Category Archives: Topic_Sorge|Care

CfP: Alter(n) und Geschlechter (Zeitschrift GENDER); bis: 29.11.2026

GENDER. Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft (Web)

Einreichfrist: 29.11.2026

Der demografische Wandel hin zu einer alternden Gesellschaft, das Älterwerden und das Altsein hat viele Facetten – zwischen Menopause und Altersarmut, zwischen Anti-Ageing-Cremes und Einsamkeit, zwischen Rollator und Senior Experts, zwischen „unwürdigen Greisinnen“ und „potenten Silberrücken“, zwischen ‚später Freiheit‘ und Abhängigkeit. Stereotype Geschlechterbilder prägen das Altern, und neben herkömmlichen Klischees werden neue Klischees – insbesondere medial – produziert. „Das Alter lässt sich nur in seiner Gesamtheit erfassen; es ist nicht nur eine biologische, sondern eine kulturelle Tatsache“, so schreibt Simone de Beauvoir 1970 in Das Alter.
Fast zeitgleich spricht Susan Sontag vom Double Standard of Ageing (1972), nach dem Frauen nicht nur früher als Männer gesellschaftlich als „alt“ gelten, sondern Alt-Sein und Alt-Werden auch negativer bewertet und gesellschaftlich unsichtbar gemacht werden. Seither haben sich die Ansätze zur Intersektion von Alter und Geschlecht ausdifferenziert und denken Lebensverläufe diverser Geschlechter mit, etwa in Bezug auf queeres Alter(n). Demnach wird also nicht nur Geschlecht „gemacht“ (doing gender), sondern auch Alter (doing age) sowie das alternde Geschlecht und das vergeschlechtlichte Alter in seiner intersektionalen Verbindung. Geschlechterforschung und Gerontologie strebt eine intersektionale Verbindung von biologischen, sozialen und kulturellen Aspekten an und untersucht dabei Zusammenhänge zwischen Lebensphase und Lebenslage sowie den Praktiken, Diskursen und normativen Erwartungen, die diese herstellen und (de)stabilisieren. Vor diesem Hintergrund laden wir dazu ein, Beiträge zu theoretischen und methodologischen Fragestellungen sowie zu empirischen Forschungsergebnissen aus der interdisziplinären Geschlechterforschung einzureichen – aus Medizin, Gesundheits- und Pflegewissenschaften, aus den Sozialwissenschaften, Geschichtswissenschaft, Erziehungswissenschaft sowie den Kultur- und Medienwissenschaften und den Science and Technology Studies. Weiterlesen … (PDF)

Seminar: Lucile Ruault: Investigating the practices of activist abortion providers after 40 years of public silence: a matter of Sociology, History and friendship, 24.11.2026, virtual space

ERC-project „THE PATIENT AS AN AGENT OF CHANGE. Beyond Thalidomide“, Univ. of Vienna (Web)

Time: 24.11.2026, 14.00-15:30h
Venue: virutal space – via Vienna
Registration (Link)

From 2011 to 2017, as a PhD student I worked on various groups of the free abortion movement in France that performed illegal actions from 1972 to 1975 or, for some “dissident MLACs”, until the late 1970s or even 1984. Drawing on a wide array of biographical interviews and archival sources, this study aimed to exhume long-forgotten practices and claims that defended alternative comprehensions of reproductive autonomy and care experiences. To do so, I made sure to interview activists outside decision-making or expert circles, thus forging strong ties with women who held minority viewpoints and/or whose social properties did not predispose them to collective action.

Lucile Ruault is a sociologist at CNRS – Cermes3, her book „Le spéculum, la canule et le miroir. Avorter au MLAC, une histoire entre féminisme et médecine“ was published in French by ENS editions in 2023.

Source: Newsletter des Fakultätszentrums für Transdisziplinäre Historisch-Kulturwissenschaftliche Studien (#033, 10/26)

Festveranstaltung: 25 Jahre Alice Salomon Archiv – Jubiläum und Neueröffnung, 19.11.2026, Berlin und virtueller Raum

Alice Salomon Archiv (ASA) (Web)

Zeit: 19.11.2026
Ort: ASA, Alice-Salomon-Platz 5, 12627 Berlin – und virtueller Raum
Anmeldung bis: 25.10.2026

Das Alice Salomon Archiv feiert sein 25-jähriges Bestehen und zugleich die Neueröffnung am Standort Berlin-Hellersdorf: Gemeinsam möchten wir zurück- und nach vorn schauen: Auf 25 Jahre Archivarbeit, auf Projekte, Kooperationen und Begegnungen, und auf die Frage, welche Bedeutung Archive heute für demokratische Resilienz, kritische Erinnerungskulturen und professionsbildende Prozesse haben. Im Erzählcafé blicken wir gemeinsam auf die Geschichte des ASA zurück. Anja Sunhyun Michaelsen und Iris Rajanayagam eröffnen in ihren Keynotes Fragen nach Leerstellen und Archivgewalt, Nutzer*innenpositionen, marginalisiertem Wissen und Möglichkeiten für Intervention und Transformation und setzen so Impulse für die Gegenwart. Im abschließenden Visioning mit Fallon Tiffany Cabral und Hannah Ferreira richten wir den Blick gemeinsam auf mögliche Zukünfte der Arbeit in und mit Archiven.

Programm

  • 13:00 Uhr: Begrüßung und Grußworte
  • 13:15 Uhr: Willkommen im ASA: Rückblick und neue Aussichten von Schöneberg und Hellersdorf mit Friederike Mehl & Dayana Lau
  • 13:30 Uhr: Erzählcafé: Erinnerungen, Begegnungen und Geschichten aus 25 Jahren ASA, organisiert vom wissenschaftlichen Beirat des ASA
  • 14:15 Uhr: Pause mit Imbiss (vegetarisch/vegan)
  • 15:00 Uhr: Keynotes: Anja Sunhyun Michaelsen: The shape described by her absence. Zur Suche nach marginalisierten Perspektiven in institutionellen Archiven | Iris Rajanayagam: Transformative Archive als gegenhegemoniale Intervention (Die Vorträge werden auch gestreamt, Link unten)
  • 16:15 Uhr: Visioning: Gemeinsam Zukünfte des Archivs entwerfen mit Fallon Tiffany Cabral & Hannah Ferreira
  • 17:00-17.30 Uhr: Verabschiedung

Rahmenprogramm Continue reading →

Vortrag: Veronika Helfert: Unbezahlt und unsichtbar? Gewerkschafterinnen und der Kampf um Hausarbeit, 02.11.2026, Wien [REMINDERIN]

Institut Historische Sozialforschung (IHSF) der AK Wien und FAKTory. Literatur, Wissen und Beratung für Studierende (Web)

Zeit: 02.11.2026, 18:30 Uhr
Ort: FAKTory, Universitätsstr. 9, 1010 Wien
Anmeldung bis 01.11.2026 (Web)

Wie gingen Gewerkschafterinnen im 20. Jhd. mit dem Problem um, das berufstätige Frauen bis heute täglich beschäftigt: Wie lässt sich Lohnarbeit mit Hausarbeit und Fürsorgetätigkeiten vereinbaren? Der Vortrag zeigt, dass sozialdemokratische, kommunistische und christlichsoziale Aktivistinnen auf diese Frage sehr unterschiedliche Antworten fanden, und nimmt unter anderem die gewerkschaftliche Auseinandersetzung um die feministische Kampagne „Lohn für Hausarbeit“ in den Blick. Dabei wird nicht zuletzt die grundlegende Frage diskutiert: Wer kommt für die Kosten reproduktiver Arbeit auf: der Staat, die Arbeitgeber:innen oder die Frauen selbst?

Veronika Helfert ist Historikerin und forscht zu Protest, politischer Partizipation und Arbeiterinnenbewegung. Für ihr Projekt Zur politischen Ökonomie von Hausarbeit. Gewerkschafterinnen und un/bezahlte Arbeit im 20. Jhd. erhielt sie 2026 den Edith Saurer Preis.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Buchpräsentation: Gabriella Hauch, Karl Fallend, Jonathan Kufner und Irene Messinger: Drei Pionierinnen der modernen Sozialarbeit in Österreich, 22.10.2026, Wien

Buchpräsentationen im Rahmen der Lehrveranstaltung „Geschichte der Sozialen Arbeit“ an der Hochschule Campus Wien

Zeit: 22.10.2026, 16.00 Uhr
Ort: Hochschule Campus Wien, Favoritenstr. 332, 1100 Wien, Festsaal H.-2.

Elisabeth Schilder, Maria Dorothea Simon und Anne Kohn-Feuermann verband die Erfahrung des Exils in der NS-Zeit. In der Nachkriegszeit standen sie – in Bewährungshilfe, Ausbildung und Sozialamt – für eine Sozialarbeit, die sich von paternalistischer Fürsorge abgrenzte. Ihre drei Biografien sind Teil der Schriftenreihe „Zur Geschichte der Sozialarbeit“ (Web)

Programm (PDF)

  • Buchvorstellungen durch die Autor*innen Gabriella Hauch, Karl Fallend, Jonathan Kufner und Irene Messinger
  • Moderation: Gudrun Wolfgruber-Thanel

Die Bücher

  • Gabriella Hauch und Karl Fallend (Hg.): „Aus der Sintflut einige Tauben“. Zu Leben und Werk von Elisabeth Schilder, Löcker Verlag. Wien, 2020 (Web)
  • Jonathan Kufner-Eger (Hg.): „Aus der Betroffenheit“. Zu Leben und Werk von Maria D. Simon, Löcker Verlag. Wien, 2023 (Web)
  • Das Buch von Irene Messinger: Anne Kohn-Feuermann (1913-1994): Widerstand, Exil und die Übersetzung von Casework ist im Erscheinen

CfP: Gender and Labour after WWII: Political Rights, Social Justice, and Welfare Politics (09/2027, Linz); by: 31.01.2027

International Conference of Labour and Social History (ITH) (Web ENG) | (Web DE)

Time: 16.-18.09.2027
Venue: Linz
Proposals by: 31.01.2027

The ITH invites submissions for a conference in Linz 2027. The conference themes explore the roles of political rights, social justice, and welfare politics in Gender and Labour after WWII. The period between 1945 and the 1960s was marked by major turning points for workers’ rights, political engagement, and the development of social welfare systems and saw the struggle for the advancement of political and social rights of women around the world. Key contexts shaping the struggles on gender and labour in this period included border-crossing population movements and racialized diversity, changing patterns of international governance and social movement internationalism, post-WWII reconstruction, the economic boom, late colonial rule and decolonization, state-socialist catch-up development, and global sociopolitical competition. In different world regions and on the international stage, these contexts impacted on the engagement with gender and labour to various degrees. Read more … (Web)

Conference Themes: How to conceptualize an aftermath? | Political Rights and the Long Shadow of Wartime Labour Mobilization and (Far-)Right-Wing Politics | Mass displacement and Migrant Work | Discrimination Against Women Workers and Multiply Marginalized Workers and Communities | Labour and other Social Movements and the Struggles for Post-War Welfare Politics

Preparatory Group: Glaucia Fraccaro (Univ. Federal de Santa Catarina), Veronika Helfert (Institut für Geschichte des ländlichen Raumes, St. Pölten), Shivangi Jaiswal (Ca’ Foscari Univ. of Venice), Tiina Lintunen (Univ. of Turku), Susan Zimmermann (Central European Univ. Budapest/Vienna), Therese Garstenauer (ITH, Vienna).

Workshop: Bewegungsgeschichte(n): Zum Verhältnis von Migration, Anti-/Rassismus und Geschlecht, 05.-06.11.2026, Wien

20. Workshop des Forschungsschwerpunktes/Research Cluster Frauen*- und Geschlechtergeschichte der Univ. Wien; Cäcilia Wosnitzka, Nike Kirnbauer, Johanna Gehmacher, Dietlind Hüchtker, Michaela Neuwirth, Milica Main und Sophia Konopka (Web)

Zeit: 05.-06.11.26
Orte: Amerlinghaus, Stiftg. 8, 1070 Wien | Aula der Univ. Wien, 1090 Wien

Der diesjährige F*GG-Workshop fragt nach dem Verhältnis von Geschlecht, Migration und Anti-/Rassismus im Kontext von Bewegungsgeschichtsschreibung und -geschichte(n). Im Fokus stehen dabei eine Reihe von bewegungsgeschichtlichen Themen: die Geschichte der Selbstorganisierung von Migrant:innen, die Geschichte der Aushandlungsprozesse zwischen migrantisch- und mehrheitsgesellschaftlich positionierten Aktivist:innen, die Geschichte der migrantischen Kritik an den weiß-positionierten Frauen- und queeren Bewegungen sowie die Geschichte der Verhandlungen von Geschlechterverhältnissen im Kontext von migrantischen bzw. antirassistischen Bewegungen.

Programm

Do., 05.11.2026
Zeit: 18:30-20:00 Uhr | Ort: Amerlinghaus, Stiftg. 8, 1070 Wien

„Wir schreiben unsere Geschichte selbst“: Ein Abend über migrantisch-feministische Organisierung und Kämpfe mit Vertreter*innen von Peregrina, LEFÖ und das kollektiv

  • Gespräch mit Gergana Mineva (das kollektiv), Nima Obaro (Peregrina), Dani Rechling (Peregrina), Rubia Salgado (das kollektiv) und Sabine Zopf (LEFÖ)
  • Moderation: Nike Kirnbauer und Cäcilia Wosnitzka (Univ. Wien)

Fr., 06.11.2026
Zeit: 09:00-18:00 Uhr | Ort: Aula der Univ. Wien am Campus, Hof 1.11, 1090 Wien

  • 09:00 Uhr: Einführende Worte: Johanna Gehmacher und Dietlind Hüchtker (Wien) | Nike Kirnbauer und Cäcilia Wosnitzka (Wien)
  • 09:30 Uhr: Eröffnungsvortrag: Maria Alexopoulou (Mannheim/Berlin): Die „Andere“ als Figur und Akteur*in. Migration und Geschlecht aus rassismuskritischer zeithistorischer Perspektive Continue reading →

Ausstellungseröffnung: „… weil nichts gefährlicher ist, als vor Unrecht zu resignieren.“ 100 Jahre Österreichische Liga für Menschenrechte, 21.10.2026, Wien

Qwien – Zentrum für queere Kultur und Geschichte (Web)

Zeit: 21.10.2026, 18.30 Uhr
Ort: Qwien, Ramperstorfferg. 39/7, 1050 Wien
Laufzeit: 22.10.-28.11.2026

Programm (Web)

Ein Stempelkarussell, ein Plakat in Neonorange. Eine frühe Petition für die Entkriminalisierung von Homosexualität. Objekte, die von jahrzehntelanger Menschenrechtsarbeit erzählen. 1926, wenige Jahre nach der Ausrufung der Ersten Republik und mitten in den krisenhaften 1920er Jahren wurde die Österreichische Liga für Menschenrechte gegründet. Sie stellte sich in schwierigen und von den Folgen des 1. Weltkriegs geprägten Zeiten der Aufgabe Menschenrechte zu schützen und für soziale Gerechtigkeit und Frieden einzutreten. Nachdem sie sich mit dem „Anschluss“ 1938 selbst auflöste, gründete sie sich 1945/46 wieder neu. Seitdem ist sie aktiv für Menschenrechte in Österreich und international. Das macht sie zur ältesten Menschenrechtsorganisation Österreichs.
Das Archiv der Liga wird seit 2017 im Qwien aufbewahrt (Web). So lag es nahe, dass bei uns anlässlich ihres 100-jährigen Jubiläums eine Ausstellung aus den Beständen des Archivs stattfindet. Sie gibt einen Einblick in die historische Praxis des Einsatzes für Menschenrechte, insbesondere in Bezug auf den Kampf der Liga für die Rechte homosexueller und queerer Menschen.
Vom Verfassen von Reformvorschlägen für das Strafrecht im Jahr 1954, über das Veranstalten eines internationalen Kongresses 1970 bis hin zum jährlichen Publizieren eines Berichtes, der die Menschenrechtslage in Österreich und international beurteilt, reicht der Bogen. Mit den ausgewählten Objekten aus der langen Geschichte ihres Bestehens fragt die Ausstellung nach den Mitteln, die die Liga in ihrem Engagement einsetzte. Und danach, welche es heute braucht.

Wiedererrichtung und Öffnung eines verschollenen Archivs der Menschenrechte (Web).
Projektleitung: Christopher Treiblmayr, Hauptbearbeiter: Thomas Tretzmüller
Ausgehend von einem FWF-Projekt wird die Geschichte der Liga und ihrer zahlreichen, seit dem Ende des 19. Jhds. gegründeten internationalen Schwesterorganisationen von einem Forscher*innenteam rund um Wolfgang Schmale und Christopher Treiblmayr am Institut für Geschichte der Univ. Wien untersucht. Dabei konnte auch das seit 1938 verschollen geglaubte Vorkriegsarchiv der ÖLfM durch Recherchen in österreichischen, deutschen, französischen, russischen, schweizerischen und US-amerikanischen Archiven weitgehend rekonstruiert werden. Weiterelsen … (Web).

  • Aus dem Projekt ist u.a. diese Publikation entstanden: Wolfgang Schmale und Christopher Treiblmayr (Hg.): Human Rights Leagues in Europe (1898-2016), Stuttgart 2017 (Web)

Klicktipp: umtun. Eine andere Geschichte der Freiwilligkeit (Website)

«umtun.ch». Kollaboratives Public History Projekt, Univ. Freiburg (Web)

Warum engagieren sich Menschen freiwillig? Die Motivationen sind so vielfältig wie die Tätigkeiten. «umtun.ch» präsentiert Geschichten von Freiwilligen, die gesellschaftliche und rechtliche Normen hinterfragten und verändern wollten. Denn umtun heisst: tätig sein, sich bemühen, nachforschen, aber auch etwas umgestalten und verändern. «umtun.ch» erzählt eine andere, gegenhegemoniale Geschichte, die von der Vielfalt und transformativen Kraft der Freiwilligkeit in der Schweiz handelt. So werden neue Einblicke in die vielen Welten des sozialen Engagements gegeben und die Grenzen von Gemeinnützigkeit, Aktivismus und zivilem Ungehorsam hinterfragt.
Die präsentierten Geschichten der Freiwilligkeit umfassen neun historische Beispiele in drei Themenbereichen:

  • Flucht und Asyl: Solidarität mit Ungarflüchtlichen | Leben retten – notfalls mit illegalen Mittelns | Kirche als Asyl (Web)
  • Abtreibung: Aufklärung für alle! | Abtreibungshelferin aus Solidarität | Help Telefon für ungewollt Schwangere (Web)
  • Gewalt: Süssmost statt Schnaps | Freundinnen in Ehrenamt | Nachtschicht im Frauenhaus (Web)

«umtun.ch» ist ein kollaboratives Public History Projekt, das an der Univ. Freiburg angesiedelt ist und vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) gefördert wird. Es ist aus dem SNF-Forschungsprojekt «Freiwilligkeit und Geschlecht. Neuverhandlungen der gesellschaftlichen Arbeitsteilung seit den 1970er-Jahren» hervorgegangen. Die Umsetzung erfolgte in Kooperation mit dem Gosteli-Archiv.
Mitarbeiter:innen: Univ. Freiburg: Katja Eichenberger, Florence Fausch, Anja Grob, Regula Ludi und Matthias Ruoss | Gosteli-Stiftung: Tabea Fröbel und Lina Gafner | volta studio: Isabelle Lindner, Gaëlle Meister, Selina Muth und Janika Schweizer | Kleinstadt GmbH: Sarah Pfäffli

CfP: Dirty Laundry: Architecture, Labour, and the Spatial Politics of Washing (Publication); by: 15.10.2026

Chloé Darmon, Marianna Janowicz, and Elke Krasny

Proposals by: 15.10.2026

Dirty Laundry is an architectural and feminist inquiry into how washing reveals the spatial organisation of social life and environmental relations. From rivers and communal wash places to social housing laundries, domestic interiors, laundromats, industrial facilities, and global textile infrastructures, washing connects bodies, materials, water, labour, technologies, and landscapes. Yet despite its fundamental role in sustaining everyday life, laundry has rarely occupied a central place within architectural histories and theories. It has not been invisible; rather, the spaces, practices, and labour relations through which washing is organised have often been naturalised, feminised, displaced, or excluded from architectural narratives.
Moving from river to machine, this volume examines washing as a spatial practice through which social, political, and ecological relations are mediated by architecture and the built environment. It explores how relations of labour, gender, class, ownership, coloniality, welfare, public health, wealth, whiteness, hygiene, cleanliness, technology, water, detergents, chemicals, and waste systems become organised through space — shaping the distribution of bodies, resources, responsibilities, and forms of belonging. Washing reveals how ideas of modernity, health, respectability, domesticity, and care are not only social values and economic conditions but spatial arrangements, materialised through buildings, infrastructures, landscapes, and everyday environments.
While the Frankfurt Kitchen became an emblematic architectural response to domestic labour, efficiency, and the organisation of everyday life, it also generated feminist counter-imaginaries that challenged the spatial confinement and unequal distribution of domestic work. The kitchen became not only an object of architectural reform but a site from which feminist activists, artists, and practitioners reimagined relations between labour, care, and space. Laundry offers a different but equally significant field of inquiry. There is no equivalent canonical figure through which washing has entered architectural history. This absence raises questions about how laundry has been imagined, designed, and spatially organised, and what forms of architectural and feminist counter-planning might emerge when washing becomes the starting point. Dirty Laundry seeks to examine … read more and source (Web).