100 Jahre WISO: Bilanzen und Perspektiven. Tagung – Fest – Ausstellung, 30.09.2022/13.10.2022, Wien [REMINDERIN]

Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien (Web)

Zeit: Fr., 30.09.2022
Ort: Sky Lounge der Universität Wien, Oskar-Morgenstern-Platz 1, 1090 Wien
Anmeldung bis 15.9.2022

Das Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien – kurz „Wiso“ – wurde 1922 von Alfons Dopsch als Seminar für Wirtschafts- und Kulturgeschichte gegründet und feiert demnach 2022 sein hundertjähriges Bestehen. Zu diesem Anlass werden eine Tagung, ein Fest und eine Ausstellung vorbereitet:

Programm (PDF)

Tagung „Bilanzen und Perspektiven“

  • Bilanzen – mit Erich Landsteiner, Annemarie Steidl, Franz Eder und Lutz Raphael
  • Perspektiven – mit Christian De Vito, Juliane Schiel, Clemens Jobst, Rui P. Esteves, Kirsten Wandschneider, Federico D’Onofrio, Jessica Richter, Julia Heinemann, Margareth Lanzinger und Mischa Suter
  • Podiumsdiskussion „Perspektiven der Wirtschafts- und Sozialgeschichte heute“ – mit Tim Feind, Julia Hofmann, Oliver Kühschelm, Klaus Nüchtern, Reinhild Kreis und Martina Nussbaumer
  • Fest

Anmeldung bis 15.9.2022 an barbara.szymon@univie.ac.at. Bitte geben Sie an, ob Sie untertags und/oder zum Fest kommen.

Ausstellung „100 Jahre WISO: forschen – studieren – leben“

Die Ausstellung wird in der Universitätsbibliothek Wien gezeigt. Sie bietet Continue reading

Buchpräsentation: Regina Jankowitsch und Annie Rüdegger-Rosar: Die Schauspielerin Annie Rosar. Geschichte einer Überlebenskünstlerin, 08.09.2022, Wien

Böhlau Verlag Wien (Web)

Zeit: Do., 08.09.2022, 18:00 Uhr
Ort: stadtTheater walfischgasse, Walfischg. 4, 1010 Wien

Beschreibung: „Annie Rosar (1888-1963) ist vor allem für ihre komischen Rollen an der Seite von Hans Moser oder Paul Hörbiger vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg berühmt geworden. Diese erste Biographie präsentiert eine Frau, die allen politischen und privaten Katastrophen zum Trotz mehr als 50 Jahre lang reüssieren konnte.

Rund 55 Jahre lag die Verlassenschaft der prominenten Volksschauspielerin und Filmlegende unbemerkt auf einem Dachboden. Nach fünfjähriger Aufarbeitung dieses zeitgeschichtlichen Schatzes geben die Autorinnen neue und spannende Einblicke in Rosars Leben und ihr kulturelles und (sozial-) politisches Umfeld. Gestützt auf ihre Tagebücher, Kalender, Briefe, Verträge, Zeitungsausschnitte, Fotos und bislang unbekannte Autographen von Heinrich Mann bis Theo Lingen wird die Zeit vom Ende der Monarchie über die wilden 1920-Jahre und das Naziregime bis in die Nachkriegsära aus der Sicht der von Erfolgen wie Schicksalsschlägen gezeichneten Künstlerin lebendig.“

Programm

  • Begrüßung: Waltraud Moritz (Böhlau Wien)
  • Lesung und Gespräch: Regina Jankowitsch und Annie Rüdegger-Rosar präsentieren die erste Biografie über Annie Rosar. Es liest die Schauspielerin Maddalena Hirschal.
  • Brot und Wein

Verbindliche Anmeldung an: veranstaltungen@boehlau-verlag.com.  Es gelten die am Veranstaltungstag gültigen Corona-Regeln.

Regina M. Jankowitsch, Jahrgang 1965, hat Continue reading

Klicktipp: Geschichte der Empfängnisverhütung und des Schwangerschaftsabbruchs (Website)

Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch (MUVS) (Web)

Das MUVS in Wien 15 wurde 2003 von dem Gynäkologen Christian Fiala gegründet. Es ist das derzeit weltweit einzige Museum, das sich ausschließlich den Schwerpunkten Empfängnisverhütung, Schwangerschaftstests und Schwangerschaftsabbruch widmet.

Umfangreiche Website

Die Website des MUVS enthält eine digitale Ausstellung von einer großen Anzahl von Objekten zu den Themen „Verhütung“ und „Abbbruch“ (unter dem Menüpunkt „Objekte“) sowie eine sehr umfangreiche Zusammenstellung von Kontextinformationen und Quellen zu folgenden Schwerpunkten:

  • Geschichte der Verhütungsmethoden (Web)
  • Geschichte der Schwangerschaftstest (Web)
  • Geschichte des Schwangerschaftsabbruchs (Web)
  • Pionier:innen und Aktivist:innen (Web)
  • „Schicksale“: Akten über Strafprozesse gegen ‚unmoralische Frauen‘, Kindsmörderinnen, EngelmacherInnen etc. (Web)
  • Pflanzen für die Geburtenkontrolle (Web)
  • „Medizin Zitate“: 90 Zitate und Textstellen aus medizinischen Schriften, Gesetzesbüchern oder Zeitungsberichten (Web)
  • Literatur (Web)
  • „Videos“: U.a. Interviews mit Pionier:innen und Aktivist:innen oder sachdokumentarische Filme (Web)

Conference: Debts – The Good, the Bad and the Hidden: Bringing Family, Kin, Commerce and Consumption Debts Together, 15.-17.09.2022, Vienna [REMINDERIN]

Projekt „Vermögen als Medium der Herstellung von Verwandtschaftsräumen vom 16. bis zum 18. Jhd.“; Margareth Lanzinger, Matthias Donabaum, and Janine Maegraith (Web)

Time: 15.-17.09.2022
Venue: University of Vienna

In this workshop the organizers would like to address aspects concerning socio-economic practices around debts. They are particularly interested in opportunities and risks people took with secured and un-secured, short-term and long-term debts, and in the resulting balancing acts.

First, the organizers want to examine forms and logics of incurring debts, whether debts were formally or informally documented and if and how they were brokered. Regarding different kinds or agreements we will chart the effects of (life) annuities, mortgage debts, pledges and guarantees. Second, looking at specific stipulations the organizers want to find out whether dates of repayments and/or interest rate payments were settled; whether universal or specific hypothecary securitization was common; whether lending was for investments, for consumption or repayment of other debts. Third, in terms of personal relation-ships we examine possibilities and problems connected with lending inside and outside family and kin. Finally, they ask what modes of repayment and/or restructuring of debt – via exchange, pur-chase, etc. – can be traced in the sources.

Particular focus will be placed on inheritance shares, marriage portions or dowries as debts and their effects: how were such family debts carried further and how were they transferred? Were they paid out and if so how? What consequences did they have compared to other debts? Who was liable for which debts? What gender-specific impact does this question have? It is the goal to look at family debt – often ‘hidden’ or underestimated in historiography – in conjunction with commercial and consumer debt. Read more and source … (Web)

Klicktipp: Div:Inn-Blog – Diversität und Universität (Weblog der Universität Innsbruck)

Div:Inn-Blog. Weblog der Universität Innsbruck  (Web)

Was ist auf den Titelseiten der lokalen Zeitungen über die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck erschienen und was auf studentischen Flugblättern? Wie verhielt sich die Universität gegenüber Menschen, die diskriminiert wurden – und wie begegnet sie dem heute? Solche Fragen sind Gegenstand von dem neuen Weblog „Div:Inn“.

„Div:Inn“ ist im Rahmen der ersten „Woche der Vielfalt der Universität Innsbruck“ entstanden. Die Beiträge wurden von Studierenden des Masterstudiengangs „Gender, Kultur und Sozialer Wandel“ in drei Lehrveranstaltungen parallel erarbeitet und werden seit Juni 2022 laufend gepostet. Sie beschäftigen sich dabei mit Themen wie Geschlechterverhältnisse, Frauenstudium, queere Bewegungen, Klassenverhältnisse, Dis/Ability, Rassismus, Antisemitismus, Forschung und Lehre u.a.m. Betreut wird das das Projekt von Levke Harders.

Blogposts – bisherige Folgen

  • Studying at the Univ. of Innsbruck as an International Student in the 1970/80s (Web)
  • Queere (Selbst-)Organisation an der Univ. Innsbruck (Web)
  • Frauen an der Univ. Innsbruck. Eine historische Timeline (Web)
  • Antisemitismus in den 1920er Jahren an der Univ. Innsbruck (Web)
  • Verfolgung von ausländischen Studierenden während des NS (Web)
  • Elitär, konservativ, männlich – Vorurteile oder Realität? Der Innsbrucker Cartellverband (Web)
  • Barrierefreiheit an der Univ. Innsbruck (Web)

Podcast – bisherige Folgen

  • Was verraten uns die Vorlesungsverzeichnisse zwischen 1937 bis 1947? (Web)
  • Frauenstudium an der Univ. Innsbruck (Web)
  • Kritische Selbstreflexion an der Univ. Innsbruck. Universitätsjubiläen im Vergleich (Web)

Klicktipp: 10. August: Internationaler Tag gegen Hexenwahn – am Todestag von Aletta Jacobs (Aussendung)

Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch (MUVS) (Web)

Am 9. August 2022 verschickte das Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch in Wien via Email diese Aussendung:

10. August: Internationaler Tag gegen Hexenwahn. ‚Hexen‘ sind mancherorts immer noch schuld an Verhütung und Kindstod

Der 10. August ist heuer ein Mittwoch, auf den ersten Blick kein besonderer Tag. Katholischer Namenstag von Astrid, Erik, Laurentius und Tibor, allesamt Märtyrer. Auch kalendarische Ereignisse lassen sich für diesen Tag finden: Eröffnung des Naturhistorischen Museums in Wien (1889). Eintritt der Raumsonde Magellan in eine Umlaufbahn um die Venus (1990). Einführung einer zweiten Spielklasse zur Fußballsaison 1974.

An einem 10. August starb aber auch die niederländische Ärztin und Feministin Aletta Jacobs (1854-1929). Ihre Beobachtungen und Erlebnisse machten sie zu einer Vorkämpferin für das Recht der Frauen, selbst über die Anzahl ihrer Kinder zu entscheiden. ‚Während meiner Spitalstätigkeit wurde ich Augenzeuge, welche katastrophalen Auswirkungen häufige Schwangerschaften auf das Leben einer Frau haben können. In langen Gesprächen haben mir viele Patientinnen klar gemacht, dass sie weitere Schwangerschaften nicht verhindern können, wenn sexuelle Enthaltsamkeit ihre einzige Verhütungsmöglichkeit ist. Ich habe Tage damit verbracht, nach Lösungen zu suchen.‘ Dafür wurde sie gemobbt, verfolgt, bedroht, doch kamen dieselben Kritiker heimlich zu ihr, um sich in den Methoden der Familienplanung unterweisen zu lassen. Calvinistische Priester wetterten von der Kanzel gegen die Verhütung, brachten aber ihre Frauen in Jacobs Ordination.

Wir haben den Hexenglauben noch nicht überwunden

Rund 100 Jahre später, nämlich am 10. August 2020, wurde der Internationale Tag gegen den Hexenwahn eingeführt, weil Frauen in 41 Ländern der Welt, überwiegend in Afrika, Ozeanien und Lateinamerika, immer noch der Hexerei bezichtigt, gefangen, gefoltert, sogar verbrannt und getötet werden. Continue reading

Conference: „The Circle of Life“. Birth, Dying, and the Liminality of Life since the Nineteenth Century, 01.-02.09.2022, Warsaw

German Historical Institute Warsaw; Michael Zok (Warsaw) (Web) and Florian Greiner (Heidelberg) (Web)

Time: 01.-02.09.2022
Venue: Warsaw

Birth and dying as existential transitions in human life have a profound significance for every society. Surprisingly, in historical research they are usually considered in isolation. However, anthropologists and ethnologists have been interpreting them as entangled practices for a long time, as envisioned in the concept of liminality and rites of passage by Arnold van Gennep and Victor Turner. In observing that cultures have different approaches to these phenomena, they pointed out that their functions depended on the specifics of a given society and its cultural beliefs and performances. In modern societies, processes of secularisation, modernisation, scientification, and rationalisation have had a major impact on (religious) systems of beliefs as well as everyday life. Therefore, these processes also influenced the meaning of liminality and rites of passage that are subjects to public discourses, political decisions, and legal requirements.

Programm

01.09.2022

  • 16.30: Welcome by Miloš Řezník (Warsaw)
  • 16.40: Michael Zok (Warsaw): Introduction: Birth and Dying. Liminal Stages from Different Perspectives

Panel I: In Utero

  • 17.00: Wiebke Lisner (Hanover): “Halted Blood” and Unborn Children during the Nazi “War on Births”. Perceptions of Pregnancy and Abortion in Occupied Poland between Racial Segregation and Biopolitics
  • 17.30: Marina Banitou (Thessaly): Ceauşescu’s Abortion Ban: Implications and Inferno Orphanages (1966-1989) Read more and source … (Web)

CfP: Pädagogik und Geschlecht als Gegenstand politischer Kämpfe: Zur Analyse rechter, antifeministischer und rassistischer Diskurse (05/2023, Flensburg); bis: 30.09.2022

Denise Bergold-Caldwell, Rebekka Blum, Marina Dangelat, Frauke Grenz, Susanne Maurer und Christine Thon (PDF)

Zeit: 04.–06.05.2023
Ort: Europa-Universität Flensburg
Einreichfrist: 30.09.2022

Rechtspopulistische und (extrem) rechte Bewegungen setzen bei ihrem Versuch, sich im gesellschaftlichen Mainstream zu etablieren, zunehmend auf pädagogische und bildungspolitische Themen. Dazu werden nicht nur emanzipatorische oder an Vielfalt ausgerichtete Pädagogiken diffamiert (Andresen 2018; Baader 2019, 2020), sondern auch eigene Ansätze einer „völkischen“ Erziehung formuliert (kritisch dazu: Olberg 2020; Simon/Thole 2021; Jornitz 2020). Neben den darin aufgegriffenen rassistischen und antisemitischen Ideologien besteht ein wichtiger Kristallisationspunkt antidemokratischer und rechter Politik in einer spezifischen Bezugnahme auf geschlechterpolitische Themen. Im Schulterschluss mit anderen antifeministischen Bewegungen (Hark/Villa 2015 (Hg.); Lang/Peters 2018 (Hg.)) werden geschlechterpolitische Anliegen wie etwa Gender Mainstreaming oder eine geschlechtersensible Sprache als „Gender-Gaga“ attackiert, oder sie werden in einer Weise femonationalistisch (Farris 2017) gewendet, die den Kampf gegen den Islam oder gegen Einwanderung zum Kampf gegen Gewalt gegen Frauen und zum „wahren“ Feminismus umdefiniert (Dietze 2019; Bergold-Caldwell/Grubner 2020).

In diesem Zusammenhang wird eine an geschlechtlicher und sexueller Vielfalt ausgerichtete Pädagogik und vor allem ihre Verankerung in schulischen Curricula als „Frühsexualisierung“, „Umerziehung“ und Gefährdung des Kindeswohls diskreditiert (Schminke 2015; Tuider 2016; Oldemeier u.a. 2020; Grenz 2020; 2021). Weiterlesen … (PDF)

CfP: Feministische Ökonomie und Zeitlichkeit im Film (Publikation: Frauen und Film); bis: 01.09.2022

Frauen und Film; Gastherausgeberin: Eva Kuhn (Web)

Einreichfrist: 01.09.2022

Unter den Vorzeichen einer Erde am Limit und angesichts der verheerenden Auswirkungen eines seit der Industrialisierung dominanten Weltbezugs stellt sich die Frage nach neuen sowie alten Formen des Haus-Haltens, des zirkulären Wirtschaftens auf besonders dringliche Weise. Gesucht werden Auseinandersetzungen mit Filmen, die durch den globalen Kapitalismus etablierte Muster und Abhängigkeiten in Bezug auf Zeitlichkeit sichtbar machen oder als filmische Formen des Zeithaushalts Auswege aufzeigen.

Der Call for Papers möchte Ökonomie im etymologischen Sinne als „Gesetz des Hauses“ verstehen. Ausgangspunkt ist die in den 1970er-Jahren entstandene (feministische) Kritik an einem System, das die Idee des unbegrenzten Wachstums des Kapitals für absolut erklärt hat und alle sozialen, ökologischen und kreativen Prozesse – die sich in zwischenmenschlichen Beziehungen ebenso artikulieren, wie in Bildung, Kunst und Kultur – diesem Interesse unterordnet. Unter den aktuellsten Vorzeichen einer „Erde am Limit“ und angesichts der verheerenden Auswirkungen eines seit der Industrialisierung dominanten Weltbezugs stellt sich die Frage nach neuen sowie alten Formen des Haus-Haltens, des zirkulären Wirtschaftens auf besonders dringliche Weise.

Die neoklassische Wirtschaftstheorie hat ein globales und uns individuell betreffendes System eingerichtet, das Leben und Überleben ernsthaft bedroht. Aufgrund der systeminhärenten Notwendigkeit, (abstraktes) Kapital zu akkumulieren, ins Unendliche „wachsen“ zu lassen, ist die Übernutzung sowie Ausbeutung von (physikalischen) Ressourcen wie Böden, Körpern, Lebenszeit systematisch Teil des kapitalistischen Plans. Aufgrund der Begrenztheit der Ressourcen (im Gegensatz zur beliebigen Reproduzierbarkeit von Geld), hat dieser keine Zukunft. Die „Ökonomie“ (griech.: Haushaltung) eines brennenden Hauses ist durch den „Oikos“ (griech.: Haus- und Wirtschaftsgemeinschaft) zu überprüfen und mit Blick auf die „Ökologie“ (griech.: Lehre des Hauses) zu überdenken. An dieser drängenden Aufgabe mitzuarbeiten, ist der Anspruch dieses Themenheftes – zumal Filme mit Zeit arbeiten und darin ihre jeweils eigene Ökonomie entwickeln, sowie in ihren Visualisierungen Visionäres leisten, Visionen sichtbar machen können. Weiterlesen und Quelle … (Web)

FemHistory Lab: Arbeit & Bildung, 13.08.2022, Berlin

FFBIZ e.V. Feministisches Archiv (Web)

Zeit: 13.08.2022, 11:30 Uhr
Ort: Berlin

Wer waren die „Proll-Lesben“ und was waren ihre Forderungen? Wie setzten sich die Koreanischen Frauengruppen für bessere Arbeitsbedingungen ein? Wo haben sich Aktivist*innen für feministische Bildung stark gemacht? Wie organisierten sich Sexarbeiter*innen in den 1980er Jahren? Und warum gibt es eigentlich keinen Lohn für Hausarbeit?

Lasst uns gemeinsam das Archiv befragen! An verschiedenen Stationen können die Teilnehmer:innen feministische Geschichte hören, sehen, lesen oder eine Zeitzeugin interviewen. Das FFBIZ stellt Videos, Zeitschriften, Protokolle, Flyer und anderes Material aus dem Archiv zur Verfügung. Nach dem ersten „FemHistory Lab“ zum Thema „Gesundheit“ im Juli 2022 (Web) ist das nun die zweite Veranstaltung dieser neuen Reihe des feministischen Archivs FFBIZ in Berlin.

Was sind die FemHistory Labs?

Die FemHistory Labs laden ein zum Eintauchen! Kopfüber in die feministische Geschichte – oder vielmehr die feministischen Geschichten Berlins. In einer Reihe von Labs zu Themen wie Kommunikation, Gesundheit, Räume, Arbeit/Bildung und Kunst wollen wir gemeinsam in alten Zeitschriften, Büchern und Protokollen versinken, an Audio- und Videostationen Radiosendungen der 1980er Jahre, Filme oder Interviews zu feministischen Perspektiven auf die Wendezeit anschauen. Außerdem könnt ihr mit Aktivist*innen, Zeitzeug*innen und natürlich miteinander ins Gespräch kommen.

Was erwartet die Besucher:innen?

Gemeinsames Erforschen feministischer Geschichte: Gespräch und Austausch mit Aktivist*innen und Zeitzeug*innen; Befragung verschiedener Medien (Radiosendungen, Videointerviews, Film usw.) und Archivmaterial; Mitgestaltung von Podcastfolgen … weiterlesen (Web)

Das Format wird gefördert von „dive in. Programm für digitale Interaktionen“ der Kulturstiftung des Bundes. (Web)