Arbeitsgruppe „Geschlecht & Katholizismus in der deutschen Zeitgeschichte“; Abteilung für Zeitgeschichte, Univ. Tübingen (Web)
Zeit: 08.10.2026
Ort: Tübingen
Anmeldung bis: 11.09.2026
Die deutschlandweite Arbeitsgruppe „Geschlecht & Katholizismus in der deutschen Zeitgeschichte“ läd Nachwuchswissenschafter:innen der Kirchengeschichte, Zeitgeschichte und historischen gender studies zu einem eintägigen Workshop an die Univ. Tübingen ein. In kollegialer Atmosphäre und nah an der praktischen historischen Arbeit werden wir gemeinsam diskutieren und erproben, wie die Kategorien Geschlecht und Religion je für sich und in ihrem Zusammenspiel im historischen Arbeiten produktiv zum Tragen kommen können. Wir kooperieren hierbei mit der Abteilung für Zeitgeschichte an der Univ. Tübingen; großzügig finanziell und ideell unterstützt werden wir vom Center for Religion, Culture and Society (CRCS) der Univ. Tübingen.
Gender als theoretischer Zugang und methodische Analysekategorie ist in den wissenschaftlichen Disziplinen der Theologien und Geschichtswissenschaft inzwischen fest verankert. Insbesondere an der Schnittstelle zwischen Theologie, Religionswissenschaft und einer auf Religion blickenden Geschichtswissenschaft tragen Fragen nach Geschlecht, Körper und Sexualitäten in entscheidendem Maße dazu bei, vergangene Wirklichkeiten zu rekonstruieren. Trotzdem stellt sich für (Nachwuchs-)Wissenschafter:innen in ihrer praktischen Arbeit immer wieder die Frage, wie die Kategorien von Geschlecht, Körper und Sexualitäten im kirchen- und religionshistorischen Kontext konkret untersucht werden können. Auf Anfragen in Archiven zu historischen Quellen, die besagte Felder thematisieren, erhält man häufig die Antwort: „Dazu haben wir nichts!“ In der Arbeit mit einschlägigen historischen Textzeugnissen fragen sich besonders Nachwuchswissenschafter:innen immer wieder: „Und worin besteht nun eigentlich das konkrete Analyseinstrument der gender studies in Bezug auf mein Material?“
Der Workshop setzt an diesen beiden Punkten an: Zum einen soll es um die Frage gehen, wie bei der Arbeit in kirchlichen, staatlichen oder privaten Archiven ein geschlechterbasierter Ansatz gewinnbringend zur Anwendung gebracht werden kann, konkret: Wie finde ich Quellenmaterial zu Fragen von Geschlecht, Körper und Sexualitäten in der deutschen Archivlandschaft, insbesondere in kirchlichen Archiven? Zum anderen Continue reading

31. Tagung des Arbeitskreis Geschlechtergeschichte der Frühen Neuzeit
Institut für Sächsische Geschichte in Koop. mit SLUB Dresden, TU Dresden, Katholische Univ. Eichstätt-Ingolstadt, Univ. Würzburg, Institut zur Erforschung und Erschließung der Alten Musik in Dresden e. V. und Ars Augusta e. V.; Stephan Kraft, Andreas Rutz und Isabelle Stauffer
traverse. Zeitschrift für Geschichte. Revue d’histoire 1/2028
Fachtagung „Quo vadis, Personalmuseum?“ des Netzwerks „Kulturelle Gedächtnisorte von nationaler Bedeutung (KGO)“
WO-NAM research project; Ca’ Foscari Univ. of Venice; Chiara Bonfiglioli, Giulio Fugazzotto, Shivangi Jaiswal, Albert Manke, Sarah Nagaty, and Bruno W. R. Toscano