>\n<li>Unterrichtsinhalte \u2013 Welche Aufschl\u00fcsse erlauben Curricula und didaktische Strukturen?<\/li>\n<li>Genese \u2013 Welche grundlegenden Entwicklungen akademischer und berufsschulischer Modeausbildungen im deutschen Sprachraum sind zwischen etwa 1910 und 1970\/80 zu verzeichnen, und welche R\u00fcckschl\u00fcsse f\u00fcr die Profession Mode lassen sich daraus ziehen?<\/li>\n<li>Mode als \u201eFrauenfach\u201c? \u2013 Welche beruflichen M\u00f6glichkeiten haben die Ausbildungen f\u00fcr Frauen erschlossen? Mit welchen Schwierigkeiten hatten sie zu k\u00e4mpfen? Welche Rolle spielten die im \u201eFrauenfach\u201d Mode unterrepr\u00e4sentierten M\u00e4nner bzw. queere Personen? Welche exemplarischen Biografien von Leitungspersonen, Lehrenden und Sch\u00fcler:innen versprechen Aufschl\u00fcsse \u00fcber soziale Hintergr\u00fcnde und Motivationen?<\/li>\n<li>(Sozial-)Politischer Kontext \u2013 Nationalismus vs. Internationalisierung; der Pariser Einfluss \u2013 Adaption oder Emanzipation. Welche gesellschaftlichen Bedarfe und politischen Ideen beeinflussten die Institutionalisierung der akademischen und berufsschulischen Modeausbildungen? (Einfluss der Industrie, Wirtschaftsf\u00f6rderung u.a.)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Symposium dient der interdisziplin\u00e4ren Vernetzung von Forschungsinteressen, dem Austausch erster Erkenntnisse zum Untersuchungsgegenstand und der Erarbeitung weiterf\u00fchrender Thesen, um Perspektiven f\u00fcr die Erforschung der Anf\u00e4nge akademischer und berufsschulischer Modeausbildungen im deutschsprachigen Raum aufzuzeigen. Damit soll einem Thema Sichtbarkeit verliehen werden, das konstitutiv f\u00fcr das Fachgebiet \u201eMode \u2013 Kleidung \u2013 Textil\u201c ist, bislang aber wenig erforscht wurde.<\/p>\n<p>Die Publikation eines Tagungsbandes wird angestrebt.<\/p>\n<p>Geplant sind Vortr\u00e4ge von 20 Minuten L\u00e4nge.<\/p>\n<p>Wir bitten um Einreichungen bestehend aus einer Projektbeschreibung (ca. 300 W\u00f6rter) und biografischen Angaben (ca. 150 W\u00f6rter) bis zum 31. August 2026 an modeausbildungen@smb.spk-berlin.de<\/p>\n<p>Bei Bedarf kann ein formloser Antrag auf eine Reisekostenbezuschussung mit einer ungef\u00e4hren Berechnungsgr\u00f6\u00dfe eingereicht werden.<\/p>\n<p>Kontakt: F\u00fcr R\u00fcckfragen stehen Britta Bommert (b.bommert@smb.spk-berlin.de), Birgit Haase (birgit.haase@haw-hamburg.de) und Katharina Tietze (katharina.tietze@zhdk.ch) zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Quelle: HSozKult <a href=\"https:\/\/www.hsozkult.de\/event\/id\/event-163505?utm_source=hsozkult&amp;utm_medium=htmlnl&amp;utm_campaign=mailings-2026-7&amp;utm_content=readon\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Web)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Britta Bommert (Lipperheidesche Kost\u00fcmbibliothek, Kunstbibliothek Berlin), Birgit Haase (Hochschule f\u00fcr Angewandte Wissenschaften Hamburg) und Katharina Tietze (Z\u00fcrcher Hochschule der K\u00fcnste); Kulturforum und netzwerk mode textil e.V. 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