Category Archives: Topic_LGBTIQ*|FLIT*

CfP: “Mixed” Marriages? Debates and Discourses around Endogamy and Exogamy in Jewish History (c. 1850-1950) (06/2025, Groningern); by: 31.10.2026

Worlds project, Jewish Country Houses, Univ. of Groningen / Kasteel de Haar; Sasha Goldstein-Sabbah (Univ. of Groningen), Laurien Vastenhout (NIOD Institute for War, Holocaust and Genocide Studies), and Sietske van der Veen (Univ. of Amsterdam) (Web)

Time: 28.-30.06.2027
Venue: Groningen
Proposals by: 31.10.2026

Organised as part of the Jewish Country Houses & their Worlds project — the international and interdisciplinary initiative exploring Jewish country houses as sites of European memory, mobility, and cultural exchange — this conference examines the role of marriage, kinship, and intimacy in shaping Jewish social worlds in the modern period. It seeks to reconsider marriage not merely as a private or communal institution, but as a key mechanism through which Jews navigated religious affiliation, class, cosmopolitanism, social aspiration, political allegiance, kinship and family networks, cultural belonging, notions of empire and processes of inclusion and exclusion across Europe, the Middle East, North Africa, and beyond. Marriage alliances often functioned as vehicles for mobility, integration, diplomacy, economic strategy, and the consolidation — or disruption — of transnational Jewish networks. At the same time, they exposed tensions around communal boundaries, religious continuity and traditions, gender norms, and racialised understandings of identity within both Jewish and non-Jewish societies.
Endogamy — the practice of marrying within one’s own religious, ethnic, or social group — has long been a defining feature of Jewish communal life. Historically, Jewish marriage patterns often reflected not only religious boundaries, but also distinctions of class, geography, language, and communal affiliation, including divisions between Ashkenazi, Sephardi, and other Jewish subgroups. Yet exogamy, or “marrying out,” has always existed within Jewish societies, becoming increasingly visible and socially consequential in the nineteenth and early twentieth centuries in the context of emancipation, secularisation, urbanisation, socio-economic mobility, imperial expansion, colonial encounters, and the emergence of modern nationalism. Read more … (PDF)

Source: HSozKult (Web)

Fachtagung: Soziale Arbeit mit Musik im Kontext ihrer Professionalisierung um 1900. Ein historischer Vergleich, 13.-14.11.2026, München

Katholische Stiftungshochschule München; Raika Lätzer und Marion Gerards (Web)

Zeit: 13.-14.11.2026
Ort: München
Anmeldung bis: 01.10.2026

Musik hat in der Sozialen Arbeit ihren etablierten und berechtigten Platz. Kaum eine Publikation allerdings nimmt eine historische Perspektive ein, welche die Anfangsjahre der Professionalisierung Sozialer Arbeit mit Musik fokussiert. Auch eine internationale Perspektive, die unterschiedliche nationale Entwicklungen nebeneinander betrachtet, stellt derzeit ein Forschungsdesiderat dar. Die Tagung beleuchtet aus (inter-)nationaler Perspektive die Anfänge von Sozialer Arbeit mit Musik im Zeitraum ihrer Professionalisierung um 1900/1920 und möchte zu einem vertiefteren Verständnis historischer Zusammenhänge und zur Klärung zahlreicher Fragen beitragen.
Es ist unter anderem offen, wann, wo, wie, von wem und für wen Musik im Rahmen Sozialer Arbeit in den Anfangsjahren der Professionalisierung Sozialer Arbeit 1900/1920 in Deutschland oder in anderen Ländern eingesetzt wurde. Die Schließung dieser Forschungslücke gewinnt durch die Anknüpfung an aktuelle Debatten um kulturelle Teilhabe und soziale Gerechtigkeit an besonderer Relevanz, da auf diese Weise Entwicklungen historisch begründet, kontextualisiert und zukunftsfähig entwickelt werden können.

Programm (PDF)

Fr., 13.11.2026

13.00 Uhr: Get-together | Grußwort der Präsidentin der KSH München Birgit Schaufler

13.45 Uhr: Panel I | Chair: Raika Lätzer

  • Verschränkungen von Kunst und Pädagogik zu Beginn des 20. Jhds.: über Versprechungen, Funktionalisierungen und Ideologisierungen: Leopold Klepacki (DE, Erlangen)
  • Jane Addams and the Artful Fictions of Racecraft: Graham Cassano (USA, Oakland)
  • Folklore and Feminist Pragmatism in Eleanor Smith’s Operettas for the Hull House Music School: Jessica Payette (USA, Oakland) Continue reading

Konferenz: Frauen- und Geschlechtergeschichte in Zeiten der Anfechtung von Demokratie, Diversität und Verantwortung, 09.-11.09.2026, Bielefeld [REMINDERIN]

Arbeitskreis Historische Frauen- und Geschlechterforschung (AKHFG); Interdisziplinäres Zentrum für Geschlechterforschung (IZG); Abteilung für Geschichtswissenschaft der Univ. Bielefeld (Web)

Zeit: 09.-11.09.2026
Ort: Univ. Bielefeld
Anmeldung und Anmeldegebühr (Web)

Die Geschlechtergeschichte ist in Bewegung. Sie stellt neue empirische Fragen, diskutiert über Ansätze und Begriffe, nutzt das gesamte Repertoire der historischen Methoden, fragt nach den Grenzen der historischen Erkenntnis, schließt an ältere Arbeiten an und setzt sich zugleich kritisch und selbstbewusst mit ihrer eigenen Geschichte als historischer Teildisziplin auseinander. Der Kongress lädt alle Interessierten dazu ein, das Feld in seiner ganzen Breite wahrzunehmen, sich über neue Forschungen zu informieren und sich innerhalb des Feldes zu vernetzten.
Das Programm umfasst 41 Fachsektionen (Vortragspanel mit drei Vorträgen und Roundtable), eine Eröffnungsveranstaltung, ein World Café mit mehr als 15 Thementischen und eine Party.

Programm/Fachsektionen (Web)

  • Andere Praxen der Frauen- und Geschlechtergeschichte. Archive und Bibliotheken, Museen und Social Media (Roundtable)
  • Türkeibezogene Geschlechterforschung. Nachwirkungen der kemalistischen Geschlechterordnung
  • Zwischen Front, Heimat und Gefangenschaft. Perspektiven auf Männlichkeiten in den Weltkriegen
  • Antisemitismus, jüdische Erfahrung und zeithistorische Geschlechterforschung
  • Making Feminist Histories Visible. Perspectives from Russia, Asia, and Africa
  • Trans-Subjektivierung und Trans-Wissen. Historische Normierungen und methodische Herausforderungen
  • Geschlechtergeschichte & Zeitgeschichte. Neue Perspektiven und Herausforderungen
  • Imaginierte Kontinuitäten? Frauen- und Geschlechtergeschichte in Polen im Kontext der politischen und sozialen Umbrüche in Europa Continue reading

Tagung: Gewalt. Praktiken – Strukturen – Konjunkturen, 17.-19.09.2026, Innsbruck

31. Tagung der Österreichischen Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft und Volkskunde (ÖGEKW): Institut für Geschichtswissenschaften und Empirische Kulturwissenschaft, Univ. Innsbruck (Web)

Zeit: 17.-19.09.2026
Ort: Univ. Innsbruck
Anmeldung: bis 20.08.2026 (Web)

In 13 Panels und 4 Keynotes erkunden die Referierenden unterschiedliche Dimensionen von Gewalt. Die derzeitige Präsenz gewaltförmiger Praktiken in Politik und Gesellschaft macht es notwendig, Gewalt in ihren aktuellen Manifestationen zu beleuchten. Gewalt formt und durchzieht alltagskulturelle Diskurse und Praktiken und ist als ambivalentes Phänomen mit vielfältigen, teils konträren Bedeutungen aufgeladen. Sie ist sowohl disruptiv als auch produktiv, kann Leben zerstören oder schützen, Ungleichheit erzeugen oder reduzieren, Macht begründen und festigen, aber auch bestehende Verhältnisse aufbrechen. Gewalt hat damit das Potential, soziale Welten zu erodieren und zu gestalten.
Die Tagung richtet historische sowie gegenwartsorientierte Perspektiven auf Strukturen, Praktiken und Konjunkturen von Gewalt. Die Beiträge beleuchten, wie sich Gewalträume und Topographien der Gewalt konstituieren und durch welche Ermöglichungsbedingungen Gewalt hervorgebracht und verstärkt wird, wie Gewalt erfahren wird und welche Sinnkonstruktionen sowie Narrative sich an Gewaltphänomene anlagern.

Programm (Web)

Panels: Krieg und Militär | Urbane Gewalträume | Diskursivierungen von Verletzlichkeit | Gewaltpraktiken in der Stadt | Gewalt sammeln, ausstellen, deuten | Vergeschlechtlichte Gewalt | Verhältnisse von Nähe und Gewalt | Mediale Verhandlungen von Gewalt | Gewaltvolle Institutionen | Digitale Ausdrucksformen von Gewalt | Gewalt, Gedächtnis und Identität | Machtvolle Denk- und Wissenssysteme

Keynotes:

  • Marion Näser-Lather (Innsbruck): Gewalt verstehen? Versuch der Dekonstruktion einer verstörenden Ambivalenz Continue reading

CfP: Protest (Publikation); bis: 31.08.2026 [REMINDERIN]

L’Homme. Europäische Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft (1/2028); Christa Hämmerle und Ingrid Bauer (Web) 

Einreichfrist: 31.08.2026

Die „No-Kings-Proteste“ und andere öffentliche Demonstrationen gegen die Trump-Regierung in den USA, die Proteste in Belarus, der Türkei, Serbien und – gegenwärtig eskalierend – im Iran, wo Frauen in den letzten Jahren immer wieder auch gegen eine ihnen vom Mullah-Regime auferlegte Kopftuchpflicht aufgetreten sind, oder die seit 2012 aktive „One Billion Rising“-Bewegung gegen Gewalt an Frauen und Mädchen, die landesweiten Frauenstreiks in der Schweiz 2019 und 2023 … das sind nur einige Beispiele der jüngsten Zeit, die zeigen, wie aktuell das Thema Protest ist. In einer Welt, in der autoritäre Regime und rechtspopulistische oder rechtsextreme Bewegungen sowie kriegerische Gewalteskalation zur Durchsetzung politischer und nationaler Interessen vielerorts die Oberhand gewinnen, wehren sich gleichzeitig immer mehr Menschen gegen diese Entwicklungen. Sie treten millionenfach gegen Entdemokratisierung und die Ausgrenzung und Verfolgung von Minderheiten, das Zurückschrauben erkämpfter Rechte, liberaler oder geschlechteregalitärer Positionen auf – oft unter Einsatz ihres Lebens.
Die gewählten Protestformen sind dabei vielfältig und facettenreich. Sie knüpfen einerseits an tradierte Formen des Protests gegen Obrigkeiten, Unterdrückung und soziale Missstände an und gestalten sich andererseits erfinderisch, kreativ, treten lautstark an die Öffentlichkeit oder werden im Geheimen, im Untergrund praktiziert … was je nach divergierenden nationalen, politischen, sozialen, ethnischen, altersspezifischen, religiösen Kontexten unterschiedlich ausgestaltet wird und dabei immer auch ‚vergeschlechtlicht‘ verläuft – ganz abgesehen davon, dass Frauen oder Mitglieder der LGBTQIA+-Community nicht nur an vielen Protestbewegungen partizipieren, sondern auch ihre eigenen Formen des Protests entwickeln.
Vor diesem aktuellen Hintergrund wird sich die Ausgabe von L’Homme. Z.F.G. 1/2028 dem Thema Protest widmen. Einzureichende Vorschläge dafür könnten an ältere, vor allem in den 1970er und 1980er Jahren veröffentlichte frauen- und geschlechtergeschichtliche Arbeiten zu historischen Protestformen seit dem Mittelalter anknüpfen und diese – methodisch-theoretisch neu fundiert – weiterentwickeln (z.B. in Bezug auf Bauernkriege, Ketzerbewegungen, „Weiberkriege“ und „Hungerkrawalle“, städtische Aufstände und Unruhen, Revolutionen, Streiks und ArbeiterInnenbewegungen, StudentInnenbewegungen, Proteste in den diversen Frauenbewegungen, in der Antikriegsbewegung, der Umweltbewegung, antikoloniale Protestformen …). Dabei sollen auch Continue reading

CfP: Visual Cultures of Sexuality in Postwar Europe (05/2027, Birmingham); by: 01.09.2026

Birmingham City Univ.: Research project „The Europe that Gay Porn Built, 1945–2000“; John Mercer (Birmingham City Univ., UK), João Florêncio (Linköping Univ., SE), and Isabell Dahms and Piotr Maron (Univ. of Exeter, UK) (Web) | (PDF)

Time: 19.-20.05.2027
Venue: Birmingham City Univ.
Proposals by: 01.09.2026

Images have accompanied and deeply shaped political, social, and cultural understandings and experiences of sexuality in postwar Europe. From Bernardo Bertolucci’s Last Tango in Paris (1972) to Tracey Emin’s Everyone I Have Ever Slept With 1963–1995 (1995); from Ingmar Bergman’s Summer with Monika (1953) to Party, the Spanish magazine that marked „el Destape“ („the undressing“)—the period of cultural frenzy and sexual freedom that allowed soft porn to enter the Spanish cultural mainstream immediately following the death of Franco—postwar visual cultures of sexuality have played a fundamental role in documenting and informing, not always in the most ethical or uncontroversial manner, how people across Europe lived their sexuality, as well as how Europe got to be perceived, from abroad, as a continent of sexual freedoms and/or dangers (Barr 1983; Rugoff 1999; Beattie 2016; Paasonen 2017; Labrador Méndez 2020; Florêncio & Mercer 2025). At the same time, many photographers, filmmakers, and pornographers continued fuelling a long European colonial tradition of orientalist and exploitative image-making fetishising racialised and often younger bodies, a visual corpus that affirms and at times also troubles the borders of Europe understood as a sexual-geographical imaginary (Shepard 2017; Dahms forthcoming; Florêncio & Mercer forthcoming).
Images, too, helped shape postwar European imaginaries of sexuality as it intersected with health and illness, especially as the AIDS crisis hit the continent. From Sweden’s Revolt Press’s 1985 publication of a safer-sex gay porn magazine funded by the State Bacteriological Laboratory—the precursor to the Swedish Public Health Agency—to the UK government’s infamous 1986 public health campaign „AIDS: Don’t Die of Ignorance“; from the Portuguese National Commission for the Fight Against AIDS’s 1993 campaign „SIDA: Sabe que se pode morrer de solidão“ („AIDS: Do You Know Loneliness Can Kill?“) to the articulation of sexuality, health, and post-Communist masculine body ideals in Polish gay magazines like Filo, Men and Nowy Men, visual culture helped frame sex and sexuality as contested sites overloaded with conflicting meanings hovering between pleasure and liberation on the one hand, and death and disease on the other (Florêncio 2020; Florêncio forthcoming; Maron forthcoming). Continue reading

Call for Panels for the Eighth Biennial Conference of the European Rural History Organisation (09/2027, Koper); by: 01.10.2026

The European Rural History Organisation (EURHO); Univ. of Primorska in Koper, Faculty of Humanities (Web)

Time: 07.-10.09.2027
Venue: Koper, Slovenia
Proposals by: 01.10.2026

Researchers working on any aspect of the history of the countryside are invited to submit panel proposals for the EURHO Rural History Conference:
In a relatively short time, the conference has become the central event in this field of study bringing together scholars and students from Europe and other continents. Through the years, after its inception in Brighton (2010), followed by conferences in Bern (2013), Girona (2015), Leuven (2017), Paris (2019), Uppsala (2021/2022), Cluj (2023) and Coimbra (2025), participants have built and strengthened collaborations, discussions and networks that have enabled the steady and fast development of modern rural history research, in particular by addressing the people who lived in the countryside as active actors in history. In recent years, the EURHO conferences have managed to expand the participation of researchers from all regions of Europe, as well as from other continents. The Rural History 2027 conference aims to continue these trends.
Nestled in Koper on the Northern Adriatic coast, the Univ. of Primorska well represents Slovenia’s position in Europe, bridging North and South, East and West. Panels will also take place in the premises of the Faculty of Management and of the Faculty of Mathematics, Natural Sciences and Information Technologies. All three faculties are located in the historic centre of Koper, a picturesque coastal town in Northern Istria offering a charming blend of Venetian and Slovenian heritage, historic architecture, and scenic seaside views that make it an enticing destination to explore.
The Rural History 2027 conference website provides information on deadlines, calls for panels and papers, registration, and accommodation. We encourage all participants to apply and register as early as possible. A panel should focus on a specific topic and include participants from at least two countries. Panel proposals will be assessed by the Conference Scientific Committee which will accept or refuse them, or suggest modifications. Panels may be organized in a single session or in double sessions. Continue reading

CfP: „Tempel des Heiligen Geistes“? Der menschliche Körper in freikirchlichen Perspektiven (04/2027, Reutlingen); bis: 10.08.2026

Verein für Freikirchenforschung und Theologische Hochschule Reutlingen (Web)

Zeit: 29.04.-01.05.2027
Ort: Reutlingen
Einreichfrist: 10.08.2026

Die Tagung fragt danach, welche Rolle „der Körper“ in der Wahrnehmung, der Lehre und Praxis von Freikirchen spielte und spielt. Der Körper soll dabei nicht lediglich als Gegenstand ethischer Normierung verstanden werden, sondern als ein zentrales Medium religiöser Praxis, sozialer Zugehörigkeit und theologischer Deutung. Körper werden gekleidet, geschützt, geheilt, bewegt, geschult, beschämt, diszipliniert, inszeniert und sind Teil von Ritualen. Sie sind Orte religiöser Erfahrung ebenso wie Objekte von Kontrolle, Selbstformung und gemeinschaftlicher Erwartung.
Freikirchen und freikirchlich geprägte Milieus bieten hierfür ein besonders aufschlussreiches Untersuchungsfeld. In ihnen verbinden sich Frömmigkeit, Gemeindeverständnis, Lebensführung und Praktiken religiöser Vergemeinschaftung häufig in dichter Weise. Körperliche Praktiken und Körperdiskurse können daher Aufschluss darüber geben, wie freikirchliche Gruppen Heiligkeit, Freiheit, Disziplin, Gemeinschaft, Geschlecht, Mission, Reinheit, Gesundheit oder Absonderung verstanden und praktisch gestaltet haben. Die Tagung möchte historische, systematisch-theologische, praktisch-theologische, exegetische und auslegungsgeschichtliche, religionswissenschaftliche und kulturwissenschaftliche Perspektiven miteinander ins Gespräch bringen. Willkommen sind sowohl empirische Einzelstudien als auch vergleichende, begriffsgeschichtliche oder theoretisch reflektierte Beiträge. Von besonderem Interesse sind Ansätze, die Körperlichkeit als Teil religiöser Praxis, materieller Kultur, affektiver Vergemeinschaftung, sozialer Normierung oder konfessioneller Identitätsbildung untersuchen.

Mögliche Themenfelder sind unter anderem:
– Körper und Lebenslauf: Schwangerschaft, Geburt, Kindheit, Jugend, Erziehung, Erwachsenenalter, Alter, Krankheit, Sterben und Tod
– Körper und Erscheinungsbild: Kleidung, Schmuck, Haartracht, Kopfbedeckungen, Tätowierungen und Piercings.Weiterlesen … (PDF)

Quelle: HSozKult (Web)

CfP: Trans Geschichten der Schweiz (10/2026, Fribourg); bis: 15.07.2026 [REMINDERIN]

Frédéric Mader & Matthias Ruoss, Univ. Fribourg (Web)

Zeit: 02.10.2026
Ort: Univ. Fribourg
Einreichfrist: 15.07.2026

Trans Geschichte hat sich in den letzten Jahren als innovatives Forschungsfeld etabliert, das historiografische Narrative herausfordert. Trotz des Booms liegen für die Schweiz bislang nur wenige Studien vor. Ziel unseres Workshops ist es, Forschungsarbeiten zur trans Geschlechtlichkeit zu bündeln und zugleich methodische Voraussetzungen historischer trans Forschung zu diskutieren.
Der Call richtet sich an Historiker:innen, die trans als historisch spezifische Form der Subjektivierung begreifen und die damit verbundenen Ambivalenzen verstehen wollen, statt klare universelle Kategorisierungen anzustreben. Wir interessieren uns für Prozesse, in denen trans geschlechtliche Selbstverhältnisse hervorgebracht, stabilisiert, reguliert oder infrage gestellt wurden – in sozialen Milieus (Familie, Subkulturen, Bewegungen), institutionellen Settings (Kliniken, Verwaltung, Militär, Kirchen, Fürsorge, Polizei, Gerichten) oder epistemischen Regimen (Medizin, Psychiatrie, Sexualwissenschaften).
Willkommen sind quellenbasierte Beiträge aus allen Epochen, von der Vormoderne bis in die Gegenwart, die Prozesse der Subjektbildung historisch-kritisch analysieren. Erwünscht sind sowohl Fallstudien als auch konzeptionelle und methodische Beiträge, die zur Weiterentwicklung einer historisch informierten trans Forschung beitragen. Von besonderem Interesse sind Arbeiten, welche die Bedingungen der Quellenproduktion, Archivzugänge und methodische Herausforderungen historischer trans Forschung reflektieren.

Mögliche Themenfelder umfassen:
– Biografien und Alltagsgeschichten
– Körpergeschichten
– Subkulturen und trans Aktivismus
– Genealogie und transnationale Zirkulation von Begriffen, Diagnosen und Klassifikationen
– Transphobie
– Regime der Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit
– Politiken der Anerkennung, Pathologisierung oder Kriminalisierung Continue reading

CfP: Governing and Navigating Everyday Life – Interdisciplinary Perspectives on Sex Work and Commercial Sex (10/2026, Helsinki); by: 19.07.2026

The first Finnish Sex Work Research Network (FSWRN) Conference (Web)

Time: 22.-23.10.2026
Venue: Univ. of Helsinki
Proposals by: 19.07.2026

The Finnish Sex Work Research Network (FSWRN) would like to invite researchers, activists, and artists to submit abstracts for the first FSWRN Conference. FSWRN is an academic network connecting scholars from various disciplines in the Finnish field of sex work research, founded in 2024. This interdisciplinary conference on sex work research has a special focus on various forms of governance and welcomes papers that engage with themes that go beyond governance. The conference aims to explore how the different forms of governance shape and affect the everyday lives of sex workers, and how sex workers navigate, negotiate, and resist these forms of governance around the world. We welcome any empirical, methodological, and theoretical contributions.
While new technologies are reshaping sex work, the old debates about (de)criminalization continue. Around the world, conservative and right-wing groups are restricting the rights of LGBTQIA+ people and limiting access to healthcare, sex education, and reproductive rights. Migration regulations and the spread of anti-migrant and racist sentiments produce hostile and dangerous environments. The multifaceted governance of sex work is created by these developments, policies, laws, practices, and actors. While these practices continue to restrict commercial sex, sex workers and their allies continue to resist control and criminalization in their everyday endeavours. This conference interrogates the complexities of contemporary sex work in online and offline environments.

The conference will have keynote speeches by Laura Graham from Northumbria Univ. and Katie Cruz from the Univ. of Bristol.

We invite submissions from researchers, activists, and artists with and without lived experience of sex work, who explore sex work from feminist, anti-racist, decolonial, and trans-inclusive perspectives. Topic areas may include, but are not limited to: Continue reading