{"id":941,"date":"2008-03-28T11:12:08","date_gmt":"2008-03-28T09:12:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.univie.ac.at\/Geschichte\/salon21\/?p=941"},"modified":"2022-05-19T16:21:40","modified_gmt":"2022-05-19T16:21:40","slug":"cfp-pop-und-mannlichkeit-event-deadline-150508","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salon21.univie.ac.at\/?p=941","title":{"rendered":"CfP: Pop und M\u00e4nnlichkeit (Event), Deadline: 15.05.08"},"content":{"rendered":"<p><strong>Tagung zur F\u00f6rderung des wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich Genderforschung und im Bereich Kulturwissenschaften an der  Otto-von-Guericke-Universit\u00e4t Magdeburg<\/strong><\/p>\n<p>Termin: 3. und 4. Juli 2008<br \/>\nOrt: Otto-von-Guericke-Universit\u00e4t Magdeburg<\/p>\n<p>Seit den 1990er Jahren sind sowohl \u201aPop\u2019 als auch \u201aM\u00e4nnerforschung\u2019 zentrale Bezugpunkte akademischer Praxis. \u201aPop\u2019 als eine lose Formation von Bildertypen, deren Wirkung allgegenw\u00e4rtig ist, reizt zu verschiedenen Formen kritischer Auseinandersetzung an. Da \u201aPop\u2019 ein System multimedialer Praxen darstellt, ist eine gegenwartsorientierte Kulturwissenschaft, die dieses Ph\u00e4nomen umgeht, undenkbar.<br \/>\nEbenso undenkbar sind Gender-Studies, die sich ausschlie\u00dflich der Frauenbildforschung widmen. Obwohl das Vorurteil, dass \u201aGender\u2019 ein vorrangig weibliches Feld w\u00e4re, noch nicht v\u00f6llig \u00fcberwunden ist, l\u00e4sst sich feststellen, dass die Besch\u00e4ftigung mit M\u00e4nnlichkeit seit sp\u00e4testens Ende der 1990er Jahre f\u00fcr GenderforscherInnen unverzichtbar geworden ist.<br \/>\n\u201aPop\u2019 als zentraler Bezugspunkt der Gegenwart ist ein ergiebiger Gegenstand f\u00fcr Bilderforschung, weil \u201aPop\u2019 spielerisch <!--more-->auf die Tradition zur\u00fcckgreift, sich ihrer bedient, neu ordnet, sie teilweise verwirft \u2013 und historisch gepr\u00e4gte Bilderwelten neu belebt. Interessanterweise akzentuiert \u201aPop\u2019 oftmals ganz bestimmte Sichtweisen auf \u201aM\u00e4nnlichkeit\u2019 und \u201aWeiblichkeit\u2019. Wagen wir einen kritischen Blick auf dem Kosmos des Pop, etwa die HipHop-Bewegung, den so genannten \u201aTestosteron Sound\u2019 der sp\u00e4ten 90er oder die snobistische Popliteratur um 2000 aus m\u00e4nnlicher Feder, dann wird ein laut t\u00f6nender Diskurs um das \u201are-barbarisierte Mannsein\u2019 vernehmbar. Das Offenlegen des doing male gender, das in der Popkultur so augenf\u00e4llig wird, weil \u201aPop\u2019 verdeutlicht, wie mit Signifikanten gespielt wird, ist nat\u00fcrlich noch nicht gleichbedeutend mit Maskulinismus, d.h. mit einer Re-Etablierung als m\u00e4nnlich geltender Werte und der Re-Inszenierung von Geschlechtergrenzen. Da jedoch ein nicht geringer Teil der popkulturellen Besch\u00e4ftigung mit M\u00e4nnlichkeit bewusst auf performative Muster zur\u00fcckgreift, die ganz traditionelle Anspr\u00fcche an M\u00e4nner formuliert, wirken Teile der Popkultur maskulinistisch. Der Pop-Maskulinismus ist zweifelsohne br\u00fcchig und die Popkultur destruiert M\u00e4nnerbilder genauso nachhaltig wie sie male gender re-inszeniert.<br \/>\nEine Auseinandersetzung mit popkultureller M\u00e4nnlichkeit bedarf keines expliziten Feminismus`, um kritisch zu sein, weil bereits durch die Analyse die Grenzen des Horizonts sichtbar werden, in denen sich die kulturellen Praxen, die Vorstellung von male gender, gebildet haben.<\/p>\n<p>Die Tagung soll dem Austausch von NachwuchswissenschaftlerInnen dienen, deren Forschungsthema im Zusammenhang mit Geschlechterforschung und Gegenwartskultur steht.<br \/>\nAuch historisch orientierte Gender-studies sind in diesem Zusammenhang sehr interessant, weil jenseits von historisch gepr\u00e4gten Bilderwelten, die Rede von \u201aPop\u2019 keinen Bestand hat.<\/p>\n<p>Alle interessierten NachwuchswissenschaftlerInnen, die sich mit Forschungsthemen und der Vorstellung von Projekten an der Tagung beteiligen m\u00f6chten, bitten wir um Zusendung von Vorschl\u00e4gen oder Arbeitspapieren bis zum 15. Mai 2008<\/p>\n<p>Eine Erstattung der Reisekosten f\u00fcr die ReferentInnen wird angestrebt.<\/p>\n<p>Dr.in Katja Kauer<br \/>\nOtto-von-Guericke-Universit\u00e4t<br \/>\nInstitut f\u00fcr Germanistik<br \/>\nZschokkestr. 32, Geb. 40<br \/>\n39104 Magdeburg<br \/>\nTel. 0391\/6716695<br \/>\nkatja_kauer_hegemann#yahoo.de<\/p>\n<p>Dr.in Ramona Myrrhe<br \/>\nOtto-von-Guericke-Universit\u00e4t<br \/>\nKoordinierungsstelle f\u00fcr Frauen- und Geschlechterforschung<br \/>\nPostfach 4120<br \/>\n39016 Magdeburg<br \/>\nRamona.Myrrhe#ovgu.de<\/p>\n<p>aus: Newsletter des AKHFG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tagung zur F\u00f6rderung des wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich Genderforschung und im Bereich Kulturwissenschaften an der Otto-von-Guericke-Universit\u00e4t Magdeburg Termin: 3. und 4. 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