Category Archives: Category_Online Quellen

Klicktipp: umtun. Eine andere Geschichte der Freiwilligkeit (Website)

«umtun.ch» Kollaboratives Public History Projekt, Univ. Freiburg (Web)

Warum engagieren sich Menschen freiwillig? Die Motivationen sind so vielfältig wie die Tätigkeiten. «umtun.ch» präsentiert Geschichten von Freiwilligen, die gesellschaftliche und rechtliche Normen hinterfragten und verändern wollten. Denn umtun heisst: tätig sein, sich bemühen, nachforschen, aber auch etwas umgestalten und verändern. «umtun.ch» erzählt eine andere, gegenhegemoniale Geschichte, die von der Vielfalt und transformativen Kraft der Freiwilligkeit in der Schweiz handelt. So werden neue Einblicke in die vielen Welten des sozialen Engagements gegeben und die Grenzen von Gemeinnützigkeit, Aktivismus und zivilem Ungehorsam hinterfragt.
Die präsentierten Geschichten der Freiwilligkeit umfassen neun historische Beispiele in drei Themenbereichen:

  • Flucht und Asyl: Solidarität mit Ungarflüchtlichen | Leben retten – notfalls mit illegalen Mittelns | Kirche als Asyl (Web)
  • Abtreibung: Aufklärung für alle! | Abtreibungshelferin aus Solidarität | Help Telefon für ungewollt Schwangere (Web)
  • Gewalt: Süssmost statt Schnaps | Freundinnen in Ehrenamt | Nachtschicht im Frauenhaus (Web)

«umtun.ch» ist ein kollaboratives Public History Projekt, das an der Univ. Freiburg angesiedelt ist und vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) gefördert wird. Es ist aus dem SNF-Forschungsprojekt «Freiwilligkeit und Geschlecht. Neuverhandlungen der gesellschaftlichen Arbeitsteilung seit den 1970er-Jahren» hervorgegangen. Die Umsetzung erfolgte in Kooperation mit dem Gosteli-Archiv.
Mitarbeiter:innen: Univ. Freiburg: Katja Eichenberger, Florence Fausch, Anja Grob, Regula Ludi und Matthias Ruoss | Gosteli-Stiftung: Tabea Fröbel und Lina Gafner | volta studio: Isabelle Lindner, Gaëlle Meister, Selina Muth und Janika Schweizer | Kleinstadt GmbH: Sarah Pfäffli

Klicktipp and CfP: visualhistory.info: Photo and Video Essays in Rural History

The Archives of Rural History in Bern, the European Rural History Organisation (EURHO), the Agricultural History Society in the USA and the European Rural History Film Association (ERHFA):  visualhistory.info (Web)

Images are important sources for historical research. Today, they also play an increasingly important role in historiography because numerous photographic and film sources have been secured, collected, indexed, and made available to researchers in recent decades. Many of these sources have now been digitized and are available online. At the same time, ‚visual history‘ has established itself as an important field of historical research. The visuality of history as much as the historicity of the visual have become crucial subjects of historiographical research and history teaching. The Archives of Rural History in Bern publishes in cooperation with the European Rural History Organisation (EURHO), the Agricultural History Society in the USA and the European Rural History Film Association (ERHFA) the series Photo and Video Essays in Rural History (Web).
Researchers are invited to submit manuscripts for publication in this series. The length of a Photo Essay can range from 1’000 to 5’000 words. Manuscripts must include the photo(s) and biographical information on the author. Read more … (PDF)

Klicktipps

Grey Osterud: Rural Women’s Bodily Labor Photographed by Professionals and Amateurs
Photographs are among the most valuable sources we have to explore the social construction of gender through bodily labor in early twentieth century Europe. Read more … (Web)

Peter Moser and Andreas Wigger: What a life! Mina Hofstetter – an ecofeminist pioneer of organic farming
The female farmer Mina Hofstetter worked on the Stuhlen farm on Lake Greifensee near Zurich from 1915 until the 1950s. Hofstetter became famous because she adopted a vegan diet from the early 1920s … read more (Web) | Deutsche Version: Weiterlesen … (Web)

Peter Moser and Andreas Wigger: Working Animals: Hidden modernisers made visible
Working animals are often conceptualised as a phenomenon of the pre-industrial age. Historians often assume, that they became obsolete in the process of industrialisation. Read more … (Web) | Deutsche Verion: Weiterlesen … (Web)

Präsentation: Briefe digital: Kaiser Wilhelm I., Kaiserin Augusta und ihre Zeit, 15.06.2026, Berlin

Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, Berlin (Web)

Zeit: 15.06.2026, 18.00 Uhr
Ort: Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, Berlin

Im 19. Jhd. waren Briefe ein zentrales Kommunikationsmittel. Sie zeugen von einem vielfältigen Spektrum an Themen: von Diskussionen über die große Politik bis hin zum Alltag und dem persönlichen Befinden. Über das „Trierer Briefportal“ werden zentrale Briefwechsel für die Geschichte von Reichsgründung und Kaiserreich aus den Beständen des Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz sowie weiteren Archiven und Editionen in drei Online-Datenbanken der Forschung und Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Christian Jansen, Susanne Bauer, Tobias Hirschmüller und Jan Markert stellen die von ihnen bearbeiteten und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten digitalen Briefportale und eine Edition zur Herrschaftszeit Wilhelms I. (1797-1888) und dessen Ehefrau Augusta (1811-1890) vor. Kurzvorträge beleuchten neben dem einzigartigen Quellenwert der Korrespondenzen auch die Herausforderungen und Möglichkeiten wissenschaftlichen Arbeitens im digitalen Zeitalter. Bei einem anschließenden Empfang werden Briefe und Objekte aus den Nachlässen des Kaiserpaares im Original gezeigt.

Programm

  • Begrüßung: Ulrike Höroldt (Direktorin des GStA PK), Eva Martha Eckkrammer (Präsidentin der Univ. Trier) und Ulf Morgenstern (Geschäftsführer der Otto-von-Bismarck-Stiftung)
  • Christian Jansen (Univ. Trier): Das Trierer Briefportal: Entstehung und Intentionen
  • Susanne Bauer (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften): Die Briefkommunikation der Kaiserin Augusta: eine Bestandsaufnahme
  • Jan Markert (Univ. Trier): Wilhelm I. und Augusta: Geschichte einer einzigartigen Korrespondenz
  • Tobias Hirschmüller (Univ. Trier): Einfach die KI mit Wilhelm I. und Augusta trainieren? Aktuelle Möglichkeiten und Grenzen von Transkriptionsprogrammen für die Geschichtswissenschaft

Online-Datenbanken Continue reading →

Klicktipp: VALIE EXPORT Online-Archiv – Recherche-Portal für feministische Medien- und Performancekunst

VALIE EXPORT Center Linz (Web)

Das VALIE EXPORT Center Linz wurde 2015 eingerichtet. Es erschließt, erforscht und vermittelt den Vorlass der Medienkünstlerin VALIE EXPORT. Als inter­national ausge­­richtetes Forschungs­zentrum fördert es die künstlerische und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit feministischer Medien- und Performancekunst. Organisatorisch ist das VALIE EXPORT Center Linz eine Kooperation der Stadt Linz mit dem LENTOS Kunstmuseum Linz und der Kunstuniversität Linz.

VALIE EXPORT Online-Archiv
Das VALIE EXPORT Online-Archiv bietet als virtuelle Plattform erste Einblicke in den Archivbestand des VALIE EXPORT Centers. Der offene Zugang zu ausgewählten Quellen ist der erste Abschnitt einer langfristig angelegten Digitalisierungsstrategie. Der Inhalt des Portals wird im Rahmen eines Forschungsprojekts kontinuierlich erweitert werden. Weiterlesen … (Web)

Ordnungsprinzipien im Archiv
VALIE EXPORT hat die Materialien selbst gebündelt und in nummerierten Ordnern und Schachteln abgelegt. Diese Zusammenstellungen und Verweisstrukturen wurden im (Online-)Archiv als Ordnungsprinzip übernommen.
Der webbasierte Zugang gewährleistet die Sichtbarkeit der Materialsammlung, die VALIE EXPORT seit Beginn ihrer künstlerischen Tätigkeit in den 1960er Jahren angelegt, fortwährend erweitert und kuratiert hat. Die Archivalien werden vom Team des VALIE EXPORT Centers sowie von internationalen Forschenden, Künstler*innen und Expert*innen tiefenerschlossen. Die Beschreibungen, Einordnungen und Kontextualisierung der Archivalien erleichtern die individuellen Recherchen der Nutzer*innen. Das Online-Archiv bieten Forschenden eine Übersicht über den Bestand und ermöglicht eine erste Einschätzung, um gezielte Recherchen vor Ort planen zu können. Aus rechtlichen Gründen (Urheber:innen-, Persönlichkeits- und Nutzungsrechte) werden bestimmte Archivalien online nicht angezeigt, ihre Metadaten sind jedoch durchsuchbar.

Quelle: https://frida.at (Web)

Klicktipp: Outliers and Outlaws. The Eugene Lesbian History Project (Digital Exhibit)

Outliers and Outlaws. The Eugene Lesbian History Project (Web)

Sections: Migration to Eugene | Gender and Sexuality | Collectives, Co-Ops & Alternative Economies | Art & Culture | Lesbian Spaces | Lesbian Lands | Political Measures | Marriage | Parenting | Aging | Advice to Young People (Web)

The Eugene Lesbian History Project
In the 1960s-1990s, hundreds of young women who identified as lesbians came from across the United States to Eugene in Oregon and founded cornerstone organizations central to Eugene’s history. They worked in collective businesses that were typically considered part of the male domain, ran printing presses, provided leadership for Eugene community service agencies, worked in City and State government positions, and produced and disseminated lesbian magazines, photographs, music, films, dance performances, theater and art. Their work in Eugene influenced Oregon’s political landscape and contributed to the larger LGBTQ movement.

The digital exhibit
This digital exhibit offers an archive of 83 oral history interviews, more than 20 short composite videos, a documentary film, and picture galleries. It tells the fascinating stories about the Eugene lesbian community, the women who created and sustained it, and experiences of being lesbian over the past 75 years.
The exhibit was made by Judith Raiskin, Courtney Hermann, and Kerribeth Elliott. The video sequences available in this exhibit, edited by Kerribeth Elliott and Courtney Hermann of Boxcar Assembly, are based on oral history interviews with 80+ narrators conducted in the summers of 2018 and 2019 at the Univ. of Oregon by Judith Raiskin, Associate Professor of Women’s, Gender, and Sexuality Studies, and Linda Long, Curator of Manuscripts at the Univ. of Oregon Special Collections and University Archives. The video recordings and full transcripts are available online and can be searched by subject. The documents, photographs, letters, journals and ephemera featured in this exhibit are housed in the Univ. of Oregon Special Collections and Archives. We encourage those who were not interviewed to contact us with their written reminiscences and perspectives to add to the collection.

Klicktipp: Rightfully Hers: Women’s Histories from the National Archives (Online Exhibits)

National Archives (USA, Washington, DC) (Web)

The National Archives in Washington, D.C. has published several online exhibitions to showcase and make accessible its extensive collection of material on women’s history in the USA. The exhibitions focus on the fights for suffrage, public administration, feminist activists, and women’s participation in military service during the First and the Second Word War:

Women’s Rights. Primary Sources and Online Teaching Activities (Web)
The site offers a collection of primary sources and document-based teaching activities related to women’s rights and changing roles in American history. Many of the documents, photographs, and other sources are also featured in the exhibits Rightfully Hers:

Rightfully Hers: American Women and the Vote (Web)
Rightfully Hers, created for the 100th anniversary of the 19th Amendment, looked beyond suffrage parades and protests to the often overlooked story behind ratification.

Records of Rights (Web)
The Records of Rights exhibit in Washington, DC, and online tells the story of women’s rights.

The U.S. Food Administration, Women, and the Great War (Web)
Women played a key role in food conservation during World War I.

Eleanor Roosevelt and the United Nations (Web)
After leaving the White House Eleanor Roosevelt became the first woman to represent the United States as a delegate to the United Nations.

Amending America: Women’s Rights (Web)
Explore selected stories about civil rights and individual freedoms featured at our National Conversation on #RightsAndJustice: Women’s Rights and Gender Equality in New York City.

Klicktipp: What’s Her Story: Women in the Archives (Digital Exhibit)

What’s Her Story: Women in the Archives: Autry Museum of the American West, Los Angeles (Web)

Sections: Moving Impressions, Challenging Preconceptions | L.A. Story | Women Documenting Women | Getting Lost | The Age of Discovery | Explore More (Web)

„At the heart of every story is an archive, and at the heart of every archive is a story: In honor of the 100th anniversary of women winning the right to vote, What’s Her Story: Women in the Archives reveals compelling stories of women found in the Autry’s collections. This exhibit will showcase Assistance League of Los Angeles, Caroline Boeing Poole, Gladys Knight Harris, Native Voices theatre ensemble, and Women’s March participants as 20th and 21st century women who documented their activities and created archives as a way to preserve a legacy in their own voice. Also featured are stories of Bertha Parker Cody, Manuela Garcia, Clara Forslund, and an “Unidentified Woman,” whose lives were documented in archives made by other creators: friends, colleagues, government agencies, and other institutions that produced written and visual records.
What’s Her Story also looks behind the scenes to share how the work of archivists brings the more hidden narratives to light – weaving in and out of primary source evidence to color in details, amplify voices, and begin the discovery of women’s stories. In personal diaries, photographs, letters, music, objects, and ephemera, you will meet women philanthropists, solo sojourners, political activists, artists, and a pioneering anthropologist.
The sections below build on the in-gallery exhibition to explore what other narratives can be found when examining all these archives side by side. This “exhibit microsite” continues What’s Her Story by looking at broader concepts such as women serving as history keepers throughout time, female imagery and stereotyping; and the dynamic history of a city.
Surveying archives can also be used to locate the inherent risks threatening the loss of information in order to find solutions to discover, recover, and preserve these pieces of evidence into perpetuity.“

Klicktipp: Quellen-Fundstücke zum 8. März (Website)

i.d.a. Dachverband deutschsprachiger Lesben-/Frauenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen (Web)

Welche Flugblätter wurden in den vergangenen 40 Jahren zum internationalen feministischen Feier- und Kampftag am 8. März produziert? Welche Lieder wurden 1987 gesungen? Und welche Publikationen zum 100-Jahres-Jubiläum 2011 erarbeitet? Auf der Website von i.d.a. werden in der Rubrik „Fundstücke“ auch 2026 wieder besondere Quellen zum 8. März aus mehreren Mitglieds-Einrichtungen vorgestellt. Weiterlesen … (Web)

Vertreten sind diesmal Materialien aus diesen Archiven und Bibliotheken:
– Frauenbibliothek LIESELLE in Bochum
– Belladonna – Kultur, Bildung und Wirtschaft für Frauen e.V. in Bremen
– AddF – Archiv der deutschen Frauenbewegung in Kassel
– FrauenMediaTurm in Köln
– AusZeiten in Bochum
– STICHWORT. Archiv der Frauen- und Lesbenbewegung in Wien
– Zentrale Bibliothek Frauenforschung, Gender und Queer Studies in Hamburg

Zusammenstellungen aus den vergangenen Jahren:

Quellen-Fundstücke 2025 (Web)
– Gosteli Archiv bei Bern
– AddF – Archiv der deutschen Frauenbewegung in Kassel
– Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. (LOPG) in Leipzig
– FrauenMediaTurm in Köln

Quellen-Fundstücke 2024 (Web)
– Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. (LOPG) in Leipzig
– FrauenMediaTurm in Köln
– Frauen*bildungszentrum DENKtRÄUME in Hamburg

Quellen-Fundstücke 2023 (Web)
– STICHWORT. Archiv der Frauen- und Lesbenbewegung in Wien
– Frauenbibliothek LIESELLE in Bochum
– Belladonna – Kultur, Bildung und Wirtschaft für Frauen e.V. in Bremen
– AddF – Archiv der deutschen Frauenbewegung in Kassel
– FrauenMediaTurm in Köln
– AusZeiten in Bochum
– Zentrale Bibliothek Frauenforschung, Gender und Queer Studies in Hamburg

Klicktipp: Margareth Lanzinger und Waltraud Schütz: Die übersehenen Berufstätigen des 19. Jahrhunderts (Diskussion, online zum Nachhören)

Ö1-Podcast „Science Arena“ | Neue Reihe des Radiokulturhauses „1848, die Frauen und weiter“ (Web)

Im Wirtschaftsleben hatten Frauen im 19. Jahrhundert annähernd dieselben Rechte wie Männer – beispielsweise ein Gewerbe zu führen. Gleichzeitig waren sie rechtlich dem Mann als Familienoberhaupt unterstellt, was dazu führte, dass oft nur ledige, geschiedene und verwitwete Frauen von diesen Rechten Gebrauch machen konnten – zumindest in bürgerlichen Kreisen. Im Handwerk und in der Arbeiter:innenschaft war die berufstätige Frau die Norm.
Wie die Situation der Frauen de jure und de facto in den unterschiedlichen Gesellschaftsschichten aussah, diskutierten die Historikerinnen Margareth Lanzinger (Univ. Wien) und Waltraud Schütz (ÖAW) bei den ORF-Journalistinnen Irene Suchy und Katharina Gruber am 2. Juni 2025 im RadioCafe im Rahmen der Reihe „1848, die Frauen und weiter“.

Online verfügbare Aufnahmen zum Nachhören:

  • Folge des Podcasts „Science Arena“ (52:40 Minuten) (Web)
  • Bericht von Katharina Gruber auf orf.at inklusive Videoaufnahme der Diskussion (26.12.2025) (Web)

Weitere Folge der Reihe:

  • Gabriella Hauch und Veronika Helfert: Der Kampf um Frauenrechte im 19. Jahrhundert (27.05.2025) (Web)

Reihe in Kooperation mit ORF Topos und Ö1.

Klicktipp: „fernetzt – der Blog“ wird zehn! Der Wissenschaftsblog für Frauen- und Geschlechtergeschichte feiert Jubiläum

fernetzt – Wissenschaftsblog für Frauen- und Geschlechtergeschichte (Web)

Im November 2015 startete der fernetzt-Blog mit einem Wunsch: einen digitalen Raum zu schaffen, in dem junge Forscher*innen der Frauen- und Geschlechtergeschichte ihre Arbeiten teilen können. Zehn Jahre später ist aus dieser Idee eine lebendige Plattform geworden, die Forschungsergebnisse, Debatten und Perspektiven über Fach- und Ländergrenzen hinweg sichtbar macht.

120 Beiträge, 100 Stimmen – ein Jahrzehnt Bloggeschichte
Bisher sind auf dem wissenschaftlichen Gemeinschaftsblog über 120 Beiträge von mehr als 100 Autor*innen aus dem In- und Ausland erschienen. Sie stellen aktuelle Forschungsprojekte vor, diskutieren interdisziplinäre Methoden, erschließen seltenes Quellenmaterial und präsentieren feministische Projekte und Debatten. Die Beiträge erscheinen auf Deutsch oder Englisch und richten sich sowohl an die wissenschaftliche Fachcommunity als auch an die interessierte Öffentlichkeit. „Wissenschaftliches Bloggen ergänzt klassische Publikationen und macht die Themen der Frauen- und Geschlechtergeschichte einem breiteren Publikum zugänglich. Unser Blog zeigt, wie facettenreich feministische Forschung ist“, so das Redaktionsteam, das aktuell aus acht ehrenamtlichen Mitgliedern besteht.

Ein wachsendes Netzwerk
Trägerin des Blogs ist der Verein „fernetzt – Junges Forschungsnetzwerk Frauen- und Geschlechtergeschichte“, gegründet 2011 von einer Gruppe junger Historikerinnen in Wien. Ziel des Vereins ist es, der Vereinzelung in der Wissenschaftspraxis entgegenzuwirken und einen offenen, nicht hierarchischen Raum zu schaffen, in dem Forschung, Forschungsalltag und feministische Perspektiven geteilt, diskutiert und weitergedacht werden können. Aus der anfänglich 5-köpfigen Gruppe ist inzwischen ein stetig wachsendes Netzwerk geworden, das feministische Wissenschaft stärkt – innerhalb und außerhalb akademischer Räume, digital und analog. Neben der Blogarbeit organisiert fernetzt regelmäßig Veranstaltungen wie die Forschungswerkstatt „fernetzt eure Projekte“, feministische Pubquizze und Stammtische und ist an der Vortragsreihe „Geschichte am Mittwoch“ an der Univ. Wien (Web) beteiligt. Ergänzt werden die Aktivitäten durch einen offenen Mailverteiler sowie Social-Media-Kanäle auf Instagram, Bluesky und Facebook.

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